Zaid tötet wieder

Herr Todenhöfer, Bagdad bereitet sich auf den Angriff der Dschihadisten vor, heißt es. Wer steckt hinter diesem völlig überraschenden Vormarsch?

Eine Fehleinschätzung von Politikern und Medien, die den Irak nicht kennen. Die Terrororganisation Isis spielt nur scheinbar die alles überragende Rolle. Der Aufstand wird in Wirklichkeit überwiegend vom FNPI getragen, dem „Nationalen, Panarabischen und Islamischen Widerstand“ des Irak. Das ist eine säkulare Koalition mehrerer Gruppen, die schon mit großem Erfolg gegen die US-Armee gekämpft haben. Dieser irakische Widerstand, bei dem ich 2007 im umkämpften Ramadi eine Woche verbrachte, ist von den USA jahrelang systematisch totgeschwiegen worden, obwohl er ihr Hauptfeind war. Er hat sie letztlich aus dem Irak vertrieben.

(Frankfurter Rundschau)

Karl May bereiste die Welten seiner edlen Wilden nur in seiner eigenen Phantasie.

Todenhöfer war zwar in Afghanistan und im Irak und trotzdem sind seine Geschichten genauso irreal.

Was Todenhöfer bei seinem Besuch von 2007 als edlen Widerstand ansah, war tatsächlich der reinste Terror, der sich zu 90 % gegen die eigene Bevölkerung richtete.

Durch die Surge-Strategie wurden die Terroristen 2008 besiegt, und Obama übernahm einen Irak, aus dem er geordnet abziehen konnte.

Advertisements

Schlagwörter: , ,

31 Antworten to “Zaid tötet wieder”

  1. arprin Says:

    Hab‘ ich auch gelesen, beim Kölner Stadt-Anzeiger, und wollte auch was dazu schreiben.
    Wirklich unglaublich, was er sich da zusammenphantasiert (ich habe ernste Zweifel, dass seine „FNPI“ – steht für Front National Panarabic Islamic – überhaupt existiert). Und noch schlimmer, was er in Facebook geschrieben hat:

    „Seit der FNPI und die Stämme Mosul kontrollieren, ist die Lage in der Stadt relativ ruhig. Frauen gehen ganz normal einkaufen. Es gibt keine sogenannten Schariagerichte wie in syrischen Gebieten, die ISIS kontrolliert. Niemandem werden die Hände abgehackt. Nur einige Alkoholläden hat ISIS zerstört. Der FNPI ist erkennbar Herr der Lage.“

    Von den 500.000 Flüchtlingen aus Mossul scheint er nichts mitbekommen zu haben.

    • Nichtglauber Says:

      FNPI 😉 , mensch, der Todenhöfer. Sollte der irakische Widerstand doch Hauptthema seines Buches sein, obwohl arprin das dauernd negiert? Eigentlich nicht möglich.

      Im übrigen Jungs, wenn ihr euch schon auf JT einschießt, dann vergesst den hier nicht:
      Fabian Köhler, http://www.hintergrund.de/201407013139/globales/terrorismus/die-unglaubliche-reise-der-verrueckten-terror-miliz.html

      Wirklich sehr lustig:
      „Doch die Geschichte, die derzeit über die internationale Terror-Miliz ISIS im Umlauf ist, würden wohl selbst die Regisseure ägyptischer B-Movies als zu absurd ablehnen. Der Plot geht so: Irgendwo zwischen Dattelpalmen und Wüstendünen taucht überraschend die größte und blutrünstige Terrortruppe der Menschheitsgeschichte auf. Quasi im Vorbeifahren nehmen sie von den Ladeflächen ihrer Toyota-Pickups ganze Städte ein. Ein paar Hundert Skimasken tragende Fanatiker treiben ganze Armeedivisionen in die Flucht. Panzerfahrer springen panisch aus ihren Luken. Zehntausende Soldaten werfen ihre Gewehre in den Sand und rennen, was das Zeug hält. Währenddessen verharrt der Rest der Welt in Schockstarre. Kein Land ruft den UN-Sicherheitsrat an wegen der Satellitenbilder über frische Massengräber. Kein Botschafter wird einbestellt, keine UN-Friedenstruppe zusammengestellt. Da herrscht plötzlich Al-Qaida über Millionen Menschen und Milliarden Dollar. Doch jenes Land, dass im „Krieg gegen den Terror“ die gesamte Region mit Militärbasen zugepflastert hat, lässt angesichts der größten terroristischen Bedrohung seit je keine einzige Drohne abheben.“

      • arprin Says:

        Sollte der irakische Widerstand doch Hauptthema seines Buches sein, obwohl arprin das dauernd negiert?

        Hä? Wann habe ich das negiert? Es ging mir nur um die Zusammensetzung dieses „Widerstands“.

        PS:

        Nichtglauber: „ruft die aktuell größte und ökonomisch stärkste Terroristengruppe in eben dieser kleinen Enklave einen Gottesstaat aus“
        Todenhöfer: „Der Aufstand wird in Wirklichkeit überwiegend vom FNPI getragen, dem „Nationalen, Panarabischen und Islamischen Widerstand“ des Irak. Das ist eine säkulare Koalition mehrerer Gruppen“

        Du widersprichst Todenhöfer diametral. Sind es nun islamistische Terroristen, die Mossul eingenommen haben, wie du sagst, oder säkulare Demokraten, wie Todenhöfer sagt?

      • Nichtglauber Says:

        „Du widersprichst Todenhöfer diametral.“
        Aber kein Stück. Die ISIS hat den Gottesstaat aufgerufen und die ISIS ist die aktuell weltweit stärkste Terroristengruppe.
        Und der FNPI ist der von mir seit Ewigkeiten aufgeführte „legitime irakischer Widerstand“, den ja du, lieber arprin, fälschlicherweise dauernd mit Al Qaida vermischst, wegen deines dünnen Buchausschnittes.
        Womit ich und Todenhöfer nicht zusammenkommen ist folgendes:
        JT behauptet, der FNPI und ISIS bilden im Moment eine Art Zweck-Bündnis, später würde sich der FNPI aber der ISIS entledigen, so wie er es im Irak seit Jahr und Tag macht mit seiner Bekämpfung der Al Qaida.
        Ich denke, dass die FNPI parallel zur ISIS operiert. Dass die Masse an desertierenden Soldaten höchstwahrscheinlich mit „Putschen“ seitens alter Saddam-Getreuen zu tun hat, erscheint sehr logisch. Oder anders gefragt: wie sollen wenige tausend ISIS-Kämpfer einen Blitzkrieg im doch weitläufigen Irak führen?
        Und wenn du mich fragst, sollten die Neu-Baathisten sofort mit dem Kampf gegen die Islamisten beginnen.

      • arprin Says:

        den ja du, lieber arprin, fälschlicherweise dauernd mit Al Qaida vermischst

        Dass die Zaids bei al-Qaida sind, habe ich nicht gesagt. Aber ich sage, dass Todenhöfers „Widerstandskämpfer“ in Wirklichkeit islamistische Terroristen sind, die mit al-Qaida sympathieren. Dafür gibt Todenhöfer selbst eindeutige Beweise:

        „Er kämpfe für einen islamischen Irak mit dem Koran als Grundlage der Verfassung. Er wolle, dass die Scharia beachtet werde.“ (S. 100)

        „Ich frage ihn, wie er zu Al-Zarkawi und bin Laden stehe. Rami erklärt, er bewundert beide. Mit Al-Zarkawi hätte er gerne zusammengearbeitet, weil dieser den US-Truppen schwere Verluste zugefügt habe. Auch bin Laden beeindrucke ihn, weil er den Mut gehabt habe, sich den USA offen entgegenzustellen.“ (S. 101)

        Seine ganze Geschichte von seiner Reise zweifle ich eigentlich komplett an. Es gibt von Zaid nur ein verhülltes Bild, und Todenhöfer behauptet, auch einen Christen getroffen zu haben, der mit Zaid, Rami und co. kämpft. Dabei würden Christen sicher nicht mit Islamisten und al-Qaida-Fans kooperieren und umgekehrt.

