„Der Fisch stinkt vom Kopfe her“

Gudrun Harrer, Außenressort-Chefin des „Standard“, verursacht mir mit ihren Verharmlosungen des politischen Islam regelmäßig schwere Übelkeit:

https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/10/26/islamisten-ohne-lizenz-zur-islamisierung/

Jedes mal, wenn ich im Zusammenhang mit den iranischen Islamisten das Wort „Konservative“ lese, könnte ich kotzen:

http://derstandard.at/1329870043644/Parlamentswahlen-Richtungswahl-unter-Konservativen

Im „Standard“ und anderen „Qualitätsmedien“ werden demokratische israelische oder amerikanische Politiker, die rechts der Mitte stehen, stets als „Ultrakonservative“ oder „Erzkonservative“ betitelt, während iranische oder türkische Islamisten zu biederen CDUlern verniedlicht werden:

http://derstandard.at/1328507501849/Santorum-und-Romney-beschwoeren-ultrakonservative-Werte

„Politically Incorrect“ wird von den „Qualitätsmedien“ gerne vorgehalten, im Kommentarbereich ausländerfeindliche Hetze zu verbreiten.

Die Verantwortung für den Kommentarbereich sollte für ein „Qualitätsmedium“ umso mehr gelten.

Zumindest ein Teil der Standard-Redaktion dürfte sich allerdings mit den im Standard-Kommentarbereich geäußerten Meinungen durchaus identifizieren, da es gerade Pro-Mullah-Regime oder 9/11-Truther Postings besonders leicht durch die strenge Kommentar-Kontrolle schaffen.

Der Fisch fängt eben vom Kopf an zu stinken:

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8 Antworten to “„Der Fisch stinkt vom Kopfe her“”

  1. aron2201sperber Says:

    auch nicht schlecht:

    „die arme Exotin unter den ignoranten amerikanischen Kriegshetzern“

    http://derstandard.at/1329870006422/Solmaz-Khorsand-bloggt-aus-den-USA-Unter-Kriegshetzern-Habt-ihr-die-Bombe?_blogGroup=1

    Dieser Tage sei wohlüberlegt wie weit ich meine Identität in Amerika preisgebe. Bis dato war ich als Wienerin mit iranischen Wurzeln in meinem Exoteneck sicher. Die Checkliste war schnell abgehakt: Spricht deutsch, ist aber nicht blond, sieht irgendwie französisch aus und hat einen undefinierbaren Akzent. Die Schlussfolgerung: Zu kompliziert um kategorisiert zu werden. Doch mittlerweile hat die Kriegsrhetorik gegen den Iran meine ignorantesten Kollegen wachgerüttelt. Plötzlich wird ihnen klar, dass „eine von denen“ in ihren Reihen sitzt, tippt und atmet. „Habt ihr die Bombe?“ und „Irgendwie seid ihr ja selbst schuld, wenn ihr uns dauernd provoziert“ heißt es nun in der Mittagspause.

    Tatsächlich leben allein in L.A. über eine halbe Million persische „Exoten“:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Tehrangeles

  2. American Viewer Says:

    Ein super Kommentar. Sehr schön auf den Punkt gebracht.

    Zu dieser Bloggerin:
    Ich verstehe die „Wienerin mit iranischen Wurzeln“, wie sich Solmaz Khorsand beschreibt, schon ein bisschen. Sie fühlt sich ihren Wurzen verbunden und will nicht, dass „ihr“ Land in einen Krieg verwickelt wird, in dem es viele Opfer geben wird. So weit so klar.

    Andererseits könnte Sie allerdings auch genau andersherum argumentieren: Sie lebt in freien Ländern wie Amerika oder Österreich, während ihrer Landsleute in einer brutalen Theokratie leben. Kritisch betrachtet, könnte man sagen: Ihr scheinen westliche Werte nicht so wichtig zu sein. Oder anders ausgedrückt: Hauptsache sie genießt diese Freiheiten, was im Iran seit 1979 jeden Tag passiert, ist ihr egal. Den Opfern des iranischen Regimes ist das aber nicht egal: Für die ist der Krieg schon lange Realität. Sie leben seit Jahrzehnten unter Dauer-Staatsterror.

