Islamische Solidarität

„Es wird Zeit, dass Europa endlich hilft“, bringt der türkische EU-Minister Egemen Bagis in der deutschen Tageszeitung „Die Welt“ die Unzufriedenheit seiner Regierung deutlich zum Ausdruck. Vor dem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg fordert Bagis, dass die Europäische Union mehr syrische Flüchtlinge aufnehmen soll. „Europa sollte den Menschen helfen, die einen sicheren Hafen suchen und Flüchtlinge bei sich aufnehmen“, sagte der türkische Politiker.

Erlebt die Türkei nicht gerade einen Wirtschafts-Boom?

Schwimmen die Golfstaaten nicht in Petro-Dollars?

Für die humanitäre Solidarität bleibt trotzdem die EU zuständig.

Dafür werden sowohl die Saudis als auch die Türken dafür sorgen, dass die in Europa aufgenommenen Muslime mit Moscheen und Imamen versorgt werden

Solidarisch ist man in der islamischen Welt nur bei der Verbreitung der eigenen Ideologie und im Kampf gegen Israel.

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19 Antworten to “Islamische Solidarität”

  1. besucher Says:

    Punktlandung und mal wieder ein Offenbarungseid für unsere „Integrationsversteher“ vom MIGazin. Lesen die hier eigentlich mit?

  2. Nichtglauber Says:

    Es gibt keine islamische Solidarität. Es gibt nur Feindes-Solidarität:
    „Die Konfrontation begann Anfang September, als ausländische Dschihadisten über dem Grenzposten eine schwarze Al-Qaida-Flagge hissten. Die Farouq-Brigade verlangte, das Banner sollte wieder eingeholt werden, um die türkische Armee auf der anderen Seite nicht zu brüskieren. Ein Kämpfer der Farouq-Brigade – selbst ein Salafist, meint – er habe die Dschihadisten gedrängt, auf ihre Fahne zu verzichten. Würden sie ihre Präsenz so herausstellen, könnte das die NATO davon abhalten, Nachschub zu schicken. „Da sagten sie mir, sie seien da, um die NATO aufzuhalten. Dazu kann ich nur sagen, der Islam des Assad-Regimes ist entstellt, aber der Islam dieser Leute ist es auch. Wir erlauben es nicht, dass Dschihadisten das Kommando haben.“
    http://www.freitag.de/autoren/the-guardian/legionaere-im-heiligen-krieg

    Außerdem: Die Nato möchte gern im Nahen Osten das große Spiel spielen. Erdowahn ist ein Hauptspieler und erinnert seine Kameraden an einige Regeln, die es zu befolgen gilt: Ringelnatz ohne Anfassen möchte er nicht…

    • besucher Says:

      Man kann diese Passage auch so lesen dass eine Dschihadisten-Fahne zu zeigen in dieser Situation eher kontraproduktiv ist.
      Das kann man erst machen wenn die Salafis und andere Islamisten das Sagen haben…
      schon mal darüber nachgedacht, Nichtglauber?

      • Nichtglauber Says:

        Selbstredend habe ich darüber nachgedacht. Aber schnell wieder verworfen. Lies dir den ganzen Beitrag durch. Wenn Moslems Moslems töten, entdecke ich nirgends Solidarität. Hier musst du dir schon die Mühe machen und den I s l a m in seine verschiedene Interpretationen einteilen. Dann findest du Solidarität. Aber nur innerhalb dieser Sektionen. Das beste Beispiel ist doch die tödliche Feindschaft zwischen den Sunniten und Shiiten. Beide Flügel rechnen sich selbst zum Islam. Siehst du hier irgendwo Solidarität?
        Und nun, mit feinerer Klinge seziert, nur einige der möglichen Flügel: Wahabiten, Salafisten, Alawiten, Shiiten uvm..

      • aron2201sperber Says:

        genau deswegen ist der Hass auf Israel auch allen Islamisten so wichtig – denn er ist das einzige worauf sie sich einigen können

  3. Nichtglauber Says:

    @aron,

    na, so einfach würde ich es mir aber nicht machen wollen. Die Golfmonarchien, die Kurden und die Natogeile Türkei hegen als islamische Völker ja fast freundschaftliche Beziehungen zu Israel…

    • besucher Says:

      Die Kurden sind auch in erster Linie Kurden und dann erst Moslems (wenn sie es überhaupt sind).

      • besucher Says:

        Erdogan arbeitet nur deswegen mit der NATO zusammen weil er hofft in deren Schatten zu Einfluss und zur Reorganisation des osmanischen Imperialismus zu kommen.
        Erdogan ist genauso sehr Islamist wie Nationalist und umgekehrt. Er muss aber auch pragmatisch handeln können (Realpolitik) sonst würde er sich nicht lange an einer Staatsspitze halten. Für den Geist, der mal hinter der NATO steckte hat Erdogan nichts übrig. Ob die Kräfte der NATO weiterhin die nützlichen Idioten für Erdogan machen möchten steht allerdings auf einem anderen Blatt. Wenn der Wind mal dreht dann steht Erdogan ganz allein da weil Partner hat er in seiner Region dann keine mehr.