        Womit ich und Todenhöfer nicht zusammenkommen ist folgendes:
        JT behauptet, der FNPI und ISIS bilden im Moment eine Art Zweck-Bündnis, später würde sich der FNPI aber der ISIS entledigen, so wie er es im Irak seit Jahr und Tag macht mit seiner Bekämpfung der Al Qaida.
        Ich denke, dass die FNPI parallel zur ISIS operiert.

        Todenhöfer sagt, dass Mossul von 20.000 Kämpfern der „säkular-demokratischen“ FNPI eingenommen wurde und dass es nur 1.000 ISIS-Kämpfer gibt und die FNPI „die Lage im Griff hat“. Das ist angesichts der Flucht von 500.000 Menschen und den Berichten von den Zuständen in Mossul blanker Unsinn.
        Es gibt niemanden außer Todenhöfer, der von der Existenz dieser FNPI weiß. Alle, die diese Gruppe erwähnen, beziehen sich dabei auf Todenhöfer. Ansonsten weiß kein Experte auf der ganzen Welt was von der FNPI. Es war nicht die FNPI, die die Islamisten im Irak zwischen 2007 und 2009 zurückgedrängt hat, sondern die Amerikaner mithilfe der irakischen Armee.

      • Nichtglauber Says:

        „Es gibt niemanden außer Todenhöfer, der von der Existenz dieser FNPI weiß. Alle, die diese Gruppe erwähnen, beziehen sich dabei auf Todenhöfer. “
        Das kann ich so nicht erkennen. F. Köhler stößt in ein ähnliches Horn und bedient sich dabei mehreren sehr unterschiedlichen Quellen (mit Quellenangabe).
        Ich bin kein „Experte“ in Sachen nummerischer Größe aller innerirakischen Kampftruppen, aber die gestellte These bleibt unbeantwortet: wie kann es wenigen tausend Kämpfern gerlingen, den gesamten Westen des Iraks im Blitzkrieg zu erobern?

      • arprin Says:

        Ich habe den gesamten Artikel von F. Köhler gelesen und nirgendwo steht das Wort FNPI.

        Kennst du irgendeinen Artikel, egal ob in Deutsch, Englisch, Arabisch, der etwas von der FNPI weiß? Ich habe lange auf Google gesucht und nur Texte gefunden, die sich auf Todenhöfer berufen.

        Todenhöfer behauptet, dass 95-96% der Kämpfer (20.000 gegenüber 1.000), die Mossul eingenommen haben, der FNPI angehören. Dann müsste doch irgendwer außer ihm etwas von deren Existenz wissen, oder?

  2. Martin Says:

    @Nichtglauber; wie kann es wenigen tausend Kämpfern gerlingen, den gesamten Westen des Iraks im Blitzkrieg zu erobern?

    Die Antwort ist recht einfach: Weil ihnen niemand entgegenstand, der ausreichend motiviert und organisiert war, zu kämpfen.

    Irgendwie verstehe ich ja noch, warum die Amis die derzeitigen Heldentaten der FNPI totschweigen sollten….nur warum sollte diie FNPI das tun?
    Mir sind jetzt arabische Terrororganisationen, egal welcher Couleur, bisher nicht als Ikonen des Understatement aufgefallen.
    Normalerweise machen die doch jedesmal, wenn sie ein wehrloses Kind, Frau oder Mann umgebracht oder einem Westler die Schnürsenkel falsch zusammengebunden haben, ein riesiges mediales TamTam und dröhnen vom Endsieg über Judenkapitalblabla?

  3. Nichtglauber Says:

    arprin: der Name FNPI könnte eine Namensschöpfung Todenhöfers sein, um dem Kind einen Namen zu geben. Ich würde sie „Neu-Baathisten“ nennen. Es geht darum, dass die Truppe (FNPI/Neu-Baathisten, how ever) eine sekulare, nationale Gruppierung ist, die sich aus den alten Beständen der zerschlagenen irakischen Armee speist und seit deren Zerschlagung das Gerippe des „legitimen nationalen Widerstandes“ des Irak bildet.

    „Ein einst hochrangiger Offizier unter Saddam Hussein sagte der „New York Times“, dass Douri den Feldzug von ISIS seit zwei Jahren geplant habe. Douri, 71, war einst rechte Hand von Saddam Hussein und ist noch immer Chef dessen inzwischen verbotener Baath-Partei.
    Der Militär ist kein gläubiger Eiferer, sondern eher säkular und nationalistisch geprägt.“ – Apa-
    Das habe ich bereits vor 10 Tagen im Standard.at gelesen.
    Und weiter:
    „Als Mossul an die Islamisten fiel, war die Welt entsetzt. Nur Saddam Husseins Tochter Raghad jubelte aus dem jordanischen Exil: „Diese Siege sind den Kämpfern meines Vaters zu verdanken und Onkel Izzat al-Douri“, sagte sie der arabischen Zeitung „al-Quds“.“
    Auf eben diesen Douri kommt auch F. Köhler in seinem Essay zu sprechen.

    @Martin:

    „Die Antwort ist recht einfach: Weil ihnen niemand entgegenstand, der ausreichend motiviert und organisiert war, zu kämpfen.“
    Das soll die Antwort sein?

    • aron2201sperber Says:

      der Name FNPI könnte eine Namensschöpfung Todenhöfers sein, um dem Kind einen Namen zu geben

      würde es das Kind tatsächlich geben, hätte es wohl auch einen echten Namen

    • arprin Says:

      der Name FNPI könnte eine Namensschöpfung Todenhöfers sein

      HAHAHA 😀

      Die armen Neubaathisten haben also schon seit 2007, als Todenhöfer den „legitimen Widerstand“ besuchte, keinen Namen und Todenhöfer hat aus lauter Sorge einen Namen erfunden, ohne seine Leser zu informieren dass der Name von ihm stammt und sonst niemand auf der Welt benutzt? Deine Erklärungen für deine Widersprüche sind wirklich sehr kreativ. 😉

      Todenhöfer hat die FNPI erfunden, die Neubaathisten haben einen Namen:
      http://www.bbc.com/news/world-middle-east-28053496
      „Jaysh Rijal al-Tariqa al-Naqshbandia, or JRTN“
      … und die ISIS ist die am stärksten vertretene Gruppe in Mossul, nicht irgendwelche „säkular-demokratische“ Gruppe.

      • Nichtglauber Says:

        Und wie, werter arprin, möchtest du mir belegen, dass Todenhöfers FNPI und die Neubaathisten nicht ein und die Selbe Gruppe sind?

        „würde es das Kind tatsächlich geben, hätte es wohl auch einen echten Namen“
        Ach, ist das so? Die bewaffnete syrische Opposition bringt es auf über 135 namentlich bekannte Gruppierungen und Einheiten. Aus Al Qaida wurde ISI, dann ISIS und nun IS.
        Glaubst du, der Truppenführer geht ins bagdader Einwohnermeldeamt und lässt sich den einen Namen patentieren ;-)?

