Profiteure der amerikanischen Schwäche?

Unabhängig von den Gründen und Hintergründen ist dieses Zurückzucken vor dem Abgrund ein Ausdruck von Schwäche der Supermacht. Obama versucht, es als Akt demokratischer Rücksichtnahme auf den Kongress zu verkaufen, also als zivilisatorische Reife – das glaubt niemand.

Obama, das werden künftig Russland, Iran und China wissen, ist ein Bluffer, und zwar ein schlechter. So ein Präsident macht auch innenpolitischen Gegnern Appetit.

Der Kongress, der jetzt entscheiden soll, wird frühestens am 9. September entscheiden. Vorher ist der G20-Gipfel, da wird Obama auch schon Gegenwind spüren. Vielleicht erlaubt ihm Putin am Schluss, zwei Raketen in irgendein syrisches Wüstengebiet zu ballern, damit O. wenigstens sein Gesicht wahren kann?

(Jürgen Elsässer)

Russland, Iran, China und deren westliche Bejubler haben vielleicht Grund zum Feixen.

Wir Europäer werden hingegen wie beim Balkankrieg die Folgen der amerikanischen Führungsschwäche in Form von Flüchtlingsströmen aus der Krisenregion sehr unangenehm zu spüren bekommen.

Doch auch für die Mullahs könnte das Gefühl der amerikanischen Schwäche gefährliche Folgen haben, wenn sie sich davon ermutigt fühlen, ihre Vernichtungspläne gegen Israel voranzutreiben.

Denn ohne amerikanischen Schutz wird sich Israel umso kompromissloser selbst verteidigen müssen.

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41 Antworten to “Profiteure der amerikanischen Schwäche?”

  1. antifo Says:

    Wie beim Balkankrieg werden es wir Europäer sein, die die Folgen der amerikanischen Führungsschwäche in Form von Flüchtlingsströmen aus der Krisenregion viel direkter zu spüren bekommen werden.

    Richtig ist, daß allein schon das Reden über ein militärisches Eingreifen der USA den Strom der Flüchtllinge aus Syrien hat anschwellen lassen.

  2. Thomas Holm Says:

    Die Türkei sieht bereits ihrer Ersetzung als Partner und Modell für die Araber-Zustände durch den Iran vonseiten des Westens entgegen:

    „Iran is an important regional actor that might serve Western interests if it could be „gained“ as a Western ally. The Shiite regime is significantly influential on many groups from Iraq to Afghanistan, being able to form various alliances for the West in these countries.“

    http://todayszaman.com/news-324937-irans-reconciliation-with-west-may-limit-turkeys-role-in-region.html

    Haben viele auch so gefordert, nach dem Motto: Islamismus ist im Iran am Ende; in der Türkei aber immer doch noch teilweise Mittelstands-Volkssport. Allerdings sind der zuverlässigste Partner im Kampf gegen den Terrorismus im Augenblick und auf absehbare Zeit: Die Kurden. Jetzt nicht im Kampf gegen syrischen Staatsterrorismus – man kann nicht alles auf einmal machen – aber sonst doch so im Kampf gegen den Terrorismus. Und die Kurden spielen die Iraner natürlich gegen die Türkei aus …

    Für das ganze Theater gibt es jetzt übrigens endlich eine angemessene Bezeichnung: „The Israeli Spring“ – Israelischer Frühling … wunderbar poetisch, nicht wahr ?

    http://victorhanson.com/wordpress/?p=6403

    • aron2201sperber Says:

      in der Realität ist der islamismus im Iran immer noch an der Macht, während die Türkei ledigliche eine von Islamisten unterwanderte Demokratie ist.

      der Kopftuch-Islamismus der türkischen Muslimbrüder ist übrigens gemäßigter als der iranische Tschador-Islamismus…

      …auch wenn im Syrien-Konflikt die Schiiten gerne als „gemäßigt“ dargestellt werden und den „extremistischen Sunniten“ gegenübergestellt werden.

  3. walter roth Says:

    Trotzdem………………

    Sollte es keiner Rgierung erlaubt sein einen Krieg ,wie auch immer, erklären zu dürfen.
    Es sollte immer ein demokratischer Prozess sein der das erst ermöglicht, ausser im akuten Verteidigungsfall, der allerdings klar auf direkte Angriffe auf den eigenen Staat begernzt sein muss.

