Ausbeutung der Opferangehörigen

Absturztheorie erzürnt Opferangehörige

Die Nachricht der malaysischen Regierung, das vermisste Passagierflugzeug der Malaysia Airlines sei in den Indischen Ozean gestürzt, hat bei den Angehörigen Entsetzen und Wut ausgelöst. In einer Stellungnahmen bezeichneten die Familien die Regierung in Kuala Lumpur als „Mörder“ und warfen ihr vor, „die Wahrheit zu verschleiern, verheimlichen und vertuschen“. Bei einem Protestmarsch auf die malaysische Botschaft in Peking entlud sich am Dienstag die aufgestaute Wut.

(ORF)

Die Angehörigen verbrachten zwei Wochen in quälender Ungewissheit.

Nun wurde ihr Hoffen durch eine böse Nachricht beendet.

Es ist menschlich, nicht auf diejenigen wütend zu sein, die einem falsche Hoffnungen gemacht haben, sondern auf diejenigen, die sie zerstört haben.

Die kollektive Trauer und Wut macht Opferangehörige anfällig für Manipulationen.

Eine Verschwörung gegen die geliebten Angehörigen aufzudecken, ist befriedigender, als sich mit einem tragischen Unfall abzufinden.

Eine besonders starke Tradition hat die Instrumentalisierung von Opferangehörigen in Italien.

Bei der gerichtlichen Aufarbeitung des Ustica-Falles spielte der Angehörigen-Verband eine entscheidende Rolle.

Obwohl nach jahrzehntelangen Strafprozessen festgestellt worden war, dass es für die Raketentheorie keine Beweise gebe, gelang es den Opferangehörigen beim Zivilgericht ihre Ansicht durchzusetzen.

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5 Antworten to “Ausbeutung der Opferangehörigen”

  1. rob Says:

    „Opferangehörige“ ist kein Wort. Kein deutsches zumindest.

    „Nun wurde ihr Hoffen durch eine böse Nachricht beendet.“
    Die aber auch nur Spekulation ist.

    „Eine besonders starke Tradition hat die Instrumentalisierung von Opferangehörigen in Italien.“

    Aha. Wer sagt das? Sie? Oder Leute die sich damit mal intensiv befasst haben?
    Und was genau haben überhaupt jetzt die Italiener mit dem verschwundenen Flugzeug zu tun.

    Nicht jeder der schreiben kann, sollte das auch tun…

  2. aron2201sperber Says:

    “Eine besonders starke Tradition hat die Instrumentalisierung von Opferangehörigen in Italien.”

    Aha. Wer sagt das? Sie? Oder Leute die sich damit mal intensiv befasst haben?

    im deutschen Sprachraum hat sich wohl kaum wer intensiver mit dem Thema beschäftigt:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/tag/ustica/

    mein italienischer Blog wird in Italien als einer der ersten Wikipedia-Quellen für den größten Terroranschlag der italienischen Geschichte zitiert:

    http://it.wikipedia.org/wiki/Strage_di_Bologna

  3. aron2201sperber Says:

    unglaublich, wie wenig (genau 1 Artikel) der Spiegel über den aktuellen Flugzeug-Vorfall in Deutschland berichtet:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/lufthansa-maschine-muss-umkehren-besatzungsmitglied-bedroht-a-961944.html

    Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich laut Polizei um einen 28-jährigen Kosovaren handeln. Zuvor hatte es geheißen, der Mann sei 33 Jahre alt gewesen. Demnach befand er sich in einem Asylverfahren in Ungarn und war unerlaubt nach Deutschland eingereist. Die vergangenen vier Wochen hatte er daher in Haft in Passau verbracht.

    Er flog ohne polizeiliche Begleitung nach Budapest und wollte offenbar seiner Rückführung entgehen: Den Berichten zufolge hatte er seinem Ärger über die Abschiebung kurz nach dem Start Luft gemacht und die Flugbegleiterin bedroht. Wie der Mann mit der Klinge durch die Sicherheitskontrollen gekommen ist, wurde nicht bekannt.

    dabei drängt sich ein Vergleich zu den beiden Iranern, die mit den gestohlenen Pässen in das Flugzeug gelangt waren, ziemlich auf.

    vorsichtshalber hat der Spiegel auf einen Kommentarbereich verzichtet.

  4. Der Opferausbeuter braucht keine Beweise | Aron Sperber Says:

    […] eine Klage gegen Russland “fehlen noch die Beweise”, bei der Ukraine braucht der feine “Opfer-Anwalt” keine, da sie für ihren Luftraum verantwortlich sei und sich daher auf jeden Fall der […]

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