Archive for Mai 2014

Der Joseph Goebbels von heute

Mai 30, 2014

In dem Rechtsstreit Elsässer, Jürgen (…) gegen Ditfurth, Jutta (…) erlässt das Landgericht München I (…) ohne mündliche Verhandlung wegen Dringlichkeit (…) folgenden Beschluss:

1. Der Antragsgegnerin wird im Wege der einstweiligen Verfügung unter Androhung eines Ordnungsgeldes bis zu zweihundertfünfzigtausend Euro oder einer Ordnungshaft bis zu sechs Monaten – Ordnungshaft auch für den Fall, dass das Ordnungsgeld nicht beigetrieben werden kann – wegen jeder Zuwiderhandlung

untersagt,

den Antragsteller als “glühenden Antisemiten” zu bezeichnen.

(Jürgen Elsässer)

Auch Augstein hätte vom Gericht wohl jederzeit so eine einstweilige Verfügung gegen Broder erhalten.

Doch wer ist in Deutschland heutzutage noch ein „glühender Antisemit“ oder „Nazi“?

Selbst Hitler würde heute kein Bärtchen mehr tragen und sich an die gängigen Konventionen für Judenhass halten.

Seinen Hass gegen Amerika könnte Hitler nach wie vor offen ausleben, bei der jüdischen Weltverschwörung müsste er leichte Abstriche machen, dafür könnte er Israel um so leidenschaftlicher kritisieren.

Jürgen Elässer sinnierte mit Ken Jebsen darüber, ob die NPD eine Nazi-Partei wäre. Er kam dabei zu dem Schluss, dass die NPD keine Nazi-Partei sei, da sie im Gegensatz zu Netanjahu kein Groß-Israel errichten wolle:

(ab 0:54:00)

Nazi“ ist für den Joseph Goebbels von heute ein Schimpfwort, das er verwendet, um seine politischen Feinde zu diffamieren (und am liebsten setzt er es gegen Juden ein).

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Rettung durch das Führerprinzip?

Mai 27, 2014

Das demokratische Europa hat große innere Probleme und in Form des Islamismus eine erschreckende Bedrohung von außen.

Der Glauben, dass man diese inneren und äußeren Probleme durch ein faschistisches Führerprinzip besser lösen könne, ist kein neues Phänomen.

Dass man Hitler gewähren ließ, hatte einerseits damit zu tun, dass Österreicher und Sudeten – wie heute die Bewohner der Krim und des Donezk-Becken – einen Anschluss durchaus begrüßten.

Das wichtigste Argument für die Hitler-Versteher war jedoch vor allem die Zermürbung durch die Weltwirtschaftskrise und die Bedrohung durch den Bolschewismus.

Mussolini und Hitler schienen probate Konzepte gegen die Probleme ihrer Zeit zu haben, obwohl sie im Gegensatz zu Putin nicht einmal Bodenschätze zur Verfügung hatten.

Insbesondere bei den europäischen Rechten wird Putin heute als neuer Heilsträger angesehen. Die Eliten rümpfen zwar ein wenig die Nase, haben jedoch kaum die Bereitschaft, ihn zu stoppen.

Es würde mich nicht wundern, wenn Putin wie Hitler in den nächsten Jahren das Time-Magazine als „Man of the Year“ zieren wird, bevor man sich endgültig bewusst wird, dass ein Problem entstanden ist, das größer ist als alle Probleme, die man vorher hatte.

Nur indem man beginnt, die Lösung der Probleme unserer Zeit selbst in die Hand zu nehmen, können sich die Demokratien davor wappnen, von den „Führern“ unserer Zeit abgelöst zu werden.

Motiv weiter offen?

Mai 25, 2014

Nach dem Massaker in Brüssels Jüdischem Museum rätselt der ORF über das Motiv:

Nach den tödlichen Schüssen im Jüdischen Museum in Brüssel hat die Polizei noch keinerlei Hinweise auf einen terroristischen oder antisemitischen Hintergrund. Entsprechende Mutmaßungen könnten nicht bestätigt werden, es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft heute.

