Wie Che und Luke gegen das Imperium

Niemand strahlt mehr revolutionären Chic aus als der Comandante. Das Che Guevara T-Shirt gehört zur Grundausstatung jedes jungen oder junggebliebenen Rebellen. Von Hollywood bis Donaustadt wurden dem Held der kubanischen Revolution Denkmäler errichtet.

Die „westlichen Che Guevaras“ wissen zwar nicht wirklich, wofür sie sind, sie wissen aber immer, wogegen sie sind:

Man ist gegen die Globalisierung, den Kapitalismus und das Imperium.  Am liebsten würde man wie Luke Skywalker oder Avatar als Rebell gegen ein technisch hochgerüstetes, finsteres Imperium  (wenn auch nur vor dem Computer) in die Schlacht ziehen.

Deswegen hegte man auch für den Kampf der antiwestlichen Dschihadisten im Irak große Sympathie.

Wofür das finstere Imperium und wofür die Rebellen inhaltlich stehen, ist nicht so wichtig, da man selbst auch nicht weiß, wofür man eigentlich ist.

Argwöhnisch betrachtet werden Rebellionen nur dann, wenn sie sich nicht gegen den imperialistischen Feind richten.

So verwandelten sich die im Irak bewunderten „Widerstandskämpfer“ in Syrien plötzlich in „Terroristen“.

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11 Antworten to “Wie Che und Luke gegen das Imperium”

  1. antifo Says:

    Diese „Donaustadt“ heißt übrigens Wien.

  2. Thomas Holm Says:

    „So verwandelten sich die im Irak bewunderten “Widerstandskämpfer” in Syrien plötzlich in ”Terroristen”.“

    Das Imperium der Ironie schlägt zurück: Salafistische Flintenweiber auch ohne Fahrerlaubnis auf falscher Seite der Geschichte unterwegs:

    „Guevara. Die Scharfschützin folgt ihrem Mann in den Kampf“

    http://www.tagesspiegel.de/politik/die-scharfschuetzin/7797822.html

    • Olaf Says:

      Für die „Reporterin“ vom Tagesspiegel sind die syrischen Taliban noch HeldInnen, und die nennen sich auch noch Guevara, oder Rüdy Dütschky.

  3. antifo Says:

    Verwirrung auf allen Seiten. Einzig in Israel weiß man noch Gut und Böse zu unterschieden:

    Syrien: Israel versorgt verwundete Rebellen, obwohl diese der Al-Kaida angehören
    http://www.shortnews.de/id/1010865/syrien-israel-versorgt-verwundete-rebellen-obwohl-diese-der-al-kaida-angehoeren

    • Thomas Holm Says:

      Wenn man beim verarzten in den Augen der Öffentlichkeit nichts richtig machen kann, dann sollte man sich vielleicht den ganzen Aufwand schenken und die Bedürftigen an ihre anti-imperialistischen Freunde verweisen:

      „However, there was never any doubt that they were in fact Syrian conscripts wounded in the course of their unit’s withdrawal from the Golan. The argument against giving the soldiers medical treatment was that they were Bashar Assad’s troops and looking after them was tantamount to endorsing Assad’s hostile schemes and therefore unacceptable. It was settled by avoiding identifying the wounded men.“

      http://debka.com/article/22775/Assad%E2%80%99s-troops-retreat-from-Golan-leaving-Islamist-rebels-to-confront-Israel-

      • antifo Says:

        Wie kann es sein, daß Haaretz die Verwundeten für al-Kaida-Terroristen hält, während debka.com von syrischen Soldaten spricht? Reguläre syrische Truppen sind an ihren Uniformen zu erkennen.

  4. KassandravonTroja Says:

    Ich weiß, gegen wen die neuen Ches und Lukes auch noch sind: Gegen das eigene Land und Volk – und das wird mit allen Mitteln bemkämpft. Sie verbrüdern sich mit Menschen, die Tod den Ungläubigen (also ihren eigenen Tod fordern, es sei denn sie sind konvertiert). Es ist auffallend, dass diese Typ_Innen alles toll finden, es darf nur nicht Deutsch sein, das Sozialsystem ist davon natürlich ausgenommen. Was gerade in der Votivkirche bezüglich migrantischer Kirchenbesetzer abgeht, geht zumeist auch auf das Konto dieser Lukes und Che´s. Nur merken diese Typ_Innen nicht, dass sie nur be- und ausgenutzt werden und wenn sie nicht mehr gebraucht werden…
    @antifo: In der Hadassa-Klinik in oder bei Jerusalem wird jeder Kranke, Verletzte, Verwundete versorgt, egal welcher Ethnie.

    • Olaf Says:

      Es gibt einen witzigen Bericht der Identitären über deren Erfahrungen ihrer kurzen Votiv-Kirchenbesetzung.
      Die Asylanten wollen ständig Zigaretten von den Antifas, und behalten auch schon mal Fotoapparate, die eigentlich nur zu Propagandazwecken verliehen wurden.

  5. besucher Says:

    Na dass die geistesgestörte Elfriede Jelinek wieder ihre „mani in pasta“ hat wundert mich nicht im Geringsten. Und die SPÖ ist ein extrem verstrahlter Verein.

  6. Thomas Holm Says:

    „So verwandelten sich die im Irak bewunderten “Widerstandskämpfer” in Syrien plötzlich in ”Terroristen”.“

    Das gleiche Szenario spielt sich übrigens in Pakistan ab. Die Jihadistischen Einpeitscher von gestern behaupten jetzt auf einmal, Afghanistan sei der Hort von Indisch-Zionistisch-Westlichen Verschwörungen gegen die Stabilität Pakistans, dessen Regierung auf eine Aussöhnung mit dem Iran abziele, was durch die Anschläge gegen die Hazara-Schiiten torpediert werden solle.

    Regierung und Propaganda-Zentren sind in Pakistan dem Wahabismus von der Fahne gehüpft – aus Angst vor den Taliban, die sie gestern noch gefeiert haben.

    In der Saudisch-Iranischen Rivalität geht es auch um die Zukunft von „AfPak“ – gegenüber Syrien einfach eine Null hinter die Bevölkerungszahlen klemmen – und dann stimmt das Bild.

    Inside Story – Pakistan’s sectarian tensions

    Zaid Hamid, a political analyst and head of the Pakistani think tank, Brasstacks … hat die Seiten gewechselt und findet den Wahabi-Jihadismus nicht mehr lustig. Kostproben ab Min. 6.00

    100.000 Tote soll, das, was er jetzt nicht mehr so toll findet, schon gekostet haben.

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