        „und die ISIS ist die am stärksten vertretene Gruppe in Mossul, nicht irgendwelche “säkular-demokratische” Gruppe.“
        Jep, nur die Sache mit dem Blitzkrieg kriegt ihr auch noch nicht gelöst. Ist nicht schlimm, macht einfach so weiter und ihr werdet sicher „eure“ Lösung bald vorstellen ;.)

        Apropos: die Sache mit den Humvees ist immer noch offen…

      • arprin Says:

        Und wie, werter arprin, möchtest du mir belegen, dass Todenhöfers FNPI und die Neubaathisten nicht ein und die Selbe Gruppe sind?

        Es gibt ein paar Probleme mit dieser Frage:
        1. Du kehrst die Beweislast um, was nicht zulässig ist. Sowie man nicht beweisen muss, ob der Weihnachtsmann NICHT existiert, muss ich nicht beweisen, dass FNPI und die Neubaathisten NICHT dieselben sind, sondern du musst beweisen, dass FNPI und Neubaathisten dieselben sind. Du liegst in der Beweislast.
        2. Wie wir beiden festgestellt haben, hat von der FNPI (bis auf Todenhöfer) kein Mensch je etwas gehört! Die Neubaathisten existieren, aber sie heißen heißen Jaysh Rijal al-Tariqa al-Naqshbandia. Wenn Todenhöfer diese Gruppe meint (?), was soll dann der Name FNPI? Warum kennt er nicht den richtigen Namen? Weil er eben nicht diese Gruppe gemeint hat.
        3. Es geht nicht nur um die Nicht-Existenz der FNPI, sondern dass sie laut Todenhöfer 95-96% der Kämpfer in Mossul darstellt. Das ist eine faustdicke Lüge. Die größte Gruppe in Mossul ist die ISIS.

        “würde es das Kind tatsächlich geben, hätte es wohl auch einen echten Namen”
        Ach, ist das so? Die bewaffnete syrische Opposition bringt es auf über 135 namentlich bekannte Gruppierungen und Einheiten. Aus Al Qaida wurde ISI, dann ISIS und nun IS.
        Glaubst du, der Truppenführer geht ins bagdader Einwohnermeldeamt und lässt sich den einen Namen patentieren ;-)?

        Was willst du damit sagen? Glaubst du, dass die Tatsache, dass niemand je etwas von der FNPI gehört hat, sich dadurch erklären lassen könnte, dass die FNPI eventuell nur eine kleine Gruppe ist, die mit 135 anderen Gruppen im Bund ist oder dass die FNPI sich eventuell in der Zwischenzeit umbenannt hat, ohne dass Todenhöfer es bemerkt hat?
        Wenn ja, dann muss ich dich enttäuschen: Laut Todenhöfer ist die FNPI die Hauptgruppe, also keine „kleine Miliz unter 135“, und wenn sich die FNPI umbenannt hättte, hätte jemand außer Todenhöfer vor der Umbenennung irgendwo auf der Welt schon mal den Namen FNPI gehört – hat aber keiner. Und wie kann Todenhöfer die Umbenennung „verpasst“ haben?

        die Sache mit dem Blitzkrieg kriegt ihr auch noch nicht gelöst. Ist nicht schlimm, macht einfach so weiter und ihr werdet sicher “eure” Lösung bald vorstellen ;.)

        Das war halt nie ein Rätsel. Arabische Armeen sind eben scheiße, siehe 1967, 2003 usw. Die irakische Armee ist unmotiviert, unloyal und unorganisiert. Kleine Milizen reichen da schon, um sie in Schwierigkeiten zu bringen. Im Übrigen war der Chef der irakischen Armee in Mossul ein bekannter Folterer aus der Saddam-Zeit: http://www.thedailybeast.com/articles/2014/06/19/iraq-put-a-death-squad-commander-and-torturer-in-charge-of-mosul-no-wonder-isis-is-winning.html

        Apropos: die Sache mit den Humvees ist immer noch offen…

        Ich weiß nicht mal, welche „Sache“ das sein soll.

    • Martin Says:

      „Das soll die Antwort sein?“

      Klar. Hochmotivierte, kampferfahrene, gedrillte und gut organisierte Truppe trifft auf un- bis demotivierte, in den letzten Jahrzehnten mehrmals verheerend bis zur „Fast-Vernichtung“ geschlagene, miserabel geführte Truppe.
      Nach erstem Anfangserfolggen verbreiten sich -auch übertriebene- Gerüchte über Gräueltaten und militärische Qualität des Angreifers, miserable Truppe läuft um so schneller. Insbesondere die Kommandeure dürften sich flugs mit allem was wertvoll und nicht niet- und nagelfest ist, abgesetzt haben. Der Rest der Truppe folgt dann entsprechend rasch.
      Das Ganze ist nun wirklich nichts historisch neues oder rätselhaftes.

      • Nichtglauber Says:

        Grundsätzlich gebe ich dir ja recht, dass die meisten arabischen Staaten über bemitleidenswerte reguläre Kampftruppen verfügen. Das trifft vor allem, und auch da bin ich ganz bei dir, auf die Staaten zu, die von „Demokratien“ vernichtend geschlagen wurden. Vor allem Libyen oder in unserem besonderen Falle hier dem Irak. Aber auch westliche Satelliten-Staaten wie der Libanon, Jordanien oder die gesamte Golfriege halten sich das Militär auch eher als verlängerten Arm der innenländischen Polizei.
        ABER: noch nicht gebeugte Staaten, sagen wir Syrien, muss man wohl nach den Erfahrungen der letzten drei Jahren davon ausnehmen. Und gerade weil der Libanon seinen Soldaten eher Spazierfahrten dienstlich vorschreibt als Landeswehr, hat sich dort die doch recht motivierte Hisbollah-Miliz etabliert, die die Aufgaben der regulären, unmotivierten libanesischen Armee mal einfach übernommen hat.
        Dass Israel aber grundsätzlich immer in Angst vor arabischen Kämpfern lebt und sie existentiell fürchtet, sobald Motivation und Moral Einzug halten, beweist der dramatische finanzielle Aufwand, den Israel und dessen Alliierte leisten. Allein die USA schaufeln zwischen 2007 und 2027 über 70 Milliarden Dollar in die IDF. Wozu, zur Abwehr der un- und demotivierten Armeen der Nachbarn?
        Und hier möchte ich den Bogen zu meinem besonderen Freund arprin spannen:
        „Das war halt nie ein Rätsel. Arabische Armeen sind eben scheiße, siehe 1967, 2003 usw. Die irakische Armee ist unmotiviert, unloyal und unorganisiert. Kleine Milizen reichen da schon, um sie in Schwierigkeiten zu bringen.“
        Damit beweist arprin, selbstredend unfreiwillig, dass oben angesprochene Kampfeinheiten Syriens und der „eigentlichen “ libanesischen Armee genau das Gegenteil darstellen. Denn hier haben weder kleinere syrische Milizen noch größere ausländische Kontingente eine Übernahme des Landes erreicht. Trotz massiver Unterstützung aus dem „Freunde Syriens“ genannten Konglomerats. Und diese Tatsache beweist ferner, dass eben doch das Volk maßgeblich an Loyalität und Kampfesmoral seiner Truppen beteiligt ist. Geschlagene und entehrte Länder mit Marionetten an deren Spitze bieten eben jämmerliche Truppenverbände auf. Stolze, nationalorientierte und regierungsloyale Menschen hingegen bilden das Rückgrat der eigenen Armee. Danke arprin…

