Archive for 7. Juni 2013

Schönwetter-Friedensmission

Juni 7, 2013

Großartig haben unsere Kicker heute Abend gekämpft.

Was man von unseren Politikern leider nicht behaupten kann.

Österreichs Politiker labern gern vom Frieden in Nahen Osten.

Unser ehemaliger Zivi-Verteidigungsminister hatte stets besonders gute Ezzes für Israel parat.

Sobald es jedoch bei einer Friedensmission einmal ernst wird, blasen unsere Friedens-Experten mit Blick auf die baldigen Wahlen zum Rückzug.

Europas Moscheen vor Femen schützen?

Juni 7, 2013

Jürgen Elsässer ist seine islamische Kuh heilig, auch wenn sie gerade den Mord an Daniel S. als „Disco-Schlägerei“ verharmlost.

Über das respektlose Treiben der „von den USA finanzierten Femen“ empört sich der von Russland und dem Iran finanzierte Altkommunist hingegen heftig:

Seither fanden Aktionen auf der Reeperbahn („europäisches Zentrum des Sex-Genozids“), auf der Berlinale („Stoppt Vaginal-Beschneidung“) gegen ein NPD-Treffen in Berlin (“Kein Asyl für Nazis”) und gegen eine Moschee im dortigen Stadtteil Neukölln (“Fuck your morals, fuck Islamism”) statt.

Sowohl Frankreich als auch Deutschland haben große muslimische Bevölkerungsanteile. Der tatsächlich bedenkliche, steinzeitliche Salafismus wird von Femen nicht bei dessen Förderern, also vor allem in Riad oder Washington, angeprangert, sondern vor Moscheen in Paris und Berlin.

Ein vorläufiges Fazit: Wo immer die Femen auftreten, sind Aktionen gegen sexuelle Ausbeutung nur der Einstieg. Im nächsten Schritt werden die Damen geopolitisch.

Wenn etwas wirklich „geopolitisch“ ist, so ist es Jürgen Elsässers einseitiges Saudi-Bashing bei gleichzeitiger Mullah-Kuschelei.

In Saudi-Arabien könnte bei einer Absetzung der Saudis alles noch schlimmer werden, während es im Iran nach der Absetzung der Mullahs eigentlich nur noch besser werden kann.

Der Salafismus ist nur die Spitze des islamistischen Eisbergs.

Selbst ohne Burkas und Terror wollen die Europäer keine Islamisierung.

Islamisten-Moscheen gehören nicht nach Europa, egal ob die Saudis, die AKP oder Elsässers Mullahs dahinterstehen.

Europas Bürger – und insbesondere die Frauen – sollten vor der Islamisierung geschützt werden.

Das hat nichts mit Geopolitik, sondern mit gesundem Menschenverstand zu tun.

Westliche Putin-Versteher

Juni 7, 2013

“So einen wie Putin” wünschen sich auch in Westeuropa viele.

Der ehemalige KGB-Mann findet unter hiesigen Konservativen fast genauso viele Bewunderer wie unter unseren altlinken Antiimperialisten.

Die Sehnsucht nach dem starken Macho-Führer scheint trotz oder wohl gerade wegen der offiziell verordneten “Political Correctness” weit verbreitet zu sein.

Während Sympathiebekundungen für die amerikanischen Republikaner ein absolutes “No-Go” sind, ist es durchaus salonfähig, Putins Politik zu loben.

„Dass der arrogante Westen Russland nicht verstehe“ ist ein Bonmot, das sowohl in progressiven als auch in konservativen Runden stets gut ankommt.

Putin wird von seinen EU-geplagten westeuropäischen Fans wegen seiner wirtschaftlichen Erfolge bewundert.

Ebenso gut könnte man allerdings auch Saudi-Arabien oder den Sozialismus von Hugo Chavez zum Vorbild nehmen.

Das Geheimnis seines ökonomischen Erfolges ist nämlich genau das gleiche.

Während der Ölpreis zu Jelzins Zeiten bei durchschnittlich 25 $ gestanden hatte, standen Putin etwa dreimal so viel Petrodollars zur Verfügung.

Putin wird von seinen westlichen Fans als Unterstützer der gemäßigten Elemente in der islamischen Welt angesehen, weil er den „säkularen Assad“ unterstütze.

Dabei war es gerade Putins Politik, die den Dschihad in Syrien erst möglich gemacht hat: Assad wäre wohl längst ins Exil gegangen, wenn ihn seine Freunde nicht zum Kämpfen gedrängt hätten.

Wenn Syrien am Ende zwischen einem verkleinerten Assad-Regime und einem neuen sunnitischen Taliban-Terror-Staat aufgeteilt wird, haben wir dies (neben unserer eigenen Schwäche) Putin zu verdanken.

Gerade in Österreich haben wir die Folgen von Putins Tschetschenien-Politik in Form von 30.000 Asylanten zu spüren bekommen.

Durch die Eroberung Tschetscheniens hat Putin jedoch in erster Linie Russland selbst geschadet, da er dadurch eine Million Muslime in sein Reich zurückgeholt hat, die er im Moment noch durch totale Unterdrückung und Geld kontrolliert. Sein tschetschenischer Bluthund wird sein russisches Herrchen jedoch furchtbar beißen, sollte es einmal Schwäche zeigen (z.B. wenn einmal der Ölpreis wieder fällt).

Kritische Stimmen im eigenen Land werden von Putin mit altbewährten KGB-Methoden zum Schweigen gebracht.

Kritische Stimmen im Ausland sind hingegen hocherwünscht.

Daher betreibt Putin für das westliche Publikum einen eigenen Propaganda-Sender, um seine Versteher auf Linie zu bringen.