Der Weihnachtsmann und der Grinch

Wo Rohani wirbt, predigt Netanjahu. Er, ein israelischer Premier, glaubt die Iraner daran erinnern zu müssen, was an ihrem politischen System alles auszusetzen sei – die undemokratischen Wahlen, die Unfreiheit, die grausame Unterdrückung der Proteste 2009. Und dann passiert es.

„Das iranische Volk würde Blue Jeans tragen“

„Ich glaube, wenn es nach dem Willen des iranischen Volkes gehen würde, würden sie Blue Jeans tragen, sie hätten westliche Musik und freie Wahlen“, sagt der israelische Premierminister. Der fatale Satz ist hier zu sehen.

(Spiegel)

Der Iran liegt zwar wie Japan in einem Erdbebengebiet und der Iran ist im Gegensatz zu Japan und Deutschland auf Atomenergie absolut nicht angewiesen, trotzdem glauben die größten Atomhysteriker der Welt dem iranischen Weihnachtsmann, wenn er für die Friedlichkeit des iranischen Atomprogramms wirbt.

Der israelische Grinch, der mit seinen Predigten das friedliche Weihnachtsfest verderben will, bekommt hingegen sein Fett ab.

Die deutschen Iran-Friedens-Experten hatten gegen die Sanktionen gewettert, deren Wirkungslosigkeit sie prophezeiten.

Die Werbeoffensive des Mullah-Regimes, um die Sanktionen loszuwerden, beweist wohl eher das Gegenteil.

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6 Antworten to “Der Weihnachtsmann und der Grinch”

  1. arprin Says:

    Wenn das so weiter geht, könnte es wohl passieren, dass Rohani und Obama zum Zweiten den Friedensnobelpreis bekommen.

    • aron2201sperber Says:

      ElBaradei hatte ja auch schon für seine Verdienste um das iranische Atomprogramm den Friedenspreis erhalten:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/11/09/frieden-fur-den-bombenbau/

      der Tschetschenien und Georgien-Befrieder Putin wurde angeblich auch vorgeschlagen.

      allerdings darf sich Putin keine allzu hohen Chancen ausrechnen:

      der Friedesnobelpreis scheint allerdings für Anhänger der Friedensreligion vorreserviert zu sein:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2011/10/08/der-einzig-faire-nobelpreis/

      …so als Quotenplatz, wenn es in den anderen Disziplinen wieder mal nicht gereicht hat.

      der geeignetere Nobelpreis für Sowjet-Nostalgiker wie Putin wäre eindeutig der Literaturnobelpreis (Fo, Jelinek, Pinter etc.)

      • arprin Says:

        Falls Malala den Preis bekommt, wäre es aber immerhin für eine gute Sache: Bildung für Kinder.

        Man kann über ihre Ansichten zur Friedfertigkeit des Islams und über Verhandlungen mit den Taliban anderer Meinung sein, aber es schmälert ihre Verdienste nicht.

        Ansonsten wäre auch Paolo Dall’Oglio eine gute Wahl.

      • aron2201sperber Says:

        Man kann über ihre Ansichten zur Friedfertigkeit des Islams und über Verhandlungen mit den Taliban anderer Meinung sein, aber es schmälert ihre Verdienste nicht.

        kannte diese Aussagen von ihr gar nicht.

        das macht sie mir nicht gerade sympathischer.

        aber mir sind schließlich auch nur wenige Gewinner des Friedensnobelpreis sympathisch 😉

  2. aron2201sperber Says:

    ginge es beim iranischen Atomprogramm tatsächlich nur um Stromgewinnung, würde man wie üblich Theater machen.

    solange es jedoch darum geht, dass sich ein armes vom US-Imperialismus (zu dem auch Israel seit 68 mitgerechnet wird) durch eine Bombe schützen muss, ist alles cool.

  3. carlos Says:

    Die Bombe wird dem Iran nichts nützen da sie über dem Irak abgeschossen werden wird falls sie es nicht schon vorher von selbst macht.

    Wer nicht mal genug Benzin herstellen kann sollte sich den ABu noch mal überlegen.

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