Ist der Dalai Lama doch ein Böser?

Hat der CIA den Dalai Lama unterstützt?

Also einen Mann, der sich mit friedlichen Mitteln gegen die Besetzung seines Landes gewehrt hatte.

Der KGB hatte nicht nur Arafat unterstützt, der sie sich gegen die Besetzung seines Landes mit Terror zur Wehr setzte, sondern auch die RAF, die Roten Brigaden und alle anderen Terroristen, die gegen den imperialistischen Feind ihre absurden Kriege führten.

Perverserweise wird diese Geschichte sowohl dem friedlichen Dalai Lama als auch dem CIA schaden…

…während die Aufdeckung der Terrorfinanzierung durch den KGB weder dem Ansehen der Terroristen noch dem Ansehen des KGB wesentlich geschadet hatte.

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6 Antworten to “Ist der Dalai Lama doch ein Böser?”

  1. American Viewer Says:

    Deshalb also setzte sich die Intelligenzija nie wirklich für Tibeter, Basken, Kurden oder Nordiren ein. Die stehen sicherlich alle auf der Gehaltsliste der CIA. Und dem Mossad.

    Da ist man dann lieber für Hamas, Hizbollah und Iran. Die sind auf Linie, da kann nichts schief gehen.

  2. Leia Says:

    Dalai Lama hat sich der CIA für eine schwere Menschenrechtsverletzung bedient. „Sage mit mit wen m Du umgehst und ich sage Dir wer du bist“. Bitte lesen Sie: http://www.leiajaccard.blogspot.de

    • Prinz Eugen Says:

      Ahh mk Ultra! Komisch dass die USA soooo überlegene Waffen und Instrumente haben, sie aber bei kriegerischen Auseinandersetzungen nicht gebrauchen ….

  3. tenpel Says:

    „Perverserweise wird diese Geschichte sowohl dem friedlichen Dalai Lama als auch dem CIA schaden…“

    Das kommt darauf an. Der CIA hat auch Papst Johannes Paul den II. unterstützt – und ohne diese Unterstützung wäre der Ostblock nicht so einfach auseinandergefallen – und ebenso unterstütze der CIA die polnische Gewerkschaft Solidarnosc!

    Um auf den Dalai Lama einen Schatten zu werfen betont die Süddeutsche Zeitung erst mal ausführlich die negativen Seiten der CIA und klammert andere Aspekte aus.

    Das Problem liegt meines Erachtens ganz woanders:
    (1) einigen Menschen ist die Dalai Lama Verehrung suspekt, auch einigen Medienmenschen. (verständlich) Dann sucht man halt um diese wahrgenommene Schräglage zu korrigieren. Dummerweise lässt sich da nicht viel finden, der DL ist nämlich tatsächlich integer. Da bietet es sich an, mit einem Negativ-Bild der CIA einen Schatten auf den Dalai Lama zu werfen. Das ist menschlich und journalistisch nicht sauber und unseriös, verkauft sich aber gut.
    (2) Der Dalai Lama selbst war 15 Jahre als sein älterer Bruder – ohne sein Wissen, wie der Dalai Lama in seiner Autobiographie von 1961 betont, und wie es auch in akademischen Quellen zu finden ist – die Kontakte zu CIA aufnahm. Ab wann der DL von den Kontakten zur CIA erfuhr ist nicht klar. In jedem Fall war er nicht begeistern, wie man vom CIA Chiefoperator der Aktion Kanus erfahren kann. Auch sagte der Dalai Lama ausdrücklich eine spirituelle Führung und Unterstützung der Guerilla Bewegung ab–diese trat mit der Bitte darum an ihn mehrfach heran, der Dalai Lama lehnte immer ab, fand aber, dass er ihnen nicht vorschreiben kann, wie sie sich verhalten sollen.
    (3) Enthüllungsjournalisten, wie John Goetz oder Gerald Lehner, scheinen zwar enthüllen zu können, dann aber keine Muße und Zeit zu haben, die Sachen auch in einem ausgewogenen Licht zu betrachten. Sensationelle und einseitige Berichterstattung hat dann den Vorzug, wohl der Quote wegen, also endet alles auf einem Bild-Niveau und der Leser, der die komplexen Hintergründe nicht kennt, glaubt was da berichtet wird.
    (4) Die tibetische Regierung hat zuerst Hilfe bei der UN beantragt (1950) und erst als diese unerhört blieb sich 1951 in ihrer Not an die USA um militärische Unterstützung gewannt, das ist doch nicht verwerflich. Selbst Pazifisten akzeptieren Gewalt zur Selbstverteidigung.
    (5) Die Sicht des DL zu Gewalt ist komplexer, als der Begriff „Gewaltlosigkeit“ für viele auszudrücken scheint. Die Sicht des Dalai Lama ist seit dem er 15 Jahre alt ist konsistent und spiegelt sich in allen seinen Aussagen und Handlungen: keine Gewalt, ABER: Gewalt kann nötig und richtig sein, wenn ihr eine gute Motivation zugrunde liegt und ein langfristiger Nutzen für eine Mehrheit entsteht. Von daher sagt er eben auch, dass Gewalt gegen Terroristen gerechtfertigt sein kann. Er ist kein Pazifist im engsten Sinne.
    (6) die Vorwürfe al la Leia oben und al la anderen, der Dalai Lama sei nicht integer, weil er auf die CIA traf und von ihnen eine finanzielle Unterstützung bekam (in so einer Lage hätte sicher jeder Unterstützung angenommen, vor allem wenn sonst niemand, nicht mal die UN die Tibeter unterstütze) und auch die auf Nazis-Kontakt-Vorwürde sind ziemlich kurzsichtig. Erstens ist der Dalai Lama Politiker und wird daher auf viele Menschen treffen, ob nun Mao, Bush oder die CIA, Clinton, Obama oder den Diplomat (!) Miguel Serrano, eng befreundet mit Friedensnobelpreisträgern, wie Desmond Tutu u.a., eng befreundet mit Vaclav Havel, Wissenschaftlern etc und er ist vor allem auch Buddhist, d.h. er ist freundlich zu jedem und wird immer wohlwollendes sagen oder, die die ihn aufsuchen, willkommen heißen. Wohlwollendes über andere sagen das tat er auch in Bezug auf Mao, obwohl er sicher kein Anhänger von ihm ist oder mit Maos Wahn sympathisiert. Und die Hinrichtung Saddam Husseins hat er klar verurteilt. Man brauche eine gefangene Person nicht töten.

