Nach der EU

Die Reichen im eigenen Land kann man bis zu einem gewissen Maß schröpfen.

Ganze Staaten werden sich jedoch nicht ewig maßlos schröpfen lassen.

Wenn noch mehr Wähler dem griechischen oder französischen Beispiel folgen, wird es mittelfristig keine EU mehr geben.

Auf den Trümmern einer gescheiterten sozialtechnokratischen EU werden wohl neue alte Staaten entstehen.

Ungarn ist bereits dort angelangt, wo man vor dem 2. Weltkrieg war.

„Nach der EU“ wird wohl leider „vor der EU“ sein.

Faschismus war im alten Europa nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Nur die wohlhabendsten Staaten werden sich die Demokratie noch leisten wollen.

Frankreich hat leider gerade die Grundlagen dafür gelegt, nicht dazu zu gehören.

Der Jubel über rote Karten ist daher äußerst kurzsichtig.

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13 Antworten to “Nach der EU”

  1. Gutartiges Geschwulst Says:

    WANDERERS NACHTLIED ©
    Frei nach Johann Wolfgang von Goethe

    Über allen Gipfeln ist Ruh´.
    Im Tal krepiert leis´ die geliebte EU.
    Vernehmlich sind noch Politik und Presse,
    planlos wie stets, doch mit großer Fresse;
    von Kompetenz indessen, kaum einen Hauch.
    Geduldet euch, Leute! Balde ruhen sie auch.

  2. Daniel Says:

    Also zurück zu einem demokratischen Europa souveräner Staaten, die miteinander in einem lockeren Bündnis kooperieren und Handel treiben. Die Staaten sind so frei, unabhängig und souverän, haben ihre eigenen Währungen und die frei gewählten Parlamente geben den Ton an, keine nicht-leigitimierten EU-Bürokraten. Gleichzeitig gibt es gemeinsame Kooperation, Abmachungen zu Mindeststandards in Sozial- und Umweltfragen, Studentenaustauschprogramme, Wirtschaftsförderungsmaßnahmen, Freihandelsabkommen und ähnliches – All das funktioniert zwischen souveränen Staaten viel besser.

  3. besucher Says:

    Hi Aron,
    das klingt nach „Trendforscher“ Celente:

    Erst die Moslems raus, dann Zusammenbruch der EU und dann die Rückkehr des Faschismus.
    http://de.ibtimes.com/articles/25307/20120212/gerald-celente-zusammenbruch-der-europ-ischen-union-im-ersten-quartal-2012.htm

  4. besucher Says:

    Diejenigen, die sich heute noch als „Links“ bezeichnen werden im Krisenfall radikaler werden als diejenigen die sich heut noch als Rechte bezeichnen.

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article106270877/Polizei-Kommissar-in-NRW-als-Salafist-enttarnt.html

  5. aron2201sperber Says:

    Erst die Moslems raus, dann Zusammenbruch der EU und dann die Rückkehr des Faschismus.

    sehe ich etwas anders:

    erst niemand raus (egal ob kriminell oder islamistisch)

    dann Faschismus

    dann alle raus (egal ob nicht kriminell oder islamistisch)

    • besucher Says:

      Wie meinst Du das genau mit „alle raus“?
      Alle die einen Migrationshintergrund haben?

      Dann müssten hier schon Zustände wie in der Dritten Welt herrschen bevor solch radikale Einstellungen sich als Staatsleitlinie durchsetzen.

    • Alreech Says:

      Faschismus ?
      Ein praktisches Etikett, aber nicht wirklich hilfreich.

      Ein paar Szenarios:
      Der Euro zerbricht, und die EU wird auf den Stand vor der Währungsunion zurück gesetzt.
      Ärgerlich für Bürger und Wirtschaft, die sich an die Vorteile des Euros gewöhnt haben.

      Der Euro zerbricht, und Deutschland leidet unter dem hohen Kurs der neuen DM.
      Im schlimmsten Fall führt das in Deutschland zu Vorurteilen gegenüber anderen Ländern die Währungsbedingt billiger produzieren können. Populisten – linke wie rechte – würden dafür vermutlich die Neoliberale Politik in den anderen Ländern verantwortlich machen.

      Der Euro zerbricht nicht, statt dessen wird ein ständiger Transfer von den reichen zu den armen Ländern etabliert, oder eine gemeinsames Schuldenmachen.
      Im schlimmsten Fall führt das zu einem Wettlauf wer am schnellsten Schulden macht, denn wenn man für die Schulden der anderen bürgt ohne die eigene Bevölkerung selber mit Wohltaten auf Pump zu versorgen steht ziemlich dumm da.
      Wenn dann die Geldgeber registrieren das sie ihr Geld auch dann nicht wiedersehen, wenn sie es an Deutschland verliehen haben gibt das eine Finanzkrise welche die aktuelle drastisch übertrifft.

  6. aron2201sperber Says:

    @Daniel

    Also zurück zu einem demokratischen Europa souveräner Staaten, die miteinander in einem lockeren Bündnis kooperieren und Handel treiben

    das ist die optimistischere Variante, auf die wir wohl alle hoffen.

    wenn man sie nicht rechtzeitig einleitet, wird jedoch die von mir geschilderte pessimistischere Variante wohl die wahrscheinlichere sein…

  7. Daniel Says:

    @Aronsperber:
    Wenn sich die Staatschefs Europas so sehr auf Gedeih und Verderb an den Euro klammern würden, wäre dies möglich.
    Ein unkontrollierter Zusammenbruch würde auch unkontrollierte Folgen haben.
    Das beste wäre, wenn sich die politisch Verantwortlichen besinnen würden, daß fast alles, was nach den Maastricht-Verträgen kam politischer Unfug war: Mehr Zentralismus und weniger Demokratie. Sie sollten sich besinnen, daß die EG ein gemeinsamer Markt und ein lockeres Bündnis souveräner Staaten mit eigenen Währungen war, was gut geklappt hat und wohin man zurück muß. Dann wäre ein kontrollierter Rückbau der EU in ein demokratisches Bündnis mit freiem, gemeinsamen Markt, eigenen nationalen Währungen und internationaler Kooperation gut möglich. Das wäre der Weg, auf dem Europa prosperieren könnte.

  8. Tourix Says:

    2 bemerkenswerte Zitate aus einem Interview mit dem Chef der Rating-Agentur Fitch:
    „Wäre die Euro-Zone ein einziges Land, würde sie von uns ein Triple-A-Rating bekommen.“
    „Griechenlands Austritt bedeutet nicht das Ende des Euro. Vor allem Deutschland hat ein fundamentales Interesse, dass die gemeinsame Währung erhalten bleibt. Würde die D-Mark wieder eingeführt, würde sie im Vergleich zu anderen Währungen stark aufwerten. Die Exportindustrie, sprich: der Motor der deutschen Wirtschaft, würde geschädigt. Das wird Deutschland nicht zulassen – selbst wenn ein oder mehrere Länder den gemeinsamen Währungsraum verlassen.“
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/paul-taylor-fitch-chef-ueber-austritt-griechenlands-aus-euro-zone-a-831823.html

  9. Tourix Says:

    Spätestens seit Ströbeles Fischfutteraffäre traue ich den möchtegern-Gutmenschen alles zu.

  10. Richterlicher Linksstaat statt Rechtsstaat | Aron Sperber Says:

    […] die ihnen angeblich besonders am Herzen liegen wie die Menschenrechtskonvention oder die Europäische Einigung, bald auch bei uns in Frage gestellt werden […]

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