        Und nun zum Schluß: Trotz alledem, kann keine Miliz von 5-7 tsd Kämpfern eine Millionenstadt in Blitzkriegmanier einnehmen… es sei denn, sie erhält Assistenz!
        Und die Sache mit den Humvees ist immer noch offen… 😉

      • qwertzman Says:

        Ich find 3,5 Milliarden Dollar pro Jahr ja nicht so viel

        zu amerikanischen Waffen: ich dachte du guckst gerne Fußball 😉

      • aron2201sperber Says:

        Denn hier haben weder kleinere syrische Milizen noch größere ausländische Kontingente eine Übernahme des Landes erreicht. Trotz massiver Unterstützung aus dem “Freunde Syriens” genannten Konglomerats.

        in Syrien hatte Assad ebenfalls binnen kurzer Zeit die Kontrolle über weite Teile des Landes verloren.

        wie im Irak erfolgten diese Verluste in den mehrheitlich sunnitischen Landesteilen

        die massive Unterstützung des Westens beschränkte sich allerdings lediglich auf ein paar scheinheilige Sprüche:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/03/21/schlicht-verlogen/

        da der Westen aus Angst, womöglich die Dschihadisten zu stärken, davor zurückschreckte, die FSA (die es im Gegensatz zu Todenhöfers Gruppe tatsächlich gab) zu fördern, wurden leider nur die Dschihadisten (von den üblichen Ölscheichs) gefördert, die so der FSA ihr Territorium abnehmen konnten.

        Assad war den legitimen Widerstand los, und der Terror schwappte wieder in den Irak zurück…

        …und nach Europa schwappen weitere Asylantenwellen, aber Hauptsache Putin und seine Versteher sind zufrieden.

      • Nichtglauber Says:

        @qwertzman
        „ich dachte du guckst gerne Fußball ;)“
        Ich liebe Fußball. Fußball ist das Leben

  4. Martin Says:

    „…halten sich das Militär auch eher als verlängerten Arm der innenländischen Polizei.
    ABER: noch nicht gebeugte Staaten, sagen wir Syrien, muss man wohl nach den Erfahrungen der letzten drei Jahren davon ausnehmen. “

    Das war ja nun der Witz des Jahrhunderts. Grade Syrien hat ja nun äußerst deutlich bewiesen, das es sein Militär vor allem zum Inlandseinsatz hat…

    „Dass Israel aber grundsätzlich immer in Angst vor arabischen Kämpfern lebt und sie existentiell fürchtet, sobald Motivation und Moral Einzug halten, beweist der dramatische finanzielle Aufwand, den Israel und dessen Alliierte leisten. Allein die USA schaufeln zwischen 2007 und 2027 über 70 Milliarden Dollar in die IDF. Wozu, zur Abwehr der un- und demotivierten Armeen der Nachbarn?“

    Angst dürfte als Zustandsbeschreibung deutlich übertrieben sein. Israel wertet Menschenleben halt anders und steckt hohen finanziellen Aufwand in deren Schutz. Iron Dome und ähnliche Systeme sind da zu nennen, von deren Entwicklung u.a. auch die USA wiederum profitieren. 3.5 Milliarden Dollar pro Jahr sind jetzt für eine hochtechnisierte Armee übrigens nicht unbedingt ein großer Batzen Beitrag.

    „Damit beweist arprin, selbstredend unfreiwillig, dass oben angesprochene Kampfeinheiten Syriens und der “eigentlichen ” libanesischen Armee genau das Gegenteil darstellen. ….
    „Und diese Tatsache beweist ferner, dass eben doch das Volk maßgeblich an Loyalität und Kampfesmoral seiner Truppen beteiligt ist. Geschlagene und entehrte Länder mit Marionetten an deren Spitze bieten eben jämmerliche Truppenverbände auf. Stolze, nationalorientierte und regierungsloyale Menschen hingegen bilden das Rückgrat der eigenen Armee.“

    Nein. Eigentlich beweist das,das Naheliegende. Nämlich das Syrien und Assads Verbündete recht maßgeblich an ISIS beteiligt sind. Die ja z.B. auch eher andere Rebellenarmeen angegriffen haben, als Assads Truppen. Kein großes Wunder also, nicht wahr?

    „Und nun zum Schluß: Trotz alledem, kann keine Miliz von 5-7 tsd Kämpfern eine Millionenstadt in Blitzkriegmanier einnehmen… es sei denn, sie erhält Assistenz!“

    Richtig. Und 200 Spanier könnten nie das Inkareich besiegen. Oh, wait.
    Natürlich können sie. Was stünde dem denn genau entgegen?

    „Und die Sache mit den Humvees ist immer noch offen… ;-)“
    Welche Sache mit den Humvees? Das die irakische Armee Humvees benutzt ist doch bekannt? Was denn sonst?

    • Nichtglauber Says:

      „Das war ja nun der Witz des Jahrhunderts. Grade Syrien hat ja nun äußerst deutlich bewiesen, das es sein Militär vor allem zum Inlandseinsatz hat…“
      Was wiederum der Witz des Jahrhunderts ist, findet die Keilerei ja auch auf syrischem Boden statt…

      „Angst dürfte als Zustandsbeschreibung deutlich übertrieben sein. Israel wertet Menschenleben halt anders und steckt hohen finanziellen Aufwand in deren Schutz. Iron Dome und ähnliche Systeme sind da zu nennen, von deren Entwicklung u.a. auch die USA wiederum profitieren. 3.5 Milliarden Dollar pro Jahr sind jetzt für eine hochtechnisierte Armee übrigens nicht unbedingt ein großer Batzen Beitrag.“
      Erstens, vor wem fürchtet sich denn die israerlische Armee, wenn es doch alles unmotivierte und unfähige Araber sind, die es umzingeln, und zweitens, die 3,5 Millarden sind die Militärhilfe eines (!) einzigen Freundstaates. Die eigenen Investitionen oder die „Hilfe“ andere Staaten (deutschland z.B./U-Boote) sind doch noch gar nicht aufgeführt.

      „Nein. Eigentlich beweist das,das Naheliegende. Nämlich das Syrien und Assads Verbündete recht maßgeblich an ISIS beteiligt sind. Die ja z.B. auch eher andere Rebellenarmeen angegriffen haben, als Assads Truppen. Kein großes Wunder also, nicht wahr?“
      Wieso soll Assad syrische Soldaten verbraten, wenn sich die Deppen gegenseitig umnieten? Die in „Rebellenhand“ befindlichen Regionen sind zum großen teil wüstes Grenzland.
      Der Irak hat vor 2 tagen die „syrische Taktik“ übrigens adaptiert und seine Soldaten von der Grenze zu SA abgezogen. Die Saudis waren daraufhin gezwungen, 30.000 Mann dorthin zu verlegen. Clever, oder?

      „Richtig. Und 200 Spanier könnten nie das Inkareich besiegen. Oh, wait.
      Natürlich können sie. Was stünde dem denn genau entgegen?“
      Und Jesus hat Jordanwasser in Chardonnay verwandelt.

      „Welche Sache mit den Humvees? Das die irakische Armee Humvees benutzt ist doch bekannt? Was denn sonst?“
      Na endlich springt mal jemand darauf an 😉
      Ron Paul: „wir haben die ISIS bewaffnet“…
      Und noch besser: Obama möchte die „gemäßigten Rebellen“ in Syrien weiter unterstützen. Obwohl es die Amis nicht mal im Irak schaffen, die eigenen Waffen bei den von ihnen ausgebildeten Streikräften zu sichern.

