Was Ägypten von Assad gelernt hat

Nach der Einstufung der ägyptischen Muslimbruderschaft als Terrororganisation sind die Sicherheitskräfte gestern hart gegen landesweite islamistische Proteste vorgegangen. Bei Zusammenstößen zwischen Anhängern der Organisation und ihren Gegnern seien vier Menschen getötet worden, teilte das Innenministerium mit. 265 Demonstranten seien festgenommen worden.

Falls die neue ägyptische Führung vorhaben sollte, gegen ihre Gegner scharf vorzugehen (was angesichts der Mehrheitsverhältnisse im Land wohl unausweichlich ist), empfehle ich ihr dringend, vorher ein paar antiamerikanische Sprüche loszulassen.

Die USA würde sich unter Obama ohnehin auf keiner Seite einmischen und durch herzhaften Antiamerikanismus könnte man immerhin das Wohlwollen der antiimperialistischen Welt gewinnen.

Als antiimperialistische Kraft wäre es selbstverständlich legitim, alle Gegner der eigenen Regimes als Terroristen zu etikettieren und zu bekämpfen.

Würde man dann auch noch dem Menschenrechts-Helden Snowden Asyl anbieten, könnte man selbst so viele Menschenrechte brechen wie man will, ohne dem Tadel der kritischen Intelligenzija ausgesetzt zu sein.

Dass man keine Wahlen veranstalten muss, um als guter „Führer“ zu gelten, konnte Ägyptens Armee von Assad lernen.

Man muss sich dafür nur die richtigen Verbündeten aussuchen.

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73 Antworten to “Was Ägypten von Assad gelernt hat”

  1. antifo Says:

    Seit dem Sturz von Mursi hat Ägypten ohnehin wieder recht gute Kontakte zu Syrien. Daß Ägypten von den USA enttäuscht ist, liegt vor allem an dem Schlingerkurs, den die USA unter Obama in Ägypten verfolgt haben. Niemand kann schlüssig erklären, was die USA mit ihren Einmischungen in Ägypten eigentlich erreichen wollten. Den Ägyptern stellt sich die amerikanische „Demokratisierungspolitik“ als ziellose Destabilisierungspolitik dar. Das hat zu einer Entfremdung gegenüber den USA geführt.

    Es ist eine Illusion zu glauben, daß es automatisch zu Demokratie führen würde, wenn man die Opposition immer gegen die jeweilige Regierung unterstützt und so permanent Umstürze fördert. In Russland hat man begriffen, daß mit solchen Einmischungen nur Chaos und Bürgerkrieg gesäht wird.

    Die USA vergessen, daß es in den westlichen Staaten viele Jahrhunderte gedauert hat, bis sich bei allen(!) maßgeblichen politischen Kräfte ein demokratisches Bewußtsein entwickelt hat. Dieser Prozess wurde nicht etwa von Außen befeuert, er hat sich selbst entwickelt. Zu Recht wird dabei auf den Anteil des Protestantismus als einer geistigen Triebkraft verwiesen.

    Von den islamischen Staaten kann heute der Iran am ehesten eine ähnliche Entwicklung vorweisen. Die Demokratie ist dort zwar noch unvollständig, aber es ist ein eigenständiger, nicht von Außen getriebener Prozess.

    • aron2201sperber Says:

      welche Einmischungen der USA soll es in Ägypten gegeben haben?

    • arprin Says:

      Den Ägyptern stellt sich die amerikanische “Demokratisierungspolitik” als ziellose Destabilisierungspolitik dar.

      Du glaubst wirklich, die USA haben Mubaraks Sturz beschlossen? Warum hätten sie das tun sollen? Mubarak war ein Verbündeter der USA. Es war das ägyptische Volk, das Mubarak gestürzt hat, die USA hatten nichts damit zu tun und haben auch nicht davon profitiert.

      Es ist eine Illusion zu glauben, daß es automatisch zu Demokratie führen würde, wenn man die Opposition immer gegen die jeweilige Regierung unterstützt und so permanent Umstürze fördert. In Russland hat man begriffen, daß mit solchen Einmischungen nur Chaos und Bürgerkrieg gesäht wird.

      Richtig sollte es heißen: Es ist eine Illusion zu glauben, daß es automatisch zu „Stabilität“ führen würde, wenn man die jeweilige Regierung immer gegen die Opposition unterstützt und so permanent Umstürze gewaltsam niederschlägt. In Russland hat man nicht begriffen, daß mit solchen Einmischungen nur Chaos und Bürgerkrieg gesäht wird.
      Es ist irrsinnig, immer pauschal die jewilige Regierung oder die Opposition als die „Guten“ darzustellen. Es geht darum, welche Ziele sie verfolgen und welche Mittel sie dafür einsetzen. Manchmal ist die Regierung weniger schlimm, manchmal die Opposition. In Syrien ist die moderate Opposition leider duch Assad und die Islamisten völlig marginalisiert worden.
      Der Westen hat im Nahen Osten sicher viele Fehler gemacht, aber Russlands Weste ist alles andere als sauber. Siehe die sowjetische/russische Unterstützung für Nasser, Gaddafi, Hafiz al-Assad, Saddam Hussein, die afghanischen Kommunisten und nun Bashar al-Assad. Kein fremdes Land hat im Nahen Osten so viel Chaos angerichtet.

      Von den islamischen Staaten kann heute der Iran am ehesten eine ähnliche Entwicklung vorweisen. Die Demokratie ist dort zwar noch unvollständig, aber es ist ein eigenständiger, nicht von Außen getriebener Prozess.

      Was ist mit „Demokratie“ gemeint? Die Pseudo-Wahlen? Die gibt es auch in Kuwait und Bahrain. Und warum macht es ein Unterschied, ob die Demokratie von außen oder innen kommt? Deutschland bekam seine Demokratie von außen. Klar, das Volk muss natürlich auch bereit sein, aber dann spielt es keine Rolle, ob es von Innen oder Außen kommt.

      • antifo Says:

        Du glaubst wirklich, die USA haben Mubaraks Sturz beschlossen?

        Nirgendwo schrieb ich, daß ich das glaube. Wenn ich von amerikanischer Demokratisierungspolitik spreche, dann meine ich vom US-Bundeshaushalt finanzierte Stiftungen wie das National Endowment for Democracy (NED) und die auf eine Demokratisierung des Mittleren Ostens abzielende Außenpolitik der Amerikaner. Angesichts dieser Zielstellung erschien es ab einem bestimmten Zeitpunkt als richtig, daß Obama Mubarak mehrfach öffentlich zum Rücktritt aufforderte, sich somit in die Politik Ägyptens einmischte und sich gegen einen langjährigen Verbündeten stellte.

        Wenn Mubaraks Sturz unvermeidlich war, dann hätte Obama das nicht tun müssen. Die „Demokratisierung“ hätte auch so ihren Lauf genommen. Die Einmischung hätte nichts bewirkt, die amerikanischen Steuergelder für derartige Stiftungen wären umsonst ausgegeben worden und Ägypten hätte auch keine 19 für das NED tätige US-Bürger des Landes verweisen müssen:

        http://www.peoplesworld.org/egypt-blocks-national-endowment-for-democracy/

      • arprin Says:

        Wenn Mubaraks Sturz unvermeidlich war, dann hätte Obama das nicht tun müssen.

        Das ist doch albern. Der Sturz Mubaraks war möglich, weil sich der Militärrat aufgrund der Millionenproteste und mehr als 800 Toten dazu entschlossen hatte, Mubarak abzusetzen. Obamas Sätze hatten doch nicht die entscheidende Rolle gespielt. Und was soll das NED mit Ägypten zu tun haben? Denkst du, dass die Mehrheit der ägyptischen Demonstranten nicht wegen Armut, Arbeitslosigkeit, Korruption und Folter demonstrierte, sondern weil das NED Broschüren verteilte?

        Ich finde es auch immer wieder unterhaltsam, was als „Einmischung“ durchgeht. Wenn Obama seine Meinung zu etwas sagt, war es sofort „Einmischung“, wenn eine Pro-Demokratie-Stiftung finanziert wird, ist es „Einmischung“. Aber wenn Putin Panzer und Helikopter an Assad liefert, wird das plötzlich nicht als Einmischung gewertet.

        Wenn Assads Verbleib unvermeidlich war, dann hätte Putin das nicht tun müssen. Die “Stabilisierung” hätte auch so ihren Lauf genommen. Die Einmischung hätte nichts bewirkt, die russischen Steuergelder für derartige Waffenlieferungen wären umsonst ausgegeben worden und Russland hätte auch keine oppositionsnahe Russen evakuieren müssen:

        http://de.ria.ru/politics/20121213/265138393.html

      • aron2201sperber Says:

        eine Demokratisierung und Durchsetzung von Menschenrechten sollte wohl überall das Ziel sein, weswegen es richtig ist, auch durch Institute etc. aktiv darauf hinzuarbeiten.

        Obwohl Russland heute eine Demokratie ist, setzt Putin die Außenpolitik der alten Sowjet-Diktatur fort:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/10/04/russland-oder-putins-interessen/

        warum ich in Ägypten den Sturz Mubaraks (im Gegensatz zu gewissen Assad-Fans) nicht bejubelt hatte, lag daran, dass zur Demokratie mehr als Wahlen gehören:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/05/23/elsasser-und-der-gute-fuhrer/

        wenn nämlich Antidemokarten wie Islamisten, Nazis oder Kommunisten die Wahlen gewinnen, schaffen sie als erstes die Demokratie und die Grundrechte wieder ab.

        oder bedienen sich zumindest wie Putin der alten Diktatur-Methoden um ihre Gegner auszuschalten.

      • Nichtglauber Says:

        @arprin

        Stop, euer Ehren, aber hier muß ich insistieren…
        „Wenn Assads Verbleib unvermeidlich war, dann hätte Putin das nicht tun müssen. Die “Stabilisierung” hätte auch so ihren Lauf genommen. Die Einmischung hätte nichts bewirkt, die russischen Steuergelder für derartige Waffenlieferungen wären umsonst ausgegeben worden…“
        Was für ein komprimierter Blödsinn.
        Hätte es seitens folgender Parteien ( USA, Israel, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Qatar, Saudiarabien, Türkei) keine EINMISCHUNG gegeben, gäbe es kein internationales Söldnertreffen in Syrien und die Syrer hätten noch ihr Leben und ihre Häuser.
        Während die einen großzügig Rebellen (alias Islamisten, Söldner, Terroristen) unterstützten, verfolgten die Russen und die Iraner lediglich das Einhalten international gültiger Verträge, auch auf dem Gebiet der Waffentechnologie. Dieses soll, so munkelt man, souveränen Staaten erlaubt sein…

      • arprin Says:

        Na toll, die Nichtglauber-freie Zeit ist vorbei … wie furchtbar schade.

        Zum 780.000.000 Mal:
        – Es gab keine militärische Einmischung von den USA, Israel, Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Wie kommst du nur auf so einen Unsinn?
        – Saudi-Arabien, Katar und die Türkei haben in der Tat Waffen geliefert, aber keinesfalls so viel wie Putin und der Iran (die Rebellen haben keine Panzer oder Luftabwehrraketen).
        – Die Syrer hätten heute noch ihr Leben und ihre Häuser, wenn Assads Soldaten nicht mit brutaler Gewalt auf friedliche Demonstranten reagiert hätten und Hunderttausende Syrer gefoltert, vergewaltigt und ermordet hätten, was du komplett ignorierst.
        – Es ist sowas von egal, was das Völkerrecht sagt oder nicht: Waffenlieferungen an massenmordende Diktatoren sind immer falsch! (und Beihilfe zu Massenmord). Sollten saudische Waffen eines Tages zum Massenmord eingesetzt werden, würde Deutschland auch eine Mitschuld dafür tragen, völlig egal, ob die Panzerlieferungen legal waren oder nicht.
        – Ich habe nicht das Gefühl, dass du jemals neue Argumente bringen wirst als dein ewig gleicher komprimierter Blödsinn.

      • Nichtglauber Says:

        „Ich habe nicht das Gefühl, dass du jemals neue Argumente bringen wirst als dein ewig gleicher komprimierter Blödsinn“

        DITO… daher brauchts mich, um so ein wenig Gegengewichtsblödsinn zu liefern, denn sonst erzählst du doch nur noch kappes!

      • Nichtglauber Says:

        Ach, das hätte ich glatt vergessen:
        https://www.adoptrevolution.org/der-aufstand-ist-gescheitert/
        Habe ich dir doch vor Jahren schon versprochen…

      • arprin Says:

        DITO… daher brauchts mich, um so ein wenig Gegengewichtsblödsinn zu liefern, denn sonst erzählst du doch nur noch kappes!

        Wäre ein „agree to disagree“ nicht viel besser, als zum 1000. Mal dieselbe Diskussion zu führen?

        Ach, das hätte ich glatt vergessen:
        https://www.adoptrevolution.org/der-aufstand-ist-gescheitert/
        Habe ich dir doch vor Jahren schon versprochen…

        Ich bin absolut schockiert und entsetzt, dass du diesen Artikel offenbar als Widerspruch zu meinen Ansichten siehst. Kannst du mir auch nur einen einzigen Satz nennen, der in irgendeinerweise einer Ansicht von mir widerspricht?

        Der Artikel sagt:
        – Die syrische Protestbewegung vereinte anfänglich alle Ethnien, Konfessionen und Geschlechter und wollte mehr Freiheit für die Syrer erreichen.
        – Der Massenmord des syrischen Regimes versetzte der Bewegung schwere Rückschläge, es begann die Radikalisierung, die man nun besichtigen kann.

        Das sagen Aron und ich und so gut wie alle, die gegen Assad sind, schon seit Jahren. So gut wie alles in dem Artikel widerspricht dagegen DEINEN Ansichten.
        Wie kannst du also in dem Artikel ein Widerspruch zu meinen Ansichten sehen?!! Oder hast du wie üblich nur die Überschrift gelesen „Der Aufstand ist gescheitert“ und dann ohne dein Gehirn einzuschalten gedacht: „Das muss ich posten!“?

