Luzides aus Russland

Obwohl der Kalte Krieg schon vor über 20 Jahren beendet wurde, zeigt sich Russland dem Westen gegenüber zumeist noch immer von seiner mißgünstigen Seite.

Mit einem KGB-Mann an der Spitze ist es leider schwer, die alten Ressentiments endlich abzubauen.

Des Westens Leid ist des Putins Freud…

…und des Putins Leid wird von ihm stets mit einer Verschwörung des Westens erklärt.

Um so erfreulicher ist es, eine vernünftige Stimme aus Russland zu vernehmen:

„Die multikulturelle Ideologie entstand aus einer linken Bewegung nach dem Krieg und war eine Antwort auf den europäischen Nazismus und Faschismus. Das soll als eine weitere Extremität gesehen werden. Man hat zuerst geglaubt, dass die neue europäische Kultur den Konservatismus, Nationalismus und die christliche Pietät verabschiedet und zu einer Art von tolerantem Ambiente wird, wo alte Konflikte neutralisiert werden könnten, und der Fluss von Immigranten aus südlichen Ländern sich an die Welt des Friedens gewöhnen könnte. Aber eigentlich geschah genau das Gegenteil. Die dramatisch untergrabene einheimische Kultur des alten Europas lockte die Immigranten nicht an, aber das taten wiederum die sozialen Vorteile und anständigen Lebensbedingungen. Die Neulinge kamen nach Europa in großen Mengen und lebten getrennt von den lokalen Europäern, die nun so gesichtslos wurden. Es gibt heute keinen Konflikt in Europa zwischen dem Christentum und dem Islam, weil die christliche Zivilisation künstlich untergraben wurde, vor allem von der linken Kulturrevolution. Die Muslime in Europa sind mehr an ihre Religion und Gesellschaft verpflichtet, als die einheimischen Europäer. Sie halten zusammen, ursprünglich, und bilden ganze ethnische Bezirke in ihren Nachbarschaften.

Toleranz und Kulturpluralismus, wie ein Europa, integrieren Migranten nicht in die Gesellschaft, sie assimilieren sie nicht, wie das in den alten Zeiten geschah. Im Wesentlichen führen diese Dinge zur Bildung einer fünften Kolonne von Südländern, die nichts einwenden würden, ein westliches Regime ohne Gott zu sabotieren, denn sie sehen es von innen. Integrationsmechanismen, wie Bildung, Armee und professionelle Gruppen, funktionieren, aber nur mit einem kleinen Teil von Migranten. Das führt zu einer wichtigen Schlussfolgerung. Die Menschen können sich nur in einer starken, dominanten Kultur integrieren, nicht in einer Kultur der Toleranz ohne bestimmte Merkmale. Das Ableben des europäischen Multikulturalismus, über den die meisten westeuropäischen Machthaber dieses Jahr sprechen, hat man noch vor Jahrzehnten vorhergesagt, und das waren keine rechten Kritiker oder nationalistischen Konservativen, sondern raffinierte Liberalen, wie Seyla Benhabib, die in ihren Arbeiten bewies, wenn man Privilegien an bestimmte ethnische oder Rassengruppen gibt, dann widerspricht das den liberalen Prinzipien der Grundlage der westlichen Demokratie.”

Gefunden bei Avpixlat

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3 Antworten to “Luzides aus Russland”

  1. Das Recht auf Freizügigkeit « arprin Says:

    […] russische NATO-Botschafter Dmitrij Rogosin hat eine Rede gehalten, in der er die Ideologie des Multikulturalismus angreift. Rogosins Aussagen sind zu […]

    • aron2201sperber Says:

      aus Art 13 ist nicht abzuleiten, dass man ein Recht daruf hätte, in ein anderes Land einzureisen.

      es sollte lediglich davor schützen, nicht im eigenen Land eingesperrt zu werden, wie es hinter dem eisernen Vorhang üblich war:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/08/08/alle-mauern-gleich/

      jedes Land hat jedoch das gute Recht, seine Zuwanderung selbst zu regeln.

      auch die USA lässt heute keine ungeregelte Zuwanerung zu, und auch früher erfolgte die Zuwanderung nicht völlig ungeregelt.

      so durften Kranke nicht einreisen, was man nach heutigen Maßstäben wohl zu Recht als ziemlich inhuman qualifizieren würde.

  2. Tourix Says:

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-05/putin-antrittsbesuch-deutschland

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