Einseitige Tabus

Arprin setzt sich in einem hervorragenden Beitrag mit dem Tabu der nationalen Grenzen auseinander.

Dass es im Zuge von neuen Grenzziehungen zu unethischen ethnischen Säuberungen kommen kann, ist ein stets genanntes Argument gegen neue Grenzen.

Allerdings spielt jenes Tabu auf einmal keine Rolle, wenn es um die jüdischen Siedler im Westjordanland geht, die bei einer palästinensischen Staatsgründung wohl ebenfalls von ethnischen Säuberungen betroffen wären.

Werbeanzeigen

2 Antworten to “Einseitige Tabus”

  1. arprin Says:

    Ich würde nicht sagen, dass das Tabu keine Rolle spielt. Das Problem ist doch eher, dass man die Grenzen von 1967 beibehalten will. Würde man das Tabu ignorieren, könnte man eine die Grenzen so anpassen, dass die größten Siedlungen, die nur 4-5% des Westjordanlands und in denen 80% der Siedler leben, Israel zugeschlagen werden und die israelischen Araber, die in einem palästinensischen Staat leben wollen, ebenfalls ein Stück Land bekommen, dass Palästina zugeschlagen wird. Ein kleiner „land swap“ also.

    • aron2201sperber Says:

      ich wollte damit nur hinweisen, dass die ethnische Säuberung von Juden in einem zukünftigen Palästineneser-Staat als Selbstverständlichkeit angesehen wird, während man dieselbe Herangehensweise in vergleichbaren Fällen als furchtbar unethisch ansehen würde.

      z.B. wenn es die Israelis den Palästinensern dann gleichtun würden und die arabische Minderheit nach Palästina ausweisen würden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: