Guter Bulle, böser Bulle

Moskau/Damaskus – Die russische Regierung sieht die Chancen des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad auf einen Machterhalt schwinden. „Er hätte viel früher handeln müssen und die friedfertige Opposition, die zu Verhandlungen mit ihm bereit war, einladen müssen“, sagte Medwedew weiter.

Medwedew darf also wieder den „guten Bullen“ spielen.

Da in Russland jedoch immer der „böse Bulle“ das Sagen hat, werden Assad und die Dschihadisten ihren Krieg fortsetzen können.

Die Gewinner stehen zwar noch nicht fest.

Die Verlierer allerdings schon.

Nämlich die syrische Zivilbevölkerung und Europa, das für noch mehr Asylanten aus der islamischen Welt zuständig sein wird.

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10 Antworten to “Guter Bulle, böser Bulle”

  1. Nichtglauber Says:

    Lieber aron, auch für dich sollte gelten:
    gehe immer davon aus, dass sich hier auch hin und wieder Menschen herumtreiben, die Kraft ihres durchschnittlichen Menschenverstandes und den Möglichkeiten im Netz, eine Quelle bis zum ursprung und in voller Länge verfolgen können.

    „The task for the United States, the Europeans and regional powers … is to sit the parties down for negotiations, and not just demand that Assad go and then be executed like [the late former Libyan leader Muammar] Gaddafi or be carried to court sessions on a stretcher like [Egypt’s] Hosni Mubarak.“

    Man hätte Medwedew, wenn man es denn GEWOLLT hätte, auch mit den Worten zitieren können, „Medwedew fordert vom Westen einen Dialog mit Assad“!!

    Desweiteren gibt es im Netz, und der Syrieninteressierte weiß das natürlich, seit mehr als 13 Monaten Presseberichte, die Assadkritisch sind, ohne jedoch jemals seine Absetzung gefordert oder toleriert zu haben. Nichts Neues im Westen also…

    Ach so, so nebenbei könnte man in diesem Zusammenhang noch Laurent Fabuis` jüngst getätigte Aussage hier vernetzen:

    „It Seems Syrian President Al-Assad Remains“ – French Foreign Minister

    French Foreign Minister Laurant Fabius has made the following statement to News Chanels regarding the Syrian Crisis, claiming that „It seems Syrian President Bashar Al-Assad remains, and the process of pursuing his removal is no longer viable and we must search for an alternative to this …“

    Alles in allem: in Syrien scheint sich die nationale Bewegung zu einer Legende zu entwickeln, denn eins ist klar: sollte Assad nicht irgendwie als Repräsentant Syriens mal so langsam vom Sockel gehoben werden können, hätte sich die westliche Wertegemeinschaft einen schönen Schuß ins Knie gesetzt und im Land der Levante einen panarabischen Helden geschaffen – wenn er es nicht inzwischen ohnehin schon ist. Und allein hätte es dieser Mensch nie geschafft.

    • arprin Says:

      Man hätte Medwedew, wenn man es denn GEWOLLT hätte, auch mit den Worten zitieren können, “Medwedew fordert vom Westen einen Dialog mit Assad”!!

      Kein einziges Medium hat diesen Teil von Medvedevs Interview verschwiegen. Doch da die Assad-kritische Aussage für Medvedev was Neues war, genoss diese die Hauptaufmerksamkeit.

      French Foreign Minister Laurant Fabius has made the following statement to News Chanels regarding the Syrian Crisis, claiming that “It seems Syrian President Bashar Al-Assad remains, and the process of pursuing his removal is no longer viable and we must search for an alternative to this …”

      Die einzige Quelle für diese Aussage ist diese Propagandaseite:
      http://syria-updates.blogspot.de/2013/01/syria-it-seems-syrian-president-bashar.html

      Kein anderes Medium hat diese Aussage von Fabius sonst gebracht.

      sollte Assad nicht irgendwie als Repräsentant Syriens mal so langsam vom Sockel gehoben werden können, hätte sich die westliche Wertegemeinschaft einen schönen Schuß ins Knie gesetzt und im Land der Levante einen panarabischen Helden geschaffen – wenn er es nicht inzwischen ohnehin schon ist.

      Ja klar. Assad wird aus dem Nichts vom Ausgestoßenen zum Helden der arabischen Welt und die Menschen in Tunis, Kairo, Amman und Bagdad werden alle Assad-Statuen bauen.

      • Nichtglauber Says:

        Oh oh…sehr falsch, dein Vorpreschen.
        Bereits die erste aufgerufene Pressemitteilung zu diesem Thema ignoriert vollends und komplett den von mir oben ergänzten Text:
        http://www.spiegel.de/politik/ausland/russlands-regierungschef-dmitrij-medwedew-greift-baschar-al-assad-an-a-879958.html#ref=rss

        Und leider muss ich dir nochmals Fehler (oder Absicht) in der Recherche bezüglich Fabuis vorwerfen:
        http://www.reuters.com/article/2013/01/24/us-syria-crisis-idUSBRE90N0RP20130124

        Zun dritten Teil deines posts verweise ich auf die in Sarsura vor Wochen und Tagen gestellten Videos oder Facebook-Bilder, die in Tunis, Jerusalem (von palästinensern) und Bagdad Menscshen zeigen, die Pro-Assad Chants skandieren und sein portrait hochhalten. Und zumindest das ist sicher: vor 2 Jahren haben sie sich in Tunesien, Israel und dem Irak einen Dreck um diesen Assad geschert…

      • arprin Says:

        Zu Medvdev: Ja, da habe ich mich geirrt. Ich hatte die Meldung beim Tagesspiegel gelesen:
        http://www.tagesspiegel.de/politik/syrienkonflikt-medwedew-geht-auf-distanz-zu-syriens-staatschef-assad/7694376.html
        Allerdings: Wie gesagt, das wirklich Neue an seiner Aussage war die Kritik an Assad.

