Die Ultrarechten im Ausland

Beim Thema Außenpolitik formen in Österreich (sowie in den meisten anderen europäischen Ländern) linke Journalisten die öffentliche Meinung und sorgen dafür, dass die Österreicher, ein Volk von Schwarz/Blau/Orange-Wählern, mit empörtem Kopfschütteln auf Bush, Sarkozy, Berlusconi oder Netanjahu blicken.

Auch umgekehrt hatte sich Italiens, Frankreichs oder Israels “öffentliche Meinung” über Österreichs schwarzblaue “Nazi-Regierung” heftig empört.

Wenn es Politiker anderer Länder betrifft, lassen sich eingefleischte Rechte von den Medien gerne was vormachen.

So empört sich auch in den konservativsten Foren niemand darüber, dass unser linker Zivi-Verteidigungsminister einen rechten Politiker eines befreundeten demokratischen Staates beschimpft hat…

…schließlich weiß man aus allen Medien, dass es sich um einen unguten “Ultrarechten” handle.

Die Bezeichnung „konservativ“ wird hingegen verwendet, um Islamisten zu verharmlosen.

Gleichzeitig kann man so auch demokratische konservative Regierungen elegant heruntermachen, indem man sie mit Vertretern von totalitären Gottesstaaten gleichsetzt.

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6 Antworten to “Die Ultrarechten im Ausland”

  1. American Viewer Says:

    In diesem Fall hat die Einigkeit einen ganz einfach Grund. Es ist ein Außenminister von Usreal. Und dann auch noch Jude. Da ist vielen Westlern von ganz links außen bis ganz rechts außen klar, dass es sich nur um einen „Nazi“ handeln kann.

    Ironischerweise gerade StraChe tut nun so, als wäre er anderer Meinung.

    Politisch gesehen ist das nicht einmal dumm, er kann Darabos schließlich schlecht zustimmen. Jedenfalls nicht öffentlich. Ein Lob für den Gegner bringt selten Stimmen.

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/759459/Strache_DarabosAeusserungen-sind-Affront-gegen-Israel

    http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/759652/Israel-schweigt-zu-Darabos-Verbalangriff

  2. dieter Says:

    Im Guardian konnte man im März folgendes lesen:

    But the most rabidly Islamophobic European philozionist is Heinz-Christian Strache, head of the Austrian Freedom party, who compared foreigners to harmful insects and consorts with neo-Nazis. And yet where do we find Strache in December 2010? In Jerusalem alongside Dewinter, supporting Israel’s right to defend itself.

    Don’t be fooled. Europe’s far-right racists are not discerning

    Ich weiß nicht, wo Anne Karpf das mit den Insektenvergleich her hat. Habe diese Anschuldigung noch nie gehört.

    Folgendes brachte kürzlich die Associated Press:

    The right-wing Freedom Party consistently polls a close second in popularity to the leading Social Democrats, reflecting the resonance of its anti-immigrant, Euro-skeptic message. It counts the neo-Nazi fringe among its supporters and its leaders‘ occasional anti-Semitic comments are widely condemned by other parties. Its main draw with voters is Islamophobia. It holds 34, or 1.5 percent of the seats in parliament compared to the nearly 27 percent won in 1999. That result catapulted it into a government coalition—and led to EU sanctions against Austria. In response to their gains, the federal government has toughened asylum rules and introduced compulsory German courses for immigrants.

    Greek party most extreme of Europe’s far right

    Den Beitrag zu Österreich hat ein gewisser George Jahn verfasst.

    Die FPÖ hat 19,7% der Sitze im Parlament. Bei „1.5“ Prozent kann es sich also auch nicht um einen Rundungsfehler handeln. Abgesehen davon hat Österreich eine 4%-Hürde.

    Verpflichtende Sprachkurse gab es in Schweden schon früher und wird im Falle Schwedens von den Medien als vorbildhaft und zuwandererfreundlich gepriesen.

  3. Guerrero Says:

    Eigentlich irgendwie ironisch, dass gerade Strache der erste ist, der Israel verteidigt.

    Langsam werden die mir wieder sympathisch.

  4. Die ultrarechten Israelis und die konservativen Islamisten « Aron Sperber Says:

    […] demokratische israelische und amerikanische Politiker, die rechts der Mitte stehen, stets als “Ultrarechte” betitelt, während arabische, iranische oder türkische Islamisten zu biederen CDUlern […]

  5. Ultrarechte Israelis – konservative Islamisten « Aron Sperber Says:

    […] demokratische israelische und amerikanische Politiker, die rechts der Mitte stehen, stets als “Ultrarechte” betitelt, während arabische, iranische oder türkische Islamisten zu biederen CDUlern […]

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