      • Nichtglauber Says:

        Ooch arprin, jetzt muss erst mal nachfragen:
        Hast du den Zusammenhand wirklich (harmlos) missverstanden (was ich kaum glauben kann), oder gehört (absichtliches) Missverstehen zu deiner taktischen verbalen Gefechtsführung?

        Ich postete den Link – erstens – aus einem deiner favorisierten Bezugsquellen, um von vorneherein die ewig nervige Diskussionen über „meine Quelle/deine Quelle“ erst gar nicht aufkommen zu lassen.
        Ich postete den Link – zweitens – nicht, weil ich mit dem Inhalt konform gehe, nichts bei aaR hat mich je inhaltlich überzeugt, oder weil ich Vergleiche eurer Meinungen betreiben wollte, sondern – dittens – um dir zu zeigen, dass selbst dein Medium den Kampf für gescheitert erklärt hat.
        Dieses – viertens – habe ich dir anfang 2012 in deinem Blog versprochen. Denn:
        wo kein VOLK für einen Aufstand, da auch kein Sieg für den Aufstand.

        Kommen jetzt, wie schriebest du doch so schön, deine ewig gleichen Argumente zum 780.000.000 mal, die Amis und die Europäer haben versagt, weil sie nicht frühzeitig die gemäßigte Opposition unterstützt hätten etc. pp., so stellt sich die Frage, wie konnten die Oppositionellen gegen den pösen Diktator Assad und seinen mörderischen Schergen mobil machen und das Volk (angeblich) hinter sich bringen, um dann gegen Islamisten (Ausländer) zu kuschen und die demokratischen Schwänze einzuziehen? Wo blieb das „aufständiscshe Volk“? Wo blieb der Kampf gegen die Invasoren? Ach ja, ich vergaß! Mit denen verbündete man sich „brüderlich“ (Asa`ad), zumindest so lange, wie sie „heldenhaft“ (Idris) noch gemeinsam gegen den Teufel Assad kämpften. Da waren deren Methoden und mörderischen Aktionen noch so patent. Dann aber, (sehr) blöderweise, wendeten sich diese Brüder gegen die „liberale Opposition“ – und schwupp, wars das mit dem Aufstand. Bravo!

        Die SAA zumindest kämpft von anfang an konsequent gegen jeden Feind des syrischen Volkes. Da weiß man, was man hat.

      • arprin Says:

        Dieses – viertens – habe ich dir anfang 2012 in deinem Blog versprochen.

        Hast du natürlich nicht (wenn doch, bitte ich um einen Link zu deiner Prophezeiung als Beweis) und außerdem wusste ich selbst, dass die Opposition keine Chance hat, wenn sie nicht an schwere Waffen kommt. Dazu muss man kein Hellseher sein.

        Denn:
        wo kein VOLK für einen Aufstand, da auch kein Sieg für den Aufstand.

        Ja, genau: Die Inder wollten die britische Kolonialherrschaft, deshalb konnten die Briten 100 Jahre in Indien regieren. Die Inkas wollten die spanische Herrschaft, deshalb konnten sie 300 Jahre lang in Südamerika herrschen. Die Russen und Ukrainer wollten den Kommunismus, deshalb konnte er dort 70 Jahre herrschen. Die Nordkoreaner wollen Kim Jong-Un, deshalb kann er dort herrschen. Und die Syrer wollen natürlich Assad, deshalb kann er dort herrschen. Es hat nichts mit militärischer Überlegenheit und Unterdrückung durch Gewalt zu tun, nein, es ist so, weil das Volk die Herrscher will.

        so stellt sich die Frage, wie konnten die Oppositionellen gegen den pösen Diktator Assad und seinen mörderischen Schergen mobil machen und das Volk (angeblich) hinter sich bringen

        Nicht, dass ich das nicht schon ENDLOSE Male gesagt hätte, aber: Ich habe nie behauptet, dass die Mehrheit der Syrer den Aufstand begrüßt, ich sagte: Ich weiß es nicht. Du kannst ebensowenig wissen, wie viele der Syrer hinter Assad steht. Es gibt keine Massenumfragen und du kannst auch nicht die Gedanken von 23 Millionen Syrern lesen. Auch wenn du es anders sehen magst: Du bist NICHT allwissend, Nichtglauber.

        um dann gegen Islamisten (Ausländer) zu kuschen und die demokratischen Schwänze einzuziehen? Wo blieb das “aufständiscshe Volk”? Wo blieb der Kampf gegen die Invasoren?

        Mit welchen Waffen hätten die Bürger gegen die Islamisten kämpfen können? In Syrien hat das Regime das Waffenmonopol und die Golfer unterstützen die Islamisten.

        Die SAA zumindest kämpft von anfang an konsequent gegen jeden Feind des syrischen Volkes. Da weiß man, was man hat.

        Die SAA kämpft gegen das syrische Volk. Es gibt keine andere Organisation, die so viele Syrer getötet hat wie die SAA. Hier ein paar Videos der genozidalen Kampagne von Assads Truppen:
        http://racanarchy.com/2013/05/15/10-things-worse-than-eating-a-dead-mans-heart/
        Das sind die Mörder des syrischen Volkes, die du unterstützt, Nichtglauber. Es fällt schwer, alles zu ertragen.

      • Nichtglauber Says:

        – „Hast du natürlich nicht (wenn doch, bitte ich um einen Link zu deiner Prophezeiung als Beweis) und außerdem wusste ich selbst, dass die Opposition keine Chance hat, wenn sie nicht an schwere Waffen kommt. Dazu muss man kein Hellseher sein.“
        Wie du sicher weißt, besuche ich aus uns beiden bekannten Gründen dein Blog schon länger nicht mehr. Dieser Grund hat auch mit meiner “ Assadfanboy-Einstellung“ zu tun. Und die hatte ich seit meinem ersten Besuch bei dir.

        -„Ja, genau: Die Inder wollten die britische Kolonialherrschaft, deshalb konnten die Briten 100 Jahre in Indien regieren. Die Inkas wollten die spanische Herrschaft, deshalb konnten sie 300 Jahre lang in Südamerika herrschen. Die Russen und Ukrainer wollten den Kommunismus, deshalb konnte er dort 70 Jahre herrschen. Die Nordkoreaner wollen Kim Jong-Un, deshalb kann er dort herrschen. Und die Syrer wollen natürlich Assad, deshalb kann er dort herrschen. Es hat nichts mit militärischer Überlegenheit und Unterdrückung durch Gewalt zu tun, nein, es ist so, weil das Volk die Herrscher will.
        Eher ein missratener Vergleich. Erstens sind wir gerade in Syrien, zweitens im Jahre 2014 und drittens muckte ja, in deiner Lesart, das „syrische Volk“ auf, also…

        -„Nicht, dass ich das nicht schon ENDLOSE Male gesagt hätte, aber: Ich habe nie behauptet, dass die Mehrheit der Syrer den Aufstand begrüßt, ich sagte: Ich weiß es nicht. Du kannst ebensowenig wissen, wie viele der Syrer hinter Assad steht. Es gibt keine Massenumfragen und du kannst auch nicht die Gedanken von 23 Millionen Syrern lesen. Auch wenn du es anders sehen magst: Du bist NICHT allwissend, Nichtglauber.“
        arprin, ich denke, so langsam könntest du es dir ein wenig eingestehen, dass bei weitem nicht die Mehrheit des syrischen Volkes hinter des „Aufstandes“ steht, oder besser, stand. Denn: wo ist der Aufstand jetzt? Das Volk ist ja noch da!

        -„Mit welchen Waffen hätten die Bürger gegen die Islamisten kämpfen können? In Syrien hat das Regime das Waffenmonopol und die Golfer unterstützen die Islamisten.“
        Wie lächerlich ist denn diese Frage? Na, mit den Waffen, mit denen sie Assads Armee und Assads Schergen bekämpft haben – Seite an Seite mit ihren heutigen Henkern

        -„Die SAA kämpft gegen das syrische Volk.“
        Ja doch. Ich weiß ja, dass du nicht mehr aus deiner Haut kannst. Jetzt nicht mehr!

      • arprin Says:

        Wie du sicher weißt, besuche ich aus uns beiden bekannten Gründen dein Blog schon länger nicht mehr. Dieser Grund hat auch mit meiner ” Assadfanboy-Einstellung” zu tun. Und die hatte ich seit meinem ersten Besuch bei dir.

        Du hast also keine Beweise für deine Prophezeiung. Ok.

        Eher ein missratener Vergleich. Erstens sind wir gerade in Syrien, zweitens im Jahre 2014 und drittens muckte ja, in deiner Lesart, das “syrische Volk” auf, also…
        arprin, ich denke, so langsam könntest du es dir ein wenig eingestehen, dass bei weitem nicht die Mehrheit des syrischen Volkes hinter des “Aufstandes” steht, oder besser, stand. Denn: wo ist der Aufstand jetzt? Das Volk ist ja noch da!

        Was ist denn das bitte schön wieder für ein Unsinn? In meiner Lesart muckte das syrische Volk auf, ja, aber natürlich kann ich nicht genau sagen, wie viele hinter dem Aufstand standen. Das syrische Volk wurde in den letzten Monaten gefoltert und umgebracht. Die ursprüngliche Protestbewegung ist deshalb völlig marginalisiert, genauso wie die Inkas nach 1572 oder die Inder nach 1857. Kannst du dich nicht endlich von deiner irrwitzigen Behauptung verabschieden, dass das Volk immer kriegt, was es bekommt? Wenn es so wäre, gäbe es Weltfrieden, und Syrien wäre kein Schlachtfeld, meine Güte.

        Wie lächerlich ist denn diese Frage? Na, mit den Waffen, mit denen sie Assads Armee und Assads Schergen bekämpft haben – Seite an Seite mit ihren heutigen Henkern

        Wie lächerlich ist denn diese Antwort? Die Rebellen verfügten praktisch nur über die kleine Menge an Waffen, die die nicht-hingerichteten Deserteuere mitbrachten, sie waren in jeglicher Hinsicht unterlegen.

        Ja doch. Ich weiß ja, dass du nicht mehr aus deiner Haut kannst. Jetzt nicht mehr!

        Hast du etwas zu den Videos zu sagen? Alles gefälscht? Oder sind die Massaker an den Syrern notwendig, um das syrische Volk zu retten?

      • arprin Says:

        Korrektur:
        „dass das Volk immer kriegt, was es bekommt?“

        Sollte natürlich heißen:
        „dass das Volk immer kriegt, was es will?“

      • Nichtglauber Says:

        -„Du hast also keine Beweise für deine Prophezeiung. Ok.“
        Willst du meine Aussage entkräften, musst du in deinem Blog schon selbst suchen. Ich gehe da nicht mehr rein. Gelöscht ist gelöscht.

        -„Was ist denn das bitte schön wieder für ein Unsinn? In meiner Lesart muckte das syrische Volk auf, ja, aber natürlich kann ich nicht genau sagen, wie viele hinter dem Aufstand standen. Das syrische Volk wurde in den letzten Monaten gefoltert und umgebracht. Die ursprüngliche Protestbewegung ist deshalb völlig marginalisiert, genauso wie die Inkas nach 1572 oder die Inder nach 1857.“
        Die Wiederholung eines missratenen Vergleichs macht ihn beim nächsten Mal nicht annehmbarer. Ausländische Besatzungsmächte mit inguinen Machtstrukturen zu vergelichen, ist eh schon absurd genug.

        -„Die Rebellen verfügten praktisch nur über die kleine Menge an Waffen, die die nicht-hingerichteten Deserteuere mitbrachten, sie waren in jeglicher Hinsicht unterlegen.“
        Lass` mich mal nachdenken… mit diesen harmlosen Waffen konnten sie monatelang der faschistischen syrischen Armee trotzen und Tausende Soldaten, Polizisten, Sicherheitspersonal und Zivilisten töten. Aber als dann die Islamisten kamen, reichte es dann auf einmal nicht mehr und der Aufstand wurde abgeblasen. Irgendwie unrund dieses ganze Narrativ. Und so unglaubwürdig.

        -„Hast du etwas zu den Videos zu sagen? Alles gefälscht? Oder sind die Massaker an den Syrern notwendig, um das syrische Volk zu retten?“
        Was soll ich zum Video sagen? So ähnlich sieht es auf tausenden Rebellenvideos aus. Oder noch massiv schlimmer. Die Nazis könnten auch Grausamkeiten der Russen und der Alliierten zeigen. Die Schuldfrage bleibt davon trotzdem unangetastet.

        Und bezüglich dessen, was du dir in naher Zukunft ankreiden musst, verweise ich auf deinen Mentor George W. Bush:
        „Wir werden zu Ende bringen, was wir im Irak begonnen haben. Wir werden die Mission abschließen. Wir werden eine Demokratie zurücklassen, die sich selbst regieren, unterhalten und verteidigen kann. Ein freier Irak im Herzen des Nahen Ostens wird die Amerikaner über Generationen hinaus sicherer machen.“ US-Präsident George W. Bush, Washington, 13. März 2006.
        http://www.spiegel.de/politik/ausland/chaos-im-irak-terroristen-patrouillieren-durch-falludscha-a-941508.html
        Er kann auch nicht mehr aus seiner Haut, dafür aber dient er bestens als mahnendes Beispiel für Kurzsichtigkeit, Beratungsresistenz und staatlich-organisierten Terrorismus.
        Und bisweilen auch für Lächerlichkeit.

      • arprin Says:

        Schade, dass das wieder so ausartet. Aber nicht wirklich überraschend …

        Willst du meine Aussage entkräften, musst du in deinem Blog schon selbst suchen. Ich gehe da nicht mehr rein. Gelöscht ist gelöscht.

        Übersetzt: Du hast nichts im Archiv gefunden. Ok, ich auch nicht. Im Übrigen warst du im Januar 2012 noch Warbreak, Nichtglauber kam erst im Juni.

        Die Wiederholung eines missratenen Vergleichs macht ihn beim nächsten Mal nicht annehmbarer. Ausländische Besatzungsmächte mit inguinen Machtstrukturen zu vergelichen, ist eh schon absurd genug.

        Ich vergleiche die mögliche Unterdrückung des Volkswillens durch ein Regime, ob in einer Kolonie oder einer „einheimischen“ Diktatur ist völlig unwichtig (sonst müsstest du ja auch glauben, dass die Nordkoreaner mit den KZ’s und Hunger zufrieden sind und Kim Jong-Un deshalb an der Macht bleibt). Dein Schweigen werte ich so, dass du absolut keine Gegenargumente hast.

        Lass` mich mal nachdenken… mit diesen harmlosen Waffen konnten sie monatelang der faschistischen syrischen Armee trotzen

        Ja. Glaubst du denn, dass die Rebellen schwere Waffen hatten? Panzerbrecher und Luftabwehr? Oder gar Panzer und Flugzeuge? Haben sie bis heute (!) nicht. Die syrische Armee ist offenbar unfähig.

        Und um deine Argumentation zu übernehmen: Vielleicht lag es ja auch daran, dass die syrische Armee überhaupt keine Unterstützung bekam. Denk‘ doch mal nach: Nach 34 Monaten unsäglichem psychischem und physischem Druck haben sich die Rebellen immer noch nicht aufgelöst … und das syrische Volk hat sich immer noch nicht zu einem “Volksaufstand” formiert. Assad ist soweit weg wie je zuvor, zu gewinnen. Keine Rebellen schaffen es gegen den Willen des Volkes und unter diesen Umständen 34 Monate zu überleben. Wären die Rebellen und die Opposition eine unerwünschte Minorität unter überwältigender Anzahl von “Feinden” im eigenen Land wären sie innerhalb weniger Wochen weggespült worden. Ist nicht passiert, ergo … Du weißt schon: Wo kein VOLK, da auch kein Sieg gegen die Rebellen. 😉

        Aber als dann die Islamisten kamen, reichte es dann auf einmal nicht mehr und der Aufstand wurde abgeblasen. Irgendwie unrund dieses ganze Narrativ. Und so unglaubwürdig.

        Deine Vermutungen und Behauptungen sind doch keine Beweise, Nichtglauber. Aber dass du nicht allwissend bist, wirst du wohl nie lernen. Es gehört zu Kriegen einfach dazu, dass es irgendwann nicht mehr reicht. Die Marginalisierung der moderaten Opposition zog sich über mehrere Monate hin. Es war schon schwer genug, mit leichten Wafffen gegen die SAA und Hisbollah zu kämpfen, gegen die SAA, Hisbollah und die Islamisten, die weit bessere Waffen bekamen, wurde es nicht leichter.

        Was soll ich zum Video sagen? So ähnlich sieht es auf tausenden Rebellenvideos aus. Oder noch massiv schlimmer. Die Nazis könnten auch Grausamkeiten der Russen und der Alliierten zeigen. Die Schuldfrage bleibt davon trotzdem unangetastet.

        Hast du den Link überhaupt angeklickt? Es war nicht ein Video, sondern mehrere. Wenn du sie gesehen hast, frage ich mich, wieso du so tust, als sei die SAA den Rebellen moralisch überlegen, da du doch sonst jedes Video, dass die Gräueltaten der Rebellen zeigt, sofort propagandistisch für die Überlegenheit der SAA aufführst.
        Und die Schuldfrage ist nun wirklich eindeutig: Wenn Menschen gefoltert und umgebracht werden, sind die Folterer und Mörder Schuld. Also auch die SAA.

        Und bezüglich dessen, was du dir in naher Zukunft ankreiden musst, verweise ich auf deinen Mentor George W. Bush

        Nichtglauber, wie ignorant und unverschämt kann man eigentlich sein? Was läuft bei dir falsch? Wie kannst du allen Ernstes so tun, als hätte ich den Irakkrieg unterstützt, wo ich doch Dutzende Male gesagt habe, dass es nicht so ist? Warum kannst du es nicht einfach gut sein lassen anstatt mal wieder einen Off Topic-Müll zu posten?

        Er kann auch nicht mehr aus seiner Haut, dafür aber dient er bestens als mahnendes Beispiel für Kurzsichtigkeit, Beratungsresistenz und staatlich-organisierten Terrorismus.
        Und bisweilen auch für Lächerlichkeit.

        Sagt der Mann, der ein Regime anfeuert, dass jahrzehntelang mit Terroristen kooperiert hat (Fatah al-Intifada, PKK, al-Qaida, Hamas, Hisbollah) und aus Kurzsichtigkeit und Beratungsresistenz einen Bürgerkrieg mit 100.000 Toten entfacht hat.

      • Nichtglauber Says:

        -„Übersetzt: Du hast nichts im Archiv gefunden. Ok, ich auch nicht. Im Übrigen warst du im Januar 2012 noch Warbreak, Nichtglauber kam erst im Juni.“
        … wie träume ich davon, dass sich dieser „Warbreak“ mal meldet. Das bleibt deine persönliche VT!
        Du hast also nichts gefunden? vielleicht Gelöscht?

        -„Ich vergleiche die mögliche Unterdrückung des Volkswillens durch ein Regime, ob in einer Kolonie oder einer “einheimischen” Diktatur ist völlig unwichtig (sonst müsstest du ja auch glauben, dass die Nordkoreaner mit den KZ’s und Hunger zufrieden sind und Kim Jong-Un deshalb an der Macht bleibt). Dein Schweigen werte ich so, dass du absolut keine Gegenargumente hast.“
        arprin, du kannst sinieren, verbeulen und gradebiegen bis zum Sanktnimmerleinstag. Dein Vergleich wird weder besser noch gültiger.

        -“ Glaubst du denn, dass die Rebellen schwere Waffen hatten? “
        Nuja, Hubschrauber schießt man nicht mit Zwillen ab, auch in Syrien nicht. Und Tausende tote Armeeangehörige und Polizisten sind auch nicht durch Dartpfeile umgekommen. Lächerlich, dein Niveau.

        -„Du weißt schon: Wo kein VOLK, da auch kein Sieg gegen die Rebellen.“
        Ehrt mich wiederholt, dass du meine Ausdrucksweise verwendest.
        Dann aber muss ich dich leider wieder einnorden: Ein „Aufstand“ ist ja beendet (siehe aaR), die Salafistische Internationale kriegt die SAA mit Hife ihres Volkes genauso klein. Assad kämpft auch deinen Kampf. Denn siehe: Assad war nie stärker als heute und seine Prognosen werden tagtäglich seinen Gegnern um die Ohren gehauen.

        -„Nichtglauber, wie ignorant und unverschämt kann man eigentlich sein? Was läuft bei dir falsch? Wie kannst du allen Ernstes so tun, als hätte ich den Irakkrieg unterstützt, wo ich doch Dutzende Male gesagt habe, dass es nicht so ist? Warum kannst du es nicht einfach gut sein lassen anstatt mal wieder einen Off Topic-Müll zu posten?“
        Oooh, ich weiß, dass es weh tut. Aber so funktioniert „Geschichte“. Man muss sich an seiner Einstellung und seinen Aussagen messen lassen. So auch du und ich…

        -„Sagt der Mann, der ein Regime anfeuert, dass jahrzehntelang mit Terroristen kooperiert hat (Fatah al-Intifada, PKK, al-Qaida, Hamas, Hisbollah) und aus Kurzsichtigkeit und Beratungsresistenz einen Bürgerkrieg mit 100.000 Toten entfacht hat.“
        Du schreibst immer viel, sagst aber wenig. Al Qaida z.B. hat sich mit McCaine in Libyen und Syrien fotografieren lassen. Die Hamas ist Dohas best buddy, Al Intifada war ein echter Volksaufstand, so, wie du ihn gerne hättest. Die Hizbullah finde ich tatsächlich gut, als Ausgleichskraft im Südlibanon, um die Grenzüberschreitungen und willkürlichen völkerrechtswidrigen Aktionen der IDF zumindest hier und da zu limitieren. Die Hizbullah hat bei den letzten Wahlen 54% der Stimmen bekommen. Das ist VOLKESwille!

      • arprin Says:

        … wie träume ich davon, dass sich dieser “Warbreak” mal meldet. Das bleibt deine persönliche VT!
        Du hast also nichts gefunden? vielleicht Gelöscht?

        Du bist Warbreak, das weiß ich doch schon. Und natürlich habe ich nichts nachträglich gelöscht, deine Kommentare von vor 2 Jahren sind alle da, aber keine Prophezeiung.

        arprin, du kannst sinieren, verbeulen und gradebiegen bis zum Sanktnimmerleinstag. Dein Vergleich wird weder besser noch gültiger.

        Nichtglauber, du kannst sinieren, verbeulen und gradebiegen bis zum Sanktnimmerleinstag. Das Fehlen jeglicher Gegenargumente wird weder besser noch gültiger. Es zeigt nur, dass du absolut keine Gegenargumente hast.

        Nuja, Hubschrauber schießt man nicht mit Zwillen ab, auch in Syrien nicht. Und Tausende tote Armeeangehörige und Polizisten sind auch nicht durch Dartpfeile umgekommen. Lächerlich, dein Niveau.

        Panzerbrecher oder Manpads haben die Rebellen nunmal nicht. Dartpfeile? Lächerlich, dein Niveau.

        Dann aber muss ich dich leider wieder einnorden: Ein “Aufstand” ist ja beendet (siehe aaR)

        Dass du über die friedlichen, zivilen und nach mehr Freiheit strebenden Aktivisten herziehst ist wirklich entlarvend. Es zeigt, dass du allen Assad-Gegnern kein Existenzrecht einräumst, nicht nur den Islamisten. Und der zivile Aufstand hat schon etwas erreicht (siehe die Selbstverwaltung im multikonfessionellen Yabrud), aber die Hauptziele sind wohl nicht mehr zu erreichen, was ja angesichts der brutalen Gewalt der SAA und Islamisten kein Wunder ist.

        die Salafistische Internationale kriegt die SAA mit Hife ihres Volkes genauso klein.

        Eben nicht. Der Krieg kann noch mehrere Jahre dauern.

        Assad kämpft auch deinen Kampf.

        Mir geht es nicht darum, die Baath-Diktatur aufrechtzuerhalten.

        Denn siehe: Assad war nie stärker als heute und seine Prognosen werden tagtäglich seinen Gegnern um die Ohren gehauen.

        Assad war nie schwächer als heute. Vergleiche den Zustand von 2000 mit 2013. Mehr als die Hälfte seines Landes düften seiner Kontrolle entglitten sein. Wie kann man da nur solche Siegesparolen rufen!?

        Oooh, ich weiß, dass es weh tut. Aber so funktioniert “Geschichte”. Man muss sich an seiner Einstellung und seinen Aussagen messen lassen. So auch du und ich…

        Ja, genau das tue ich. Ich war nicht für den Irakkrieg und habe nie Islamisten unterstützt. Du warst für Assads Krieg und unterstützt ganz offen die al-Qaida im Irak (siehe dein Lob für Todenhöfers Buch), die Hamas und die Hisbollah.

        Al Qaida z.B. hat sich mit McCaine in Libyen und Syrien fotografieren lassen.

        Und? Bin ich McCain?

        Die Hamas ist Dohas best buddy

        Und? Was habe ich mit Doha zu tun? Hör‘ bitte auf mit deinen Nebelkerzen und Ablenkungsmanöver.

        Al Intifada war ein echter Volksaufstand, so, wie du ihn gerne hättest.

        Ein bisschen Google würde gut tun … Ich meinte die Fatah al-Intifada, eine palästinensische Terrororganisation, die von Hafez al-Assad unterstützt wurde:
        http://de.wikipedia.org/wiki/Fatah_al-Intifada
        Sie war nie Teil der PLO. Und Hafez‘ Verteidigungsminister nannte Arafat übrigens einen „Sohn von 60.000 Huren“.

        Die Hizbullah finde ich tatsächlich gut, als Ausgleichskraft im Südlibanon, um die Grenzüberschreitungen und willkürlichen völkerrechtswidrigen Aktionen der IDF zumindest hier und da zu limitieren.

        Ich zitiere Assad aus einem FAZ-Interview:
        „In allen Ländern der Welt wird jeder, der Waffen trägt – ausgenommen Armee und Polizei -, um Menschen zu schikanieren und zu töten, als Terrorist definiert.“
        Gemäß Assads Definition ist die Hisbollah – sie sind weder die libanesische Armee noch die Polizei – eine Terrororganisation (Und da sie islamistisch ist und vom Libanon in Syrien eindringt, ist sie in Syrien eine ausländische islamistische Terrororganisation).

        Die Hizbullah hat bei den letzten Wahlen 54% der Stimmen bekommen. Das ist VOLKESwille!

        FALSCH! Die Libanesen sind nicht so dumm, wie du sie gerne hättest. Die Hisbollah bekam nichtmal 10% (12 von 128 Sitzen):
        http://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentswahlen_im_Libanon_2009
        Der pro-westliche Block (Allianz des 14. März) bekam 71 der Sitze. Damit ist mal wider bewiesen, wie du gezielst lügst, um deine Ansichten zu verbreiten.

        Und was kümmert mich überhaupt „Volkes Wille“? Demookratie hat immer seine Grenzen. Die Muslimbrüder und Salafisten bekamen in Ägypten 70% der Stimmen, trotzdem habe ich sie weiter verachtet. Und was kümmert dich eigentlich Volkes Wille? Volkes Wille ist auch: Bush bekam 2004 51% der Stimmen. Obama bekam 2008 53% der Stimmen. Netanyahus Block gewann die Wahlen in Israel. Ich nehme nicht an, dass du jetzt Amerikas Außenpolitik und Netanyahu toll findest, oder?

