Augstein will deutschen Syrien-Wahlkampf

„Insofern stellt sich die Frage nach einer Beteiligung der Bundeswehr jetzt ohnehin nicht.“ Zum Glück – hätte sie noch hinzufügen können. Merkel hätte sich bei Russen und Chinesen bedanken sollen, dass sie ihr die Arbeit der Weltpolitik abnehmen.

Denn die Frage nach Krieg und Frieden ist eine, da muss die Kanzlerin Farbe bekennen. Aber nichts liegt Angela Merkel weniger als das. Sie ist die Kanzlerin des Ungefähren. Umso mehr gehört die Frage, welche Haltung die Bundesrepublik im Syrien-Konflikt einnehmen soll, in den Wahlkampf.

(Jakob Augstein – Spiegel)

Ausländerwahlkämpfe wurden in Europa und insbesondere in Deutschland zu Recht tabuisiert, da dabei lediglich Ressentiments geschürt werden.

Der Syrien-Wahlkampf, den sich Augstein wünscht, bestünde ebenfalls genau im Schüren von Ressentiments.

Augstein geht es nicht um Lösungen für Syrien, sondern um die Mobilisierung antiamerikanischer (und wenn es sein muss auch antisemitischer) Gefühle im deutschen Wahlkampf.

Als linker Gutmensch fordert Augstein von Deutschland auch außerhalb des Wahlkampfes, Themen wie Migration und Islam im Lichte bzw. Schatten seiner besonderen Geschichte zu behandeln.

Die besondere Geschichte hindert ihn jedoch selbst nicht daran, wesentliche Teile der Nazi-Ideologie zu übernehmen.

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4 Antworten to “Augstein will deutschen Syrien-Wahlkampf”

  1. Frager Says:

    Es ist doch sehr beruhigend, dass es noch verantwortungsvolle wahre Demokraten wie Sie gibt, die verhindern das Pseudodemokraten ihre populistischen Anliegen in den politischen Diskurs einbringen. Man stelle sich vor es käme soweit, dass der Demos die Möglichkeit hätte sich zwischen konkurrierenden politischen Möglichkeiten zu entscheiden, da könnte es am Ende glatt dazu kommen, dass die politischen Entscheidungen die Meinung des Pöbels abbilden.

    • aron2201sperber Says:

      Es ist doch sehr beruhigend, dass es noch verantwortungsvolle wahre Demokraten wie Sie gibt, die verhindern das Pseudodemokraten ihre populistischen Anliegen in den politischen Diskurs einbringen.

      was „Pseudodemokraten“ mit der Demokratie anstellen, wenn sie durch erfolgreiche Wahlen an die Macht kommen, hat man früher einmal in Deutschland gesehen und man kann es heute in der islamischen Welt beobachten, wo Erdogan vorgemacht hat, wie man den Demokratie-Zug nehmen kann, um ein islamistisches System zu errichten.

      Man stelle sich vor es käme soweit,dass der Demos die Möglichkeit hätte sich zwischen konkurrierenden politischen Möglichkeiten zu entscheiden

      der Demos kann Probleme wie ungeregelte Zuwanderung auch innerhalb eines aufgeklärt-demokratischen Systems mit Grundrechten lösen, auch wenn irgendwelche Radikalinskis suggerieren dies besser als die westliche Demokratie zu können.

  2. Moralist und Putinversteher | Aron Sperber Says:

    […] hätte sich Augstein für Deutschland einen Syrien-Wahlkampf […]

  3. Außenpolitik für Prinz Augstein | Aron Sperber Says:

    […] hätte sich Augstein für Deutschland einen Syrien-Wahlkampf […]

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