Archive for Februar 2014

Putin, übernehmen Sie!

Februar 9, 2014

Ich bin alles andere als ein Tschetschenen-Feind oder ein Putin-Freund…

Es sind beunruhigende Nachrichten, die das österreichische Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) im Herbst 2013 aus Russland erreichen. Mehrere in Österreich lebende Tschetschenen würden einen Terroranschlag bei den Olympischen Spielen in Sotschi im Februar 2014 vorbereiten, berichten die Kollegen vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB. Der konkrete Verdacht: Ein 31-jähriger Mann, sein Name ist Islam N., soll vom radikalislamischen Rebellenführer Doku Umarow dazu auserwählt worden sein, während der Sportveranstaltung einen Terroranschlag zu verüben.

(Die Presse)

…aber wenn man solchen miesen Abschaum nicht rasch an Putin ausliefert, wird es auch auf alle friedlichen Tschetschenen zurückfallen, die mit dem Terroristen-Irrsinn nichts zu tun haben wollen.

Gemeckere über Sotschi

Februar 9, 2014

Es gäbe genug gute Gründe, Putin zu kritisieren.

Die Meckerei über die „teuren“ und „umweltschädlichen“ olympischen Spiele geht mir allerdings schon total auf die Nerven.

Putin wegen der Olympiade zu kritisieren hat einen ähnlichen Effekt wie die Kritik an Erdogans „Neoliberalismus„.

Die Kritisierten werden damit lediglich verharmlost.

Putin als einzige Alternative zum Islamisten-Terror?

Februar 8, 2014

Beim Irak-Krieg wurde ein mieser Diktator abgesetzt, um ihn (zumindest nach Plan) durch eine demokratische souveräne Regierung zu ersetzen.

Der Tschetschenien-Krieg war hingegen ein reiner Eroberungskrieg, bei dem die demokratische Regierung abgesetzt wurde, um die souveräne Republik wieder ins Russische Imperium einzugliedern.

Zwar hatte Tschetschenien ein Problem mit Dschihadisten, die im ersten Unabhängigkeitskrieg ins Land eingesickert waren und von Tschetschenien aus im gesamten Nordkaukasus ein Kalifat errichten wollten.

Die demokratisch gewählte Regierung von Maschadow versuchte jedoch selbst verzweifelt, jene Islamisten wieder loszuwerden.

Statt die demokratischen Kräfte Tschetscheniens dabei zu unterstützten, führte Putin einen Krieg gegen sie.

Eine ähnliche Taktik will man auch in Syrien anwenden:

Alle demokratischen Kräfte ausschalten, um sich dann als einzige Alternative zu den Dschihadisten zu präsentieren.

„Fuck the EU“

Februar 7, 2014

Angela Merkel ist empört über die US-Diplomatin Victoria Nuland. Deren abfällige Äußerung „Fuck the EU“ im Zusammenhang mit der europäischen Ukraine-Politik verurteilt die Kanzlerin scharf. Gleichzeitig verteidigt sie die EU-Außenbeauftragte Ashton.

Dabei hat die Amerikanerin nur ausgesprochen, was auch viele Europäer denken.

Die Mehrheit der Europäer will Wohlstand, geschützte Außengrenzen und keinen Sozialtourismus innerhalb der Mitgliedstaaten.

Wenn die EU nicht mehr den Eindruck erwecken kann, zum Wohle ihrer Bürger beizutragen, sondern als undemokratisches sozialistisches Technokraten-Regime wahrgenommen wird, werden bei den kommenden Wahlen viele Europäer „Fuck The EU“ wählen.

Kein Abhörskandal

Februar 7, 2014

Seit einem halben Jahr empört sich der Spiegel täglich über die Eingriffe in die Privatsphäre durch die NSA.

Wenn es jedoch um von Russland abgehörte Gespräche der Amerikaner geht, echauffiert man sich auf einmal nicht mehr übers Abhören, sondern über die Abgehörten:

Obamas wichtigste Europaberaterin sollte den Amerikafrust der Europäer mildern, stattdessen heizt sie ihn offenbar eher neu an. In einem YouTube-Video beleidigt sie die Europäische Union im Zusammenhang mit der Lage in der Ukraine hörbar grob.

Auch bei Berlusconis „Rubygate“ hatte sich schon jene Doppelmoral der Medien gezeigt.

Dass Italiens Justiz das Handy eines unliebsamen Politikers offenbar permanent abhören ließ, war für Spiegel & Co. ebenfalls kein Abhörskandal.

Zu Unrecht verarmte Schönheit?

Februar 5, 2014

Bella Italia glaubt endlich die geniale Lösung für ihre finanziellen Probleme gefunden zu haben:

Italien will von den internationalen Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch eine Entschädigung von 234 Mrd. Euro für die Herabstufung des Rating im Jahr 2011 verlangen.

Der italienische Rechnungshof erklärte, dass die Ratingsagenturen bei dem Downgrade nicht den hohen Wert des historischen, kulturellen und künstlerischen Erbes Italiens berücksichtigt hätten, was eine Grundlage seiner wirtschaftlichen Kraft darstelle. Standard & Poor ́s bestätigte laut dem Blatt die Klage des Rechnungshofes erhalten zu haben.

Wie die Anleger die Kreditwürdigkeit eines Landes, das offenbar jeglichen Realitätssinn verloren hat, beurteilen werden, sei dahingestellt.