(ORF)

Wahrscheinlich war es “kein Antisemit”, sondern ein “Israelkritiker”.

Im Ergebnis kommt es allerdings aufs Gleiche hinaus.

Verbot gegen Rechts wegen Gewalt von Links

Mai 23, 2014

Nach den Krawallen am Samstag plädiert Häupl für ein Verbot der „neofaschistischen Gruppe.“

Diese Demo hätte gar nicht statt finden sollen“, sagt Bürgermeister Michael Häupl zu den Krawallen rund um die Kundgebung der Identitären am Samstag in Wien. Wie berichtet war es dabei zu Zusammenstößen zwischen Polizei und linken Gegendemonstranten gekommen.

(Kurier)

Linke Gewalt soll also beschwichtigt werden, indem man rechte Demonstrationen verbietet.

Die Identitären stehen sicher nicht weiter rechts als die FPÖ, mit welcher Häupls SPÖ immer wieder Regierungskoalitionen geschlossen hatte.

Dass sie gegen die Behauptung, gegen das Verbotsgesetz zu verstoßen, mit einer Verleumdungsklage reagieren wollen, ist nachvollziehbar.

Die zuerst angemeldete rechte Demonstration wurde von der Polizei mehrfach umgeleitet, um nicht den linken Platzhirschen in die Quere zu kommen.

Wie notwendig der Polizeischutz für die rechten Demonstranten war, stellten die Linken bei ihrer Gewaltorgie gegen die Polizei unter Beweis.

Weil die Polizei die friedlichen Demonstranten vor den linken Gewalttätern geschützt hat, muss sie sich auch noch „Verbrüderung“ vorhalten lassen.

Eine besonders miese Verleumdung ist allerdings schon aufgeflogen:

Die Nachricht schlug in der heimischen Medienlandschaft ein: „Besonders tragisch: die Schwangere verlor nach dem Polizeieinsatz ihr Baby“, schrieb Der Standard. Und Österreich wusste gar zu berichten: „Schwangere verliert Baby nach Demo. Prügel-Vorwurf gegen Polizei“.

Zwei Tage nach den Demonstrationen von Linken und Rechten in Wien steht fest: Die Frau war nicht schwanger. Die Staatsanwaltschaft hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Gesundheitsakten der Frau beschlagnahmt. Aus diesen geht hervor, „dass bei der Betroffenen zur Zeit der Amtshandlung – entgegen der bisherigen Vorwürfe – keine Schwangerschaft bestand.“

Außenpolitik für Prinz Augstein

Mai 22, 2014

Lediglich beim Thema Außenpolitik kommt zwischen Prinz Augstein und seinem Spiegel-Volk so etwas wie Nähe auf.

Wenn Augstein Putin versteht (und die USA basht und Israel „kritisiert“), klopft ihm das Spiegel-Forum anerkennend auf die Schulter.

Deswegen hätte sich Augstein für Deutschland einen Syrien-Wahlkampf gewünscht:

Angela Merkel wird die mächtigste Frau der Welt genannt. Aber auf dem Gipfel in St. Petersburg wurde Merkel vorgeführt. Sie hatte Obama in der Syrien-Frage die Gefolgschaft verweigert, auf Europa verwiesen und war dann abgereist. Italiener, Franzosen und Spanier unterschrieben dann den Zettel der Amerikaner einfach ohne die Deutsche.

Denn die Frage nach Krieg und Frieden ist eine, da muss die Kanzlerin Farbe bekennen. Aber nichts liegt Angela Merkel weniger als das. Sie ist die Kanzlerin des Ungefähren. Umso mehr gehört die Frage, welche Haltung die Bundesrepublik im Syrien-Konflikt einnehmen soll, in den Wahlkampf.