    Gerade in den USA gibt es Politiker die die libertären Wurzeln des Staates von vor 200 Jahren durchaus ernst nehmen.

    Um die Frage Krieg oder nicht, zu klären, sollte man sich unbedingt einmal die Rede Ron-Pauls, …..eines Präsidentschaftskandidaten vom letzten Herbst anhören oder sie lesen.

    http://www.verlag-jm.ch/articles.php?id=4

    Dessen Rede zeigt uns sehr schön auf was in den ÙSA als Konservativ, Liberal und eben Libertär zu verstehen ist und wie selbst die Kriegsbefürwortenden Reps damit ihre eigenen Wurzeln verraten.

    Trotzdem gibt es in den USA noch weite Kreise die solche Kriege in anderen Ländern strikte ablehnen.

    Im Irak und Afghanistan erleben wir ja nun das scheitern dieser Art von Interventionen, in Afghansitan hielt ich sie allerdings für gerechtfertigt. Und ich bedaure dort vor allem die Frauen die einem höchst ungewissen Schicksal entgegesehen müssen.

    Aber in Syrien gibt es leider nur 2 schlechte Varianten von denen beide nicht unterstützt werden können. Unter Assad lebt es sich aber trotrz allem besser als unter den Islamisten, den die werden als erstes die Diskriminierung wenn nicht Vertreibung und Ermordung der Minderheiten angehen. Nichtdestotrotz ist Assad ein Verbrecher.

    Aber bitte, wer das Thema überblicken will, der sollte die Rede Ron-Pauls einmal lesen, es lohnt sich wirklich und sie zeigt, das es in den USA noch wahrhafte Demokraten gibt.

    Mich hat diese Rede wieder etwas mit den USA versöhnt.

    Walter Roth

  4. walter roth Says:

    Aron Sperber

    Zur Sache von 9/11 gabs und gibt es viele Verirrungen, das haben die Menschen nun mal an sich, aber darum geht es hier nicht.

    Ich weiss von den vielen Aversionen gegen Ron Paul , man hörte sie im Wahlkampf oft.

    Was Du hier aber dazu sagst, das zeugt von völliger Anhungslosigkeit.

    Ich würde gerade dir mal empfehlen diese Rede Wort für Wort zu lesen, denn sie ist etwas vom besten was ich je von einem Politiker gelesen habe. Und es handelte sich nicht etwa um eine Wahlkampfrede, nein, und gerade das macht sie zu etwas besonderem.

    Was ich hier nun von dir zu lesen bekomme ist beschämend, ja ich frage mich gerade ob Du noch zurechnungsfähig bist, das Du das Potential dieses Mannes derart geringschätzt.

    Nun ja, wie dem auch sei, deinen Blog werde ich nun meiden.

    Walter Roth

  5. American Viewer Says:

    Unabhängig von den Gründen und Hintergründen ist dieses Zurückzucken vor dem Abgrund ein Ausdruck von Schwäche der Supermacht. Obama versucht, es als Akt demokratischer Rücksichtnahme auf den Kongress zu verkaufen, also als zivilisatorische Reife – das glaubt niemand.

    Die Analyse kann man sich einrahmen. Das sind wahrscheinlich die ersten beiden und einzigen Elsässer-Sätze hintereinander, die analystisch korrekt sind – in seinem ganzen Leben.

  6. Thomas Holm Says:

    Damit war zu rechnen: Statt Bomben von Obama: Ranzen von Osama

    http://www.businessinsider.com/al-qaeda-hands-out-school-gear-in-syria-2013-9

    Überlegung für ausgewogene Losungen zur Schlacht am Mount Moral High Ground

    Kein Fußbreit für Putin ! – Kein Blut für Spasten !

  7. antifo Says:

    Ein lesenswerter Artikel:

    http://www.usnews.com/news/blogs/washington-whispers/2013/09/05/alan-grayson-syria-intelligence-manipulated

    In dem darin eingebetteten Video nimmt das Kongress-Mitglied Alan Grayson (Demokraten) während in der Anhörung Bezug auf einen Zeitungsbericht, wonach das nach dem fraglichen Chemiewaffen-Angriff in Syrien vom israelischen Geheimdienst abgehörte Telefonat falsch und inhaltlich entstellt wiedergegeben wurde.

