Lobo langweilt seine Fans

Dass Nachrichtendienste versuchen, möglichst viele Informationen zu sammeln, ist ja eigentlich nichts Neues.

Durch Snowden wurden die Karten der Amerikaner einseitig aufgedeckt.

Asyl hat Snowden bei Putin bekommen.

Die propagandamäßige Ausschlachtung der Snowden-Enthüllungen konnte Putin jedoch Spiegel, NY Times, Guardian und alle anderen linksliberalen Leitmedien überlassen, die seit einem halben Jahr fast täglich irgendeine neue sensationelle Snowden-Enthüllung bringen.

Langsam langweilt man mit den täglichen Sensationen jedoch sogar schon die eigenen Fans, wie Sascha Lobo weinerlich bemerkt:

Spähskandal. Spähskandal. Spähskandal. So, jetzt sind wir unter uns.

Der Begriff reicht inzwischen, um einen Großteil der sich für politisch interessiert Haltenden die Augen verdrehen oder sich woandershin drehen zu lassen. Überwachungsneuigkeiten sind durchreisende Gastnachrichten geworden, sie werden allenfalls noch zur Kenntnis genommen, man runzelt irritert die Stirn.

(Spiegel)

In Europa und den USA sind wir mit unseren Regierungen, die uns nicht die totale digitale Freiheit garantieren, zwar furchtbar unzufrieden – wirkliche Angst vor einer realen Verfolgung hat jedoch niemand.

Trotz aller Empörung weiß man ganz genau, dass bei uns wohl kaum irgendwelche Lobos im Visier der Sicherheitsapparate stehen.

Snowden ist mit sensiblen Daten zu Staaten gelaufen, die zwar nicht über dieselben technischen Möglichkeiten zur Erlangung von Informationen verfügen, jedoch bei der missbräuchlichen Nutzung wesentlich uneingeschränkter sind.

Auch wenn der russische Geheimdienst nicht die Möglichkeit hat, auf die Daten von Google oder Facebook zuzugreifen, ist die Freiheit der ungestraften Meinungsäußerung keineswegs größer.

Wie Russland mit einem Fall Snowden umgegangen wäre, kann man sich angesichts des Schicksals von Litwinenko leicht ausmalen.

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6 Antworten to “Lobo langweilt seine Fans”

  1. American Viewer Says:

    Mit den SpOn-Kolumnisten ist es ja so: Man kann Augstein und Münchau den Vorwurf machen, dass sie inhaltlich jedes Mal daneben greifen. Das ist schon schlimm genug.

    Aber Berg, Lobo, Diez und Burmester sind witzigerweise noch schlimmer: Sie langweilen einen in praktisch jeder Kolumne zu Tode mit ihrem dummem, uninteressanten, irrelevanten, verquasten Zeug.

    • aron2201sperber Says:

      Frau Berg ist wirklich konkurrenzlos schlecht.

      wahrscheinlich dürfen Berg und Lobo ihre Kolumnen nur deswegen schreiben, weil Augstein neben die geistigen ZwergInnen sogar wie eine richtige Geistesgröße wirkt.

  2. qwertzman Says:

    sogar linksliberale medien sind manchmal gut: http://www.theguardian.com/commentisfree/cif-green/2009/dec/12/fair-trade-fairtrade-kitkat-farmers 😛 (wobei das nichts mit der nsa zu tun hat :D)

  3. Ein Möchtegern-Snowden? | Aron Sperber Says:

    […] verdanken hat er dies einem Umfeld, das nur allzu bereitwillig jegliche Skepsis beiseite schiebt, wenn es darum geht die nächste […]

  4. Virtuelle Rebellen | Aron Sperber Says:

    […] aller Empörung weiß man ganz genau, dass bei uns wohl kaum irgendwelche Wichtigtuer mit bunten Haaren im Visier der Sicherheitsapparate […]

  5. Virtuelle Helden | Aron Sperber Says:

    […] aller Empörung weiß man ganz genau, dass bei uns wohl kaum irgendwelche Wichtigtuer mit bunten Haaren im Visier der Sicherheitsapparate […]

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