    Man sieht eben immer erst mal durch das Korsett der eigenen Brille, die einen sehen rosarot, die anderen pechschwarz. Beides sind Extreme.

    Ich denke ein Problem ist daß hier wieder mit den Fakten gespielt wird unter Anwendung des bösen Schlagwort CIA.

    Kommen wir zu den Fakten, Fakt ist (schrieb mir ein bekannter Tibetologe):

    1. China schickt Soldaten um Tibet unter seine Kontrolle zu bringen (was auch immer man denken mag von Tibets pre-1951 Status (vergessen wir nicht die Engländer haben Tibet betrogen (wie später die CIA) in dem sie die Tibeter an ihre Unabhängigkeit glauben lassen haben ohne dieselbe anzuerkennen; nur die Mongolei hat sie anerkannt, leider zählt das nicht)

    2. die Tibeter sind militärisch völlig überfordert (Teils aus eigener Schuld)

    3. nur die Inder und die USA sind willig ein wenig zu helfen, nicht zuviel

    4. warum bitteschön sollten die Tibeter ablehnen?

    5. ob die Hilfe von der CIA, oder von der US Regierung, oder vom State Dpt kommt, macht doch kein Unterschied

    6. die Amerikaner sind willig, tibetische Institutionen finanziell zu helfen, warum sollten die Tibeter das ablehnen?

    7. die Hilfe kommt nicht mit einem Preis, wie wenn die Tibeter irgendwelche Schweinereien dafür machen müßten (nicht wie später in Vietnam)

    8. der DL hat immer eine friedliche Lösung gesucht, gepredigt und praktiziert, auch gegen den Rat seiner Entourage, das ist nachweisbar

    9. alle bekannte Dokumente der Zeit deuten daraufhin, daß er ohnehin- wenn überhaupt – nicht viel von den Aktivitäten seiner Brüder und anderer gewußt hat, aber selbst wenn ers gewußt hätte, was hätte er tun sollen? Seine Leute an die Chinesen verraten? Nein, ganz klar, seine Position war und ist, er ist ihnen wenigstens als ‚Seelsorger‘ verpflichtet und er sagt den auch was er denkt, geht aber nicht soweit, Ihnen vorzuschreiben, was sie tun sollen. Find ich voll in Ordnung. Ich fände es nicht mal verwerflich, wenn er sich bewußt nicht eingemischt hätte, und erstmal Optionen einwirken ließe.

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