Elsässer pflegt seine Widersprüche

Elsässer versucht seine nicht einmal von ihm selbst übersehbaren “Widersprüche” zu “präzisieren”:

Meine eigenen Stellungnahmen zu den aktuellen Vorfällen sind auch nicht ohne Widerspruch. In einer ersten Positionierung “US-Botschaften brennen – selbst schuld” schrieb ich:

“Hab’ den Film nicht gesehen, sicherlich ist es Blasphemie pur. Aber bitteschön: So etwas muss bei uns gezeigt werden können.”

In einer zweiten späteren Stellungnahm “Hetze gegen Mohammed – und gegen Jesus Christus!” vertrat ich hingegen:

“Der Mohammed-Schmähfilm muss verboten werden.”

Für die COMPACT-Veranstaltung am vergangenen Donnerstag versuchte ich meine Position zu präzisieren.

…mit noch mehr Widersprüchen und Verschwörungstheorien:

Aber eine andere Qualität war erreicht, als Pussy Riot die WICHTIGSTE christliche Kirche in Russland schändete, und das zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl im März 2012. Und beim Film war die Zäsur, als er plötzlich mit arabischen Untertiteln versehe wurde und man ihn so nicht nur zum “Konsum” in den westlichen Gesellschaften anbot (dazu Punkt 3), sondern als Brandfackel in die aufgewühlte nahöstliche Welt schleuderte – als Begleitmusik zu den Kriegsvorbereitungen gegen Syrien/Iran. An diesem Übergang von der bloßen Meinungsäußerung zur imperialistischen Propaganda muss die Notbremse gezogen werden

Conclusio:

Die Meinungsfreiheit muss beschränkt werden, wenn er sie als “imperialistische Propaganda” entlarvt.

Während er selbst natürlich jedes Recht hat, die westliche Meinungsfreiheit in Anspruch zu nehmen, um “antiimperialistische Meinungsäußerung” zu verbreiten.

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13 Antworten to “Elsässer pflegt seine Widersprüche”

  1. American Viewer Says:

    „Hab’ den Film nicht gesehen, sicherlich ist es Blasphemie pur. Aber bitteschön: So etwas muss bei uns gezeigt werden können.“
    Vs.
    „Der Mohammed-Schmähfilm muss verboten werden.“

    Das ist schon eine nette Heuchelei. 😀

    So ähnlich agieren leider praktisch alle Medien und Politiker. Die Meinungsfreiheit wird beschränkt, sobald es den Herrschaften nicht passt.

    Pussy Riot waren noch die großen Helden, Menschen wie Rushdie, Westergaard und Nakoula dagegen gibt man zum Abschuss frei, wenn es opportun erscheint.

    • aron2201sperber Says:

      für mich war es immer rätselhaft, wie ein Stalin seine kraßen Wendungen in der Außenpolitik verkaufen konnte. (Kampf gegen den Faschismus, dann Kampf gegen den Sozialfaschismus, dann Bündnis mit dem Faschismus,…) verkaufen konnte

      am Beispiel Elsässers sieht man, wie selbst nach Zusammenbruch des Kommunismus manche Menschen bereit sind, alles mitzumachen.

      vom ideologischen Überbau ist nur noch der „Antiimperialismus“, der nichts anderes als russischer Imperialimus ist, übriggeblieben, und doch gibt es immer noch begeisterte Fans:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/05/der-hooligan-des-antiimperialismus/

  2. besucher Says:

    Apropos Russland: Dort wird die Sache richtig gehandhabt. Die Hetze gegen die christliche Kirche a la Pussy Riot wurde sanktioniert – und jetzt auch der Mohammed-Film verboten. Thumbs up, Towarishi!

    Dass die Aktion eher gegen Putin gerichtet war und nicht gegen die „christliche Kirche“ (was ist das eigentlich? Gibt es auch eine buddhistische Kirche?) übergeht er natürlich wieder geflissentlich.
    Vielleicht war er ja gedanklich schon wieder in einem Darkroom.
    Viele Schwulenhasser sind ja bekanntermaßen selber kryptoschwul.

  3. Fred Says:

    Diese ganze linke Antiimperialismustheorie, nach der sich kapitalistische Staaten immer ein Imperium schaffen, ist doch völliger Unsinn.

    Die Sowjetunion war doch auch immer eine imperialistische Macht, die sich andere Staaten nach und nach einverleibt hat (Baltikum, Osteuropa als Besatzungsmacht.) Genauso war und ist China in dem Sinne eine imperalistische Macht (Tibet).

    Zum Anderen haben ja Leute wie Elsässer auch nie ein Problem wenn ein nichtwestlicher Staat imperalistisch auftritt z. B. Russland in Tschetschenien oder China bei den Uiguren.

  4. besucher Says:

    Hallo Aron, hier mal ein Link zum Elsässer-Nachwuchs:

    http://nohoearmy.wordpress.com/2012/08/19/dee-al-quds-demo-am-18-08-2012-in-berlin-und-ihre-moeglichen-folgen

    Die hält sich glaube ich für die Ulrike Meinhof des 21.Jhs.

    Ich zitiere aus dem Text:

    Das arme Israel hat ja so viel Angst… Ja, die hätte ich vermutlich auch, wenn ich so viel Dreck am Stecken hätte und die Länder & Völker unseres Planeten belogen und betrogen hätte…

    Und da wundert Sie sich dass sie als Nazi bezeichnet wird?

  5. besucher Says:

    In diesem Video hier wird es bei Christoph Hörstel ab Minute 1:13 interessant wo er den Juden doch allen Ernstes einen Dhimma-Vertrag mit den Muslimen empfiehlt.

  6. besucher Says:

    Mia Herm alias Dee Ex (die die Jugendorganisation von DIE FREIHEIT unter René Stadtkewitz aufbauen sollte) hat sogar schon bis zum Muslimmarkt geschafft.

    http://www.muslim-markt.de/Palaestina-Spezial/demos/quds2012/quds_tag2012_bericht.htm

    Links neben dem Plakat zu sehen
    Untertext: Wer Patriot ist, steht gegen Unrecht auf!

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