Archive for Juli 2012

„Hoch lebe die arabische Reaktion!“

Juli 13, 2012

Hoch lebe die arabische Revolution“ skandierten die sogenannten Antiimperialisten noch unlängst.

Doch wenn es um den Antiimperialisten-Kollegen Assad geht, verwandeln sich die Revolutionäre schnell in die größten Reaktionäre.

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„Palästinensischer als die Palästinenser“

Juli 10, 2012

Algerien trat nie für einen Frieden mit Israel ein, sondern will, dass Israel verschwindet. Gaddafi in Libyen ist tot, Saddam Hussein im Irak auch, im Jemen ist der Präsident weg, Syrien ist im Bürgerkrieg – nur Algerien ist übrig und verfolgt nach wie vor die 30 Jahre alte Linie. In Algerien sind wir palästinensischer als die Palästinenser. Das ist doch nicht normal.

Dort leben zwei Völker, die das gleiche Land beanspruchen. Dabei wird vergessen, dass Israel per internationales Gesetz 1948 von der Uno gegründet wurde. Es ist kein Kolonialproblem, sondern ein Problem des Eigentums. Wem gehört das Haus? Die Israelis sind 1948 nicht mit einer Armee eingerückt.

Lange hat man gedacht, der Islamismus sei eine unbedeutende Irrlehre, die vom Weg der Religion abgekommen ist. Das ist nicht so. Es handelt sich um eine echte faschistische Ideologie, mit einem politischen Projekt und einer Strategie, sich die Welt untertan zu machen. Erst waren die Islamisten Individuen, dann haben sie Gemeinden und Regionen kontrolliert. Jetzt lenken sie ganze Staaten mit ihrer Verwaltung, ihrer Armee – in Marokko, Ägypten, Tunesien, auf gewisse Art auch in Algerien.

Wir müssen uns befreien, von der Macht, der Religion, von der arabomuslimischen Kultur, die einen Araber dazu zwingt, wie ein Araber zu denken. Ein Araber kann wie ein Mensch denken und nicht nur wie ein Araber.

(Boualem Sansal im Standard)

Allerdings muss man schon ein Araber sein, um im politisch korrekten Standard gewisse Dinge über die arabische bzw. islamische  Welt aussprechen zu dürfen.

Ohne ihre angeblichen “Freunde” wären die Palästinenser wahrscheinlich längst dazu bereit, sich mit dem Judenstaat zu arrangieren und hätten längst ihren eigenen Staat.

Doch wenn man “Freunde” hat, die einem ständig einreden, man sei im Recht, die “fremden Zelte” abzureißen, warum sollte man sich dann mit einem Kompromiss zufriedengeben?

Die Luxus-Klasse

Juli 9, 2012

Ich sah bei den Demonstrationen der Occupy-Bewegung eine Frau mit einem Schild, auf dem stand: „Ich bin Absolventin der Brown University, und ich habe keinen Cent.“ Sie wollte damit sagen: Ich kann denken, ich kann dir genau sagen, warum wir nicht die Bombe auf Hiroshima hätten abwerfen dürfen, ich kann dir genau sagen, warum wir keine fossilen Energieträger verbrennen sollten. Ich bin gebildet, ich bin klüger als ein Lkw-Fahrer, also stehen mir Geld und Ansehen zu. Ich will mir nicht die Hände in einem Schnellimbiss schmutzig machen, ich bin keine Versicherungsvertreterin, verstehst du denn nicht, was ich brauche?

Gelesen bei American Viewer

Die Intelligenzija-Klasse ist stets revolutionsbegeistert.

Würden sich diese psudogebildeten Leute mit der Geschichte ernsthaft auseinandersetzen, statt sie nur in linkslastigen Universitäten zu konsumieren, müssten sie erkennen, dass gerade ihre Klasse nach real stattgefundenen Revolutionen als die unnötigste angesehen und meistens besonders gnadenlos bekämpft wurde.

Ingenieure und Wissenschaftler durften sich sogar unter Mao ein gewisses Maß an Meinungsfreiheit erlauben, da sie gebraucht wurden.

Wer als Berufs-Intellektueller aufmuckte wurde sofort “gesäubert”.

Studieren durfte man in den sozialistischen Staat nur das, was für den Staat gut war.

So etwas wie arbeitslose Akademiker sind ein Luxus, den sich nur sehr freie Gesellschaften leisten.

Tangentenhausen

Juli 9, 2012

Anfang der 90er Jahre wird in Deutschland der sogenannte „Tangentenhausenskandal“ aufgedeckt, der zur vollständigen Auflösung der beiden Regierungsparteien CDU und FDP führt.

Mehrere Manager des staatlichen Energiekonzerns verüben Selbstmord, ein FDP-Politiker muss nach Tunesien flüchten.

Der langjährige Regierungs-Chef Helmut Kohl und sein Koalitionspartner Dietrich Genscher werden hingegen zu Senatoren auf Lebenszeit ernannt.

Eine absurde Fiktion?

…in Italien ist es Realität.

