Krieg der Gebärmütter

Was seitdem noch dazukam, ist eine weitere Studie, die es bis jetzt am drastischsten belegt:
Demnach betrug in 2009 die juedische Total Fetility Rate (TFR) im Raum Jerusalem (einschliesslich Ostjerusalem) 4.16 Kinder pro Frau und war damit weiter gewachsen, waehrend die arabsiche TFR weiter auf 3.87 Kinder pro Frau gefallen ist. Noch deutlicher faellt es in Judea und Samaria (‘Westbank’) aus, dass Obama und Co. – natuerlich nur aus israelisch-juedischen Interesse und der ‘Sorge um eine juedische Mehrheit im demokratischen, juedischen Staat’ – Israel am liebsten entreissen wuerden: Hier kommen die Araber auf eine TFR von 3.12 Kindern pro Frau (und weiter fallend), waehrend wir boesen Siedler auf ganze 5.06 Kinder pro Frau (weiter steigend).

Die Gebärmütter der Ultraorthodoxen können es zwar mit den Gebärmüttern der Hamas aufnehmen.

Doch es wäre ein Pyrrhussieg

In diesem Gebärmutter-Krieg gehen sowohl auf israelischer Seite als auch auf palästinensischer Seite die Extremisten als Sieger hervor.

Der Staat Israel ist nun einmal ein demokratischer Rechtsstaat.

Das hat Israel auch davon abgehalten, die im Krieg eroberten Gebiete mit stalinistischen Methoden ethnisch zu säubern.

Wäre Israel ein Mitglied des Ostblocks gewesen (wie es sich Stalin erwartet hatte und deswegen im Gegensatz zu England für die Existenz Israels gestimmt hatte) und hätte so eine Säuberung als antiimperialistischen Feldzug deklariert, wäre Israel wohl ein Liebling der Linken geblieben.

Die Palästinenser wären wie die Sudetendeutschen bloß eine Randbemerkung der Geschichte, für die nur “Reaktionäre” Partei ergreifen würden.

Trotzdem war es richtig, auf westliche Werte zu setzen.

Demographie ist zwar ein wichtiger Faktor, den auch westliche Gesellschaften wie Israel stärker berücksichtigen müssten.

Es sind jedoch nicht religiöse Extremisten, die den Krieg für westliche Werte führen werden, selbst wenn jene auf der „richtigen Seite“ gebären.

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10 Antworten to “Krieg der Gebärmütter”

  1. besucher Says:

    Bestand ernsthaft damals aus Stalins Sicht die Möglichkeit dass sich Israel dem sozialistischen „Friedenslager“ anschließt? Das habe ich noch gar nicht so auf dem Schirm gehabt.

    • samuel Says:

      Die bösen bösen Zionisten der damaligen Zeit waren in ihrer überwiegenden Mehrheit eher nicht religiös und nach heutigen Maßstäben LINKS. Israel könnte man bis zur ersten Regierungsübernahme durch den Likud ohne weiteres als sozialistisches Paradies, im Gegensatz zum Ostblock, bezeichnen. Das sich das in den vergangenen Jahren etwas geändert hat, liegt wahrscheinlich an den zahllosen Friedensinitiativen unser besorgten Nachbarn und Freunde.

      Samuel

      • antifo Says:

        Die bösen bösen Zionisten der damaligen Zeit waren in ihrer überwiegenden Mehrheit eher nicht religiös und nach heutigen Maßstäben LINKS.

        Die waren vor allem völkisch-nationalistisch. Abgesehen vom fehlenden Führerkult kann man sie als nationalsozialistisch bezeichnen.

    • aron2201sperber Says:

      Bestand ernsthaft damals aus Stalins Sicht die Möglichkeit dass sich Israel dem sozialistischen “Friedenslager” anschließt?

      wie Samuel richtig sagt, waren die Zionisten mit ihren Kibbuzim eine linke Bewegung.

      und der gesamte Ostblock stimmte daher für einen Judenstaat:

      http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Teilungsplan_f%C3%BCr_Pal%C3%A4stina

      Kuba war damals noch ein böser rechter Staat und stimmte daher dagegen 😉

  2. Thomas Holm Says:

    Warum ich keineswegs unfroh bin über wackere Geburtenraten bei jüdischen Ultra-oder sonstwie Religiösen hier:

    http://arprin.wordpress.com/2012/11/30/zwei-staaten-fur-zwei-volker/#comment-3371

  3. samuel Says:

    Zitat: „Die waren vor allem völkisch-nationalistisch. Abgesehen vom fehlenden Führerkult kann man sie als nationalsozialistisch bezeichnen.“

    Mein lieber antifo,

    … auch wenn es deinen Träumen bzw heimlichen Wünschen nicht entsprechen sollte, aber die Realitität sieht so aus:

    in Nahost/Nordafrika

    in Deutschland bzw für dich und deinesgleichen ´BRD´
    http://www.taz.de/!105908/

    Samuel

    • antifo Says:

      Ich weiß nicht, was mir diese Karte sagen soll.

      Entscheidend ist, daß Zionisten nicht links sind und nie links waren. Links waren die Juden, die sich den Kommunisten angeschlossen haben. Zionistische Juden sind aber immer rechts, weil hier der völkische Aspekt den Ausschlag gibt.

      • samuel Says:

        Sorry, aber im Muslim-Markt, Palästina-Forum usw findest du deine vorgefertigte Meinung bestätigt – alles andere scheint dich zu überfordern!

        Trotz allem auch für dich ein ´Chanukka sameach´.

        Samuel

      • antifo Says:

        Sorry, aber im Muslim-Markt, Palästina-Forum usw findest du deine vorgefertigte Meinung bestätigt – alles andere scheint dich zu überfordern!

        Ich würde nicht ausschließen, daß auf diesen beiden Plattformen hin und wieder Positionen zu finden sind, denen ich eine gewisse Berechtigung zugestehen müßte. Ebenso halte ich auch zionistische Positionen teilweise für nachvollziehbar. Das ändert aber nichts daran, daß der Zionismus eine völkische Ideologie ist. Daß sie entstand und sich etablieren konnte ist durchaus begreiflich. Im Nahostkonflikt sehe ich den Zionismus in dieser Krieg-der-Gebärmütter-Ausprägung als Teil des Problems und nicht der Lösung.

        Ansonsten finde ich das hier recht interessant:

        Weder Kippa noch Palituch
        http://identitaere-bewegung.de/?page_id=46

        Es heißt darin:

        Wir wollen ein gesundes Selbstverhältnis und eine gesunde Beziehung zum jüdischen Volk aufbauen.

        Zu einer gesunden Beziehung gehört auch, daß man nicht um den heißen Brei herumredet. Der Zionismus ist nun mal völkisch und damit rechts.

  4. samuel Says:

    Mein lieber antifo,

    … vielleicht einigst du dich mit dem Kommentator ´gebis´ aus folgenden Eintrag
    https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/12/03/ware-israel-ein-linksstaat/#comments
    was den die zionistischen Juden jetzt sind – linke Bolschewiki oder rechte Nationalisten oder vielleicht doch Nachkommen.von Affen und Schweinen? Nicht nur ich bin gespannt!

    Samuel

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