Schwindende Panikmacher

Starker Tobak – und doch im Trend: Amerikas schwindende weiße Mehrheit begehrt auf gegen die gesellschaftlichen Umwälzungen, die sich nicht zuletzt in den Ergebnissen der vergangenen Präsidentschaftswahlen offenbart haben.

(Spiegel)

Wer behauptet, dass die europäische Mehrheit schwinde, wird von Pitzke & Co. gerne als „rassistischer Panikmacher“ hingestellt.

Sobald die „gesellschaftlichen Umwälzungen“ wie in den USA zur Realität geworden sind, werden die ehemaligen „Panikmacher“ für ihr „Schwinden“ auch noch verhöhnt.

Egal wen die Amerikaner zum Präsidenten wählen, sie bleiben im „Alltag“ immer die schlimmsten „Rassisten“:

Auch ignoriert Fortgang den oft noch fest institutionalisierten Rassismus in Wirtschaft, Gesellschaft und Justiz. „Ertappte“ oder offene Rassisten dienen da nur als groteske Medien-Sideshows: NBA-Teamchef Donald Sterling, Südstaaten-Starköchin Paula Deen, der von „Negern“ faselnde Rancher Cliven Bundy.

Im Alltag zeigt sich Rassismus überall.

Hat irgendeine Privatperson in irgendeinem Privatgespräch irgendetwas Politisch Unkorrektes gesagt, wird es gleich als Beweis für den Alltags-Rassismus einer ganzen Bevölkerungsgruppe gewertet.

Wenn es um “Rassismus” geht, werden auch private Gedanken und Gespräche zu Verbrechen, die entsprechend geahndet werden müssen.

Allerdings nur wenn es sich bei den Tätern um „Weiße“, am besten „Rancher“ oder „Starköchinnen aus den Südstaaten“ handelt.

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10 Antworten to “Schwindende Panikmacher”

  1. American Viewer Says:

    Wie Pitzke denken auch viele amerikanische Journalisten. Wenn man amerikanische Zeitungen liest, bekommt man den Eindruck, dass Pitzke im Grunde nur abschreibt und wenig bis keine eigenen Gedanken zu einem Thema beiträgt. Das ist ein schlauer Job.

    Es stellt sich leider auch die Frage, wie Obama selbst über dieses Thema denkt. Nachfolgende Textstelle im New Yorker wurde beispielsweise in den letzten Monaten oft herangezogen, als es genau um diese Frage ging:

    The popular opposition to the Administration comes largely from older whites who feel threatened, underemployed, overlooked, and disdained in a globalized economy and in an increasingly diverse country. Obama’s drop in the polls in 2013 was especially grave among white voters. “There’s no doubt that there’s some folks who just really dislike me because they don’t like the idea of a black President,” Obama said. “Now, the flip side of it is there are some black folks and maybe some white folks who really like me and give me the benefit of the doubt precisely because I’m a black President.” The latter group has been less in evidence of late.

    http://www.newyorker.com/reporting/2014/01/27/140127fa_fact_remnick?currentPage=all

    • aron2201sperber Says:

      einer meiner ersten Blog-Beiträge, knapp vor der Wahl von 2008, beschäftigt sich mit John Grishams Vorwurf, dass seine Landsleute aus Rassismus sicher nicht Obama zum Präsidenten wählen würden:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2008/07/17/wahlen-im-vorhinein-gewonnen/

      …was ich ziemlich perfide fand, da solche Aussagen Leute unter Druck setzen, nicht als Rassisten dazu stehen und man aus einer positiven Sache erst recht eine negative Rassensache macht.

      • American Viewer Says:

        Das ist leider typisch.

        Die Hautfarbe eines Menschen spielt bei den selbsterklärten „Anti-Rassisten“ traurigerweise keine geringere Rolle als bei Rassisten.

        Im Fall Trayvon Martin sagte Obama bekanntlich:

        You know, when Trayvon Martin was first shot I said that this could have been my son. Another way of saying that is Trayvon Martin could have been me 35 years ago. And when you think about why, in the African American community at least, there’s a lot of pain around what happened here, I think it’s important to recognize that the African American community is looking at this issue through a set of experiences and a history that doesn’t go away.

        http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2013/07/19/remarks-president-trayvon-martin

        In anderen Worten: Der Fall ging Obama und den Medien besonders nahe, weil ein „white Hispanic“ einen Schwarzen erschossen hatte.