        Zu Fabius: Er beschreibt lediglich die aktuelle Situation. „The solution that we had hoped for, and by that I mean the fall of Bashar and the arrival of the (opposition) coalition to power, has not happened“. Von einem Abrücken seiner Position, wie es bei syria-updates hieß („we must search for an alternative to this“), ist überhaupt nicht die Rede.
        Und dass Assad noch nicht kurz vor seinem Ende steht, entspricht natürlich der Wahrheit, auch wenn beide Seiten mit Siegesmeldungen voreilig sind. Ich denke, dass er noch bis 2014 an der Macht bleiben könnte (aber das soll keine Prognose sein).

        Zu den Sarsura-Videos: Ich habe keinen einzigen gesehen. Aber es würde mich nicht überraschen, dass Antiwestler auf Assads Seite stehen (wenn sie nicht selbst von ihm umgebracht werden). Assad wird jedoch in der arabischen Welt mit Sicherheit nicht weniger isoliert sein, nur weil einige Antiimperialisten in Tunis und Jerusalem seinen Namen skandieren. Assad wird als Verbündeter des Iran angesehen, und die sunnitischen Staaten sind bekanntlich nicht gut auf den Iran zu sprechen.

  2. besucher Says:

    OT:
    Warum eifert der Iran eigentlich dem großen Satan USA nach?

    http://www.welt.de/wissenschaft/weltraum/article113180200/Ahmadinedschad-schiesst-Affen-ins-Weltall.html

  3. Thomas Holm Says:

    Medwedews Einlassung hat Züge einer contradictio in adiecto; er sagt, dass Assad verdammt spät dran sei und er sich damit Chancen vermasselt habe.

    So wird vorgegaukelt, als hätte es jemals mit dem Regime etwas zu verhandeln gegeben und ein kriminelles Regime wird in ein völlig unverdientes Licht von Tragik getaucht.

    Assads Apparat mutiert zu einem Gravitationsfeld einer Szenerie von allerlei pro-Iranischen „Widerstands“ Front-Milizen; zusammengehalten durch die programmatische Feindbestimmung, wonach „die anderen“: halt Salafisten, d.h. „zionistisch-imperialistische“ Marionetten seien.

    Die Vision dieser Front ist allerdings nicht defensiv beschränkt; ihre Frühlings-Idee zielt auf Riad (via Amman). Und wenn frustrierte Jihadisten gegen Damaskus nicht weiterkommen, dann kann diese „Kehrt-Marsch-Idee“ in Predigerkreisen durchaus diskutabel werden.

    Der ganze Osama-jihadistische Impuls zielte über einen großen Umweg über einen „fernen Feind“: stets auf die Macht auf der hl. Halbinsel.

    Osama hatte sich dabei etwas verlaufen, umso verlockender für die Jihadisten, wenn man ihnen den Eindruck eines direkten Weges nach Riad verkaufen könnte.

    Die Figur Assad könnte dabei sogar mittelfristig etwas im Wege stehen.

  4. gebis Says:

    Welcher arabische Führer hat der anglojüdischen Fressmaschine derart erfolgreich und lange die Stirn geboten?Na also und so nebstbei macht sich zusehends blanke Verzweiflung in den Scheisshaushauptquartieren der Wewegwewegwerfwertewewegemeinsch-haft breit.Er ist vom linkischen Augenarzt zu einem souveränem Staatsmann gereift,ein Umstand,der auch der arabischen & türkischen Strasse nicht verborgen bleibt.

    • Thomas Holm Says:

      Davutoğlu enthüllt Israelisch-Syrische Verschwörung:

      http://todayszaman.com/news-305854-davutoglu-hints-at-secret-israeli-syrian-deal-after-attack.html

      “Why doesn’t [Bashar al-Assad] throw a stone at the Israeli planes while they fly over his palace and insult his nation’s honor? Why doesn’t he do anything against Israel while he drops bombs on the innocent people of his country? Is there a secret agreement between Israel and Assad?”

      According to Davutoğlu, Syria should “do whatever a country that comes under attack should do.”

      He suggested the Israeli air strikes might serve interests of the Syrian government, saying Assad is “exploiting” the attack to bolster support for his regime among Muslim* countries. …

      Davutoğlu was … saying Turkey cannot remain a bystander in the face of an Israeli attack on a Muslim country. …

      Davutoğlu … speaking to a group of journalists en route to Serbia.”

      Im Flieger nach Serbien; da muss ihm jemand was in den Tee getan haben.

      @ gebis Machen Sie eigentlich Mülltrennung ?

      • jannis Says:

        Immer das selbe bei den Moslems-entweder sie werfen anderen Moslems vor mit Israel zusammen zu Arbeiten oder sie beschimpfen sich gleich gegenseitig als Juden.Wahabiten;Shiiten,Aleviten,Alawiten alle sollen sie Juden sein und die Kurden natürlich auch,halbe zumindest.Die Bahai sind natürlich auch eine Jüdische Intrige.

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