„Tell Me Lies“

Juli 7, 2012

Bei Frau Wachendorff handelt es sich wohl um einen pathologischen Fall.

Allerdings finden sich Menschen mit histrionischer Persönlichkeitsstörung immer wieder „gesunde“ Menschen, die an ihre „kranken“ Geschichten glauben wollen.

Der letzte RAF-Prozess

Juli 6, 2012

Das Gesetz des Schweigens ist für die RAF selbst Jahre nach ihrer Auflösung oberstes Gebot.

Dass Verena Becker jenes Gebot nach ihrer zweiten Verhaftung gebrochen hatte, machte sie nach dem Gesetz der RAF zur Verbrecherin.

Ausgerechnet ein Opfer der RAF sorgte nun dafür, dass die Verräterin mit einem echten Prozess bestraft wurde.

Dieser Prozess wurde von den (im Sinne der RAF) gesetzestreuen Mitgliedern dazu genutzt, die NSDAP-Mitgliedschaft des ermordeten Generalbundesanwaltes noch einmal hervorzukramen und die eigene Verweigerungshaltung hämisch und stolz ein weiteres Mal vor Gericht zu präsentieren.

Obwohl es bereits ein abgeschlossenes Gerichtsverfahren gab, jedoch keine konkreten neuen Beweismittel vorlagen, bekam Bubacks Sohn den gewünschten Prozess gegen Becker.

Angesichts eines solchen Umgangs mit Grundprinzipien der Justiz, würde sich der ermordete Generalbundesanwalt wohl im Grabe umdrehen.

…selbst wenn das Opfer, das man durch den Prozess entschädigen wollte, sein eigener geliebter Sohn war.

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Wie Krugmann der Politik helfen kann

Juli 4, 2012

Der Wirtschaftsnobelpreisträger Krugmann ist für ökonomische Laien wie mich eine gute Orientierungshilfe.

Wenn Krugmann etwas für richtig hält, ist es fast immer falsch.

Wirtschaftlich meistens ebenfalls ahnungslose Politiker bräuchten sich einfach nur an das Gegenteil von Krugmanns Empfehlungen halten und könnten so auf einmal lauter richtige Entscheidungen treffen.

Ernstzunehmende Islamkritik

Juli 3, 2012

Warum ist die Frage der Beschneidung so wichtig?

Es ist notwendig, islamistische Parallelgesellschaften aus Europa zurückzudrängen.

Man muss dies jedoch schaffen, ohne die eigenen Grundrechte aufzugeben, die uns von Faschisten, Islamisten oder anderen Barbaren unterscheiden.

Henryk M. Broder hat völlig zu Recht festgestellt, dass es gegen unsere Prinzipien verstoße, Sakralbauten einfach zu verbieten.

Es verstößt jedoch laut Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte nicht gegen unsere Grundrechte, religiöse Symbole in Schulen zu verbieten.

Dies muss jedoch natürlich für alle Religionen gelten.

Ebenso verstößt es nicht gegen Menschenrechte, im Rahmen eines allgemeinen Vermummungsverbotes die Burka aus dem öffentlichen Raum zu verbannen.

Importehen von Teenagern zu verbieten, verstößt zwar offenbar gegen ein Abkommen mit der Türkei.

Solche Abkommen kann man jedoch im Gegensatz zu den Menschenrechten wieder aufkündigen, wenn sie nicht dem Willen der Bevölkerung entsprechen.

Es verstößt auch nicht gegen unsere Grundrechte, eine Asylpraxis zu hinterfragen, die kaum noch den von Barbarei Verfolgten hilft, sondern dazu beiträgt, die islamistische Barbarei nach Europa zu verbreiten.

Wenn man andere zu Recht als Barbaren anprangert, sollte man jedoch darauf achten, ob man selbst eine glatte Rasur hat.

Sich über die sinnlose Beschneidung von Mädchen zu empören, während man eine religiös motivierte Beschneidung von Jungen befürwortet, hat einen ziemlichen Bart.

Unsere Prinzipien müssen für alle gelten.

Sonst schauen wir denjenigen, die wir kritisieren, am Ende ziemlich ähnlich.

Nur wenn wir unsere eigenen Werte ernstnehmen, werden wir auch von Muslimen wieder ernstgenommen werden.

Menschenrecht auf Beschneidung?

Juli 1, 2012

Religiöse Sonderrechte, die im Widerspruch zu grundlegenden Menschenrechten stehen, gehören beschnitten:

http://arprin.wordpress.com/2012/06/30/religulous/

…und nicht Menschen.

Dass die Achse in diesem Punkt anders denkt, ist enttäuschend.

Natürlich sind jüdische Parallelgesellschaften faktisch weniger problematisch als islamische.

Das ist jedoch nur ein schwaches Argument, um bei den Einen Anachronismen zu tolerieren, die man bei den Anderen anprangert.

Als Volljähriger soll sich natürlich jeder auch ohne medizinische Notwendigkeit beschneiden lassen dürfen…

…genauso wie jeder 18jährige das Recht hat, sich – aus welchen Motiven auch immer – durch Piercings oder Tätowierungen zu „verschönern“.