Archive for November 2013

„Man kann es aber auch nicht ausschließen“

November 7, 2013

Arafat wurde mit Polonium vergiftet

Die Mediziner, zu denen auch ein russisches und ein französisches Team gehörten, sind „zu 83 Prozent sicher“, dass Arafat mit Polonium vergiftet wurde, berichtete am Mittwochabend der Sender Al Jazeera.

Dave Barclay, ein renommierter britischer Forensiker und früherer Polizeibeamter, ist mit diesen Ergebnissen überzeugt, dass Arafat ermordet wurde: „Wir haben den rauchenden Colt gefunden, der seinen Tod verursacht hat. Was wir nicht wissen, ist, wer ihn damals in der Hand gehalten hat.“

(Kurier)

Nachdem gestern sämtliche Qualitätsmedien jene Al Jazeera-Produktion zunächst völlig kritiklos übernommen hatten, ist man mittlerweile etwas vorsichtiger geworden:

Auch nach einer intensiven Untersuchung der sterblichen Überreste von Jassir Arafat durch das Institut für Radiophysik der Uniklinik von Lausanne (CHUV) ist nicht klar, ob der damalige Palästinenserpräsident 2004 durch das Gift Polonium getötet wurde. „Man kann nicht sagen, dass das Polonium die Todesursache war“, sagte der Chef der Strahlenphysik, François Bochud, in Lausanne.

„Man kann es aber auch nicht ausschließen“

http://www.tagesschau.de/ausland/arafat214.html

Tatsächlich wurde in Arafats Überresten von den Schweizern – wie zuvor von den Russen – kein Polonium-210, sondern lediglich Blei-210 gefunden.

Doch statt den Bericht der Experten selbst zu lesen, vertraute man lieber der Textinterpretation von irgendeinem von Al Jazeera präsentierten „Experten“ (von dem zuvor garantiert noch nie jemand gehört hatte).

Deutsches Asyl für Snowden?

November 3, 2013

Ströbele hatte schon als RAF-Anwalt versucht, den Deutschen einzureden, dass es sich bei den RAF-Verbrechern um politische Gefangene handle.

Die RAF-Verbrecher standen jedoch nicht wegen ihren politischen Ansichten vor Gericht, sondern weil sie im Namen ihrer politischen Ansichten gewöhnliche Verbrechen verübt hatten.

Heute will Ströbele einen nach Russland übergelaufenen amerikanischen Geheimdienstler als politischen Flüchtling verkaufen.

Auch wenn es in Europa auf einen Asylbetrüger mehr oder weniger wohl nicht groß ankommt, handelt es sich bei Snowden um keinen politischen Flüchtling im Sinne der Genfer Flüchtlingskonvention.

Snowden wird von den USA nicht wegen seines politischen Engagements verfolgt, sondern weil er besonders sensible Daten vom Nachrichtendienst gestohlen und zur Konkurrenz gebracht hat, was in jedem anderen Land der Welt ebenfalls zu Strafverfolgung führen würde (vielleicht abgesehen von Ländern wie Österreich, die sich die Landesverteidigung ohnehin von anderen abnehmen lassen).

Wie es einem russischen Snowden ergehen würde, kann man sich leicht ausmalen: Litwinenko hatte nichts gestohlen, und trotzdem ließ Putin den „Verräter“ auf besonders grausame Weise ermorden.

Wir Europäer reißen uns natürlich darum, Snowden Asyl zu gewähren, da wir schon darauf konditioniert sind, kriminelle Asylbetrüger aufzunehmen, und im Gegensatz zu Putin stellen wir an unsere Schützlinge selbstverständlich keinerlei Forderungen oder gar Bedingungen.

Linker ORF kennt ausschließlich rechte Gefahr

November 1, 2013

Wenn Rechtsradikale gerade einen Linksradikalen ermordet haben, ist es nachvollziehbar, dass europäische Medien vor der rechten Gefahr in Griechenland warnen.

Vom linken ORF wird jedoch auch dann ausschließlich auf die Sünden der Rechtsradikalen hingewiesen, wenn es sich dabei gerade um die Opfer und nicht um die Täter handelt:

Die Partei Goldene Morgenröte bestätigte auf ihrer Internetseite, dass zwei Griechen vor den Büros der Partei getötet worden seien. Ein Dritter sei schwer verletzt worden. „Sie waren Mitglieder der Partei“

Die Täter hätten mit einer Kalaschnikow geschossen, berichteten Augenzeugen.

Gegen sechs Abgeordnete der rechtsextremen Partei laufen seit September Ermittlungen wegen Bildung einer „kriminellen Organisation“. Auslöser des Vorgehens der Justiz gegen die Partei war ein tödlicher Angriff auf einen linken Musiker durch einen Anhänger der Partei am 18. September. Bereits zuvor waren den Mitgliedern und Sympathisanten der Partei zahlreiche Gewalttaten gegen Einwanderer, Minderheiten und politische Gegner vorgeworfen worden.

(ORF)

Als griechische Anarchos eine Bank niedergebrannt hatten, wobei drei Menschen ums Leben kamen, hatte der ORF ebenfalls versucht, die Verantwortung der Linken für jene Tat abzustreiten.

Drohnen statt Bombenteppiche

November 1, 2013

Der Chef der pakistanischen Taliban, Hakimullah Mehsud, ist nach offiziellen Angaben aus Pakistan bei einem US-Drohnenangriff getötet worden. Das teilten Sprecher sowohl des pakistanischen Militärs als auch der Taliban am Freitagabend mit.

Das unbemannte Flugzeug habe heute zwei Raketen auf ein Fahrzeug abgefeuert, das in einer Anlage in Nordwaziristan nahe der afghanischen Grenze gestanden sei, sagten zwei Sicherheitsvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Dabei sollen neben Mehsud drei weitere Taliban ums Leben gekommen sein. Die notorisch unruhige Region gilt als Hochburg der Radikalislamisten und Verbündeten des Terrornetzwerks Al-Kaida.

Pakistans Premierminister Nawaz Sharif ist nicht fähig und nicht willens, die Taliban aus ihrem pakistanischen Rückzugsgebiet, von dem aus sie Afghanistan destabilisieren, zu vertreiben.

Würde Herr Sharif gegen die Taliban vorgehen, wäre Obama nicht gezwungen, im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet den Sheriff zu spielen.

Ohne die neue Drohnen-Technologie wären die USA gezwungen, bei der Bekämpfung der Taliban für die pakistanische Zivilbevölkerung wesentlich verlustreichere konventionelle Bombardements einzusetzen.

Menschenrechts-Organisationen wie Amnesty fällt zu echten Problemen für die Menschenrechte wie der Ausbreitung der Taliban-Barbarei in Afghanistan oder dem Bürgerkrieg in Syrien außer maßlosen Asyl-Forderungen an die EU wenig ein.

Wenn es darum geht, die USA für ihren Kampf gegen den Taliban-Terror oder die „Islamfeindlichkeit“ der EU anzuprangern, ist man hingegen stets zur Stelle.