      • aron2201sperber Says:

        Ron Paul: “wir haben die ISIS bewaffnet”…

        Ron Paul glaubt bekanntlich auch, dass 9/11 „wir gemacht haben“

        unter „wir“ versteht er natürlich nicht sich, sondern seine politischen Feindbilder.

        die Klage von wegen „Wir sind schuld“ ist eigentlich typisch für Linke – da hat sich Ron Paul was abgeschaut

      • arprin Says:

        Erstens, vor wem fürchtet sich denn die israerlische Armee, wenn es doch alles unmotivierte und unfähige Araber sind

        Israel fürchtet sich vor Raketen aus Gaza, da diese israelische Bürger terrorisieren, und vor der möglichen Gefahr einer neue Intifada oder einen anti-israelischen Umschwung bei den Regierungen Ägyptens/Jordaniens (da der Iran kein arabischer Staat, fällt dieser in der Analyse weg). Deswegen investiert es in seine Sicherheit.

        Wieso soll Assad syrische Soldaten verbraten, wenn sich die Deppen gegenseitig umnieten?

        Achso, Asad hat noch nie Rebellen angegriffen? Er wartet einfach bis sie sich gegenseitig umnieten? Quatsch, er greift ständig Rebellengebiete an. Und dazu noch zivile Wohnviertel, indem sich Selbstverwaltungsgruppen gebildet haben (der legitime nationale Widerstand), Tausende Syrer sterben durch seine Bomben.
        Die von Islamisten kontrollierten Gebiete werden nicht so heftig angegriffen. Ich will damit keine Allianz zwischen Assad und der ISIS heraufbeschwören und teilweise mag es an der strategischen Unwichtigkeit liegen – aber es ist offensichtlich dass den legitimen, säkular-demokratischen Widerstand zu bekämpfen für Assad von Anfang an wichtiger war als die ISIS zu bekämpfen. Somit kann er sich als „einzige Alternative“ aufspielen.

  5. arprin Says:

    @Nichtglauber:

    noch nicht gebeugte Staaten, sagen wir Syrien, muss man wohl nach den Erfahrungen der letzten drei Jahren davon ausnehmen.

    Du glaubst also, dass der Irak vor 2003, Libyen vor 2011 und Libanon vor XY „gebeugt“ waren und deshalb so wenig gegen die Amerikaner oder Israelis ausrichten konnten, während Syrien „nicht gebeugt“ ist? Wie soll man das verstehen?

    – Warum war der Irak vor 2003 schon „gebeugt“, so dass seine Armee keinen Widerstand leisten konnte?
    – Warum war Libyen vor 2011 „gebeugt“, so dass seine Armee keinen Widerstand leisten konnte?
    – Wann wurde der Libanon „gebeugt“, so dass seine Armee so schwach wurde?
    Vor allem aber:
    – Wenn Syrien bis heute noch nicht „gebeugt“ ist, wieso hat sich dann seine Armee dann schon vorher so sehr gegen Israel blamiert? Israel fürchtete 1967, dass eine Schlacht um den Golan 20.000 Tote fordern würde. Doch dann sind die syrischen Soldaten einfach geflohen, als sie die Israelis sahen, und kamen nie mehr wieder. Hmmm … (und Nassers Armee hat sich nicht weniger blamiert – war Ägypten damals auch schon „gebeugt“?)
    – Inwiefern sind die Erfahrungen der letzten 3 Jahre posiitiv für die syrische Armee zu werten? Sie gaben gegen einen schwachen Gegner nicht gewonnen, stattdessen musste das Ausland Assad retten.

    Und gerade weil der Libanon seinen Soldaten eher Spazierfahrten dienstlich vorschreibt als Landeswehr, hat sich dort die doch recht motivierte Hisbollah-Miliz etabliert, die die Aufgaben der regulären, unmotivierten libanesischen Armee mal einfach übernommen hat.

    Die Hisbollah ist eine vom Iran kontrollierte Miliz, die während des Bürgerkriegs zusammen mit anderen Milizen die libanesische Armee zur Bedeutungslosigkeit geführt hat. Sie als „nationale Armee“ zu bezeichnen, ist blanker Hohn. Sie sind eine iranische Marionette (mit der Iran auch Zugriff auf die libanesische Politik bekommt), die wie all die Milizen zu Libanons Verwandlung in einen Failed State beigetragen hat.

    Dass Israel aber grundsätzlich immer in Angst vor arabischen Kämpfern lebt und sie existentiell fürchtet, sobald Motivation und Moral Einzug halten, beweist der dramatische finanzielle Aufwand, den Israel und dessen Alliierte leisten.

    Nein, das beweist es nicht. Es beweist nur, dass Israel vorsichtig ist und alles für die Sicherheit seiner Bürger tut. Aber niemand hat Angst davor, dass eine arabische Armee die Existenz des Landes gefährden könnte (Qassam-Raketen können die Bürger terrorisieren, aber nicht Israel vernichten).

    “Das war halt nie ein Rätsel. Arabische Armeen sind eben scheiße, siehe 1967, 2003 usw. Die irakische Armee ist unmotiviert, unloyal und unorganisiert. Kleine Milizen reichen da schon, um sie in Schwierigkeiten zu bringen.”
    Damit beweist arprin, selbstredend unfreiwillig, dass oben angesprochene Kampfeinheiten Syriens und der “eigentlichen ” libanesischen Armee genau das Gegenteil darstellen. Denn hier haben weder kleinere syrische Milizen noch größere ausländische Kontingente eine Übernahme des Landes erreicht. Trotz massiver Unterstützung aus dem “Freunde Syriens” genannten Konglomerats.

    Oh je … Das ist wirklich bedenklich: Du willst also sagen, dass Assads „Leistung“, in 3 Jahren mit massivster ausländischer Hilfe nur die Hälfte seines Landes an schlecht ausgerüstete Rebellen verloren zu haben, so hoch einzuschätzen ist wie die hypothetische Leistung, die die irakische Armee 2003 gegen die Amerikaner hätte bringen müssen? Oder, anders ausgedrückt: Wenn die Amerikaner mit 100.000 Soldaten und modernster Ausrüstung in Syrien einmarschiert wären, hätte Assad den Angriff auch abgewehrt? Wenn du das glaubst, ist Hopfen und Malz verloren.

    Und diese Tatsache beweist ferner, dass eben doch das Volk maßgeblich an Loyalität und Kampfesmoral seiner Truppen beteiligt ist.

    Wieso denn das? Wie kommst du von einem auf das andere?

    Weißt du, ich will gar nicht völlig ausschließen, dass die Mehrheit der Syrer für Assad ist. Meine Position dazu habe ich mehrmals gesagt: Ich weiß es nicht. Ich habe keine so genaue Informationen, die diese Frage restlos aufklären könnten. Und ich denke, dass es derzeit unmöglich ist, diese Frage zu klären. Aber du bist dir ja zu 100% sicher, dass die Mehrheit der Syrer hinter Assad steht. Dann müsstest du auch Beweise liefern. Hast du nicht.
    Dein 55-Minuten-Video beweist gar nichts. Nirgendwo sind mehr als höchstens Tausend zu sehen (eher weniger). Und natürlich ist das syrische Staatsfernsehen nicht gerade die beste Quelle für propagandafreie Nachrichten. Es gibt auch keine relevanten Umfragen, die etwas darüber aussagen können. Ich hörte etwas von einer angeblichen „NATO-Umfrage“, aber nirgendwo habe ich etwas gefunden. Ansonsten gab es nur eine Umfrage mit mehr als 500 Teilnehmern, und zwar von der Pepperdine University im September 2011, die aussagte, dass 88% der Syrer Assads Rücktritt wollen:
    http://security.blogs.cnn.com/2011/09/27/syrian-poll-finds-optimism-for-future-but-little-support-for-assad/
    Ich will gar nicht sagen, dass diese Umfrage absolut glaubwürdig ist oder dass sich seit September 2011 nichts getan hat. Es ist aber immerhin eine Umfrage. Wie gesagt: Meiner Meinung ist es derzeit unmöglich, die Frage mit Sicherheit zu beantworten. Wenn du dir aber zu 100% sicher bist, müsstest du Beweise haben. Lass‘ uns das jetzt mal klären: Hast du wirklich objektive, feststellbare Beweise für deine These? Oder ist es nur eine starke Vermutung?

