Petro-Rubel-Imperialismus

Russland sollte als Demokratie eigentlich dieselben Interessen wie das demokratische Europa (und die West-Ukraine) haben.

Mit seinen Rohstoffen könnte Russland als ein überaus wohlhabendes Norwegen des Ostens dastehen.

Stattdessen ist Putin mit seinen Petro-Rubel und seiner Sowjet-Nostalgie (nicht nach dem Kommunismus, aber nach dem Imperium) ein mieser Brandstifter, auch wenn ihn ausgerechnet in West-Europa viele für einen Feuerwehrmann halten.

Dass auch die EU schwere Demokratie-Defizite hat, darf kein Grund sein, den Ukrainern eine unerwünschte russische Fremdherrschaft zuzumuten.

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12 Antworten to “Petro-Rubel-Imperialismus”

  1. Berti Ducks Says:

    Ja, so kann man es auch ausdrücken. – Schlimm ist die SYMPHATIE vieler Deutscher nicht einfach nur mit Putin/ Russland, sondern mit „Anti-EU“-Putin g e g e n andere, wie die aufständischen Ukrainer, – nach dem Motto „mit dem Feind meines Feindes“ !
    Die meisten haben nicht nur nie verstanden, was die Agenten-/ west/ welt-verschwörungs-spekulative Ideologie des K G B-ismus war und ist ( am extremsten in den rötlich-bräunlichen Organisationen ), – sie teilen sie sogar oft, wie mit den Islamisten, Neinazis und links-völkischen Antiimperialisten wie solche Pazifisten, – nur in der ausdrucksmäßig postnazistisch friedlich menschelnden Form . – Und
    gerade deshalb, also ohne eigene Militanz und Bewaffnung, so erstrecht bei BuWe- und NATO-( Gegnerschafts-) Abrüstung, sind MILITANTE, wie Putin besonders interessant.
    Hingegen uninteressant werden in diesem ( syrischen) Zusammenhang die nazi-iran-islamischen Muftis, wenn es mit Putin/ Assad gegen die sunnitischen Djihadisten geht !

    Grüße !

  2. qwertzman Says:

    Warum kann russische Fremdherrschaft nur verhindert werden indem die Ukraine in die EU (die laut Alan Posener auch ein Imperium ist) eingebunden wird?

    • aron2201sperber Says:

      Die Ukraine muss nicht unbedingt in die EU eingebunden werden (ich halte die EU in der derzeitigen Form ohnehin für kein zukunftsträchtiges Modell), kann sich aber trotzdem an die EU annähern, wenn sie das will und die Ukraine ist anders als die Türkei kulturell ein europäisches Land.

      die EU hat viele Fehler, mit einem Imperium hat sie wohl wenig zu tun (von Poseners Analysen halte ich ohnehin selten etwas)

  3. georg Says:


    Ein bisschen Salz in die Torte gefällig?

  4. Berti Ducks Says:

    @qwertzman, – zwar sehr vereinfacht, aber aron2201sperber gab Dir eine richtige Antwort, – ohne
    allerdings zu kritisieren, daß du vernegnd zwei-dimensional denkst und den aktiven Willen der URAINER negierst !

    Um ( Dich) davon abzulenken, jonglierst Du mit dem Wort IMPERIUM : – Abgesehen davon, daß die UKRAINE offiziell frei ist, nicht ein Blockmitglied und die sowjetische Breschnew-Doktrin nicht mehr gilt, gilt auch, JA, lieber ein demokratisches/ nicht-despotisches Imperium.

    Ob sich die EU ebenfalls ( weiter) zu einer Art Despotie entwickelt und diese, wie manche befürchten, mit einer islamisch unterstützten Sondereinsatztruppe gegen regionale, islamkritische und nationale Widersacher „befriedet“ wird, muss später und nicht aufkosten der UKRAINER entschieden werden bzw. muss Gegenstand einer anderen, neuen Strategie einer deokratisch basierten VOLKSOPPOSITION werden.

  5. Tourix Says:

    Im Vergleich zu Jelzin bedeutet Putin Stabilität – wenn auch mit Diktatorischen Zügen.
    Für Russland ist es jetzt entscheident, ob die Modernisierer unter Putin Gefolgsleuten (wie etwa Medwedew) sich durchsetzen, oder die Hardliner.

    Grundsätzlich ist ein Bündniss und eine enge Zusammenarbeit Ukraines mit Russland nichts verkehrtes – vorausgesetzt die Ukraine kann sich dabei ihre politische Selbstständigkeit bewahren.

    • aron2201sperber Says:

      Für Russland ist es jetzt entscheident, ob die Modernisierer unter Putin Gefolgsleuten (wie etwa Medwedew) sich durchsetzen, oder die Hardliner.

      Medwedew ist keine eigenständige politische Persönlichkeit, sondern lediglich Putins „guter Bulle

      Grundsätzlich ist ein Bündniss und eine enge Zusammenarbeit Ukraines mit Russland nichts verkehrtes

      grundsätzlich wäre auch eine enge Zusammenarbeit der EU mit Russland in beider Interesse.

      dazu müssten jedoch in Russland wieder Leute an die Macht kommen, die die Interessen der Bürger, und nicht ihre imperiale Nostalgie als Agenda haben.

      • qwertzman Says:

        Putin und deutsche Sozialdemokraten arbeiten immer wieder zusammen. Hierraus könnte eine Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU erwachsen. Oder träumt Putin hier alte nationalbolschewistische Deutschland-Russland-vom-Atlantik-zum-Pazifik-Träume?

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