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Rechte plappern linke Propaganda nach

Juli 31, 2013

Italien hatte sich nach dem ersten Weltkrieg Südtirol als Kriegsbeute einverleibt, wogegen es verständlicherweise Widerstand gab.

Dabei wurden von den Tirolern Bomben eingesetzt, die nun einmal gefährlich sind und eben auch Menschen töten können.

Bombenterror macht nur Sinn, wenn er potenziell gefährlich ist.

Wenn sich niemand fürchtet, hat man als Terrorist versagt.

Wer solche Aktionen befürwortet, sollte auch zu ihnen stehen und sich nicht feige aus der Verantwortung stehlen (wie Italiens linke Intelligenzija, die revolutionäre Gewalt gepredigt hatte, als jene dann ausgeführt wurde, anderen die Verantwortung für die Toten zuwies).

Italiens Intelligenzija war mit ihrer Opfer-Legende einer antikommunistischen „Strategie der Spannung“ so erfolgreich, dass sie heute auch von Rechten übernommen wird, die sich in gleicher Weise ihrer Verantwortung für die Folgen des von ihnen gepredigten Kampfes entledigen wollen:

Es passte auch nur allzu gut in die damalige „Strategie der Spannung“. Diese „Strategia della tensione“ wurde von verschwörerischen Kreisen betrieben, die in geheim(bündlerisch)en Vereinigungen neofaschistischen Zuschnitts wie „Ordine nuovo“ und „Avanguardia Nazionale“ organisiert waren. Sie waren auch verankert in Teilen italienischer Dienste sowie im geheimen „Gladio“-Netzwerk des Militärs. Sie wollten (letztlich erfolglos) die gesellschaftliche Unterfütterung für einen Wechsel in Italien hin zu einem autoritären Regime vorbereiten.

(Herrolt vom Odenwald)

Die italienische ÖVP hatte zu jenem Zeitpunkt eine ganz klare Mehrheit im Parlament und war proamerikanisch.

Die Faschisten hatten zu jenem Zeitpunkt keine 5 % und waren zwar antikommunistisch, aber nicht proamerikanisch.

Rechte Terrororganisationen wie Ordine Nuovo sahen sich selbst als „Nazi-Maoisten“ und waren mindestens genauso antiamerikanisch wie die Linksradikalen.

Warum zum Teufel hätte die USA eine ihnen freundlich gesinnte Regierung im Rahmen einer „Strategie der Spannung“ schwächen sollen?

Wem hätte es genützt, wenn ein paar rechtsradikale Obskuranten ohne Rückhalt in der Bevölkerung an die Macht gekommen wären?