    Vielleicht schätzt sie auch die Lage in so weit realistisch ein, dass die Chancen für Demokratie und Rechtsstaat im Iran sowieso gegen null gehen. Krieg hin oder her. Im Iran würde es sehr wahrscheinlich laufen wie in Ägypten, Libyen, Tunesien, Irak, Afghanistan. Wem damit am Ende geholfen wird, steht in den Sternen.

    Dann bleibt aber immer noch die extreme Aggressivität des Iran gegenüber dem Ausland. Es ist ja nicht nur die Atombombe. Der Iran ist nun schon seit Jahren einer der Hauptsponsoren für den Terror gegen Israel und Terror weltweit. Hamas, Hizbollah, you name it.

    Alleine schon dafür hat sich der Iran schon seit Jahren einen Krieg verdient. Deshalb war auch ein Krieg gegen Gaddafi und gegen die Taliban gerechtfertigt: Diese Regime haben sich auch gegenüber Ausländern schuldig gemacht. Das müssen wir uns nicht gefallen lassen.

    Im Falle des Iran haben wir bisher immer gezögert. Die Gründe dafür sind diplomatisch ausgedrückt nicht nachvollziehbar oder anders ausgedrückt: pervers. Selbst Reagan hat sich da in der Iran-Contra-Affäre nicht mit Ruhm bekleckert. Von Carter und den anderen Präsidenten will ich mal lieber gar nicht erst anfangen.

    An dieser Stelle dann immer von amerikanischer und israelischer „Kriegshetze“ zu sprechen wie Frau Khorsad und andere Linke das permanent machen, ist schon eine bodenlose Frechheit, die jedes Maß der konstruktiven Kritik überschreitet. Wir betreiben das Gegenteil von Krieghetze. Wir lassen uns von den iranischen Ayatollahs schon seit Jahren auf der Nase herumtanzen. Die Linken sollten mal lieber unsere Engelsgeduld loben.

    Wenn es dann wirklich je mit dem Krieg losgeht, dann ist das nicht unsere Schuld. Das hat der Iran dann ganz alleine zu verantworten. Und die Iraner, die unter dem Krieg leiden, müssen sich bei ihren Herrschern beschweren. Oder bei sich selbst, weil sie es nicht aus eigener Kraft geschafft, haben die Ayatollahs zu stoppen.

    Für Bloggerinnen wie Khorsand gilt genau das gleiche: Eigentlich müsste sie gegen das iranische Regime bloggen. Aber das wäre ja wirklich mit Mut verbunden und deshalb geht es lieber gegen uns.

  3. aron2201sperber Says:

    mehr vom Standard über „Verschwörungstheorien, die auch wahr sein können“:

    http://derstandard.at/1329870014306/Wissenschafter-Eine-Verschwoerungstheorie-kann-auch-wahr-sein

    z.B: „Watergate“ (ein aufgedeckter Skandal, der wohl zum ersten Mal unter Verschwörungstheorie subsumiert wurde)

    „Gladio“ (in Bausch und Bogen „wahr“)

    welche „Verschwörungstheorien“ hingegen natürlich nicht wahr sein können:

    „Zweifel am Klimawandel“

    und die größte und bedeutendste Verschwörungstheorie ist natürlich Obamas nichtamerikanischer Geburtsort.

    9/11, Illuminaten und Bilderberger werden nicht einmal am Rande erwähnt.

    aber nachdem „Verschwörungstheorien wie Gladio stimmen können“, will man solche Theorien wohl erst gar nicht zu Verschwörungstheorien herabwürdigen.

  4. Die Ultrarechten im Ausland « Aron Sperber Says:

    […] Die Bezeichnung “konservativ” wird hingegen verwendet, um Islamisten zu verharmlosen. […]

  5. “Palästinensischer als die Palästinenser” « Aron Sperber Says:

    […] muss schon eine Araber sein, um im politisch korrekten Standard gewisse Dinge über die arabische bzw. islamische  Welt aussprechen, die sonst schwer verpönt […]

  6. Ein sunnitischer Iran | Aron Sperber Says:

    […] hätte nie gedacht, Frau Harrer einmal in einem wesentlichen Punkt recht zu […]

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