      • Nichtglauber Says:

        Die Leser zu unterschätzen und sie der Lüge zu bezichtigen sind zwei Makel, die sich schnell umkehren können.

        http://en.wikipedia.org/wiki/Lebanese_general_election,_2009
        http://en.wikipedia.org/wiki/Lebanese_general_election,_2009#Results

        Der prosyrische Block „8. März“ mit der Hizbullah als Zugpferd erlangte 55,5% aller Stimmen. Hariris antisyrisches Bündnis „14. März“ kam auf nur 45,5%.
        Deine aufgeführte Sitzverteilung ist dem Umstand geschuldet, dass der Libanon, als Ergebnis des langjährigen Bürgerkrieges, ein recht kompliziertes Wahlsystem hat. Hier müssen sich im Parlament Christen und Muslime die Sitze in genau gleicher Anzahl aufteilen. Diese Sitzverteilung spiegelt also NICHT die Wahlergebnisse wider. Hast du das gewusst?

        Die Realpolitik richtet sich dann schon eher nach dem Ausgang der Auszählungen:
        Premierminister Najib Mikati regiert seit 2011 mit einem 30-köpfigen Kabinett, dessen Mehrheit, oder genauer gesagt 18 Minister, dem prosyrischen Block „8. März“ angehören. Hast du das gewusst?

        Wenn du von beiden Fakten jetzt hier erstmalig erfahren hast – schwamm drüber. Solltest du um die Detaills aber bescheid gewusst haben – pfui teufel! Propaganda ist auch Unterlassung von Informationen.

      • arprin Says:

        Nun gut, den Stimmenanteil hatte ich nicht gekannt, obwohl ich wusste, dass das libanesische Wahlsystem kompliziert ist. Es ist aber trotzdem falsch zu sagen, dass „die Hisbollah 54% der Stimmen bekam“. Denn es war die 8. März-Allianz, ein realpolitisches Bündnis aus mehreren Parteien, bei der die Hisbollah „anwesend“ ist, es gibt aber z.B. auch die Amal-Bewegung usw. Wenn sich die Realpolitik ändert, ändert sich auch schnell der Stimmenanteil. So gehörte die größte Partei beim 8. März (also das eigentliche „Zugpferd“), die „Freie Patriotische Bewegung“, bis 2006 zum 14. März.

        Hariris antisyrisches Bündnis

        Hariri ist nicht anti-syrisch, er ist nur gegen die imperialistische Einmischung des syrischen Regimes in die libanesische Politik, die sich z.B. beim Mord an seinem Vater zeigte (was dann dazu führte, dass die syrischen Besatzungstruppen in einem Volksaufstand zum Abzug gezwungen wurden). Und keine Sorge, Hariri ist natürlich auch anti-israelisch, du musst also nicht befürchten, dass er Frieden mit Israel schließt.

        Und mittlerweile ist auch Mikati gegen Assads Politik, den Libanon in Geißelhaft zu nehmen. Er verhaftete den Pro-Hisbollah/Assad-Mann Samaha, der Staats-Terrorismus gegen Assad-Gegner plante:
        http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-konflikt-michel-samaha-im-libanon-angeklagt-a-849611.html
        Die libanesische Armee rüstet sich gerade mit saudischem Geld auf (3 Milliarden Dollar) und schießt nun auf Flugzeuge der SAA:
        http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-konflikt-michel-samaha-im-libanon-angeklagt-a-849611.html

        Bleibt noch die Frage, warum es dir so wichtig ist, ständig auf irgendwelche Pseudo-Mehrheiten hinzuweisen. Ich weiß nicht, ob du bemerkst, dass du ständig irgendwelche Moralmaßstäbe anwendest, um deine Positionen zu rechtfertigen, die du dann wieder austauschst:

        – Zuerst kam das Argument, du würdest säkulare Herrscher unterstützen, also lieber Assad als die Islamisten. Aber du hast kein Problem mit dem islamistischen Iran, der islamistischen Hamas, der islamistischen Hisbollah und der islamistischen al-Qaida im Irak.
        – Dann kam das Argument „Keine äußere Einmischung“, deswegen warst du für Assad, weil er ein Syrer ist und die Syrer „müssen das unter sich klären“. Aber dann hattest du kein Problem mit der russischen, iranischen, irakischen und libanesischen (Hisbollah-)Einmischung.
        – Es folgte das Argument „Völkerrecht“. Wichtig ist, dass etwas mit dem Völkerrecht vereinbar ist, dann ist auch Einmischung in Ordnung. Aber das Völkerrecht sagt auch: Israel darf Atombomben haben, Iran nicht, und Deutschland darf Panzer an Saudi-Arabien liefern. Das hinderte dich nicht, die Sanktionen gegen den Iran und die Panzerlieferungen massiv zu kritisieren.
        – Dein Lieblingsargument war dann „die Heuchelei und Doppelmoral“. Der Westen spricht von Freiheit und Demokratie, unterstützt aber Saudi-Arabien. Aber Assad spricht die ganze Zeit von Säkularismus, Demokratie und äußerer Einmischung, während er mit Islamisten im Bund ist, nicht den Hauch einer demokratischen Legitimation besitzt und massive Hilfe vom Ausland bekommt.
        – Und nun das Argument „Volkes Wille“, du bist für Demokratie. Trotzdem verachtest du demokratische Staaten wie die USA, Israel, GB, Frankreich, Deutschland usw. und findest das nachweislich undemokratische Assad-Regime ganz super. Und wie albern ist es denn, die Hisbollah gut zu finden, weil sie angeblich 54% der Stimmen bekam? Wenn sie das nächste Mal 49% bekommt, findest du dann die anderen gut oder was?

        Ich denke, es ist so: Es ist dir völlig egal, ob ein Regime säkular ist, ob es Hilfe vom Ausland bekommt, ob das Völkerrecht ihn deckt, ob er heuchlerisch ist oder ob er die Mehrheit des Volkes hinter sich hat. Dein einziger Maßstab ist: Wenn ein Regime anti-westlich ist, ist es gut, wenn es pro-westlich ist, ist es schlecht. Das ist dein wirklicher Maßstab. Es geht dir nur darum, gegen den Westen zu sein, mehr nicht.

        Mein Maßstab dagegen ist und war immer: Die Freiheitsrechte aller Bürger müssen geachtet zu werden. Wer das nicht tut, den unterstütze ich auch nicht, völlig egal, ob er mit dem Westen im Bund ist oder nicht. Man muss sich an seiner Einstellung und seinen Aussagen messen lassen. So auch du und ich … Du kannst nicht mehr aus deiner Haut.

      • arprin Says:

        Der zweite Spiegel-Link mit der Nachricht, dass die libanesische Armee auf Flugzeuge der SAA schießt, ging schief, hier nochmal:
        http://www.spiegel.de/politik/ausland/libanons-armee-schiesst-auf-kampfjets-aus-syrien-a-941329.html

      • Nichtglauber Says:

        „Man muss sich an seiner Einstellung und seinen Aussagen messen lassen. So auch du und ich …“ 😉

        „Du kannst nicht mehr aus deiner Haut.“ – absolut korrekt, auch ich schaffe es jetzt nicht mehr. Wir werden weiter am Ball bleiben und hoffen, den Bush`schen Bumerang nicht abzubekommen!

      • arprin Says:

        absolut korrekt, auch ich schaffe es jetzt nicht mehr.

        Aber du musst es noch schaffen zu realisieren, dass du jemanden unterstützt, der sein ganzes Land zerstört.

        Wir werden weiter am Ball bleiben und hoffen, den Bush`schen Bumerang nicht abzubekommen!

        Bush ist seit 2009 nicht mehr im Amt, als er abtrat, war Falludscha nicht unter Kontrolle von al-Qaida. Die von dir bejubelten und damals von Assad unterstützten al-Qaida-Widerstandskämpfer waren dort niedergerungen worden. Sie sind dank Assads Krieg wieder stärker geworden. Wenn er im Juni 2011 zurückgetreten wäre, würde in Syrien heute Frieden herrschen und der Irak wäre stabiler als er jetzt ist.

        Vielen Dank auch fürs Nicht-erklären deiner Maßstäbe. Wie immer sagt dein Schweigen viel aus.

      • Nichtglauber Says:

        -„Aber du musst es noch schaffen zu realisieren, dass du jemanden unterstützt, der sein ganzes Land zerstört.“
        Bis 2011 wurde Syrien stets aufgebaut. Frage nach bei Menschen, die dort waren. Denn zerstören ließe sich nur das, was schon da ist, und da die Assads seit 4 Dekaden den Laden schmeißen, weden sie für diesen Aufbau wohl verantwortlich gewesen sein…

        -„Bush ist seit 2009 nicht mehr im Amt, als er abtrat, war Falludscha nicht unter Kontrolle von al-Qaida. Die von dir bejubelten und damals von Assad unterstützten al-Qaida-Widerstandskämpfer waren dort niedergerungen worden“
        Niemals hat Assad Al Qaida unerstützt, vielmehr wurde dem irakischen Widerstand geholfen. Hatten wir schon so an die 200 Mal. Macht nichts…

        -„Wenn er im Juni 2011 zurückgetreten wäre, würde in Syrien heute Frieden herrschen und der Irak wäre stabiler als er jetzt ist.“
        Nee, klar! Gaddafi wurde zurückgetreten (eigentlich gepfählt) und Saddam auch (der wurde gehängt). Und dort – in Libyen und im Irak – herrschen ja bekanntlich beste friedliche Verhältnisse. Und in Afghanistan erst… das reinste Paradies. Ich glaube wirklich, du hast recht, obwohl…

        -„Vielen Dank auch fürs Nicht-erklären deiner Maßstäbe. Wie immer sagt dein Schweigen viel aus.“
        Ja, mein Schweigen. Eine der Sachen, die ich nicht in den Griff kriege!

      • arprin Says:

        Bis 2011 wurde Syrien stets aufgebaut. Frage nach bei Menschen, die dort waren. Denn zerstören ließe sich nur das, was schon da ist, und da die Assads seit 4 Dekaden den Laden schmeißen, weden sie für diesen Aufbau wohl verantwortlich gewesen sein…

        Was für ein Quadrupel von Bullshit, Nichtglauber. Aufgebaut wurde Syrien nicht von Assad, sondern vom syrischen Volk. Von den Bauern, den Arbeitern, den Unternehmern, den Lehrern. Die Assads sind eine mafiöse Clique, die Syrien seit 4 Dekaden ausbeuten und seit März 2011 komplett zerstören.

        Niemals hat Assad Al Qaida unerstützt, vielmehr wurde dem irakischen Widerstand geholfen.

        Der „irakische Widerstand“, der von Assad unterstützt wurde, war al-Qaida. Hatten wir schon 200-mal, lies einfach in Todenhöfers Zaid-Buch seine Lobeshymnen für al-Qaida und seine Gleichsetzung mit dem „irakischen Widerstand“.

        Nee, klar! Gaddafi wurde zurückgetreten (eigentlich gepfählt) und Saddam auch (der wurde gehängt). Und dort – in Libyen und im Irak – herrschen ja bekanntlich beste friedliche Verhältnisse. Und in Afghanistan erst… das reinste Paradies. Ich glaube wirklich, du hast recht, obwohl…

        Was soll das denn? Ich sprach nicht von einer Intervention, ich sprach von einem Rücktritt Assads. Das hätte den Krieg in Syrien verhindert. Die Dschihadisten wären gar nicht gekommen, wenn Assad gegangen wäre.

        Libyen ist ein Paradies im Vergleich zu Syrien. Auch hier wären die aktuellen Probleme nicht so groß geworden, wenn Gaddafi den Krieg angefangen hätte, sondern zurückgetreten wäre.

        Saddams Hinrichtung war auch für mich als Gegner der Todesstrafe eine Freude, und wenn der Iran und dein Mentor Assad nicht so sehr al-Qaida unterstützt hätten, wäre der Irak heute stabiler. Er ist aber immer noch stabiler als Syrien, wo der Diktator leider noch an der Macht ist.

      • Nichtglauber Says:

        -„Aufgebaut wurde Syrien nicht von Assad, sondern vom syrischen Volk. Von den Bauern, den Arbeitern, den Unternehmern, den Lehrern. Die Assads sind eine mafiöse Clique, die Syrien seit 4 Dekaden ausbeuten und seit März 2011 komplett zerstören.“
        Die mafiöse Clique verantwortete die Arbeiten der Bauern, der Arbeiter, der Unternehmen und den Beamten, also auch den Lehrern. Ist doch in einer Diktatur mit einer Einheitspartei so üblich, oder nicht?

        -„Der “irakische Widerstand”, der von Assad unterstützt wurde, war al-Qaida. Hatten wir schon 200-mal, lies einfach in Todenhöfers Zaid-Buch seine Lobeshymnen für al-Qaida und seine Gleichsetzung mit dem “irakischen Widerstand”.
        Während du mir immer mit Fragmenten des JT-Buches kommst, habe ich es leibhaftig im Regal und bereits zwei mal gelesen. JT unterscheidet zwischen dem irakischen Widerstand (Nationalisten) und der Al Qaida (Islamisten). Hatten wir schon 200 mal. Macht nichts.

        -„Was soll das denn? Ich sprach nicht von einer Intervention, ich sprach von einem Rücktritt Assads. Das hätte den Krieg in Syrien verhindert. Die Dschihadisten wären gar nicht gekommen, wenn Assad gegangen wäre.“
        Sagt wer? Ich hatte dir doch jüngst Bush`s Prognose über den Irak geliefert… die Angst bei mir steigt seitdem immer immens an, wenn Westler damit anfangen, Prognosen zu stellen…

        -„Er ist aber immer noch stabiler als Syrien“
        Na dann, herzlichen Glückwunsch. Stabiler als Syrien ist im Moment selbst Sex auf Skiern. Syrien befindet im Krieg, der Irak ist (soll) seit 10 Jahren befreit (sein). Allein dieser Vergleich ist entlarvend.

        -„wo der Diktator leider noch an der Macht ist.“
        Tja…

      • arprin Says:

        Die mafiöse Clique verantwortete die Arbeiten der Bauern, der Arbeiter, der Unternehmen und den Beamten, also auch den Lehrern.

        Es ist immer wieder erstaunlich, wie du bis zum Sanktnimmerleinstag sinierst, verbeulst und gradebiegst, um deinen Mentor zu loben. Ja, es stimmt, Nichtglauber: Wenn eine Mafia ein Gebiet an sich reißt, übernimmt sie die Oberposten in der Verwaltung und beseitigt jede Konkurrenz. Auch in Nazi-Deutschland gab es Bauer und Unternehmer, die gute Arbeit leisteten, auch in der DDR gab es Arbeiter und Lehrer. Die Verwaltung würde aber auch ohne die Mafia funktionieren. Die Arbeiter, Bauern und Unternehmer würden auch dann weitermachen, wenn die Mafia durch eine demokratische Regierung ausgetauscht würde.

        Das Gute, dass es in Nazi-Deutschland, der DDR und Assads Syrien gab, kam nicht von der Regierung, sondern vom Volk. Auch in Somalia gibt es Gutes, aber dafür sind nicht die herrschenden Warlords verantwortlich. Denkst du wirklich, die Lehrer würden nicht mehr lehren, wenn die Diktatur beendet würde? Es ist eher so, dass viele Lehrer nicht lehren konnten, weil sie nicht regimekonform waren. Die Funktionäre der Diktatur haben den Fortschritt des Landes behindert, sie haben Arbeiter gegängelt, überwacht oder eingesperrt. Sie haben Folterkeller errichtet. Sie haben ihr Volk beraubt. Sie haben ihre Länder nicht aufgebaut.

        Viel wichtiger als diese Betrachtungen ist aber die Realität seit März 2011: Assad hat seit dieser Zeit sein Land zerstört. Er hat Zehntausende Syrer getötet, Hunderttausende gefoltert und einsperren lassen, Millionen vertrieben und traumatisiert, ihre Häuser zerstört und ihre Lebensgrundlage vernichtet. Das ist Assads Erbe.

        Während du mir immer mit Fragmenten des JT-Buches kommst

        Ausschnitte reichen aus, um klar zu zeigen, dass Todenhöfer al-Qaida als Widerstandskämpfer heroisierte.

        Ich hatte dir doch jüngst Bush`s Prognose über den Irak geliefert

        Was hat das jetzt damit zu tun? Ich sagte, in Syrien würde heute Frieden herrschen, wenn Assad zurückgetreten wäre. Im Irak ist Saddam nicht zurückgetreten, die USA sind ziemlich planlos reingegangen und dann haben der Iran und Assad die al-Qaida zum „Widerstand“ hingeschickt. Warum tust du dann so, als wäre im Irak das passiert, was ich in Syrien befürwortet hätte?

        Syrien befindet im Krieg, der Irak ist (soll) seit 10 Jahren befreit (sein). Allein dieser Vergleich ist entlarvend.

        Ja, entlarvend, denn es zeigt, was passiert, wenn Diktatoren lieber ihr Land zerstören als zurückzutreten und wenn al-Qaida unterstützt wird.

      • salamshalom Says:

        @arprin,
        Das Buch habe ich zwar nicht, aber manchmal muss man sich doch ein wenig einmischen.
        >Die erschütternde Geschichte des 22-jährigen Irakers Zaid, der vom Studenten zum Widerstandskämpfer gegen die US-Streitkräfte wurde.
        Jürgen Todenhöfer traf Menschen im Irak, über die wir kaum etwas wissen: Menschen wie den jungen Zaid, der in seinem Leben vor allem Not und Krieg kennengelernt hat. In bewegenden Worten erzählt er seine Geschichte, wie er und seine Mitstreiter sowohl gegen die alliierten Besatzungstruppen als auch gegen den Terror von Al Qaida im eigenen Land kämpfen. Im Krieg hat er fast alles verloren. Seine Brüder wurden von GI’s erschossen. Dann schloss sich der junge Student einer Widerstandsgruppe an und hat selbst Menschen getötet. Jürgen Todenhöfer zeichnet ein lebendiges, authentisches Bild des Irak und der islamischen Welt wie wir es aus der Berichterstattung nicht kennen.<
        …als auch gegen den Terror von Al Qaida im eigenen Land kämpfen… (hört sich wirklich nicht nach Glorifizierung des radikalen sunnitischen Islamismus seitens Todenhöfer an).
        Eine Buchvorstellung von "LovelyBooks"

        @NG
        ich denke auch, wer ein Buch ganz gelesen hat, kann mehr zum Inhalt sagen als ausgewählte Zitate und Textstellen es vermögen. Eigentlich logisch.

      • arprin Says:

        Das ist schon bis zur Vergasung durchdiskutiert. Ich habe Teiles des Buchs komplett gelesen (seine „10 Thesen“ hat er ja komplett im Internet veröffentlicht) und sie decken sich mit den Ausschnitten, die man an anderen Stellen lesen kann.

        Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob Todenhöfer wirklich die Leute getroffen hat, die er beschreibt. Er behauptet z.B., eine Gruppe von 5 Widerstandskämpfern getroffen zu haben. Zwei, Omer und Mohammad, seien bekennende Saddam-Anhänger, ein anderer, Yussuf, Christ und ein anderer, Rami, al-Qaida-Anhänger. Über den „Widerstandskämpfer“ Rami sagt Todenhöfer:

        „Er kämpfe für einen islamischen Irak mit dem Koran als Grundlage der Verfassung. Er wolle, dass die Scharia beachtet werde.“ (S. 100)

        „Ich frage ihn, wie er zu Al-Zarkawi und bin Laden stehe. Rami erklärt, er bewundert beide. Mit Al-Zarkawi hätte er gerne zusammengearbeitet, weil dieser den US-Truppen schwere Verluste zugefügt habe. Auch bin Laden beeindrucke ihn, weil er den Mut gehabt habe, sich den USA offen entgegenzustellen.“ (S. 101)

        Wer leugnet, dass Todenhöfer hier Islamisten zu „Widerstandskämpfer“ umdeklariert und al-Qaida glorifiziert, dem ist nicht mehr zu helfen. Die Aussagen sind EINDEUTIG. Es gibt da nichts zu beschönigen oder erklären. Was würden die ganzen Assad-Fanboys wohl sagen, wenn jemand einen Scharia-Befürworter und al-Qaida-Anhänger für seinen „Widerstand gegen Assad“ loben würde? Zurecht würde man ihm vorwerfen, einen islamistischen Terroristen und al-Qaida zu unterstützen. Genau das hat Todenhöfer im Irak getan. Man muss sich an seiner Einstellung und seinen Aussagen messen lassen – auch Todenhöfer kann nicht mehr aus seiner Haut.

        Und wie gesagt, ich zweifle, ob Todenhöfer diese Gruppe wirklich getroffen hat. Es klingt eher so, als würde Todenhöfer seine Wunschvorstellungen vom „irakischen Widerstand“ beschreiben. Es gibt KEIN Bild von der Titelfigur Zaid, und welcher Christ würde mit einem Islamisten wie Rami gemeinsam kämpfen? Die Islamisten haben doch zu dieser Zeit die Christen grausam verfolgt. Völlig lächerlich, was er schreibt.

      • arprin Says:

        ich denke auch, wer ein Buch ganz gelesen hat, kann mehr zum Inhalt sagen als ausgewählte Zitate und Textstellen es vermögen. Eigentlich logisch.

        Bis zu einem gewissen Grad trifft das zu. Wenn ich eine Inhaltsangabe schreiben will, muss ich das Buch komplett gelesen haben. Aber wenn man wissen will, was jemand zu einem bestimmten Thema geschrieben hat, reichen Ausschnitte aus. Ich habe „Mein Kampf“ und „Die Protokolle der Weisen von Zion“ nicht gelesen, weiß aber, dass es antisemitische Hetzbücher sind. Man muss auch nicht die Bibel komplett gelesen haben, um zu wissen, dass sie sehr gewalttätig ist.

        Todenhöfers Buch habe ich nicht komplett gelesen, aber wenn ich wissen will, was er über al-Qaida schreibt, reichen die Ausschnitte, in denen er al-Qaida lobt, aus, um zu wissen, dass er al-Qaida lobt. Nichtglauber hat bis heute keine Erklärung abgegeben, warum er diese Textstellen anders interpretiert (kann man auch nicht, die Aussagen sind endeutig).

        Würdet ihr jemanden, der einen Scharia-Staat will und bin Laden und al-Zarqawi bewundert, etwa nicht als islamistischen Terroristen bezeichnen??! Wenn ja, zeigt das mal wieder das ungeheure Maß an Doppelmoral, das angewendet wird. Es ist nämlich so: Wenn sie gegen den Westen sind, werden aus Terroristen Widerstandskämpfer. Würde Rami dagegen in Syrien kämpfen, würde Nichtglauber sich über seine „Liquidierung“ durch die SAA freuen.

      • Nichtglauber Says:

        @salam

        das mit der Logik ist schon eine schwierige Sache 😉

        Wenn Fragment- und Partiellleser in einem Buch eine Aussage finden wollen, dann tun sie das auch. Dabei ist es völlig egal, was unabhängige Kritiker, Verlage, Buch(ganz-)leser oder gar der Autor selbst dazu sagen. Ist halt arprin`sche Logik. Macht nichts.

        Werde nach dem gleichen Muster Broder-Bücher „umdichten“ – könnte sicher ein Heidenspass werden, wenn ich ohne je ein Buch von ihm gelesen zu haben die Deutungshoheit für mich beabspruche. Was glaubst du, wie arprin da reagieren würde…

      • arprin Says:

        Wenn Fragment- und Partiellleser in einem Buch eine Aussage finden wollen, dann tun sie das auch.

        Das mit der Logik ist schon eine schwierige Sache. 😉 Die Aussage werden sie natürlich nur dann finden, wenn die Aussage auch dort steht. Todenhöfers al-Qaida-Lobeshymnen habe ich mir nicht ausgedacht. Du willst sie nur krankhaft „anders interpretieren“.

      • salamshalom Says:

        arprin ich kann dir echt nicht mehr folgen
        Wenn du nicht mal mehr Fakten anerkennst, wird es echt lächerlich und unsinnig.

      • arprin Says:

        salamshalom, ich weiß nicht, von welchen „Fakten“ du sprichst. Welche Fakten sind jetzt gemeint? Sprichst du immer noch von Todenhöfers Buch oder meinst du einen anderen Kommentar?

      • Nichtglauber Says:

        „arprin ich kann dir echt nicht mehr folgen“
        In der Tat. Und das wird dann noch schwieriger, wenn aus Argumentationsarmut nur noch Verbalorrhoe abgesondert wird.

        „Es ist erstaunlich, wie wenig ihr (= im Westen) über Irans Geographie, Geschichte und Gesellschaft aufgeklärt seid.
        Der Iran wird auf die Person Ahmadinijads reduziert und der auf einen einzigen Satz. Und dieser Satz wird auch noch fasch übersetzt“
        Iranischer Theologe

        Ps.: für arprin zur „Interpretation“ freigegeben – aus JT neuestem Buch. Habe ich auch im Regal, aber erst einmal durchgelesen.

      • arprin Says:

        Wie schön, diese Totalkapitualition. 😉 Man hat keine Erklärung für Todenhöfers al-Qaida-Propaganda, also schweigt man einfach und beleidigt den anderen. Nichtglauber, dein Schweigen sagt echt mehr als Tausend Worte.

        Ich kenne übrigens die meisten persischen Kaiser und Könige, iranische Fußballer und Vereine, die Veränderungen in der iranischen Gesellschaft nach 1979 sind mir auch bekannt (Rückkehr ins Mittelater), und Ahmedinejads Satz kenne ich auch, sowie seine anderen Sätze. Zum Glück weiß ich, dass der Iran mehr ist als Ahmadinejad.

      • aron2201sperber Says:

        …als auch gegen den Terror von Al Qaida im eigenen Land kämpfen… (hört sich wirklich nicht nach Glorifizierung des radikalen sunnitischen Islamismus seitens Todenhöfer an).

        tatsächlich wurden 90 % der Iraker durch den „irakischen Widerstand“ getötet und nicht durch die Amerikaner.

        von den 4.000 getöteten Amerikanern wurden ebenfalls höchstens 10 % bei Kampfhandlungen getötet, der allergrößte Teil starb – wie die irakische Zivilbevölkerung – durch hinterhältige Sprengfallen, die Todenhöfers tapfere Zaids überall im Land gestellt hatten.

      • Nichtglauber Says:

        aron,
        aber bevor der tapfere Zaid seine hinterhältigen Sprengfallen installiert hat, wurden doch seine Brüder von den tapferen GI`s hinterhältig erschoßen…

      • arprin Says:

        aber bevor der tapfere Zaid seine hinterhältigen Sprengfallen installiert hat, wurden doch seine Brüder von den tapferen GI`s hinterhältig erschoßen…

        Es gibt keine Rechtfertigung für al-Qaida-Terror, Nichtglauber. Selbst wenn man Opfer von Unrecht wurde, macht zweimal Unrecht nicht Recht, ob im Irak oder Syrien. Es gab ja auch Syrer, die, bevor sie selbst zu Terror griffen, Opfer von Assads Terror wurden.

        Wie kommst du nur auf die dumme Idee, dass die Terroristen in Syrien anders sind als die Terroristen im Irak, die den „Widerstand“ anführten? Es ist doch sogar teilweise dieselbe Organisation (ISIS). Der von Todenhöfer hochgelobte „irakische Widerstand“ unterschied sich nicht von den Islamisten in Syrien.

      • aron2201sperber Says:

        Nichtglauber,

        seine „Brüder“ waren wohl dieselben „Brüder“, die du in Syrien zu Recht als Terroristen bezeichnest.

        für dich ist Assad allerdings die einzige zulässige Alternative zu den Brüdern.

        auch die Nazis hatten sich selbst als einzige Rettung vor dem Bolschewismus verkauft.

        wenn Deutschland als Demokratie funktionieren kann, so wird es Syrien hoffentlich auch können.

        warum will man den Syrern nicht das zugestehen, womit es einem selbst doch nicht gerade schlecht ergangen ist?

      • Nichtglauber Says:

        aron,

        ich war bei JT`s Besuch im Irak nicht dabei, daher kann ich, so wie du, über Zaids Brüder nur spekulieren und dabei des Autors Beschreibungen nutzen. Da sich aber Zaid dem nationalen Widerstand gegen alle Besatzungstruppen (schließt westliche wie auch radikalislamische Kräfte ein) anschloß, kann man ihn keineswegs mit irgendeinem „syrischen Bruder“ vergleichen. Die kämpfen ja bekanntermaßen entweder gegen das inguine Machtsystem oder gegen die Söldner. Zaid aber hat nicht gegen Saddams Truppen gekämpft, sondern, nach familiärer Tragödie und Verlust seiner halben Familie, sich dem Kampf gegen die Besatzer angeschloßen.

        Dass für Syrien Reformen und Wandel ein dringendes Muß sind, steht ja ausser Zweifel. Die Frage stellt sich nach der Art und Weise. Zunächst gilt: Syriens strukturelle Bevölkerungsbild unterscheidet sich komplett von, in deinem Beispiel, Deutschlands. Solange die sunnitische Richtung des Islams nicht dem faschistischen Wahhabismus eine Absage erteilt und solange sie dabei, direkt oder indirekt, sogar vom Westen unterstützt wird, kann es in mischislamischen Regionen mit multiplem Minderheitenanteil anderer Religionsgemeinschaften keine Demokratie nach westlichem Muster geben.
        Ich denke, die bisherige Vorgehensweise der westlichen Demokraten hat furios gezeigt, dass dieser Weg nicht im Mindesten demokratischen Wandel mit sich bringt.
        Und situationenvergleichend ergibt sich für die Betroffenen eben aktuelles Bild: viele Syrer wählen lieber den Status Quo (2011), als sich auf ein islamistischen Chaosszenario einzulassen, welches sich ihnen tatgtäglich im Irak, Afghanistan oder Libyen zeigt. Denn das Leben unter Assad war, so reguliert und schlecht, offensichtlich viel besser als die bevorstehende Alternative.
        Let the Syrians do…

      • arprin Says:

        Da sich aber Zaid dem nationalen Widerstand gegen alle Besatzungstruppen (schließt westliche wie auch radikalislamische Kräfte ein) anschloß, kann man ihn keineswegs mit irgendeinem “syrischen Bruder” vergleichen. Die kämpfen ja bekanntermaßen entweder gegen das inguine Machtsystem oder gegen die Söldner.

        Selbstredend kann man Zaid mit einem „syrischen Bruder“ vergleichen. Er war ein Aufständischer, der mit Islamisten kämpfte (siehe Rami). Ob die Gegner vom In- oder Ausland kamen, spielt doch keine Rolle. Einen irakischen Islamisten kann man mit einem syrischen Islamisten gleichsetzen: Selbe Ideologie, selbe Ziele, selbe Mittel.

        Solange die sunnitische Richtung des Islams nicht dem faschistischen Wahhabismus eine Absage erteilt und solange sie dabei, direkt oder indirekt, sogar vom Westen unterstützt wird, kann es in mischislamischen Regionen mit multiplem Minderheitenanteil anderer Religionsgemeinschaften keine Demokratie nach westlichem Muster geben.

        Das ist dann wieder eine totale argumentative Selbstdemontage. Zuerst sagst du „Assad plant demokratische Reformen“ und „Die Mehrheit der Syrer steht hinter Assad“. Jetzt sagst du auf einmal, dass Demokratie in Syrien nicht wünschenswert ist, weil die sunnitischen Syrer die Minderheiten verfolgen könnten. Plötzlich glaubst du also, dass Demokratie in Syrien Wahhabiten an die Macht bringen könnte, und sagst ganz offen, dass Assad doch nicht für, sondern gegen Demokratie kämpft, was du auch noch toll findest. Ich weiß wirklich nicht mehr, ob du überhaupt selbst mitkommst bei dem, was du schreibst.

        viele Syrer wählen lieber den Status Quo (2011), als sich auf ein islamistischen Chaosszenario einzulassen

        Der Status Quo von 2011 wurde von Assad zerstört. Er reagierte mit Gewalt auf Graffiti-sprühende Kinder. Hätte Assad 2011 keine Demonstranten getötet, sondern sich das Motto „Let the Syrians do…“ zu Herzen genommen und freie Wahlen zugelassen, würde in Syrien heute kein grausamer Bürgerkrieg stattfinden. Außerdem ist eine Rückkehr zur Baath-Diktatur 2011 nicht möglich ohne brutale Gewalt (alle Oppositionsgegenden müssten plattgebombt werden). Diese „Herstellung des Status Quo“ wollen die Syrer sicher nicht. Was sie wollen ist ein Ende des Krieges und der Unterdrückung durch ihre Herrscher.

      • Nichtglauber Says:

        arprin,

        deine verbale Agonie ist faszinierend. Meine ich wirklich ernsthaft.
        Du siehst an der Art und Weise meiner schriftlichen Kommunikation, dass ich durchaus in der Lage bin, niveauadaptiv zu reagieren.
        Arons Art zu diskutieren ist völlig ok, obwohl wir offensichtlich sehr verschiedener Meinung sind. Aber deine Art ist… mir fällt dazu nur der bekannte Satz ein: “ hättest du geschwiegen, wärest du ein Philosoph geblieben.“

      • arprin Says:

        Du siehst an der Art und Weise meiner schriftlichen Kommunikation, dass ich durchaus in der Lage bin, niveauadaptiv zu reagieren.

        Nein, sehe ich nicht. Ich sehe nur völliges Fehlen von Argumenten, dafür aber jede Menge persönliche Angriffe.

    • aron2201sperber Says:

      wünsche euch einen guten Rutsch!

  2. aron2201sperber Says:

    von den islamischen Staaten kann heute der Iran am ehesten eine ähnliche Entwicklung vorweisen. Die Demokratie ist dort zwar noch unvollständig, aber es ist ein eigenständiger, nicht von Außen getriebener Prozess.

    die Türkei ist bei allen Fehlern wesentlich demokratischer als der Iran – und Wahlen gibt es auch in den meisten Diktaturen, nur sind sie sie eben nicht frei.

    was man beim Iran auch nicht vergessen darf, ist, wo der Iran vor der bescheuerten Revolution stand.

    alles, was man z.B. Assad zugute hält wie der Säkularismus und die Frauenrechte wurden unter dem Schah eingeführt, wobei die politische Freiheit wesentlich höher war als z.B. bei Assad, Gaddafi oder Saddam.

    viele der Errungenschaften der „weißen Revolution“ wie die hohe Zahl an weiblichen Studentinnen wirken selbst trotz Revolution bis heute nach und werden von gewissen Leuten perverserweise dem heutigen Regime zugute geschrieben

  3. salamshalom Says:

    Nun wäre es an den Irakern, den Syrern oder den Ägyptern selbst, ihren eigenen Weg zu finden. Aber das wird ihnen nicht erlaubt: Es ist atemberaubend, wie unbekümmert und bedenkenlos westliche Staaten sich einmischen, militärisch intervenieren, Konfliktparteien mit Waffen, Geld, Geheimdienstinformationen oder Ausbildern stützen…..
    Beim Lesen dieser Zeilen heute morgen im Büro vor Dienstbeginn (Sie entstammen eines Kommentars in der heutigen FR) musste ich zwangsläufig an NGs „let the syrians do“ denken. Der ganze Artikel ähnelt sehr der NG-Antwort an aron. Sie entstammen eines Kommentars in der heutigen FR
    http://www.fr-online.de/meinung/al-kaida-ignoranz-in-nahost,1472602,25818028.html

    @Nichtglauber: du bist nicht zufällig weiblich und heisst Martina?

    • aron2201sperber Says:

      Nun wäre es an den Irakern, den Syrern oder den Ägyptern selbst, ihren eigenen Weg zu finden. Aber das wird ihnen nicht erlaubt:

      in erster Linie waren es ihre eigenen Diktatoren, die es jenen Völkern nicht erlaubten, einen anderen weg als den einer Diktatur zu beschreiten.

    • aron2201sperber Says:

      “let the syrians do” ?

      Seltsam, dass Assad trotzdem sämtliche demokratischen Bestrebungen unterdrückt hatte, obwohl die Mehrheit doch ohnehin hinter ihm gestanden wäre.

      Hätte Assad eine demokratische Opposition zugelassen, läge es nicht an irgendwelchen Rebellen, den Kampf gegen die syrische Diktatur zu führen.

    • arprin Says:

      Die Fehler des Westens anszusprechen ist das eine, sie als den einzigen Grund für die politischen Probleme dort zu sehen etwas anderes. Es ist wirklich schade, wenn die Probleme im Nahen Osten auf die Einmischung des Westens reduziert werden, als ob ohne den Westen ein goldenes Zeitalter des Friedens und Freiheit im Nahen Osten eingeläutet würde. Die jeweiligen Regierungen sind eben nicht interessiert, ihre Bürger „machen zu lassen“. Das Allerletzte, was Assad will, ist „Let the syrians do“, sein Regime herrscht über 4 Jahrzehnte lang diktatorisch – hast du das schon vergessen?

      Mal wieder erstaunt mich, was als „Einmischung“ durchgeht und was nicht. Nichtglauber meint ja, die russischen Waffenlieferungen an Assad wären keine Einmischung in innersyrische Angelegenheiten, weil sie mit dem Völkerrecht vereinbar sind. Nun ist es völkerrechtlich legitim, wenn der Westen, wie im FR-Artikel angesprochen, die Regierungen in Ägypten, Bahrain oder Irak mit Waffen versorgt – also müsste Nichtglauber damit eigentlich keine Probleme haben und nichtmal von „Einmischung“ sprechen. Die USA verfolgen lediglich das Einhalten international gültiger Verträge, auch auf dem Gebiet der Waffentechnologie, dieses soll, so munkelt man, souveränen Staaten erlaubt sein. Ich wette jedoch, Nichtglauber hat eine andere Sicht auf diese Dinge, denn das Völkerrecht interessiert ihn nur dann, wenn es Putin, Assad und co. begünstigt.

  4. arprin Says:

    Ein Problem des Westens ist sicher auch, dass es so viele „Experten“ produziert, die dann die schlimmsten Diktatoren und Terroristen verteidigen. Ein Facebook-Post von Jürgen Todenhöfer aus August letzten Jahres macht das deutlich:

    „Die Behauptung, die ägyptischen Muslimbrüder seien Extremisten und Terroristen, die einen Gottesstaat anstrebten, zeigt die Unehrlichkeit der Putschisten und die Ignoranz einiger westlicher Politiker. Im breiten Spektrum muslimischer Bewegungen gehört die ägyptische Muslimbruderschaft zu den gemäßigten, sozialen und Gewalt ausdrücklich ablehnenden Bewegungen.“

    Die Muslimbrüder haben Kirchen angezündet, Polizisten umgebracht und ganz offen politischen Gegnern im Fernsehen mit dem Tod bedroht. Daraus wird bei Todenhöfer „gemäßigt, sozial und Gewalt ausdrücklich ablehnend“. Nun gut, er hat al-Qaida, die Taliban, die Mullahs und Assad verteidigt, sein Einsatz für die Muslimbrüder ist da nur konsequent.

  5. Nichtglauber Says:

    @salamshalom

    danke für den Artikel, und nein, ich bin weder weiblich noch heisse ich Martina 😉

    @aron
    dass Diktaturen was gegen Revolutionen haben, liegt in der Natur der Sache. Monarchien und totalitäre Systeme sind fast immer Ziel einer Revolution. Aber eine „erfolgreiche“ Revolution oder ein „Volksaufstand“ entspringt nur, wenn eine kritische Größe des Volkes überschritten ist, die a) mit dem Status quo unzufrieden ist und b) mit dem Poststatus eine echte Alternative hat.
    In Syrien scheinen diese Parameter nicht vorhanden. Die Zeit und die Voraussetzungen für eine Revolution müssen reif sein. Zeitliche und emotionale Unreife führen unweigerlich zum Scheitern.
    Deswegen muss man das Volk machen lassen und deswegen let the syrians do…

    @arprin
    m.E.sind Waffemlieferungen an Bahrain oder SA absolut legitim. Im Kontext der Gleichstellung und des Monostandarts darf sowas gar nicht verurteilt werden. Man macht sich unglaubwürdig und angreifbar. Oder man lehnt jegliche Waffendeals ab.
    Waffenlieferungen an Rebellen, Contras, Splittergruppen sind aber nicht mit denen an souveränen Staaten vergleichbar
    Ansonsten gilt auch für deine These: „Assad lässt sein Volk nicht machen“: siehe aron

    • arprin Says:

      Nichtglauber, ich bin sehr positiv überrascht. Dein Kommentar beschränkt sich auf sachliche Argumente, ist im höflichen Ton gehalten und enthält keine Beleidigungen. Das ist ein Riesenfortschritt, vor allem im Vergleich zu deinen letzten beiden Antworten, die argumentationslose Beleidigungen („Verbalorrhoe“, „verbale Agonie“) waren. Du kannst es also. Warum nicht immer so?

      Zu deinen Argumenten:
      Für mich ist das Völkerrecht nicht geeignet, um politische Entscheidungen zu beurteilen. Es wird von korrupten, mörderischen Diktatoren mitbestimmt (siehe mal im UN-Menschenrechtsrat nach) und stellt die Souveränität einer Regierung über die Rechte ihrer Bürger. Für mich ist nur entscheidend, ob eine Regierung die Rechte ihrer Büger achtet. Klar muss man dann abwägen, weil keine Regierung perfekt ist, aber trotzdem ist das ein besserer Indikator als das Völkerrecht. Deshalb gilt für mich: Keine Waffenlieferungen an Syrien, Iran, Saudi-Arabien oder Bahrain, solange es noch Diktaturen sind.

      Ein Volksaufstand kann sicher auch scheitern, wenn die Mehrheit des Volkes ihn unterstützt, das hat die Geschichte zur genüge gezeigt. Es kommt darauf an, welche Mittel die Regierung hat und einsetzt, um den Aufstand einzudämmen. In China setzte die KP 1989 Gewalt ein, während in der DDR die SED keine Demonstranten tötete. Natürlich war der Aufstand dann erfolgreicher. In Syrien hat sich die Regierung für die „Pekinger Lösung“ entschieden. Außerdem können wir beide nicht wissen, wie hoch der Anteil der Syrer ist, die den Aufstand unterstützt. Wir haben dazu nicht genügend Informationen. Es ist anmaßend, so zu tun, als würdest du den Mehrheitswillen des syrischen Volkes kennen.

  6. Nichtglauber Says:

    „Nichtglauber, ich bin sehr positiv überrascht. Dein Kommentar beschränkt sich auf sachliche Argumente…“

    Im Klima deines letzten Postings möchte und würde ich gerne fortfahren. Da wir ausser Houla- auch die Ghouta-Frage bisher kontrovers diskutiert haben, reiche ich folgenden Bericht nach:
    https://s3.amazonaws.com/s3.documentcloud.org/documents/1006045/possible-implications-of-bad-intelligence.pdf

  7. arprin Says:

    @Nichtglauber

    Dein letzter Kommentar war nicht nur durch dein unüblichen Verzicht auf Beleidigungstiraden o.k., sondern auch weil er on-topic war. Dieser Kommentar ist wieder off-topic. Aber ich muss einräumen, dass es unmöglich ist, mich auf eine Diskussion zu Ghouta aufmerksam zu machen, da es hier nicht um dieses Thema geht und du meinen Blog meidest.

    Nun zu deinem Bericht. Wie du sicher weißt, habe ich mich mit all deinen Quellen immer penibel auseinandergesetzt, ob Texte, Videos, etc. Ich habe mir sogar eine 45-minütige ARD-Doku angesehen, nur um deine Behauptung zu überprüfen, dass dort ein Guardian-Artikel erwähnt wird. Du dagegen hast meistens alle meine Quellen ignoriert. Das weiß ich, weil ich die Möglichkeit habe, zu überprüfen, welche Links in meinem Blog angeklickt werden. All die Dutzenden Berichte zu Hula, die ich angab, haben dich gar nicht interessiert.

    Jetzt verlinkst du einen 46 Seiten langen Bericht. Da muss ich ganz ehrlich sagen: Keine Lust. Zu lang für mich. Ich habe nur die erste Seite gelesen. Wenn du den ganzen Bericht gelesen hast, bitte ich dich, ihn einfach zusammenzufassen und mich auf die wichtigen Stellen aufmerksam zu machen. Und um eine vernünftige Diskussion zu führen, solltest du auch die Berichte der Gegenseite zur Kenntnis zu nehmen. Die UNO sagte, dass die Raketen vom Kassium-Berg kamen, dort befindet sich das Hauptquartier der Republikanischen Garde. Es gibt keinen Hinweis, dass die Rebellen über die Waffen verfügen, die in Ghouta eingesetzt wurden. Wenn du an die andere Version glaubst, musst du dich mit diesen Gegenargumenten auseinandersetzen.

    • Nichtglauber Says:

      arprin,

      ich nehme dein Statement, wertfrei, zur Kenntnis.

      Im vorgelegten wissenschaftlichen Untersuchungsbericht der Uni-Massachustts gipfelt das Ergebnis im Kern, dass die benutzten „Raketen“ eine Reichweite von 2000 m nicht übertreffen konnten.
      Ausgehend vom Ziel der Einschläge bedeutet das, die Täter haben aus „Rebellen-besetzten „- Gebieten gehandelt – und zwar faktisch aus allen vier Himmelsrichtungen.
      Es mus also entweder so gewesen sein, dass sich eine syrische Einheit samt Raketen und Startrampe ins Rebellengebiet einschlich, oder aber die Rebellen haben aus ihrem Gebiet direkt abgefeuert.

      Die NYT, die ja laut ersten Untersuchungen von einer Reichweite der Geschoße von bis zu 9,5 Km sprach und die Schuld eindeutig Assad zusprach (berühmte Vektorenrechnung), sah sich im Dezember selbst dazu genötigt, die dargestellten Daten zu korrigieren. Ob dieses mit dem obigen Untersuchungsbericht zusammenhängt, weiß ich nicht
      http://www.nytimes.com/2013/12/29/world/middleeast/new-study-refines-view-of-sarin-attack-in-syria.html?ref=world&_r=0

  8. arprin Says:

    @Nichtglauber

    Ich habe dir mitgeteilt, dass ich die erste Seite des Berichts durchgelesen habe und somit weiß, was das Ergebnis ist. Ich wollte, dass du mich auf die wichtigen Stellen aufmerksam machst. Dabei geht es um die allerwichtigsten Fragen:
    – Worauf bezieht sich der Bericht? Welche Informationen werden benutzt? Ich bin mir sicher, das MIT hat keine eigenen Experten nach Ghouta geschickt.
    – Wie kommt man auf die Schlussfolgerung, dass die Raketen keine Reichweite von mehr als 2 km hatten?
    – Wird auf die Erkenntnisse der UNO eingegangen?

    Wenn du den Artikel gelesen hast, solltest du alle diese Fragen beantworten können.

    Außerdem will ich dich auf etwas aufmerksam machen: Vor einiger Zeit hast du einen russischen Bericht verlinkt, wonach syrische Eltern ihre entführten Kinder in den Bildern von Ghouta wiedererkannt hätten, und eine UN-Mitarbeiterin zitiert, wonach vergaste Menschen in Ghouta gefunden wurden, aber die Gegend nicht kontaminiert war (diese Behauptung war nachweislich falsch). Du wolltest also darauf hinaus, dass die Rebellen zuerst woanders Menschen vergast und sie dann nach Ghouta gebracht haben. Jetzt verlinkst du einen Bericht, der zum Ergebnis kommt, die Raketen seien in Ghouta eingesetzt worden. Das ist ein offensichtlicher Widerspruch. Du hast eine Kernaussage deiner Version geändert: Zuerst meintest du, das Giftgas sei woanders eingesetzt worden, jetzt sagst du, es ist in Ghouta eingesetzt worden.

    Ob dieses mit dem obigen Untersuchungsbericht zusammenhängt, weiß ich nicht

    Wenn du den Artikel bei NYT gelesen hättest, wüsstest du es. Die NYT bezieht sich ausschließlich auf den MIT-Bericht. Der NYT-Artikel ist keine „Korrektur“ (und die NYT hat im Übrigen zuvor nicht die Schuld „eindeutig“ Assad zugesprochen, das ist deine Vektorenrechnung), und was noch interessanter ist: In dem Artikel werden ein Haufen Infos geliefert. So wird genannt, worauf sich der MIT-Bericht bezieht (was du eigentlich wissen solltest) und was man aus ihm schließen kann. Schau mal nach:

    The new analysis could point to particular Syrian military units involved, or be used by defenders of the Syrian government and those suspicious of the United States’ claims to try to shift blame toward rebels.
    (…)
    Eliot Higgins, a blogger who has collected and analyzed many online videos related to the attack, the munitions and the Syrian government’s military positions in Damascus, said the new analysis of the rockets’ range aligned with assertions that the government was culpable. “A range of beyond 2.5 kilometers would put potential launch sites in an area between Jobar and Qaboun, to the north and northwest of the impact locations, that has been a hive of government activity for months,”

    Es ist also keineswegs so, dass die neuen Daten, wenn sie bestätigt werden, nur den Schluss zulassen, die Raketen seien von „Rebellen-Gebieten“ aus abgefeuert worden.

    • Nichtglauber Says:

      Ich antworte dir auf deine Aussagen wie folgt:

      – Angela Kane, die Vertreterin des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für Abrüstung, hat in einem Interview mit Russia Today (RT) gesagt, es wurde kein Sarin in den Bodenproben, welche die UN-Inspektoren in Ghouta entnommen haben, gefunden.
      Dass an anderer Stelle Sarin gefunden wurde, wo die UNO nicht vorstellig war, steht zu diesem Statement in keinerlei Widerspruch.

      – Ahmat Üzümcü ist Vorsitzender der O.P.C.W. (Organization for the Prohibition of Chemical Weapons, O.P.C.W.). Üzümcü war “Botschafter” der O.P.C.W. im syrischen Aleppo und in Israel. Diese Organisation leitete die Untersuchungen zu Ghouta.
      Die O.P.C.W. ist nicht Teil der U.N.O. Insofern handelt es sich genau genommen nicht um eine U.N.O.-Untersuchung der von den Chemiewaffen-Experten in Syrien gesammelten Hinweise.

      – „Vergleicht man Geheimdienst-Karten der Region mit der Reichweite der eingesetzten Raketen, so könne das Saringas nicht aus Gebieten abgeschossen worden sein, die zu dem Zeitpunkt von syrischen Truppen kontrolliert wurden. Die US-Regierung hatte mit eben jenen Karten am 30. August aber die Täterschaft des syrischen Militärs zu beweisen versucht.“
      Die beiden Forscher untersuchten die Reste der Geschosse, deren aerodynamischen Egenschaften und technische Spezifikationen.
      Diese Ergebnisse ließen eine maximale Reichweite von zwei Kilometern zu. „Zum Zeitpunkt des Angriffs sind sämtliche für einen Abschuss in Frage kommenden Gebiete aber in Hand oppositioneller Milizen gewesen.“
      Lloyd und Postol gehen auch auf die politischen Implikationen der Geheimdienstangaben ein: „Diese falschen Informationen hätten zu einem ungerechtfertigten US-Militärangriff“ führen können. Eine genaue Bewertung der eingesetzten Munition hätte zu „einer völlig gegenteiligen Einschätzung der Situation führen müssen.“
      Eben in diese Ergebnissen reihte sich die NYT (kritiklos ?) ein. Diese Ergebnisse belasteten nur Assad und führten, wie wir alle wissen, fast zum Supergau.

      – Meine Position zu den aus dem Westen Syriens entführten Kindern und deren Transport und Tötung in Ghouta ändere ich keineswegs sondern unterstreiche sie noch mehr, sind doch inzwischen 3 Kinder eindeutig von ihren Eltern identifiziert worden. Eine solche Untat schließt eine adjuvante Untat nicht aus. Sie ist ihr vielmehr vorgeschaltet.

  9. arprin Says:

    @Nichtglauber:

    – Angela Kanes Aussage, wonach die Gegend um Ghouta nicht kontaminiert war, ist ein massiver Widerspruch zu den Aussagen im UN-Untersuchungsbericht, wonach die Gegend um Ghouta sehr wohl kontaminiert war (ich empfehle dir, den UN-Bericht zu lesen).
    – Selbstredend hat die UNO die Gegend um Ghouta untersucht. Zuerst wollte Assad keine Untersuchung durchlassen, nach 4 Tagen erlaubte er sie und die UN-Inspekteure haben dann einen Bericht verfasst. Hast du das etwa schon vergessen?
    – Deine Zitate stammen aus German IRIB oder anderen Blogs (mal wieder ohne Quellenangabe) und nähern bei mir den Verdacht, dass du den MIT-Bericht gar nicht durchgelesen hast. Den NYT-Artikel hast du definitiv nicht durchgelesen, da du nicht weißt, was dort steht. Die NYT hat die Ergebnisse aus dem MIT-Bericht zitiert. Daraus lässt sich aber eben nicht, wie u.a. German IRIB behauptet, nur die Schlussfolgerung ziehen, dass die Raketen von Rebellen-Gebieten aus abgefeuert wurden.
    – Es ist unmöglich zu sagen, dass Kane Recht hat mit ihrer Aussage, die Gegend um Ghouta sei nicht kontaminiert gewesen, und der MIT-Bericht Recht hat mit der Aussage, das Giftgas sei in Ghouta eingesetzt worden.
    – Woher hast du die Behauptung, dass 3 von Rebellen entführte Kinder in Ghouta von ihren Eltern identifiziert wurden? Ist diese Quelle für dich die absolut unzweifelbar? Und denkst du, man kann dadurch nur schließen, die Rebellen hätten den Giftgasangriff durchgeführt? Selbst wenn Kinder von Rebellen entführt wurden, schließt das nicht aus, dass sie in einem von Regime durchgeführten Giftgasangriff getötet wurden.

    • Nichtglauber Says:

      Absolut korrekt, dass ich einige Passagen aus anderen Quellen übernommen habe. Wusste nicht, dass das deren Inhalt verändert.
      Du beziehst dich auch auf mancherlei Quelle (z.B. UN-Untersuchungsbericht, AaR) und zitiertst oder verlinkst. Das ist lege artis, denke ich.

      Meine ursprügliche Intention, hier einen aktuellen Untersuchungsbericht zum Thema Ghouta-Gas nachzulegen, dem Umstand dient, dass die Eingangskontroverse neues Futter bekommt.
      Wie weit gehen Manipulation, Unterschlagung von Informationen und Fälschung, um ein Regime zu verteufeln und eine „Rebellenschaft“ reinzuwaschen?
      Nach Lage der Dinge: sehr weit, im Grunde grenzenlos weit.
      „Gegenüber der Washingtoner Tageszeitung McClatchy erklärt Postol, dass er selbst zuerst von einem Angriff durch Assad-Truppen ausgegangen war: »Als ich mit dieser Arbeit anfing, war ich der Meinung, dass niemand außer der syrischen Regierung hinter dem Angriff stehen könne. Aber jetzt bin ich mir keiner Sache mehr sicher.« Die Berichte der US-Regierung seien »nicht einmal nahe an der Wahrheit«“.
      Eigentlich reicht mir persönlich diese Aussage schon. Wer jetzt noch dem ursprünglichen Ghoutabericht glaubt, muss es wohl unbedingt wollen.

      Die Quelle, die die Identifikation der drei Kinder brachte, war sana, daher habe ich sie gar nicht erst genannt. Sie ist, im Vergleich zu den westlichen Quellen selbstredend, wie wir ja gerade erleben, unseriös und nicht glaubhaft.

      Natürlich habe ich den NYT-Bericht gelesen.

      Und natürlich hat die NYT eine Vektorenrechnung präsentiert, die eindeutig Assad belastet hat. Und es gibt auch andere Personen im Dunstkreis der UN, die, wie Angela Kane, permanent gegenteilige Statements abgeben. Da hat die UN absoluten Klärungsbedarf:
      http://www.globalresearch.ca/un-investigator-undercuts-new-york-times-on-syria-assad-government-not-responsible-for-august-21-chemical-attack/5362559
      „…blaming the Assad regime by pushing a “vector analysis” (!)“…
      „Assad Government not Responsible for August 21 Chemical Attack“

  10. arprin Says:

    Wusste nicht, dass das deren Inhalt verändert.

    Habe ich in keinster Weise behauptet. Ich vermute nur, dass du den MIT-Bericht verlinkt hast, ohne ihn durchzulesen. Liege ich richtig?

    Wie weit gehen Manipulation, Unterschlagung von Informationen und Fälschung, um ein Regime zu verteufeln und eine “Rebellenschaft” reinzuwaschen?
    Nach Lage der Dinge: sehr weit, im Grunde grenzenlos weit.
    (…)
    Eigentlich reicht mir persönlich diese Aussage schon. Wer jetzt noch dem ursprünglichen Ghoutabericht glaubt, muss es wohl unbedingt wollen.

    Nichtglauber, das kannst du doch nicht ernst meinen: Weil jemand Zweifel äußert, dass der Bericht der UNO richtig ist, kommst du zu dem Schluss, der Bericht der UNO sei mit 100%iger Sicherheit falsch? Und der des Regimes mit 100%iger Sicherheit richtig? Ein Zweifel ist für dich ein Beweis, und der Bericht interessiert dich gar nicht? Solltest du das wirklich so sehen, ist das ein Offenbarungseid. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die UNO Recht hat, aber das bloße Äußern eines Zweifels ist für mich kein Beweis dafür, dass sie falsch liegen. Es gibt auch viele, die Zweifel an der Version des Regimes haben. Reicht das als Beweis, dass die Version des Regimes falsch ist? Natürlich nicht.

    Eine (!) Aussage reicht keineswegs aus, um ein Bericht der Lüge zu überführen – man muss sich mit den Inhalt des Berichts auseinandersetzen!! Wenn du dich auf einzelne Aussagen beschränkst, um zu urteilen, und diese Aussagen dann auch noch selektiv aussuchst, geht dir vieles Wichtige verloren. Bleib‘ bei deinen Zweifeln, aber bitte setze dich endlich auch mit dem Inhalt des UN-Berichts (und der anderen, die das Regime belasten) auseinander und zweifle auch mal an den Aussagen des Regimes. Solange du deine „Westliche Medien lügen immer, SANA sagt immer die Wahrheit“-Einstellung behältst, kann keine vernünftige Diskussion entstehen.

    Die Quelle, die die Identifikation der drei Kinder brachte, war sana, daher habe ich sie gar nicht erst genannt. Sie ist, im Vergleich zu den westlichen Quellen selbstredend, wie wir ja gerade erleben, unseriös und nicht glaubhaft.

    Ich weiß, dass die westlichen Medien oft falsch liegen. Aber wieso um alles in der Welt verschonst du SANA von deinen Zweifeln? Im Klartext: Wieso ist etwas, was SANA sagt, für dich ein eindeutiger, 100%iger, unzweifelbarer Beweis? Warum stellst du dir nicht die Frage: Wie weit gehen Manipulation, Unterschlagung von Informationen und Fälschung, um eine Rebellenschaft zu verteufeln und ein Regime reinzuwaschen? Ich gebe dir ein Rat: Glaube keinem Medium bedingungslos, weder NYT, WELT, SANA oder IRIB.

    Natürlich habe ich den NYT-Bericht gelesen.

    Mit Verlaub, aber das ist nun wirklich völlig unglaubwürdig. Willst du mir sagen, dass du einen Artikel gelesen hast, der sich als Quelle ausschließlich (!) auf den MIT-Bericht bezieht, nur, um später zu sagen, dass du nicht weißt, ob er mit dem MIT-Bericht zusammenhängt? Sorry, aber: Entweder du hast den Artikel nicht gelesen oder du leidest an einer gravierenden Leseverständnisschwäche.

    Und natürlich hat die NYT eine Vektorenrechnung präsentiert, die eindeutig Assad belastet hat.
    (…)
    “…blaming the Assad regime by pushing a “vector analysis” (!)”…

    Nichtglauber, ist das dein Beweis für deine Anklage gegen die NYT? Die Global Research hat die NYT-Artikel zu Ghouta so interpretiert, als hätte die NYT Assad „eindeutig“ beschuldigt und eine „Vektorenrechnung“ aufgestellt. Dabei hat die NYT lediglich Hinweise genannt, die das Regime belasten, mehr nicht.

    “Assad Government not Responsible for August 21 Chemical Attack”

    Unglaublich, dass du nicht merkst, wie lächerlich das ist. Global Research sieht die Rebellen eindeutig als die Schuldigen und stellt eine Vektorenrechnung auf. Gleichzeitig wird die NYT kritisiert, weil sie angeblich Assad eindeutig als Schuldigen sieht und eine Vektorenrechnung aufstellt. Realsatire.

    • Nichtglauber Says:

      Ich möchte uns die Sache einfacher und subrimierter machen.
      Geschenkt, dass ich die Quellen nicht lese, die ich selbst hier einsetze, Geschenkt, dass die Quellen alle unseriös sind bzw. keine besser als die andere. Geschenkt, dass ich übernommene Aussagen tätige.

      Aber sprechen möchte ich über den Kern schon noch mal:
      Deine bisherige Einstellung, und ich zitiere, “ alle Indizien sprechen dafür, dass Assad die Raketen von Qasyun aus abgefeuert hat“, kann nicht mehr gehalten werden und ist obsolet.
      Deine obige Beurteilung richtete sich nach den Ergebnissen und Statements der US-Regierung sowie dieser Vektorenrechnung der NYT. Zu dieser Zeit war es noch keine „Realsatire“.
      Nun zeigen neue Untersuchungsergebnisse, dass das Statement der US-Regierung „nicht mal nah an der wahrheit ist“ und die Vektorenrechung der NYT nicht mehr tragbar (musste die NYT bereits selbst einräumen). Und jetzt, plötzlich, ist alles eine Realsatire.
      Ich finde, diese Beurteilung der vorliegenden Daten ist nicht nachvollziehbar und nicht lauter.
      Und ich spreche hier nicht davon, dass durch die neuen Erkenntnisse der Umkehrschluß bewiesen worden sei. Ich spreche davon, dass alle Indizien, auf die du dich gestützt hast, keine sind. Du bist einem manipulierten US-Bericht aufgesessen. Es ist Zeit, die neuen Daten anzuerkennen und daraus neue Erekenntnisse zu schöpfen.

  11. arprin Says:

    Deine obige Beurteilung richtete sich nach den Ergebnissen und Statements der US-Regierung sowie dieser Vektorenrechnung der NYT.

    Ich spreche davon, dass alle Indizien, auf die du dich gestützt hast, keine sind. Du bist einem manipulierten US-Bericht aufgesessen.

    Das ist absolut falsch. Bevor du die NYT ins Spiel gebracht hat, hatte ich keinen einzigen NYT-Artikel zu Ghouta gelesen! Meine Beurteilung richtete sich nach:
    – den Videos der Aktivisten, die nach dem Angriff zirkulierten
    – die Ärzte ohne Grenzen, die Patienten mit Spuren von Giftgas behandelten
    – die Aussagen von Militärexperten, wonach die Rebellen keine solchen Waffen verfügen
    – der UN-Bericht, der die Flugrichtung einschätzte
    – das verdächtige Verhalten des Regimes (man wollte zuerst gar keine Inspektion zulassen)
    – das Fehlen jeglicher Hinweise für die Täterschaft der Rebellen

    Du unterstellst mir also etwas, was ich nie behauptet habe, und „widerlegst“ das dann. Was soll ich davon halten?

    Zu dieser Zeit war es noch keine “Realsatire”.

    Und jetzt, plötzlich, ist alles eine Realsatire.

    Ich habe den NYT-Artikel, der bei Global Research verlinkt ist (und den ich vorher nicht kannte), keineswegs als Realsatire bezeichnet!! Ich nannte den Global Research-Artikel Realsatire, weil dort exakt dasselbe getan wird, wofür man die NYT kritisiert: Eine Seite (die Rebellen) wird eindeutig als die Schuldige benannt und es wird eine Vektorenrechnung aufgestellt.

    Nun zeigen neue Untersuchungsergebnisse, dass das Statement der US-Regierung “nicht mal nah an der wahrheit ist” und die Vektorenrechung der NYT nicht mehr tragbar (musste die NYT bereits selbst einräumen).

    Ich habe mich niemals auf ein Statement der US-Regierung bezogen, sondern auf den UN-Bericht. Der MIT-Bericht widerlegt nicht den UN-Bericht, wie ich schon gesagt habe. PS: Können wir aufhören, das Wort „Vektorenrechnung“ zu benutzen?

    Und ich spreche hier nicht davon, dass durch die neuen Erkenntnisse der Umkehrschluß bewiesen worden sei.

    Deine Kommentare seit Beginn der Ghouta-Debatte klingen eindeutig so, als würdest du absolut sicher sein, die Rebellen hätten den Angriff durchgeführt. Dann musst du dir auch die Frage gefallen lassen, warum du dir so sicher bist.

    Fassen wir zusammen:
    1. Du unterstellst mir, mich auf eine Quelle beziehen, die ich nie zitiert habe.
    2. Dann „widerlegst“ du diese Quelle mit einem Bericht, den du gar nicht gelesen hast.
    3. Gleichzeitig gibst du ganz offen zu, keinen einzigen Bericht durchgelesen zu haben, den du (!) oder ich hier zitieren.

    Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich glauben, du machst eine False-Flag-Operation, um Regime-Anhänger zu diskreditieren. Oder hältst du etwa so einen Diskussionsstil für seriös?

    • Nichtglauber Says:

      Bleiben wir doch beim Wesentlichen:
      ” alle Indizien sprechen dafür, dass Assad die Raketen von Qasyun aus abgefeuert hat”. Gilt das noch?

      • arprin Says:

        Bleiben wir doch beim Wesentlichen:
        ”Deine obige Beurteilung richtete sich nach den Ergebnissen und Statements der US-Regierung sowie dieser Vektorenrechnung der NYT. … Ich spreche davon, dass alle Indizien, auf die du dich gestützt hast, keine sind. Du bist einem manipulierten US-Bericht aufgesessen”. Gilt das noch?

      • Nichtglauber Says:

        Ich habe zuerst gefragt. Bekomme ich eine Antwort, bis du dran…

      • arprin Says:

        Ich habe in meinem letzten Kommentar schon in 6 Punkten diese Frage eindeutig beantwortet. Ja, das gilt noch. Und jetzt: Gelten deine Unterstellungen immer noch?

      • Nichtglauber Says:

        „Ja, das gilt noch“. Danke, ich habe keine Fragen mehr.

        Und nun zu Erfüllung meines Teils:
        Solltest du dich nicht von der US-Regierung oder der NYT hast manipulieren lassen, dann ziehe ich meine Aussage diesbezüglich zurück. Das Ergebnis freilich (siehe oben) ist genauso schlecht.

  12. arprin Says:

    „Solltest du dich nicht von der US-Regierung oder der NYT hast manipulieren lassen, dann ziehe ich meine Aussage diesbezüglich zurück“. Danke, du ziehst also alle deine Aussagen aus den letzten 3 Tagen zurück.

    Das Ergebnis freilich (siehe oben) ist genauso schlecht.

    Was an meiner Beurteilung (also die von mir genannten 6 Punkte) ist für dich „genauso schlecht“? Und wonach richtest du dein „totsicheres“ Urteil, wenn du dir doch zu schade bist, um auch nur einen Bericht durchzulesen?

    • Nichtglauber Says:

      „Danke, du ziehst also alle deine Aussagen aus den letzten 3 Tagen zurück.“
      Echt? wo sage ich das?

      arprin,
      wir können jetzt, so denke ich, diese Konversation erstmal beenden. Deine Antwort reicht mir. Sie ist höchst aufschlußreich.

  13. arprin Says:

    Echt? wo sage ich das?

    Na, hier: „Solltest du dich nicht von der US-Regierung oder der NYT hast manipulieren lassen, dann ziehe ich meine Aussage diesbezüglich zurück“

    Wir können jetzt, so denke ich, diese Konversation erstmal beenden. Dein Schweigen zu meinen 6 Punkten und zu meiner Frage, mit welchen Quellen du dir dein Urteil bildest, ist höchst aufschlußreich.

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