    Er bittet darum, die gesamte Abschrift des Telefonats der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Seiner Bitte wurde von den verantwortlichen Stellen bislang nicht entsprochen. D.h. die „Beweise“ bleiben weiter geheim …

    • arprin Says:

      Stimmt, weder die Opposition noch die westlichen Staaten haben bis jetzt wirkliche Beweise vorgelegt. Als Beweise werden abgehörte Telefonate wohl auch nicht viel taugen. Das syrische Regime hat aber auch keine Beweise vorgelegt, ebensowenig die Russen. Man kann derzeit nur spekulieren.

      In der NZZ gibt es diese lesenswerte Analyse:
      http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/wird-asad-zu-unrecht-verdaechtigt-1.18144866

      “Bisher ist nichts darüber bekanntgeworden, dass den Aufständischen Chemiewaffen in grosser Zahl in die Hände gefallen wären. Westliche Geheimdienste schliessen dies aus, und auch das Regime Asad dementiert dies. Im Mai gab es einen Wirbel um die Nachricht, Angehörige der islamistischen Nusra-Front seien in der Türkei mit einem Container Sarin gefasst worden. Die Substanz entpuppte sich später als Frostschutzmittel. Ähnlich kurios ist das Gerücht, wonach ein saudischer Prinz die Aufständischen mit Chemiewaffen beliefert habe. Saudiarabien gilt nach allgemeiner Auffassung nicht als Staat mit einem C-Waffen-Programm.

      Der Besitz chemischer Substanzen bedeutet zudem noch nicht, dass man diese auch wirkungsvoll einsetzen kann. Es fehlt den Rebellen nebst dem Know-how im heiklen Umgang mit Nervengasen an schweren Waffen und erst recht an Artillerieraketen, wie sie am 21. August zum Einsatz kamen. Westliche Geheimdienste sprechen den Aufständischen die militärische Fähigkeit zur Durchführung einer solch grossangelegten und weiträumigen Aktion ab.”

    • Nichtglauber Says:

      Bei Rian gibt es diese interessante Nachricht
      http://de.rian.ru/politics/20130709/266454895.html
      Das Dossier soll deutlich umfassender und dicker sein als die Beweisführung der Amis.

      • DerBaske Says:

        Und da gibt es ja noch Del Pontes „vergessenes“ Statement:
        „ Es wurde von der Opposition, den Rebellen, eingesetzt und nicht von Regierungstruppen“, sagte Del Ponte, eine ehemalige Schweizer Generalstaatsanwältin, die auch als Chefanklägerin am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien zuständig war, weiter.“

      • antifo Says:

        @Nichtglauber:
        Eine englische Zusammenfassung dieses Berichts:

        http://www.mcclatchydc.com/2013/09/05/201268/russia-releases-100-page-report.html

        Der Eingang dieses sehr ausführlichen Berichts mit Untersuchungsergebnissen zu den chemischen Kampfstoffen wurde von einem UN-Vertreter im Juli 2013 bestätigt.

        Der Bericht bezieht sich natürlich nicht auf den Einsatz chemischer Waffen am 21. August 2013 bei Damaskus, sondern auf einen früheren Vorfall in Khan al Asal im Norden Syriens. Bedeutsam ist der Bericht trotzdem, weil er die Behauptung widerlegt, die „Rebellen“ seien zum Einsatz solcher Waffen gar nicht imstande.

        Hier übrigens noch die Stimmungsverhältnisse im amerikanischen Kongress (House und Senat):

        http://www.washingtonpost.com/wp-srv/special/politics/where-lawmakers-stand-on-syria/

        Das sieht eigentlich ganz gut aus.

      • arprin Says:

        @antifo:

        Dass die Rebellen Chemiewaffen eingesetzt haben, ist wohl wahrscheinlich. Aber in Ghouta spricht vieles dagegen. Ich zitiere den NZZ-Bericht:
        „Es fehlt den Rebellen nebst dem Know-how im heiklen Umgang mit Nervengasen an schweren Waffen und erst recht an Artillerieraketen, wie sie am 21. August zum Einsatz kamen.“

        Zum russischen Bericht: Es ist eher unglaubwürdig, dass die Russen vier Monate nach dem Vorfall nicht nur wissen wollen, dass Chemiewaffen eingesetzt wurden, sondern von wem.

