FC Stronach : FC Berlusconi

Angesichts der ähnlichen Werdegänge:

Unternehmer – Fußballclubpräsident – Politiker

drägt sich bei Stronach der Vergleich zu Berlusconi auf.

Als Unternehmer mag Stronach ähnlichen Erfolg wie Berlusconi gehabt haben.

Als Fußball-Präsident war Stronach ein Totalversager, während Berlusconi ein goldenes Händchen hatte, was wohl selbst seine größten politischen Feinde nicht bestreiten würden.

Berlusconi setzte auf Kontinuität und ließ seinen Trainer Arrigo Sacchi genug Zeit, eine Mannschaft aus jungen Talenten zu einer eingespielten Truppe zu formen, die er dann mit 3 Holländern veredelte.

Von den späten 80er Jahren bis zur Mitte der 90er Jahre war der AC Milan wohl der beste Club der Welt.

Dabei schob sich Berlusconi nicht in den Vordergrund, sondern ließ den AC Milan den AC Milan sein, statt einen FC Berlusconi schaffen zu wollen.

Wie man einen Fussballclub führt, sagt zwar nicht unbedingt etwas über das politische Talent aus.

Ein Fußball-Club mit Funktionären, Mitgliedern und Fans lässt sich jedoch eher mit der Politik vergleichen als ein gewöhnliches Unternehmen.

Wenn man sich als Chef eines Fußball-Clubs derartig patschert anstellt wie Stronach, der sich stets die miesesten Einflüsterer aussuchte, immer nur im Rampenlicht stehen wollte, sich jedoch bei den Fans  gleichzeitig total unbeliebt machte, spricht das nicht unbedingt für sein politisches Geschick.

Schlagwörter: ,

7 Antworten to “FC Stronach : FC Berlusconi”

  1. American Viewer Says:

    Ob Berlusconi früher auf den Nachwuchs gesetzt hat, weiß ich nicht. In den letzten Jahren hat er es jedenfalls nicht gemacht. Erst seit dieser Saison setzt Berlusconi wieder auf den Nachwuchs. Seine Begründung war eindeutig: Top-Transfers sind vorerst nicht mehr möglich. Es fehlt am Geld. Mit Real, Barca und den Scheichs kann Milan zurzeit nicht mithalten.

    Stronach dagegen hat vom ersten Tag in eine Jugendakademie investiert als er noch bei Austria war. Dann wurde er Präsident und hat den SC Wiener Neustadt immerhin in die erste Liga geführt. Jetzt spekuliert man, ob er Präsident von Sturm Graz wird. LOL. Ok. Ich sehe, was du meinst.

    Und ich hatte schon Hoffnungen Österreich hätte bald eine gute Partei.
    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1277522/Frank-Stronach_EuroAusstieg-je-frueher-umso-besser?_vl_backlink=/home/index.do

    Aber das wird wohl einfach nur sein Projekt #101, dass er dann nach ein paar Monaten wieder hinschmeißt. Oje. Wie konnte so jemand nur so reich werden? Ist Zielstrebigkeit unwichtig? Glück scheint wichtiger zu sein, als ich dachte. Man muss einfach sehr viele Projekte starten und wenn man ehrlich sieht es wird nichts, dann stürzt man sich ins nächste Projekt. Das hat etwas Manisches, aber vielleicht ist das ja tatsächliche eine Formel für Erfolg.

    • aron2201sperber Says:

      Berlusconi hat vom Mythos Milan profitiert.

      und Milan hat von Berlusconi profitiert

      Berlusconi hat den Traditions-Club aufgerichtet, und sich dann in dessen Glanz gesonnt

      die Wiener Austria war in einem ähnlichen Zustand, als Stronach sie übernahm.

      ein Klub mit großer Tradition, aber ziemlich marod.

      eigentlich wie man bei Berlusconi sah, eine ideale Ausgangssituation.

      Stronach hat es jedoch glorreich verbockt

  2. American Viewer Says:

    Also je länger ich es mir überlege, desto manischer kommt mir Stronach vor. Du sagst er will immer im Rampenlicht stehen. Passt. Dann fängt er dutzende Projekte an, bringt aber nichts richtig zu Ende. Passt. Man vermutet bei vielen berühmten Menschen manisch-depressive Erkrankungen bzw. Grenzfälle, die in diese Richtung weisen. Wenn es so toll funktioniert wie bei vielen Reichen und Schönen, dann kann man nicht einmal mehr von „Erkrankung“ sprechen. Dann ist es eine Stärke und ein Selektionsvorteil.

  3. Olaf Says:

    Milan ist ja eigentlich der Arbeiter Club und Inter der Club der Reichen. Da hat Berlusconi wohl Gewerkschafts und Mafia Kontakte gehabt.

    • aron2201sperber Says:

      Milan war zwar der Club der Arbeiter, aber auch der echten Großbürger und Bohemiens

      Inter war eher der kleinbürgerliche Klub.

      (meine deklariert links-bürgerliche italienische Familie schämt sich daher ein wenig für ihre Inter-Leidenschaft)

      unter dem Faschismus wurde Inter in „Ambrosiana“ umgetauft.

      Milan hatte in Mailand mehr Fans, während Inter in gesamt Italien mehr Anhänger hatte.

      genauso wie bei AC Turin und Juventus

  4. besucher Says:

    Die deutsche Nationalmannschaft kann man seit gestern getrost in FC Löw umbenennen. Grauenhaft diese Schönfärberei. Und das alles muss man noch mindestens bis 2014 ertragen.
    Kein Wunder dass Olli Kahn der Kragen geplatzt ist.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: