Assads Überreder

Syrienkonferenz in der Schweiz: Nur Iran kann Assad überreden

Mit seiner Einladung an Iran hat Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon die syrische Opposition und die USA brüskiert. Dennoch ist die Teilnahme des Regimes am Treffen in Montreux wichtig: Teheran hat den stärksten Einfluss auf Diktator Assad.

(Spiegel)

Im Gegensatz zu Gaddafi und Saddam hätte Assad wohl kaum bis zum bitteren Ende gekämpft.

Wäre der iranische und russische Einfluss auf Assad nicht so strak gewesen und der Wille des Westens nicht so schwach, könnte die Familie Assad schon längst in einem angenehmen Exil verweilen und Syrien wäre ein äußerst blutiger Bürgerkrieg erspart geblieben.

Dass die Mullahs, die Assad zum Kämpfen gedrängt hatten, ihn auf einmal zum Frieden überreden sollten, glaubt wohl auch nur Herr Moon.

Obama wurde von Herrn Moon hingegen gar nicht erst groß gefragt (was allerdings wohl ziemlich egal ist, da Obama wahrscheinlich ohnehin nichts zu sagen gehabt hätte).

Russland, Iran, China haben vielleicht Grund, über Obamas Schwäche zu feixen.

Wir Europäer werden hingegen wie beim Balkankrieg die Folgen der amerikanischen Führungsschwäche in Form von weiteren Flüchtlingsströmen aus der Krisenregion sehr unangenehm zu spüren bekommen.

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19 Antworten to “Assads Überreder”

  1. Gerd Says:

    Unsinn. Wer bezahlt dich?

  2. besucher Says:

    Warum wird denn Saudi-Arabien zu der Konferenz eingeladen? Das Land ist ebenso wenig wie der Iran Anrainerstaat. Der Iran wurde mittlerweile wieder ausgeladen. Die einseitige Positionierung wird dem Westen nichts bringen.

  3. besucher Says:

    Warum wird denn Saudi-Arabien zu der Konferenz eingeladen? Das Land ist ebenso wenig wie der Iran Anrainerstaat. Der Iran wurde mittlerweile wieder ausgeladen. Die einseitige Positionierung wird dem Westen nichts bringen….

  4. aron2201sperber Says:

    Assads Regime versucht sich gerade als einzige Alternative gegen Al Qaida zu verkaufen.

    eine andere Alternative hätte es jedoch sehr wohl gegeben, wenn Assad freiwillig zurückgetreten wäre und den Weg für eine friedliche demokratische Entwicklung freigemacht hätte.

    Die Entwicklung in Libyen wird von den Assad-Fans zwar stets als schlimmes Beispiel zitiert – tatsächlich kontrollieren die Dschihadisten in Libyen lediglich ein paar Wüstendörfer, während in Syrien mittlerweile ganze Städte von Al Qaida beherrscht werden:

    http://www.reuters.com/article/2014/01/13/us-syria-crisis-raqqa-idUSBREA0B0MX20140113

    tatsächlich ist heute nirgendwo in der islamischen Welt die Gefahr eines neuen Taliban-Staates größer als in Syrien.

    • besucher Says:

      Naja, in einigen Städten an der Küste östlich von Bengasi Richtung Ägypten sind schon einige Dschihadisten-Verbände ziemlich aktiv. Das sollte man nicht verschweigen

      • aron2201sperber Says:

        in Derna mag sich viel Islamisten-Gesindel herumtreiben, die Stadt wird jedoch trotzdem von der Regierung kontrolliert

        tatsächlich bestätigt auch der Welt-Artikel, was ich geschrieben habe: nämlich dass sie lediglich in der Wüste ein paar Camps haben.

        http://www.welt.de/politik/ausland/article123991263/Das-neue-Paradies-fuer-Terroristen.html

        Radikale Islamisten haben sich dort festgesetzt. Die eigentlich beschauliche Hafenstadt mit ihren 80.000 Einwohnern ist zur Drehscheibe der internationalen Dschihadisten in Nordafrika geworden. Sie ist ein idealer Stützpunkt. Die Stadt liegt abgelegen zwischen Bergen, Meer und Wüste unweit der Grenze zu Ägypten, die jederzeit problemlos illegal überquert werden kann. Rund um und in Derna sind Trainingscamps und Waffenlager entstanden (siehe Karte). Das bestätigen auch westliche Geheimdienstkreise.

      • Nichtglauber Says:

        Der Bericht unserer neutralen Nachbarn klingt eher so, als gäbe es im Osten und im Süden des Landes Probleme.
        http://www.blick.ch/news/ausland/nach-kaempfen-ausnahmezustand-im-sueden-libyens-ausgerufen-id2626176.html
        Hier radikale Islamisten, dort Gaddafi-Anhänger. Das Militär sei praktisch nicht handlungsfähig, daher vertraue man Milizen. Ich denke, Libyen taugt immer noch nicht als gutes Beispiel.

      • aron2201sperber Says:

        nach 40 Jahren Diktatur ist sicher noch nicht alles perfekt, zumal es auch in Libyen, wie überall in der islamischen Welt ein Islamismus-Problem gibt.

        trotzdem ist die Lage in Libyen heute um vieles besser als in Syrien, was sich schon allein an Hand der Flüchtlingszahlen klar zeigt.

  5. antifo Says:

    OT zum Thema Ukraine:

    Udar, eine CDU-Erfindung!
    http://german.ruvr.ru/2012_11_06/93666367/

    Wer’s nicht glaubt, möge nach “UDAR” und “Konrad-Adenauer-Stiftung” suchen. Da findet man einiges, auch auf den Seiten der KAS selbst.

    Kein Wunder, daß Klitschko Angst vor einer NGO-Gesetzgebung nach russischem Vorbild hat …

  6. Nichtglauber Says:

    „Wir Europäer werden hingegen wie beim Balkankrieg die Folgen der amerikanischen Führungsschwäche in Form von weiteren Flüchtlingsströmen aus der Krisenregion sehr unangenehm zu spüren bekommen.“


    „… unter Obama ist die Zahl der gezielten Tötungen und der verdeckten Kommandooperationen sogar höher als unter Bush“.
    So schwach und hilflos ist Obama nicht. Nur weil er Demokrat ist und den Nobelpreis hat, ist er noch lange keine Taube!

    • arprin Says:

      Was hat die eine Aussage mit der anderen zu tun? Denkst du wirklich, die Flüchtlinge in Europa fliehen vor Obamas Drohnen?

      Und ist es nicht extrem heuchlerisch, dass du als jemand, der die komplette Zerstörung einer Stadt mit Zehntausenden toten Zivlisten rechtfertigt, wenn es um Antiterrorkampf geht (s. Hama 1982 und Syrien seit 2011), sich über Obamas Drohnen aufregt?

      • Nichtglauber Says:

        Im Grunde diskutiere ich mit dir nach deinem letzten Statement nicht mehr, da Hopfen und Malz verloren scheinen.
        Aber höflichkeitshalber EINE kurze Antwort:
        Der Film gilt dem von aron verwendeten Begriff „Führungsschwäche“ (oben im Zitat eigentlich klar lesbar). Und zweitens müsstest du mir Beläge liefern, dass Assad oder seine Armee deine Aussage bestätigen. Behaupten kann man viel, bei dir sind selbst Untersuchungsergebnisse resonanzlos.

        Ps.: wegen Nebelkerzen und so. Nicht die Aussage des Films von Scahill unter den Tisch fallen lassen…

      • arprin Says:

        Im Grunde diskutiere ich mit dir nach deinem letzten Statement nicht mehr, da Hopfen und Malz verloren scheinen.

        bei dir sind selbst Untersuchungsergebnisse resonanzlos.

        Nichtglauber, das ist jetzt wirklich schwach. Du hast mir irgendein NYT-Artikel und ein Statement der US-Regierung untergejubelt, die ich nie zitiert habe (also ein klassisches Strohmann-Argument), und sie mit einem MIT-Bericht „widerlegt“, den du gar nicht gelesen hast. Ich habe dir dann klar und eindeutig die verschiedenen Punkte genannt (u.a. auch Untersuchungsergebnisse!), warum ich bezüglich Ghouta zur Täterschaft Assads tendiere:
        https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/12/31/was-agypten-von-assad-lernen-kann/#comment-10044

        Zu diesen 6 Punkten hast du dich dann trotz Nachfrage nicht im Ansatz geäußert. Du hast also KEIN EINZIGES Argument genannt, warum du meine Position für falsch hältst, und trotzdem tust du so, als hättest du alle meine Punkte widerlegt und als wäre ich einsichtslos. Bei wem sind hier Hopfen und Malz verloren? Bei wem sind Untersuchungsergebnisse resonanzlos?

        Der Film gilt dem von aron verwendeten Begriff “Führungsschwäche” (oben im Zitat eigentlich klar lesbar).

        Aron meint nicht Führungsschwäche in Pakistan, sondern in Syrien (oben im Artikel eigentlich klar lesbar).

        Und zweitens müsstest du mir Beläge liefern, dass Assad oder seine Armee deine Aussage bestätigen.

        Das habe ich schon mehrere Dutzend Male.

  7. Der neue Neocon | Aron Sperber Says:

    […] Friedlicher ist die Welt unter einem schwachen Obama und einem starken Putin keineswegs geworden. […]

  8. Beliebtester Präsident, verhassteste USA | Aron Sperber Says:

    […] Friedlicher ist die Welt unter einem schwachen Obama und einem starken Putin keineswegs geworden. […]

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