    • arprin Says:

      @antifo:
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-bericht-giftgasspur-fuehrt-zu-assads-berg-a-922948.html

      „Der Uno-Bericht über die Giftgasattacke in Damaskus gibt einige Hinweise auf die mutmaßlichen Täter: So ist die genaue Flugbahn einiger Raketen aufgelistet, sie wurden offenbar vom Kassiun-Berg aus abgeschossen. Dort befindet sich das Hauptquartier von Assads Elite-Einheit. …
      Die Uno kommt zum Ergebnis, dass Boden-Boden-Raketen mit 140- und 330-Millimeter Durchmesser eingesetzt wurden. Solch verhältnismäßig schwere Raketen müssen von kaum übersehbaren Startrampen abgeschossen werden. Es ist bekannt, dass die syrische Armee diese Raketen in ihrem Arsenal hat. In keinem Fall konnten diese Waffen bisher in der Hand von Rebellen dokumentiert werden, obwohl viele Experten genau beobachten und auflisten, welche Waffen die Aufständischen bereits besitzen.“

      Jetzt bin ich auf die angekündigten „Beweise“ der Syrer und Russen gespannt. Bis jetzt haben sie ja nichts vorgelegt.

  8. antifo Says:

    @arprin

    Wenn es, wie Du sagst, wahrscheinlich ist, daß die „Rebellen“ Chemiewaffen eingesetzt haben, dann müßte Obama sich aber doch für eine Bestrafung dieser vom Ausland bezahlten dschihadistischen Mordbuben einsetzen. Das tut er aber nicht.

    Stattdessen startet er eine weltweite Kampagne zur Vorbereitung eines mit dem Völkerrecht unvereinbaren Krieges gegen Syrien und beruft sich dabei auf „Beweise“, die er niemandem zeigen will.

    Hier nochmal der CNN-Mitschitt der Kongress-Anhörung, in der Alan Grayson (Demokraten) die Veröffentlichung dieser „Beweise“ fordert:

    Wenn das nicht geschieht, legt das den Schluss nahe, daß Obama sich auf gefälschte Beweise beruft.

    • antifo Says:

      Ergänzung: Alan Grayson spricht von einer „Täuschung der Öffentlichkeit“ durch die Obama-Administration.

    • arprin Says:

      Wenn es, wie Du sagst, wahrscheinlich ist, daß die “Rebellen” Chemiewaffen eingesetzt haben, dann müßte Obama sich aber doch für eine Bestrafung dieser vom Ausland bezahlten dschihadistischen Mordbuben einsetzen. Das tut er aber nicht.

      Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass das Assad-Regime Chemiewaffen eingesetzt hat. Eine Bestrafung Assads ist leichter als eine Bestrafung der Rebellen. Allerdings plant man wohl schon voraus:
      http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-03/syrien-usa-drohnen

      Aber ich stimme dir zu, dass Obamas Rote-Linien-Rhetorik unsinnig ist und war. Der Komiker Jon stewart brachte das so auf den Punkt: „You can’t use chemicals to kill your own people, you have to do it organically!“

      • Nichtglauber Says:

        „Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass das Assad-Regime Chemiewaffen eingesetzt hat“ >> Mutmaßung, solange Beweise fehlen.

        „Eine Bestrafung Assads ist leichter als eine Bestrafung der Rebellen“ >> Uiuiui… welch` Frevel! Also doch grüne, gelbe und lila-Linien. Also doch abgekatertes, verlogenes, verheucheltes Spiel. Ob die amerikanische Bevöljerung da noch mitmacht?

      • arprin Says:

        Mutmaßung, solange Beweise fehlen.

        Ja, Nichtglauber, und genau deswegen sagte ich auch „sehr wahrscheinlich“ und nicht „gewiss“.

        Uiuiui… welch` Frevel! Also doch grüne, gelbe und lila-Linien. Also doch abgekatertes, verlogenes, verheucheltes Spiel.

        Nein, nur eine richtige Feststellung. Wie kommst du auf gelbe, grüne und lila Linien oder verlogen und heuchlerisch?