    • aron2201sperber Says:

      die Golfmonarchien sind am Erhalt ihres Wohlstands interessiert und daher „unpolitisch“:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/01/29/religioser-fundamentalismus-als-hauptproblem/

      die einzige „Politik“, die sie zugelassen hatten, beschränkte sich auf die Religionsausübung.

      jener Freiraum wurde von den schlimmsten Fanatikern genützt, die als saudische Bürger auch in den Genuß vieler Petrodollars kamen, die sie für ihre Missionsarbeit nutzen konnten

      und dies hat leider dazu geführt, dass ausgerechnet aus den Ländern der „Verbündeten“ antiwestlicher religiöser Fanatismus in die ganze Welt verbreitet wurde.

      würde das saudische Regime stürzen, würden die Salafisten neben der geistlichen Macht auch noch die weltliche Macht übernehmen.

      was sich wohl nicht einmal die Mullahs oder Putin wünschen dürften, so sehr es der USA und Israel auch zum Schaden gereichen würde.

      • Besucher Says:

        Glaubst du die Herrscher hätten eine Chance gehabt den Wahabismus einzudämmen? Die weichen in diesem Land wurden leider von den Briten falsch gestellt. Der Wahabismus führte bis zum Zerfall des osmanischen Reiches ein Schattendasein in der Wüste. Erst als er Mekka und Medina in die Hände bekam da wurde er bedeutender.

      • aron2201sperber Says:

        mit der Geschichte des Zerfalls des osmanischen Reiches und der Entstehung von Saudi-Arabien kenne ich mich zu wenig aus, um darüber diskutieren zu können.

        Tatsache ist, dass der Westen aufgrund seiner Abhängigkeit vom saudischen Öl mit einer absolutistischen Monarchie auf Gedeih und Verderb zusammengekettet ist (und umgekehrt)

        und die Petrodollars es islamischen Fanatikern ermöglichen, ihren Irrsinn in die ganze Welt zu exportieren.

        eine Lösung für diese unbefriedigende Situation kenne ich leider auch nicht.

        was man aber auf jeden Fall im Westen machen kann, ist den Wahabiten/Salafisten ein „unattraktives Umfeld“ für ihre Ausbreitung schaffen.

        Das Burkaverbot ist daher eine äußerst sinnvolle Maßnahme.

      • besucher Says:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Hedschas#Geschichte

    • arprin Says:

      Was heißt hier „fast freundschaftlich“? Im Nahen Osten hasst jedes Land Israel. Die Saudis auch. Die Zeitung Watan geht soweit, eine israelisch-iranische Allianz zu vermuten:
      http://www.watan.com/news/politics/2012-10-06/15330 Und wenn man mal „Hisbollah (Schiiten) interessiert sich nicht für Palästina“ googelt, gelangt man an ein Youtube-Video, indem behauptet wird, dass die Hisbollah eine israelische Mariontette ist.

      Erdogan benutzt Israel nach der Flotilla-Show auch als Sündenbock, und die Kurden stürmten nach der Festnahme Öcalans die israelische Botschaft in Berlin, weil sie den Mossad verdächtigten.

      In Syrien sieht man die unverhandelbare Feindschaft zu Israel momentan am besten. Dort werfen sich Regierung und Opposition gegenseitig vor, mit den Zionisten zu kooperieren. Burhan Ghalioun sprach sogar von einem „Vertrag“ zwischen Israel und dem Assad-Regime, die Staatsmedien sprechen von einer „zionistischen Verschwörung“ gegen Syrien. Man könnte lachen, wenn es nicht so tragisch wäre.

      • Nichtglauber Says:

        Auch dir sage ich es auch nochmal (wohl wissend, dass du es eigentlich selbst bereits geblickt haben müsstest):
        es gibt Verbalpolitik. Und es gibt Realpolitik. Das, was man sagt. Und das, was man macht. Und das Eine hat mit dem Anderen in den meisten Fällen so gut wie nichts zu tun!!
        Erdowahn sagt: „wir wollen keinen Krieg mit Syrien“, Erdogan macht: 250 Panzer, 16 Phantom an die syrische Grenze, Marineeinheiten vor syrische Küste, Eskalationspolitik.
        Oder: Ulbricht sagt: “ Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“.
        Ulbricht macht: eine Mauer…
        Übertragen bedeutet das: Darauf geschissen, wer was sagt. Augen öffnen und real-existierende Politik erkennen.
        USA-Basis in Qatar und in KSA, somit Golfstaaten Alliierte der USA/Nato/Israels.
        Türkei dito/ gemeinsame Manöve sogar. Bei den Kurden sind wir uns ja einig.
        Ergo: Zieh` von dem, was Politiker öffentlich 100% ab und kehr das ins Gegenteil um, und du hast die gemeinte Aussage!

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  5. Die Ausrede der islamischen Welt « Aron Sperber Says:

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  7. Tsjetsjeense islamitische extremisten: asiel in Duitsland | E.J. Bron Says:

    […] Solidair is men in de islamitische wereld alleen maar bij de verbreiding van de eigen ideologie en in de strijd tegen de belangrijkste vijand Israël. […]

  8. Wie die Araber die UNO-Statistik beherrschen | Aron Sperber Says:

    […] Solidarisch ist man in der islamischen Welt nur bei der Verbreitung der eigenen Ideologie und im Kampf gegen Israel. […]

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