Was bedeutet Pressefreiheit?

Der österreichische Staatsfunk erklärt sich mit dem abgedrehten griechischen Staatsfunk solidarisch:

ORF-Redakteursrat erklärt sich solidarisch

In einer Aussendung zeigte sich der ORF-Redakteursrat „bestürzt über die undemokratische Aktion der griechischen Regierung“ und solidarisch mit den Mitarbeitern des griechischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Als „barbarischen und antidemokratischen Akt“ bezeichnete ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Mittwoch die Schließung. Der Akt, der ohne öffentliche Diskussion erfolgt sei, sei „einmalig in der europäischen Geschichte, unverantwortlich und extrem unprofessionell“.

Der ORF-Publikumsrat kritisierte die Stilllegung in einem offenen Brief, der unter anderem an die griechische Botschaft in Wien und die österreichische Botschaft in Griechenland gehen soll. Darin fordert der Rat die griechische Regierung auf, die Schließung zurückzunehmen. Sie sei „eine Gefahr für den demokratischen Diskurs und die Pressefreiheit in Griechenland“.

Was daran „undemokratisch“ sein soll, sei dahingestellt.

Pressefreiheit bedeutet, dass der Staat nicht willkürlich Medien verbieten dürfe (wie z.B. in Venezuela), und nicht dass er selbst welche betreiben müsse.

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5 Antworten to “Was bedeutet Pressefreiheit?”

  1. besucher Says:

    Na abgedreht ist die ERT ja nicht wirklich. Sparprogramm an der heiligen Kuh Fernsehen. Im GEZ-Moloch Deutschland undenkbar.

    • aron2201sperber Says:

      zumindest solange undenkbar, solange wirtschaftliches Wachstum immer noch für Wohlstand sorgt.

      die linken Besserwisser, die Wachstum und Wohlstand verachten, sollten aufpassen, was sie sich wünschen – denn es könnte in Erfüllung gehen, wie man an Griechenland gerade sieht.

  2. W. Caldonazzi Says:

    @Aron:
    Wirtschaftliches Wachstum haben wir ja gerade jetzt nicht. Da stellt sich doch die Frage, warum nicht? Wer bremst?

    Es sollten halt schon Geldpolitik und Wirtschaftspolitik zusammenpassen. Wer auf Teufel komm raus die Geldvermehrung fördert, weil er die Staatsschulden explodieren lässt und gleichzeitig genau diese Staatsschulden faktisch zinsenlos kauft, wie es die Notenbanken tun, hat nicht das Wachstum im Fokus, sondern die krampfhafte Erhaltung des Status Quo.

    Die Verlierer sind diejenigen, die Einkommensteuer zahlen, auf Konsum verzichten und sparen. Deren Vermögen wird sukzessive durch minimale Zinsen und weit höhere Inflation entwertet.

    Und warum das alles? Weil ignorante Politiker nicht zugeben können, dass ihre Phantastereien eines vereinten Europa mit nur einer Währung nichts taugen.

    Es sind links-liberale Weltverbesserungsphantasien, die uns diese Misere beschert haben. Aber weil die Hälfte der Bevölkerung davon finanziell profitiert, geht der modus vivendi weiter.

    Wer wählt schon eine Partei ab, die einen versorgt.

    • aron2201sperber Says:

      das Problem sollte man nicht auf den Euro reduzieren.

      Europa muss sich wieder daran erinnern, dass Wohlstand erst erarbeitet werden muss, bevor man ihn umverteilen kann.

      die Voraussetzungen für die Schaffung von Wohlstand ist die Schaffung eines unternehmerfreundlichen Umfelds.

      da uns die Intelligenzija jedoch erfolgreich eingeredet hat, dass wir seit 20 Jahren im herzlosen Neoliberalismus leben (obwohl die Sozialquote noch nie so hoch wie im heutigen Europa war), werden ständig Maßnahmen getroffen, die der Wirtschaft schaden.

      die Klimapolitik und die damit verbundene De-Industrialisierung wird uns dann denn Rest geben.

      wenn es nicht gelingt, in diesen Punkten gegenzusteuern, nützt auch die Abschaffung des Euro nichts

  3. ORF im Wahlkampf-Modus | Aron Sperber Says:

    […] muss jedoch nicht ausgerechnet auf einem von den österreichischen Gebührenzahlern finanzierten Staatssender ausgelebt […]

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