      • Nichtglauber Says:

        „Wie kommst du auf gelbe, grüne und lila Linien oder verlogen und heuchlerisch?“
        Na so:
        Davon ausgehend, dass die „rote Linie“ eine Grenze beschreibt, die von niemandem überschritten werden darf, bin ich Naivchen auch davon ausgegangen, dass diese „rote Linie“ niemand überschreiten darf. Aber mit niemand scheint die westliche Wertegemeinschaft, respektive ihre Führer, wohl allein Assad zu meinen. Denn wäre diese „rote Linie“ allgemeingültig, müsste sich der Zorn der westlichen Wertegemeinschaft auf den Verursacher richten, der in diesem Falle durchaus auch die Opposition sein könnte.
        In diesem Falle, müsste die Opposition, hätte sie die „rote Linie“ überschritten, eignetlich die gleichen Konsequenzen zu fürchten, wie Assad. Da aber ausnahmslos nur Assad als Adressat der Strafandrohung gilt, muss im logischen Kontext von einer „roten Linie“ ausgegangen werden, die nur für Assad gezogen wurde und von „anders-farbigen Linien“ (z.B. lila, rosa, gelb oder grün), die für den Rest gelten.
        Ergo schmilzt diese ganze moralische Kommödie wie ein Schneemann in der Sahara zusammen und so komme ich letztendlich auf diese wahnsinnig irrsinnige Einschätzung „heuchlerisch und verlogen“.

      • arprin Says:

        Ist ja toll, dass du zum 100. Mal feststellst, dass die USA heuchlerisch sind. Das ist ja deine Lieblingsbeschäftigung. Aber du machst die Sache unnötig kompliziert:

        1. Die USA gehen eben davon aus, ob zurecht oder nicht, dass nur Assad die Rote Linie überschritten hat, und somit ist ihr Verhalten in diesem Fall nicht heuchlerisch. Es wäre heuchlerisch, wenn die USA davon ausgehen würden, dass die Rebellen die Rote Linie überschritten haben und nicht darauf reagieren.

        2. Wie oft soll dir eigentlich noch die Frage offeriert werden, was du von Assads Verbrechen hältst?
        Assad holt Dschihadisten aus dem Ausland, um für ihn zu kämpfen:
        http://derstandard.at/1376534423320/Schiitischer-Jihad-in-Syrien
        Wo liegt nochmal der Unterschied zwischen diesen Dschihadisten und den Rebellen?

      • Nichtglauber Says:

        „1. Die USA gehen eben davon aus, ob zurecht oder nicht, dass nur Assad die Rote Linie überschritten hat“.

        Congratulations, That`s the point!

        Ad2). erstens off-topic (lustig, dass ich den mal bringen darf) und zweitens, da wir schon mal beim Thema sind, bereits bis zur Vergasung durchdiskutiert.

      • arprin Says:

        Congratulations, That`s the point!

        Du erkennst also an, dass die Position der USA nicht heuchlerisch ist? Ok.

        erstens off-topic

        Du sprichst von Heuchelei und ich spreche deine Heuchelei an.

        und zweitens, da wir schon mal beim Thema sind, bereits bis zur Vergasung durchdiskutiert.

        Nein, eben nicht, kein einziges Mal.

  9. antifo Says:

    Syrien: Die deutsche Verantwortung, 29.08.2013, ARD Monitor

    Eine Monitor-Reportage über die von der türkischen Regierung unterstützten Dschihadisten in Syrien

    • salamshalom Says:

      Hallo antifo.
      Danke für das Verlinken dieses Beitrages. Aber selbst ich weiß inzwischen, dass der Inhalt dieser Sendung aspach uralt ist.
      Was ich heute im Netz gefunden habe, ist diese interessante Aussage von V. Amos, dass zumindest 11 UN-Mitarbeiter bisher im Rebellengebiet ermordet wurden und einige verschwunden seien.
      http://webtv.un.org/watch/valerie-amos-ocha-on-syria-press-conference/2654042474001/
      Ok., Assad ist ein Diktator und seine Armee unterdrückt das Volk (wahrscheinlich viel wahres dran, viele andere sehen das auch anders), aber wird es verdammt noch mal nicht langsam Zeit, auch der Gegenseite jegliches Recht und Unterstützung abzusprechen?
      Unsere Parteiigkeit kann ich nicht mehr mittragen. Es muss Druck auf Assad und gleicher Druck auf die Opposition (hier fehlt mir jegliches Wissen, wer sie vertritt) ausgeübt werden, um unter UN-Schutz Wahlen abzuhalten. Und der Verlierer der Wahl samt Unterstützerländer hat das zu akzeptieren. Und über die Rolle der UN, unserer Medien und Politiker muss nochmal gesprochen werden.