(Augstein: „Die vorgeführte Kanzlerin„)

Wenn ein deutscher Außenminister Verantwortung für die Situation in einem europäischen Nachbarland einfordert, kommt sogleich die „Führer“-Keule zum Einsatz:

Das Auswärtige Amt hat nachgefragt: „Soll sich Deutschland künftig international mehr engagieren?“ 37 Prozent der Befragten antworteten mit „Ja.“ 60 Prozent mit „Nein.“ Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Studie vorgestellt. Dagegen stellte er in einer Rede im Auswärtigen Amt die typische Position eines außenpolitischen „Experten“: Es sei die deutsche Bestimmung, „Europa anzuführen und die Welt anzuführen“. Solcher Irrsinn gilt im Auswärtigen Amt tatsächlich wieder als Expertenmeinung.

(Augstein:“Raushalten, Steinmeier„)

Auf einmal zählt also die Meinung des Volkes, die bei Themen wie Migration nicht gefragt ist, mehr als „Expertenmeinung“.

Da sollte er sich nicht wundern, wenn er auf dem Berliner Alexanderplatz von Demonstranten als Kriegstreiber beschimpft wird. Er wurde da sehr wütend, der Minister, und seine Wutrede hat ihm viel Sympathie eingebracht. Steinmeier ist ein aufrichtiger Mann. Aber er ist kein aufrichtiger Politiker.

Ein aufrichtiger Journalist hätte allerdings auch nicht die Tatsache verschwiegen, dass es sich bei der Demonstration um eine von antisemitischen Verschwörungstheoretikern angeführte Veranstaltung handelte.

Und es hat ihnen noch immer niemand erklärt, warum die Frage, ob die Ukraine ein einheitlicher Staat bleibt oder in zwei Staaten zerfällt, deutsche Interessen berührt. Solange diese Fragen offen sind, sollte man den Deutschen danken, wenn sie die Zurückhaltung üben, die das politische Berlin gerade verlernt. Gott zum Gruße, Ohne-Michl!

Während er bei Syrien die große deutsche Einmischung gefordert hatte, soll sich Steinmeier bei der Ukraine raushalten.

Offenbar hätte sich Merkel bei Syrien wohl nur einmischen sollen, um Augstein Gelegenheit zu geben, sie wie Steinmeier als Einmischerin noch besser abkanzeln zu können und damit ein wenig Anerkennung vom antiamerikanischen Michl einzusammeln, der sonst von Augsteins linkem Unsinn wenig hält.

Libyen entledigt sich der Dschihadisten

Mai 21, 2014

Der libysche Ex-General Chalifa Haftar kann in seinem Kampf gegen islamistische Milizen offenbar zunehmend auf Unterstützung zählen. Der libysche Innenminister habe sich Haftars Kampf gegen Islamisten angeschlossen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur LANA heute. Auch der Oberkommandant der Luftstreitkräfte soll laut Medienberichten Haftar unterstützen.

(ORF)

General Haftar macht, was notwendig ist:

Bevor eine Demokratie funktionieren kann, muss Libyen die im Bürgerkrieg eingesickerten islamistischen Terroristen kaltstellen.

Wie Sisi sollte er sich den Segen für die Säuberungen besser gleich bei Putin holen.

Obama würde ihm bestimmt sämtliche wirkungsvollen Maßnahmen gegen die islamistischen Extremisten verbieten und ihn im Falle des Falles dann trotzdem erst recht fallenlassen.

Ustica-Szenario für Flug MH370

Mai 20, 2014

Unter dem Titel „Flight MH370 – The Mystery“ stellt der US-Autor Nigel Cawthorne nach einem Bericht der „Daily Mail“ die Behauptung auf, die Maschine sei bei einem gemeinsamen Trainingsmanöver der amerikanischen und thailändischen Armee über dem südchinesischen Meer aus Versehen abgeschossen worden.

(Focus)

Der Autor greift das Ustica-Szenario auf.

Auch bei Ustica gab es keine Beweise für einen Abschuss durch wen auch immer.

Allerdings war der mit dem Fall betraute Richter fest von der Theorie eines Luftkampfes überzeugt und ordnete sämtliche Fakten seiner faszinierenden Theorie unter.

Als das Wrack schließlich geborgen wurde, konnte von einem internationalen Sachverständigen-Team kein Hinweis auf einen Abschuss festgestellt werden. Stattdessen wurde eine Bombe als wahrscheinlichste Ursache angesehen.

Richter Priore glaubte jedoch trotzdem weiter an seine Theorie und feuerte seine Sachverständigen, um sie mit Sachverständigen zu ersetzen, die willig waren, seine These zu stützen.

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Das Sterben im Mittelmeer beenden?

Mai 17, 2014

Die Immigration über das Mittelmeer hat nichts mit der Situation in Libyen zu tun, sondern mit den Leistungen, die in Europa warten.

Wenn man darauf vertrauen darf, von der italienischen Marine gerettet zu werden, steigt natürlich auch die Risikobereitschaft, in die morschen Kähne der Menschenhändler zu steigen.

Wenn man dann auch noch damit rechnen kann, nicht in Italien bleiben zu müssen, sondern in einem nördlichen Schlaraffenland ein Asylverfahren mit allen Sozialleistungen zu erhalten, hat sich die Überfahrt binnen weniger Monate finanziell ausgezahlt.

Die linke italienische Regierung rettet zwar politisch korrekt die Flüchtlinge aus dem Meer. Für die Versorgung der Flüchtlinge soll dann die EU (sprich die wohlhabenderen nördlichen Nationalstaaten) zuständig sein.

Die betroffenen Staaten spielen dabei letztlich mit, da niemand der Böse sein will.

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Alltagsantizionismus

Mai 16, 2014

Am Eingang zum Supermarkt stellen sich mehrere Menschen Erdogan in den Weg. Unter ihnen sind eine Frau, die schnell zur Seite gezogen wird, sowie ein junger Mann in einem blauen T-Shirt. Erdogan packt den Jungen mit seiner linken Hand im Nacken und brüllt ihn an: „Warum rennst du weg, du israelische Brut?“, sagt Erdogan offenbar. Anschließend lässt der Politiker den Mann los und versetzt ihm einen leichten Schlag mit der linken Hand.

(Spiegel)

Wenn in den USA irgendeine Privatperson in irgendeinem Privatgespräch irgendetwas Politisch Unkorrektes sagt, wird es gleich als Beweis für den Alltagsrassismus einer gesamten ethnischen Bevölkerungsgruppe herangezogen.

Wenn hingegen der türkische Regierungs-Chef „Israeli“ als Schimpfwort benützt, kommt der Spiegel nicht auf die Idee, von Rassismus zu sprechen.

Dabei gehört es voll zum türkischen Alltag, sich gegenseitig als Jude zu beschimpfen. Auch Erdogan wird von seinen politischen Gegnern gerne als „Zionist“ bezeichnet.

Nur im Dialüg mit dem Westen vertauscht man die Rollen:

Dann verurteilt man den Antisemitismus, der „genauso schlimm wie die Islamophobie” sei.

Um die eigene antisemitische Ideologie ungestört nach Europa zu exportieren, stellt man sich selbst als die neuen Juden dar.

Große Aufregung um die Wurst

Mai 12, 2014

Erfolgreiche schwule Musiker hat es von Tschaikowski bis Boy George immer schon gegeben.

Selbst der Song-Contest wurde bereits vor 15 Jahren von einem Transvestiten gewonnen.

In der Wurst einen neuen Christus zu sehen, ist fast genauso lächerlich, wie daraus den Untergang der abendländischen Kultur abzuleiten.

Hier ein Video vom großartigen Sylvester, der die Wurst selbst 25 Jahre nach seinem Tod alt ausschauen lässt: