Archive for Dezember 2013

Augsteins „Gut und Böse“

Dezember 11, 2013

Gauck geht es eben nicht um “guter Ami” oder “böser Russe”, auch wenn Augstein in diesen Kategorien denkt, sondern um Freiheit vs. Diktatur (bzw. Demokratur).

Hätte Russland eine jenen Werten verpflichtete Regierung, wäre Gauck wohl der Letzte, der Russland boykottieren würde.

Augstein & Co. bleiben hingegen trotz Obama Antiamerikaner (auch wenn sie vorher stets behauptet hatten, ihr Antiamerikanismus würde nur an Bush liegen).

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Ossi-Angela ignoriert Augsteins Trauma

Dezember 9, 2013

Gauck kenne nur die Freiheiten von gestern:

Warum wurde Gauck als Präsident der Freiheit apostrophiert? Warum hat er ein Buch geschrieben, das einfach so heißt, „Freiheit“? Weil Gauck nur die Bedrohungen der Freiheit gelten lässt, die er kennt. Und die Russen kennt er eben von früher aus dem Osten. Gauck kann sich gar nicht vorstellen, dass die viel größere Bedrohung unserer Lebensweise heute aus dem Westen kommt.

Verfolgung der Opposition oder Antischwulengesetze des Russen seien jedoch nichts gegen die wahre Bedrohung unserer Lebensweise (als Internet-Che-Guevaras) durch den Ami.

Ossi-Angela solle sich statt um ihr eigenes Russen-Trauma endlich um das gesamtdeutsche NSA-Trauma kümmern:

Wir bleiben mit der Überlegung zurück: Sollen die beiden ruhig beherzt für die Rechte von russischen Schwulen und ukrainischen Oppositionellen eintreten. Aber wenn sie ihr Russen-Trauma abgearbeitet haben, könnten sie sich dann auch mal um unsere Rechte kümmern?

Augstein – „Böser Russe, guter Ami

Lupenreine Ignoranten

Dezember 8, 2013

Dass sich Klitschko für sein Land einsetzt, ist für viele Forum-Maulhelden ein Grund zum Lästern.

Die Freiheit zur Opposition, die von den deutschen Foristen als Selbstverständlichkeit angesehen wird, kann in Ländern wie der Ukraine die Gesundheit oder zumindest einige Jahre Freiheit kosten.

Das Eliminieren von politischen Gegnern, wie es in Putins Einfluss-Sphäre praktiziert wird, hat nach wie vor wenig mit einer lupenreinen Demokratie zu tun, auch wenn das gewisse Deutsche schon anders sahen.

Angela Merkel unterscheidet sich in diesem Punkt wohltuend von ihrem ignoranten Vorgänger.

Obwohl ihr Telefon von der NSA abgehört worden war, ist für Angela Merkel klar, dass die westliche Welt immer noch um Welten freier als Putins Imperium ist.

Wahres Christentum und wahrer Islam gleich?

Dezember 6, 2013

Bei Jesus Christus handelte es sich um den Proto-Typ des Gutmenschen, auch wenn es die westliche Zivilisation später lange Zeit geschafft hatte, den links-altruistischen Inhalt ihrer Religion zu verbergen (z.B. durch Predigten auf Latein, welche die eigenen Schäfchen nicht verstehen konnten).

Wenn man das linke Neue Testament nicht durch eine gehörige Portion rechtes Altes Testament abfedert, landet man schnell bei Käßmann & Co.

Linksgute Christen gehen davon aus, dass alle Religionen im Kern gleich seien.

Beim Islam ist es jedoch genau umgekehrt:

Entstaubt man den gemäßigten Volksislam, und bringt den wahren Islam zum Vorschein, landet man bei einer gewalttätigen Ideologie.

Das Christentum ist im Kern höchstens autoaggressiv: im Idealfall stirbt man für die Sünden der anderen am Kreuz.

Der Islam fordert hingegen aggressives Verhalten gegen andere.

Ka Problem oder Köpferl im Sand?

Dezember 5, 2013

In Österreich „kein Problem“

Die Debatte um den Sozialtourismus in der EU ist allerdings nicht neu. Schon im Frühjahr hatten die Innenminister von vier Ländern – darunter neben Großbritannien, Deutschland und den Niederlanden auch Österreich – einen Brief nach Brüssel geschickt und Maßnahmen gegen das angebliche Phänomen gefordert.

In Österreich betont man aber seit jeher, den Brief aus reiner Solidarität gegenüber den Partnerländern unterzeichnet zu haben. Das Problem der Armutsmigration gebe es hierzulande derzeit nicht, versichert der Sprecher von Johanna Mikl-Leitner im Gespräch mit der „Presse“ – und auch nach der Arbeitsmarktöffnung im kommenden Jahr werde sich daran nichts ändern.

(„Die Presse„, Print-Ausgabe, 05.12.2013)

Angesichts eines Problems, das alle Nettozahler der EU gerade in Alarmbereitschaft versetzt, hilft die angeblich bürgerliche „Presse“ der angeblich bürgerlichen Innenministerin den Kopf in den Sand zu stecken.

Wenn man die Armutsmigration leugnet, wird man auch kaum die notwendigen Schritte setzen, das Problem abzuwenden.

Selbst die Presse gesteht ein, dass der Problemfall wohl letztlich eintreten werde:

„Sozialtourismus“ ist eine perfide Wortkreation. Die Innenminister von Deutschland, Großbritannien, Niederlande und Österreich argumentieren seit Monaten gegen das angebliche Ausnutzen ihres Sozialsystems durch Zuwanderer aus anderen EU-Staaten. In Großbritannien und Deutschland werden Forderungen laut, Zuwanderer aus der EU künftig bei Sozialleistungen schlechter zu stellen. Das suggeriert ein Problem der Freizügigkeit, das es laut veröffentlichten Zahlen bisher überhaupt nicht gibt.

Verlogen ist, dass alle vom selben reden, es aber nicht beim Namen nennen: Denn es geht nicht um schon aufgetretene Probleme. Es geht darum, dass mit 1. Jänner der Arbeitsmarkt für Rumänen und Bulgaren geöffnet wird, und um die Angst, dass dann Roma und Sinti in Massen ins Land strömen. Das könnte irgendwann tatsächlich geschehen, aber nicht wegen der Arbeitsmarktöffnung, sondern weil unter den EU-Staaten ein Wettbewerb der Verdrängung dieser Volksgruppe eingesetzt hat. Frankreich und Ungarn sind dabei Vorreiter.

E-Mails an: wolfgang.boehm@diepresse.com

(„Die Presse„, Print-Ausgabe, 05.12.2013)

Allerdings wird er nicht als „Sozialtourismus“ (für die Presse ein ganz böses Wort, das man nur unter Anführungszeichen verwenden darf), sondern als unvermeidliche „Verdrängung dieser Volksgruppe“ wahrgenommen.

Gerade indem man das Problem des Sozialtourismus erfolgreich verdrängt und so verhindert, dass Österreich sich davor schützt, spielt man einem Strache in die Hände, bei dem der Vorwurf, es gehe nicht um Sozialtourismus, sondern um die rassistisch motivierte Ablehnung der Roma, womöglich tatsächlich stimmen könnte.

Letztlich liegt es gerade im Interesse der Roma, in Westeuropa nicht mehr als ewig zu versorgende „Opfer“ (aus Sicht der Guten) oder als „Schmarotzer“ (aus Sicht der Bösen) wahrgenommen zu werden, sondern durch die EU-Freizügigkeit neue Chancen als gleichberechtigte Bürger zu bekommen.

Ägyptens gutem Beispiel folgen

Dezember 4, 2013

Ausgerechnet diejenigen, die in Europa im “Kampf gegen Rechts” alles nicht mit ihrer Meinung Konforme verbieten lassen wollen, fordern dazu auf, die Wahlsiege der Islamisten in der islamischen Welt zu respektieren:

Will Präsident Barack Obama das nicht, muss seine Regierung über ihre jetzige, vorsichtige Kritik an der ägyptischen Armee hinausgehen und sagen: Demokratie heißt, auch seinen ideologischen Gegnern alle Freiheiten und Grundrechte einzuräumen. Ohne einen Dialog mit den Muslimbrüdern kann es keine Fortsetzung der jährlichen Militärhilfe von 1,3 Milliarden Dollar geben.

(Erich Follath – Spiegel)

Weder hier noch in der islamischen Welt sollten irgendwelche Meinungen, Religionen oder Bücher verboten werden.

Politische Parteien, deren Ziel die Abschaffung der Demokratie ist, haben jedoch in keiner Demokratie etwas verloren.

Daher könnte man auch in Deutschland dem guten Beispiel der Ägypter folgen und die antidemokratische NPD abschaffen.

Die Vorstellung, eine Partei zu verbieten, nur weil sie antidemokratisch ist, behagt jedoch vielen deutschen Meinungsführern wohl nicht besonders, zumal sie als alte 68er selbst auf Karrieren in antidemokratischen politischen Organisationen zurückblicken.

Lieber prangert man den „Rechtsextremismus der Mitte“ an, wenn sich Merkel, Sarkozy oder Cameron dazu erdreisten, gegen die ungeregelte Zuwanderung oder islamistische Parallelgesellschaften vorzugehen.

Arafats letzte Unterhose

Dezember 3, 2013

Der frühere Palästinenserführer Jassir Arafat ist nach Ansicht französischer Experten nicht durch den radioaktiven Stoff Polonium vergiftet worden. Die von der französischen Justiz beauftragten Experten schlössen eine Vergiftung aus, verlautete am Dienstag aus mit den Ermittlungen in Nanterre bei Paris vertrauten Kreisen. Vielmehr weise vieles auf eine natürliche Todesursache hin.

Tatsächlich hatten auch die Schweizer – wie zuvor die Russen – kein Polonium-210, sondern lediglich Blei-210 in Arafats Überresten gefunden. Polonium 210 hatte sich hingegen lediglich auf seiner Unterhose befunden.

Doch statt den Bericht der Experten selbst zu lesen, vertrauten unsere Qualitätsmedien lieber der Textinterpretation von irgendeinem von Al Jazeera präsentierten “Experten” (von dem zuvor garantiert noch nie jemand gehört hatte).