EU-Kommissare halten England für „gemein“

Großbritanniens Premierminister David Cameron will den Zugang zum Sozialsystem für EU-Ausländer stark einschränken. So soll es für Neuankömmlinge keine Arbeitslosenunterstützung oder Wohnzuschüsse geben, obdachlose Ausländer sollen ausgewiesen werden. Cameron reagierte damit vor allem auf den politischen Druck der populistischen Partei UKIP, die in Umfragen den Torys zusetzt. Zudem machen Boulevardmedien gegen die Arbeitsmarktöffnung für Rumänen und Bulgaren Stimmung.

Harsche Kritik an Cameron kam von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor: Großbritannien riskiere, als „gemeines“ Land angesehen zu werden. Der EU-Kommissar meinte zudem, der britischen Bevölkerungen würden einige Fakten vorenthalten, etwa die EU-Regeln, die einen „Sozialleistungstourismus“ ohnehin unterbinden sollen.

Wie zuverlässig die Regeln gegen den „Sozialleistungstourismus“ (den es aufgrund der tollen EU-Regeln angeblich gar nicht geben dürfte) tatsächlich sind, hat neulich ein deutsches Gericht gezeigt.

Erst leugnet man, dass es so etwas wie „Sozialleistungstourismus“ geben könne (so etwas zu unterstellen, wäre ja schließlich gemein).

Nachher müsse man sich, wenn es die Justiz so wolle, eben ins Unvermeidliche fügen.

Zum Unvermeidlichen gehört es allerdings auch, dass die gemeinen Wähler jener Form von EU-Politik immer öfter eine Absage erteilen werden.

Die Andors und Redings brauchen sich nicht zu wundern, wenn sie bald selbst von wesentlich gemeineren Politikern als Cameron ersetzt werden.

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7 Antworten to “EU-Kommissare halten England für „gemein“”

  1. Isabelle C Walker Says:

    Guten Tag, Herr Sperber,
    Ich bin auf Ihren Blog gestossen, auf meiner Suche nach der Vergangenheit von Peter Scholl-Latour. Woche für Woche schreibt dieser Verrückte Beiträge unter anderem für die Schweizer Illustrierte, die alle in irgend einer Form auf Israel abzielen. Auch ich frage mich, ob wir die ganze Wahrheit über diesen Mann wissen.
    Gerne verfolge ich Ihre Blogs zu diesem Thema ab jetzt.
    Besten Dank
    I.W.

  2. aron2201sperber Says:

    Reding spuckt weiterhin große Töne:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/cameron-plan-reding-legt-grossbritannien-eu-austritt-nahe-a-936276.html

    würde Cameron ihrer großspurigen Aufforderung tatsächlich nachkommen, würden wohl auch sämtliche anderen Nettozahler ebenfalls da sinkende Schiff verlassen.

    Reding symbolisiert für mich die Verantwortungslosigkeit der Kapitäne des Superfrachters EU.

  3. “Fuck the EU” | Aron Sperber Says:

    […] Mehrheit der Europäer will Wohlstand, geschützte Außengrenzen und keinen Sozialtourismus innerhalb der […]

  4. Neo-Realismus bei Frankreichs Linken | Aron Sperber Says:

    […] EU-Kommissare können es sich hingegen erlauben, die Realität weiter zu ignorieren, zumal sie sich keiner Wahl stellen müssen. […]

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