Old Hodenhand

In den 80ern war Hodentöter Deutschlands größter Lobbyist für eine stärkere Parteinahme des Westens im Afghanistankrieg:

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13511246.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14321646.html

Karl May bereiste die Welten seiner edlen Wilden nur in seiner eigenen Phantasie.

Todenhöfer war zwar real in Afghanistan – und doch sind seine Geschichten von tiefer Irrealität geprägt.

Er ist begeistert vom Kampf der “edlen Wilden”, solange dieser “rein” und nicht von “westlicher Einmischung” befleckt ist.

Was seine edlen Wilden so treiben, wenn sie die Macht übernommen haben, blendet er aus, da es seine Karl May-Idylle zerstören würde.

In den 80er Jahren gefiel er sich als „Abrechner mit dem Zeitgeist“:

„Wenn Pinochets Polizist Pepe den Berufs-Revoluzzer Rinaldo schräg anschaut, leidet 15.000 Kilometer entfernt automatisch unser Bundespoet Günter Grass“ (147)

„In erster Linie strömen in unser Land Schein- und Wirtschafts-Asylanten, ‚ was für ein Land nicht akzeptabel ist, das bis unter den Dachfirst überfüllt ist“ (155)

Wer jedoch heute etwas gegen seine „edlen Wilden“ sagt, bekommt es mit „Old Hodenhand“ zu tun:

Jürgen Todenhöfer: „Sarrazin ist ein Hassprediger“

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10 Antworten to “Old Hodenhand”

  1. Nichtglauber Says:

    „Entwicklungspsychologie

    Die Entwicklungspsychologie ist ein Teilgebiet der Psychologie. Ihr Gegenstand ist die Beschreibung und Erklärung menschlichen Erlebens und Verhaltens über die gesamte Lebensspanne. Das Erlebte steht demnach in erster Reihe bei der Veränderung aller Anschauungen. Die Erfahrung fungiert als lebenslages Navigationssystem, welches in sich, zu jeder Zeit, die Koordinaten versetzen kann.“
    (August Flammer)

    Das wissen wir doch alle, dass (hoffentlich) mit fortgeschrittenem Alter sich vieles ganz anders dartstellt als Dekaden zuvor. Wäre schlimm wenn nicht, oder?
    Der Spruch: „der hat sich wirklich super entwickelt“ beinhaltet diese Kenntniss.

    Aus Saulus wäre kein Paulus geworden, hätte der Mensch diese Möglichkeit nicht. Und das Schöne ist: Jeder kann in den Genuß dieser evolutionären Gabe kommen. Darauf liegt doch die Hoffnung der Welt. Allerdings: viele lehnen eine Teilnahme an einer Weiterentwicklung vehement ab.

    In unserem besonderen Falle trägt die Läuterung des J. Todenhöfer, der von der Basis des Luges und Betruges (Politik) kommt, insbesondere dazu bei, ihm noch mehr zuzuhören und Empathie zu empfinden. Schließlich „weiß der Mann ja, wovon er spricht“ und die in seinem Leben getätigten Erfahrungen führten „entwicklungspsychologisch“ (siehe oben) zur Neujustierung seiner Koordinaten.

    Mögen andere nachziehen!

    • aron2201sperber Says:

      ich glaube kaum, dass Todenhöfer seine Ansichten zur Asyl-Frage geändert hat.

      nur vermeidet er es heute davon zu sprechen, da er damit sein Publikum verlieren würde.

      denn diejenigen, die von seinen „Böser Westen vs. gute edle Wilde“-Geschichten besonders begeistert sind, zumeist auch diejenigen sind, die nichts von Problemen mit der ungeregelten Zuwanderung wissen wollen.

      er greift Sarrazin an, um seinem neuen Publikum zu gefallen

      allerdings nicht weil Sarrazin Muslime, sondern weil er den Islam kritisiert.

      was er heute von Zuwanderung hält, behält er aus Opportunismus lieber für sich, obwohl sich die Probleme mit Migration seit 89 drastisch verschärft haben und die Probleme mit Rechtsextremismus zumindest die letzten 10 Jahre entschärft haben

      Peter Scholl-Latour spricht diese Sachen wenigstens etwas offener aus:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2008/10/22/menschen-bei-maischberger/

      Todenhöfer spricht mit gespaltener Zunge

      • besucher Says:

        Glaubst Du wirklich dass Todenhöfer seine Positionen in der Asylfrage nicht geändert hat? Woran machst Du das fest?

      • aron2201sperber Says:

        google mal „Todenhöfer Asyl“

        ich habe nix Aktuelles gefunden.

        wenn er dazu etwas Neues zu sagen gehabt hätte, würde man wohl was finden

  2. besucher Says:

    Übrigens man muss wirklich sagen dass z.B. bei Amazon die meisten Leser nicht auf Hodentöters Geschreibsel hereinfallen:

    http://www.amazon.de/product-reviews/3570101355/ref=cm_cr_dp_text?ie=UTF8&showViewpoints=0#R27OFWGZVPPXX

    • aron2201sperber Says:

      es hält sich zumindest die Waage.

      die von seinen Geschichten begeisterten, dürften allerdings ausgerechnet jene sein, die er als rechter CDUler besonders verachtet hatte.

      auch der Typ der die Rezension über Todenhöfers „peinliches Frühwerk“ auf Amazon geschrieben hat, findet Todenhöfers neuere Werke „respektabel“

      • Besucher Says:

        Hodentöters Einlassungen zu Chile „der Polizist Pepe der den Revolutionär Rinaldo mal schief ansieht“ haben Elsässersche Darkroom-Qualitäten. Vielleicht sollten die beiden sich mal auf einen Minztee treffen. Der kühlt ungemein die heißgelaufene Rübe ab.

      • aron2201sperber Says:

        guter Vergleich!

        was Todenhöfer, der heute mit Kreide-Stimme spricht so von sich gegeben hat, war schon ziemlich wölfisch.

  3. Zaid tötet wieder | Aron Sperber Says:

    […] war zwar in Afghanistan und im Irak und trotzdem sind seine Geschichten genauso […]

  4. IS-Propaganda made in Germany | Aron Sperber Says:

    […] Allah würdig genug sind, den IS zu bekämpfen, sind Todenhöfers edle Zaids, die er in seinen karlmayesken Büchern beschrieben […]

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