    Geschlagene und entehrte Länder mit Marionetten an deren Spitze bieten eben jämmerliche Truppenverbände auf. Stolze, nationalorientierte und regierungsloyale Menschen hingegen bilden das Rückgrat der eigenen Armee. Danke arprin…

    Die syrische Armee ist ein ziemlich jämmerlicher Truppenverband. Sie verfügten über 200.000 Mann, sie hatten Panzer, Flugzeuge und bekamen von Anfang an massive Unterstützung vom Ausland. Die Rebellen hatten mehr als 2 Jahre lang nicht mal Panzer- oder Luftabwehrraketen, sie haben bis heute keine Panzer und Flugzeuge und die ausländische Hilfe ist wesentlich geringer als die, die Assad von Russland und Iran bekommt.
    Trotzdem hat die syrische Armee über einen Großteil des Landes die Kontrolle verloren. Erst durch die weitere massive Aufrüstung vom Ausland und der Invasion von bis zu 40.000 schiitischen Milizionären aus dem Ausland, konnte Assad seine Niederlage abwenden, nicht durch die syrische Armee. Die Iraner selbst sagen, dass Assad ohne ihre Hilfe längst gestürzt wäre:
    https://www.middleeastmonitor.com/news/africa/10887-senior-iranian-commander-assad-would-have-been-toppled-without-irans-support
    „Syrian President Bashar Al-Assad would have lost the battle if Iran did not support him, the Commander of the Islamic Revolution Guards Corps Aerospace Forces Brigadier General Amir Ali Hajizadeh said.“

    Und nun zum Schluß: Trotz alledem, kann keine Miliz von 5-7 tsd Kämpfern eine Millionenstadt in Blitzkriegmanier einnehmen… es sei denn, sie erhält Assistenz!

    Ich weiß gar nicht, was diese ganze Diskussion seitens von dir sein soll. Natürlich erhielt die ISIS Assistenz von Neubaathisten (JRTN), auch wenn die Anzahl der Kämpfer trotzdem recht klein gewesen sein dürfte (wesentlich kleiner als die Anzahl der Kämpfer der irakischen Armee). Es ging mir doch nur darum, dass die FNPI nicht existiert (und nie existiert hat, auch nicht während der amerikanischen Besatzung) und folglich auch nicht derzeit die absolute Mehrheit der Kämpfer in Mossul darstellt. Und das hast du ja mittlerweile auch eingeräumt mit deiner kreativen Behauptung, FNPI sei eine „Namensschöpfung“ Todenhöfers.

    Ich liebe Fußball. Fußball ist das Leben

    Zumindest da sind wir uns 100% einig.

    • Nichtglauber Says:

      „Wenn Syrien bis heute noch nicht “gebeugt” ist, wieso hat sich dann seine Armee dann schon vorher so sehr gegen Israel blamiert? Israel fürchtete 1967, dass eine Schlacht um den Golan 20.000 Tote fordern würde. Doch dann sind die syrischen Soldaten einfach geflohen, als sie die Israelis sahen, und kamen nie mehr wieder. Hmmm … (und Nassers Armee hat sich nicht weniger blamiert – war Ägypten damals auch schon “gebeugt”?)“
      Zunächst: der Angriffskrieg Israels 1967 galt einem Syrien, dass noch nicht unter der Assad-Ära eingebettet war. Hafez Al Assad, der ausgebildete Kampfpilot, war Verteidigungsminister in einem später verklärtem „demokratischem“ Syrien – mit Regierungswechseln alle paar Monaten. Ein recht unstabiles Gebilde also.
      1973 aber sah die Sache unter einem gewissen Präsidenten Hafez Al Assad dann etwas anders aus. Israel brauchte lange, um die Kurve zu kriegen, mit tatkräftiger massiver politischer Unterstützung der USA. Legendär der in Syrien jedem Schulkind bekannte Satz Moshe Dayans zur Premierministerin G. Meir: “ „Das ist das Ende des dritten Tempels.“. Meir soll ihre Finger gerade noch rechtzeitig von den atomaren Sprengköpfen bekommen haben.
      Syrien konnte die Region und die Stadt Quneitra zurückerobern.

      „Oh je … Das ist wirklich bedenklich: Du willst also sagen, dass Assads “Leistung”, in 3 Jahren mit massivster ausländischer Hilfe nur die Hälfte seines Landes an schlecht ausgerüstete Rebellen verloren zu haben, so hoch einzuschätzen ist wie die hypothetische Leistung, die die irakische Armee 2003 gegen die Amerikaner hätte bringen müssen? Oder, anders ausgedrückt: Wenn die Amerikaner mit 100.000 Soldaten und modernster Ausrüstung in Syrien einmarschiert wären, hätte Assad den Angriff auch abgewehrt? Wenn du das glaubst, ist Hopfen und Malz verloren.“
      Ich frage mich schon manchmal in gewissen Momenten, wie man in einem Glashaus mit so dünnem Glas sitzen und dann so eine dicke Lippe riskieren kann – und das ist gerade wieder so ein Moment:
      Die IDF, wie wir alle wissen, eines der best ausgerüsteten Armeen der Welt, musste 2006 einen Waffenstillstand (!) vereinbaren, um die Kampfhandlungen im Südlibanon zu beenden. Gegner: die Hisbollah.
      Mit deinen Worten: eine „schlecht ausgebildete Rebellengruppe“, die „nur“ vom Iran und von der unmotivierten syrischen Armee unterstützt wird…
      Laut dem Center for Strategic and International Studies “ war der Libanonkrieg 2006 aus rein militärischer Sicht für die israelischen Streitkräfte ein Misserfolg“.
      Asymmetrische Kriegsführung ist für reguläre Armeen nicht zu gewinnen. Als sich die syrische Armee nach einigen Monaten ein strategisches Update genehmigte und mit der Hisbollah ebenso begann, asymmterisch zu agieren, kippte das Pendel endgültig. Aktueller Stand in Syrien: die „Sahelzone“, also das Gebiet, das Stand jetzt ca. 80% der syrischen Bevölkerung beherbergt, wird vom äußersten Süden (Quneitra) bis zum äußersten Norden (Kassab) kontrolliert. Ausnahmen sind der östliche Rif Aleppo und kleinere Flecken im Rif Damaskus, von wo aus regelmäßiger Haunbeschuß der Zivilbevölkerung der Haupstadt stattfindet. Kein Vergleich also zur Situation Ende 2012/Anfang 2013.