        Michelle Obama äußert sich aktuell im Fall der entführten nigerianischen Mädchen so ähnlich:

        In these girls, Barack and I see our own daughters,” the first lady said in the weekly radio address that is normally delivered by her husband. “We see their hopes, their dreams — and we can only imagine the anguish their parents are feeling right now.

        http://www.nytimes.com/2014/05/11/us/first-lady-condemns-abduction-of-nigerian-schoolgirls.html?hp&_r=0

      • aron2201sperber Says:

        ich fand Obamas Meldungen im Fall Martin auch ein Armutszeugnis für einen Präsidenten aller Amerikaner:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/07/19/obamas-kinder/

      • kein antisemit Says:

        An die weißen Leidens Brüderhier eine frage. Wann gilt ein Mensch als schwarz wenn beide Eltern schwarz sind oder reicht ein Elternteil ? Oder geht es nach der optik wie entscheidet ihr euch wann ihr jemanden schwarz nennt und wann nicht ! Ist obama fur eure begriffe schwarz ? Habt ihr schon mal Photos von denn Eltern gesehen ?

  2. Martin Luerssen Says:

    „Egal wen die Amerikaner zum Präsidenten wählen, sie bleiben im “Alltag” immer die schlimmsten “Rassisten”:

    Klar. Bezeichnend war auch die Aktion hier in HH neulich, nachdem ein türkischstämmiger Austauschschüler in den USA von einem Hausbewohner erschossen wurde, als er nächstens in dessen Garage eindrang. Details sind m.E. noch recht unklar.
    Aber bezeichnend sind natürlich die hiesigen Demonstranten, die sich nicht entblödeten Transparente mit der Aufschrift: „“Amerika kann hier nicht weiterhin Cowboy spielen“ zu tragen…..

    Der Spruch kommt von dem Vater des Erschossenen, der meinte:

    Der Vater des erschossenen Hamburger Austauschschülers Diren D. hat die Waffengesetze in den USA scharf kritisiert. „Amerika kann hier nicht weiterhin Cowboy spielen“, sagte der 46-Jährige. „Ich habe mir nicht eine Nacht darüber Gedanken gemacht, dass hier jeder jemanden erschießen kann, nur weil er in seinen Garten gekommen ist.“

    Ja. Das fehlende Gedankenmachen ist natürlich die Schuld der Amis und das der Sohnemann nächstens in fremde Garagen, nicht Gärten, eindringt, auch.

    Und klar haben die Amis jetzt aber SOFORT ihre Waffengesetze so anzupassen, das sie uns gefallen.Logisch.
    Wenn hier ein amerikanischer Austauschschüler von einem Raser überfahren wird, wird ja auch sofort flächendeckend Höchsttempo 80 eingeführt.

    „Am Spielfeldrand hing ein Banner mit der Aufschrift „Unser Bruder stirbt und Amerika schaut zu“.

    Dummdreister und selbstgerechter als Türken oder Deutsche geht wirklich nur, wenn man beide zusammentut.

    • aron2201sperber Says:

      toller Kommentar!

      hatte mir auch schon überlegt, etwas dazu zu schreiben.

    • kein antisemit Says:

      Hey mann verteidigst du hier etwa das recht das jeder waffen tragen darf und sollte wenn er will. das er eingedrungen ist in der Garage das weist du schon sicher ja ? Was kann ein Mensch in einer Garage klauen was mehr wert ist als das Leben eines Menschen egal ob Dieb oder Drogen süchtig! Mich würde es mal interessieren ob du mal in dein leben irgendwo rein gegangen bist wo du nicht dürftest. Na da hast du aber mal Glück gehabt du laus bube du aber Vorsicht beim nächsten mal.!!!

  3. Alltagsantizionismus | Aron Sperber Says:

    […] in irgendeinem Privatgespräch etwas Politisch Unkorrektes sagt, wird es glich als Beweis für den Alltagsrassismus einer gesamten ethnischen Bevölkerungsgruppe […]

  4. Europäische Verhältnisse in Ferguson | Aron Sperber Says:

    […] folgt die obligate Belehrung über den institutionellen Rassismus der USA, an dem auch die Wahl eines Schwarzen zum Präsidenten nichts zu ändern […]

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