Gescheiterte Friedensprojekte

Das Friedensprojekt EU darf sich nicht zu einem Versailler Friedensvertrag auswachsen.

Beim Versailler Friedensvertrag waren die Franzosen die treibende Kraft, während die USA und England versuchten, mäßigend zu wirken.

Bei der Euro-Rettung sind es nun ebenfalls die Franzosen, die den Deutschen Unerfüllbares abverlangen. Die Reichen im eigenen Land kann man bis zu einem gewissen Maß schröpfen. Ganze Staaten werden sich jedoch nicht ewig maßlos schröpfen lassen.

Auf den Trümmern einer gescheiterten sozialtechnokratischen EU werden wohl neue alte Staaten entstehen: Ungarn ist bereits dort angelangt, wo man vor dem 2. Weltkrieg war.

“Nach der EU” wird wohl leider “vor der EU” sein: Faschismus war im alten Europa nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Nur die wohlhabendsten Staaten werden sich die Demokratie noch leisten wollen.

10 Antworten to “Gescheiterte Friedensprojekte”

  1. American Viewer Says:

    Bei der Euro-Rettung sind es nun ebenfalls die Franzosen, die den Deutschen Unerfüllbares abverlangen.

    Bei aller Liebe für das deutsche Jammern. Der Euro war für DL vor der Krise schlecht. Während der Krise profitierten die Deutschen vom Euro. So lange bis Draghi wieder die Vorkrisensituation herstellen kann. Das geschieht im Moment.

    Wer gerade noch am brutalsten unter dem Euro „leidet“ sind die GIIPS. Der Euro ähnelt in einigen Bereichen einem Goldstandard. Wie sollen die GIIPS innerhalb des Euros je intern abwerten?

    Selbst Krugman scheint das einzusehen:
    „On the contrary, internal devaluation becomes even more necessary – and the size of the relative wage change bigger – if the euro is to survive.“
    http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/10/01/euro-counterfactuals-wonkish/

    Und wenn der das einsieht, ist es schon weit gekommen.

    • gerd Says:

      Falsch.Deutsche Produkte wurden immer gekauft.Deutschland war Exportweltmeister und die Steigerung der Exporte ging in NICHT EURO LÄNDER!AUsserdem hat die BRD Export Bürgschaften vergeben von denen sie wahrscheinlich nichts wiedersehen wird!Mann hat den eigenen Export mt Schulden finanziert.

      • Alfons Says:

        Hermes liefert also die neueste Botschaft vom drohenden Untergang. Fragt sich nur ob es dafür jenseits der Mythologie noch weitere indizien gibt. Nicht mal 10% der Bürgerschaften der letzten 10 Jahre waren für Länder in der EU bestimmt (die meisten auch noch für das Nicht-Euroland GB) und kein Euroland schafft es in die Top 10 der Länder für die Exportbürgschaften laufen.
        Wenn die Welt in der Tat zusammenfällt so dass D wirklich auf 100 Mrd Hermes-Bürgschaften sitzenbleibt, werden wir deswegen wohl kaum in den Hades geführt werden.

  2. aron2201sperber Says:

    du hast zwar recht.

    der Euro macht es den Problemländern noch schwieriger ihre Budgetprobleme in den Griff zu bekommen.

    ich bezog mich allerdings auf das Vorhaben der sozialistischen französischen Regierung, vorsätzlich wieder mehr Schulden zu machen, für die dann die Deutschen haften sollen:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/05/07/nach-der-eu/

  3. Alreech Says:

    Wenn die sozialistische Regierung Frankreichs vorhat mehr Schulden zu machen, für die Deutschland dann haften soll…

    …ist es für die sozialistische Regierung Deutschlands nicht auch besser, möglichst viele Schulden zu machen ?
    Da es absehbar ist, das man irgendwann die Schulden nicht mehr bedienen kann und ein Schuldenschnitt nötig ist, wäre es nur klug wenn es möglichst viele eigenen Schulden sind. 😉

  4. Fred Says:

    Das ist für mich zu pessimistisch. Die Demokratie ist kein Luxusgut. Während der großen Depression (einer viel stärkeren Wirtschaftskrise) blieben viele Staaten mit demokratischer Tradition Demokratie (USA, England, Frankreich).

    Die Demokratie hat viele Vorteile (Democratic Peace Theory).

    Die grundlegende Frage ist wie man Europa wieder zu einem Staatenbund machen kann der sich auf seine Kernaufgaben einer Freihandelspolitik und einer gemeinsam Sicherheitspolitik konzentriert.

    • arprin Says:

      Ich stimme dir zu, Fred. Ich glaube auch nicht an die Rückkehr des Faschismus. Die schweren Krisen in Japan, Südkorea, Argentinien und den USA haben nicht eine Diktatur an die Macht gebracht. Meistens wird nur die Regierung abgewählt und gut ist’s. Die demokratischen Staaten Westeuropas werden sicher nicht so schnell in eine Diktatur zurückfallen.

      • Fred Says:

        Ja stimmt. Parteien die die Demokratie ablehnen sind eigentlich in Europa kaum in den Parlamenten vertreten. Selbst die berüchtigten Rechtspopulisten sind ja nicht im geringsten mit den faschistischen Parteien der 20 und 30er Jahre zu vergleichen.

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