      „Dein 55-Minuten-Video beweist gar nichts. Nirgendwo sind mehr als höchstens Tausend zu sehen (eher weniger). Und natürlich ist das syrische Staatsfernsehen nicht gerade die beste Quelle für propagandafreie Nachrichten. Es gibt auch keine relevanten Umfragen, die etwas darüber aussagen können. Ich hörte etwas von einer angeblichen “NATO-Umfrage”, aber nirgendwo habe ich etwas gefunden.“
      Oh Mann. Soll das syrische Fernsehen 2000 Kameras an jede Straßenkreuzung einer jeden Stadt aufstellen? Auch dann sind pro Kamera nur tausend Menschen zu sehen. Es war eine Live-Schalte (!!). Von Quneitra bis Kassab. Die gesamte oben angesprochen Sahelzone also. Live-Schalten beherbergen das Risiko, dass man sich so richtig ein eigenes Grab schaufeln kann. Aber das „Staatsfernsehen“ schien sich seiner Sache sehr sicher ;-). Nirgends war im gesamten Westen Syriens eine Explosion, eine Haunrakete oder ein Attentat zu verzeichnen…
      Und bezüglich „Propagandamedium syrisches Staatsfernsehen“: mach dich bitte nicht immer so klein. Ich habe mit keinem Wort deinen vor kurzem verfassten Beitrag hier kritisiert, in dem du, zur Belegung deiner Thesen, ausgerechnet Debkafile und Al Jazeera aufführtest. Also bitte.

      „Es ging mir doch nur darum, dass die FNPI nicht existiert (und nie existiert hat, auch nicht während der amerikanischen Besatzung) und folglich auch nicht derzeit die absolute Mehrheit der Kämpfer in Mossul darstellt. Und das hast du ja mittlerweile auch eingeräumt mit deiner kreativen Behauptung, FNPI sei eine “Namensschöpfung” Todenhöfers. “
      Natürlich existiert die FNPI. Ob unter diesem Namen oder einem anderen, das ist doch wurscht. Es gibt den von JT seit Jahren kolportierten “ nationalen irakischen Widerstand“, der nicht die Al Qaida ist. FNPI, Neu-Baathisten, Jaish al schlag mich tot, how ever.
      Ob ein Kind Manuel oder Mesut heißt, ist in dem Augenblick nebensächlich, in dem die blanke Existenz des Kindes bewiesen ist.

      „Zumindest da sind wir uns 100% einig.“
      Und hier stimme ich dir auch zu 100% zu.

      „Die von Islamisten kontrollierten Gebiete werden nicht so heftig angegriffen. Ich will damit keine Allianz zwischen Assad und der ISIS heraufbeschwören und teilweise mag es an der strategischen Unwichtigkeit liegen – aber es ist offensichtlich dass den legitimen, säkular-demokratischen Widerstand zu bekämpfen für Assad von Anfang an wichtiger war als die ISIS zu bekämpfen. Somit kann er sich als “einzige Alternative” aufspielen.“
      Achtung, auch hier haben wir einige Prozent Übereinstimmung. Villeicht sogar im mittleren doppelstelligen Prozentbereich 😉
      Ich gehe sogar stark davon aus, dass Assad von der brutalen „Herangehensweise“ der Isis profitiert und so Unentschloßene im Osten und Norden in ihrer Entscheidung „unterstützen“ möchte, sich Rebellenverbänden nicht anzuschließen. Ist doch aber strategisch und situationsangepasst opportun.
      Die unter Dauerfeuer geratenen Verbände sind aber alles, aber keine Demokraten. Das ist vorbei. Der Jaish Al islam und die Al Nusra, die derzeit vieles Schlucken müssen, sind ebenso waschechte Islamisten, aus dem gleichen Stall, aber in einen anderen Wald galoppiert.
      Und dass Assad sicher keine Allianz mit der ISIS unterhält, glauben auch die Brüder in Washington:
      „There’s a battle raging inside the Obama administration about whether the United States ought to push away from its goal of toppling Syrian dictator Bashar al-Assad and into a de facto alliance with the Damascus regime to fight ISIS and other Sunni extremists in the region.“
      http://www.thedailybeast.com/articles/2014/07/03/iraq-crisis-pushes-u-s-closer-to-assad-the-dictator-it-said-must-go.html

  6. arprin Says:

    Zunächst: der Angriffskrieg Israels 1967 galt einem Syrien, dass noch nicht unter der Assad-Ära eingebettet war. Hafez Al Assad, der ausgebildete Kampfpilot, war Verteidigungsminister in einem später verklärtem “demokratischem” Syrien

    1973 aber sah die Sache unter einem gewissen Präsidenten Hafez Al Assad dann etwas anders aus.

    Och ne … jetzt wird es wirklich nur noch eine Selbstdemontage von dir. Syrien war also bis 1970 ein „gebeugtes“ Land, weil Hafez al-Assad nur Verteidigungsminister war, dann putschte sich Hafez 1970 ins Präsidentenamt und schwuppdiwupp war Syrien kein „gebeugtes“ Land mehr und konnte den grandiosen Erfolg verbuchen, gegen Israel, trotz massiver sowjetischer Hilfe und einer Überlegenheit von 1.400 Panzern gegenüber 180, knapp verloren zu haben?
    Und warum hat Ägypten sich so sehr blamiert? War Ägypten unter Nasser und Sadat auch schon gebeugt? Was ist mit dem Irak 2003 und Libyen 2011? Waren die auch schon gebeugt? Wann wurde der Libanon so gebeugt, dass die nationale Armee so schwach wurde?

    Weißt du, es ist ein großes Problem, wenn du einfach irgendwelche willkürliche Behauptungen wie „Nur gebeugte Länder können Kriege verlieren“ aufstellst und daraus dann alle deine Thesen ableitest. Es gibt keine logische und schon gar keine naturwissenschaftliche Beweise für diese Behauptung. Unter gebeugt verstehst du ja offensichtlich „pro-israelisch/amerikanisch, jämmerliche Armee“ und unter nicht gebeugt „anti-israelisch/amerikanisch, unbesiegbare Armee“. Wie kommst du auf die Idee, dass eine Armee, sobald das Land Frieden mit Israel oder Amerika schließt (z.B. die von dir genannten Jordanien und die Golfer) plötzlich von Tag über Nacht eine schlechtere Armee hat? Warum soll die Schlagkraft einer Armee leiden, wenn die Regierung sich mit Israel oder Amerika aussöhnt?
    Du ignorierst auch einfach alles, was dagegen spricht. Ägypten unter Nasser war nicht pro-israelisch und wurde trotzdem leicht besiegt. Syrien war schon vor Hafez nicht pro-israelisch und wurde leicht besiegt. Und die Rolle des Auslands blendest du auch aus. Assad konnte sich nicht dank der syrischen Armee, sondern nur dank der Hilfe aus Russland und dem Iran noch an der Macht halten. Ein iranischer Militärkommandeur hat das schon ganz offen gesagt.

    Mit deinen Worten: eine “schlecht ausgebildete Rebellengruppe”, die “nur” vom Iran und von der unmotivierten syrischen Armee unterstützt wird…

    Die Hisbollah schlecht ausgerüstet? Wann habe ich je sowas gesagt? Die Hisbollah ist die bestausgerüstete Terrorgruppe der Welt! Sie haben z.B. Katjuscha-Raketen und noch ein Haufen anderes Zeugs vom Iran (sie sind waffentechnisch völlig vom Iran abhängig).

    Laut dem Center for Strategic and International Studies ” war der Libanonkrieg 2006 aus rein militärischer Sicht für die israelischen Streitkräfte ein Misserfolg”.

    Schön von Wikipedia abgeschrieben, wie immer ohne Quellenangabe. Aber du beantwortest meine Frage nicht: Denkst du, die syrische Armee hätte eine amerikanische Invasion wie die 2003 im Irak abgewehrt? Und warum konnten die Iraker (bzw. die Baathisten) das 2003 nicht?

    Aktueller Stand in Syrien: die “Sahelzone”, also das Gebiet, das Stand jetzt ca. 80% der syrischen Bevölkerung beherbergt, wird vom äußersten Süden (Quneitra) bis zum äußersten Norden (Kassab) kontrolliert.

    Wie so oft behauptest du Dinge ohne auch nur eine Quelle zu nennen. Dass Assad zuletzt dank Russland, Iran und ausländischen Söldnern Erfolge hatte, ist unbestritten. Aber so rosig sieht es nun auch wieder nicht aus.
    Die syrische Golan-Zone, in der Quneitra liegt, wird nach Erkenntnissen des israelischen Militärs zu 95% von Rebellen kontrolliert:
    http://www.timesofisrael.com/anti-assad-rebels-said-to-control-95-of-syrian-golan-heights/
    Laut dieser Karte, die sich auf Berichte aus aller Welt stützt und ständig aktualisiert wird:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Template:Syrian_Civil_War_detailed_map
    … befindet sich der äußerste Süden, nämlich die Provinz Dara’a, fast komplett unter Kontrolle der Rebellen, u.a. die Städte in Da’el, Tafas, Busra al-Harir und der Grenzposten in Dara’a. Und auch der äußerste Norden, wird von den Rebellen kontrolliert, u.a. die Grenzposten Bab al-Hawa, Bab al-Salame und Jarablus sowie die Städte Azaz, Saraqib, Taftanaz und Salqin sowie der gesamte kurdische Teil Syriens ganz im Norden. Wenn man sich ansieht, wie langsam Fortschritte gemacht werden und wie schnell sie annulliert werden, kann der Krieg noch viele Jahre weitergehen.

    Und das Allerwichtigste: Die Erfolge Assads in den letzten Monaten wurden eben NICHT allein von der syrischen Armee erzielt. Assad überlebte nur dank der Hilfe des Auslands. Das ignorierst du einfach. Dass du ein unerschöpfliches Potenzial hast, unliebsame Tatsachen zu ignorieren, wissen wir ja schon (s. die letzte Iran-Diskussion).

    Live-Schalten beherbergen das Risiko, dass man sich so richtig ein eigenes Grab schaufeln kann. Aber das “Staatsfernsehen” schien sich seiner Sache sehr sicher

    Lol.
    Du musst wohl noch viel über Propaganda lernen, Nichtglauber. In diesem Fall gebe ich dir einfach ein Stichwort: Briefing.

    Und bezüglich “Propagandamedium syrisches Staatsfernsehen”: mach dich bitte nicht immer so klein. Ich habe mit keinem Wort deinen vor kurzem verfassten Beitrag hier kritisiert, in dem du, zur Belegung deiner Thesen, ausgerechnet Debkafile und Al Jazeera aufführtest. Also bitte.

    Hä?
    1.) SANA kannst du zitieren, wann du willst. Wenn die dort Argumente bringen, muss man sich im Rahmen einer vernünftigen Diskussion damit beschäftigen (für dich reicht offenbar die Quelle – s. deine Kommentare zu Debkafile und Al-Jazeera – um alle Argumente zu diskreditieren). Aber es ist eben nicht jedes Argument überzeugend.
    2.) Debkafile und Al-Jazeera zitierten nur syrische Regimegrößen. Al-Jazeera bezog sich dabei auf AFP. Willst du etwa leugnen, dass syrische Regimegrößen voreilige Siegesparolen posaunt haben? Ich weiß außerdem noch wie bei Sarsura das baldige Ende der Unruhen prophezeit wurde und Apxwn sagte dass die Rebellen in Aleppo spätestens im August 2012 besiegt sein würden.

    Natürlich existiert die FNPI. Ob unter diesem Namen oder einem anderen, das ist doch wurscht. Es gibt den von JT seit Jahren kolportierten ” nationalen irakischen Widerstand”, der nicht die Al Qaida ist. FNPI, Neu-Baathisten, Jaish al schlag mich tot, how ever.

    😀 😀
    Natürlich existiert die FNPI nicht. Wenn Todenhöfer die JRTN meinte, würde er ihren Namen kennen und nicht einfach aus Spaß einen Namen erfinden, meine Güte. Von FNPI hat noch nie jemand was gehört. Wie kommst du bitte schön auf die nette aber absurde Idee, dass Todenhöfer mit FNPI JRTN meint? (Und nebenbei: Die JRTN sind Saddam-Loyalisten, die Schiiten hassen und die Baath-Diktatur restaurieren wollen – was macht diese Leute für dich unterstützenswert?)

    Ob ein Kind Manuel oder Mesut heißt, ist in dem Augenblick nebensächlich, in dem die blanke Existenz des Kindes bewiesen ist.

    Wenn also eine Mutter ihr Kind Manuel vermisst, und es wird irgendwo ein Kind Mesut entdeckt, ist es egal, ob Mesut nicht Manuel ist, solange es ein Kind ist?

    Ich gehe sogar stark davon aus, dass Assad von der brutalen “Herangehensweise” der Isis profitiert und so Unentschloßene im Osten und Norden in ihrer Entscheidung “unterstützen” möchte, sich Rebellenverbänden nicht anzuschließen. Ist doch aber strategisch und situationsangepasst opportun.

    Es ist eine Schweinerei, seinen eigenen Landsleuten nicht zu helfen, damit diese „merken“, dass der Gegner schlecht ist und sie lieber der Regierung Treue leisten sollten. Das ist so, als hätte die US-Regierung von 9/11 gewusst und hätte nichts unternommen, damit die Bürger al-Qaida hassen und der Regierung Treue leisten. Die richtige Entscheidung wäre, die ISIS zu bekämpfen.

    Die unter Dauerfeuer geratenen Verbände sind aber alles, aber keine Demokraten. Das ist vorbei.

    Mit der Aussage „Das ist vorbei“ gibst du zumindest zu, dass es Demokraten gab, die sich gegen Assad erhoben und es nicht, wie von Assad kolportiert, von Beginn an ein rein islamistischer Aufstand war. Nur liegst du falsch: Das ist nicht vorbei. Die lokalen Selbstverwaltungsgruppen, die sich um den Aufbau einer Zivilgesellschaft bemühen und von Assad bombardiert werden, gibt es immer noch.

  7. Jürgens Goldader | Aron Sperber Says:

    […] “edlen Wilden” so treiben, wenn sie die Macht übernommen haben, blendet er aus, da es seine Karl May-Idylle zerstören […]

  8. Deutsche Werbung für den Islamischen Staat | Aron Sperber Says:

    […] In Afghanistan besuchte er die “gemäßigten Taliban” und den Islamisten-Terror im Irak, der sich zu 90 % gegen die eigene Bevölkerung verherrlichte er als “erfolgreichen säkularen Widerstand gegen die USA“. […]

  9. Wer das Spiel des IS spielt | Aron Sperber Says:

    […] IS zu bombardieren verbittet sich Todenhöfer, da der IS nur von seinen imaginären edlen “Zaids” bekämpft werden […]

  10. Der einzige IS-Versteher | Aron Sperber Says:

    […] vor kurzem glaubte Todenhöfer als einziger verstanden zu haben, dass nicht der IS, sondern der “säkulare […]

  11. Todenhöfers Triumph | Aron Sperber Says:

    […] IS zu bombardieren, verbittet sich Todenhöfer, da der IS nur von seinen imaginären edlen “Zaids” bekämpft werden […]

  12. Hodentöter setzt sich bei CNN für den IS ein | Aron Sperber Says:

    […] IS zu bombardieren, verbittet sich Todenhöfer, da der IS nur von seinen imaginären edlen “Zaids” bekämpft werden […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: