Ende der Israelkritik?

Letzte Woche kam es nun in New York während der Vollversammlung der UNO zum großen “Showdown”. Dort sollte mittels einer – rechtlich unverbindlichen – Resolution die von Washington und Brüssel erhoffte Isolierung Russlands vollzogen werden.

24 Staaten hatten vor der Abstimmung den Sitzungssaal verlassen, haben sich also durch Abwesenheit enthalten. Darunter war übrigens auch Israel.

Tatsächlich ist es heute so, dass man sich besser an Moskau hält, wenn man wie Israel Probleme in der Nachbarschaft hat.

Auch Sisi holte sich seinen Segen für die Bekämpfung der Muslimbrüder lieber bei Putin als bei Obama.

Die größten Putinversteher waren bislang die größten Israelkritiker.

Sollte sich Israel tatsächlich an Moskau binden, würden die heiß geliebten  Palästinenser bei den Linken rasch auf das Niveau der Sudetendeutschen (nationalistische Störenfriede) absinken.

 

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4 Antworten to “Ende der Israelkritik?”

  1. American Viewer Says:

    Letzte Woche kam es nun in New York…..

    Mich würde eine Quellenangabe zu diesem Zitat interessieren. Das würde die Einordnung und Bewertung des Inhaltes erleichtern.

    Du hast drei Links zu vorherigen Artikeln gesetzt, aber nirgends fand ich die Quelle. Übersehe ich etwas?

    • aron2201sperber Says:

      ich gebe zu, dass ich mich auf einen Hinweis von Antifo verlassen habe:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/04/02/leicht-widerlegbare-behauptungen/#comments

      ich habe jetzt zur Sicherheit nochmals selbst danach gesucht:

      Mit 100 Für-Stimmen überschritt die Resolution nur knapp die absolute Mehrheit der 193 UNO-Mitglieder. Es gab elf Gegenstimmen und 58 Enthaltungen. Zu letzteren hinzuzurechnen sind die 25 Staaten, die an der Abstimmung nicht teilnahmen. Dazu gehörten der Iran, der Libanon, die früheren zentralasiatischen Sowjetrepubliken Tadschikistan, Turkmenistan, Kirgistan, darüber hinaus auch Serbien, die Vereinigten Arabischen Emirate und überraschend sogar Is­rael. Der ansonsten fast immer gemeinsam mit den USA abstimmende und agierende zionistische Staat hat in der ganzen Ukraine-Angelegenheit bisher äußerste Zurückhaltung gewahrt – vermutlich, um seine insgesamt durchaus kooperativen Beziehungen zu Rußland nicht zu gefährden.

      (Junge Welt)

      http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Ukraine1/un-gv.html

      • American Viewer Says:

        Das sind jetzt nicht wirklich verlässlichere Quellen.

        Aber es scheint möglich zu sein, wenn man den Beispielen der verlinkten Quellen (siehe Beispiel Resolutionen gegen Kuba) glaubt, dass einzelne Staaten regelmäßig die konsequenzlosen UN-Resolutionen schwänzen.

        Ganz allgemein gesagt kann man wohl sagen, dass die Relevanz von Israels Haltung gegenüber der Ukraine gegen null tendiert und andersherum.

        Wenn die israelische Regierung sich wirklich bei Putin einschleimen wollte, wäre das fatal, angesichts Obamas Politik gegenüber Assad, Putin und den Mullahs aber wohl fast schon verständlich. Das wäre dann wohl bittere Realpolitik.

        http://americanviewer.wordpress.com/2014/03/16/putin-ukraine-krim-annexion/#comment-5817

      • aron2201sperber Says:

        Wenn die israelische Regierung sich wirklich bei Putin einschleimen wollte, wäre das fatal, angesichts Obamas Politik gegenüber Assad, Putin und den Mullahs aber wohl fast schon verständlich. Das wäre dann wohl bittere Realpolitik

        genauso sehe ich es auch: Obama drängt Israel in die Arme Putins

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