      • Nichtglauber Says:

        Du meinst, über „unsere Politiker und Medien muss nochmal gesprochen werden“? GESPROCHEN?

        Lieber salamshalom,
        deine moderate Art in Ehren, aber ich glaube, es ist die Zeit gekommen, um ernstere Begriffe zu bemühen: zur Rechenschaft ziehen, Amtsenthebung, Entlassung.
        Kriegstreiberei, Volkshetze, Beihilfe zum Mord und Betrug am eigenen Volk – da muss ein wenig mehr als GESPROCHEN werden.

      • arprin Says:

        Aber wer soll das machen? Wer soll die Kriegstreiber in Syrien zur Rechenschaft ziehen? Es gibt keine Weltinstitution, die das schaffen könnte.

        Der Internationale Strafgerichtshof schafft es nichtmal, den sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir, verantwortlich für den Tod von über 1 Million Menschen in Südsudan, Darfur und den Nuba-Bergen, vor Gericht zu bringen. Er kann noch immer überall hinreisen, obwohl er seit 5 Jahren angeklagt ist. Kim Jong-Il und Suharto kamen ohne Strafe davon. Mugabe wird es auch schaffen. Dann werden es Assad, Putin, Chamenei, Nasrallah, Erdogan und Al-Thani wohl auch schaffen.

  10. besucher Says:

    Assad kann dann sagen er wurde von einem Friedensnobelpreisträger bombardiert. Sowas gab es wohl auch noch nicht.

  11. antifo Says:

    Alle, die die Situation dort verfolgen, sagen, daß nach einer militärischen Niederlage der syrischen Armee ein weiterer Krieg zwischen FSA und al-Nusra kommen würde. Um also das gewünschte Ergebnis eines Sieges der vielleicht(?) eher noch säkular orientierten Kräfte zu bekommen, müßte der Westen seine Unterstützung der FSA anschließend fortsetzen. Syrien würde also nicht von einem sondern von zwei Kriegen heimgesucht. Das ist ganz sicher nicht im Sinne der syrischen Bevölkerung. Am wahrscheinlichsten ist, daß Syrien dann von verschiedenen gegeneinander kämpfenden Milizen beherrscht würde.

    Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang übrigens auch dieser Artikel:
    http://aro1.com/fuer-angriff-auf-assad/

    Darin wird argumentiert, es sei für Israel besser, wenn al-Qaida das mit dem Iran verbündete Syrien besiegt, weil der Iran ein größeres technisches, industrielles und militärisches Potential hat. Deswegen sei es gut, wenn dieses „mehr oder weniger lose Netzwerk von sadistisch-romantischen Islamisten“ unterstützt wird. Das Schicksal der Menschen in Syrien spielt in dieser zynisch-diabolischen Kalkulation überhaupt keine Rolle …

    • arprin Says:

      Das Schicksal der Menschen in Syrien spielt in dieser zynisch-diabolischen Kalkulation überhaupt keine Rolle …

      Und wo ist der Unterschied zu deiner Haltung?

      Mal abgesehen davon, dass in dem Artikel bei aro1 nicht zur Unterstützung der Islamisten aufgerufen wird (steht ausdrücklich im letzten Absatz).

      • besucher Says:

        Man kann es sich leider nicht immer aussuchen. Natürlich würden die sunnitischen Islamisten und Terroristen von einem Angriff auf Assad profitieren.

      • arprin Says:

        Darum ging es gar nicht. Es ging darum, dass bei aro1 nicht zur Unterstützung von „sadistisch-romantischen Islamisten” aufgerufen wurde, wie antifo sagte.

  12. Bush-Hasser ist Obama-Hasser | Aron Sperber Says:

    […] hat man einen US-Präsidenten, der so schwach ist, wie man ihn sich als Anhänger des antiimperialistischen Friedenslagers immer gewünscht […]

  13. Merkels Worte – Putins Taten | Aron Sperber Says:

    […] weiß nach Syrien ganz genau, dass weder Obama noch die EU bereit wären, ihren großen Worten Taten folgen zu […]

  14. Putins Appetit | Aron Sperber Says:

    […] durchschaubare leere Drohungen machen Putin & Co. “Appetit auf mehr”, wie Putins deutsches Sprachrohr offenherzig eingestanden […]

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