Das Gegenteil von Atombomben

Die Waffensysteme sind höchst umstritten. In der öffentlichen Diskussion haftet den Drohnen das Image als Exekutionsmaschinen an. Hundertfach hat US-Präsident Barack Obama sie eingesetzt, vor allem in Pakistan, im Jemen oder in Somalia. Immer galt der Einsatz Terrorführern, häufig gab es dabei viele zivile Opfer.

(Spiegel)

Bei Waffen handelt es sich nun einmal um „Exekutionsmaschinen“.

Drohnen lassen sich im Gegensatz zu anderen Waffen sehr gezielt einsetzen, wodurch der Kollateralschaden an eigenen Soldaten und Zivilisten minimiert werden kann.

Dass das Image in der öffentlichen Diskussion so schlecht ist, liegt an Medien, wie dem Spiegel, die keinen rationalen Zugang zu dem Thema haben.

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17 Antworten to “Das Gegenteil von Atombomben”

  1. Frager Says:

    Sie sollten das zweite wichtige Element die „Feigheit“ der Drohne nicht vergessen. Dadurch, dass der Bediener dieser Waffenplattform nicht mehr durch generische Waffenwirkung an Leib und Leben bedroht ist, kann er die Entscheidungen über den Zeitpunkt und den Umfang des Einsatz seiner Wirkmittel ohne den Kampf- und Bedrohungsstress und die spezifischen Zeitfenster und Zwänge von Vorort agierenden Kämpfern (klassischer Kampfpilot oder Infanterie) treffen. Im Ergebnis dürften sich dadurch Kollateralschäden erheblich minimieren.

    • qwertzman Says:

      Ja, von Drohnen Bedrohte können nichtmehr die weiße Fahne schwenken. Dieses Problem interessiert den Spiegel aber nicht.

      • Frager Says:

        Nur ist das von der technischen Seite her kein allein mit Drohnen verbundenes Problem, auch vor einem Marschflugkörper oder einer Kampfflugzeug können sie nicht kapitulieren. (Praktisch dürfte in vielen Kriegen auch die Infanterie vor ähnlichen Problemen gestanden haben.)

      • qwertzman Says:

        Jepp auch bei einem Panzer dürfte dies ein Problem sein. Der Unterschied ist aber, dass der Angegriffene bei einer Drohne wirklich garnicht mehr weiß, dass er angegriffen wird und dann ist er schon tot.

      • qwertzman Says:

        Bei anderen Waffen besteht noch eine Restwahrscheinlichkeit, dass der Angegriffene die weiße Fahne schwenken kann, gerade bei der Infanterie dürfte das der Fall sein.

      • qwertzman Says:

        Entschuldigen sie mich bitte, ich glaube die Sonne hat Teile meines Denkapparats verschmurgelt: Sie haben recht, das Problem gibts schon länger.

      • Martin Says:

        Das „Problem“ des keine weiße Fahne schwenken könnens, ist bei allen moderneren Waffensystemen, die über reine Infanteriewaffen hinausgehen, vorhanden.
        Es stellt sich auch die Frage, ob das moralisch und praktisch überhaupt ein Problem ist.
        Drohnen führen -da weniger Streß und besserer Gesamtüberblick des Operators über die Situation- eher zu weniger zivilen Opfer.

  2. qwertzman Says:

    Danke!

  3. American Viewer Says:

    Drohnen sind eine Waffe des Westens, deshalb sind sie von vorneherein schlecht. Die Argumente gegen Atomwaffen, Panzer, Drohnen sind nur scheinbar individuell angepasst, in Wirklichkeit geht es darum, dass in den Augen von westlichen Linken alle westlichen Waffensysteme schlecht sind und verschrottet werden müssen bzw. gar nicht erst entwickelt werden dürfen.

  4. aron2201sperber Says:

    Drohnen erscheinen uns als Bedrohung, weil wir zu viele Hollywood-Filme wie Terminator konsumiert haben.

    dann kommt vielleicht noch hinzu, dass irgendwer zu Unrecht ein Einreiseverbot in die USA erhält…

    http://www.spiegel.de/kultur/literatur/interview-mit-ilija-trojanow-ueber-sein-usa-einreiseverbot-a-925643.html

    …und schon versetzt man sich in die Rolle des völlig unschuldig gejagten „mutmaßlichen Terroristen“ hinein.

    • American Viewer Says:

      Ich glaube nicht, dass diese Leute Filme wie Terminator gucken oder gar mögen. Deren Motivation ist m. E.eine andere.

      Ich habe auch noch nie jemand getroffen, der nach angeblichen „Anti“-Kriegsfilmen wie Platoon, Apocalypse Now oder Full Metal Jacket zum Pazifisten wurde. Ganz im Gegenteil. In meiner Einheit waren das sehr beliebte Filme.

    • aron2201sperber Says:

      Terminator ist ganz bestimmt kein Pazifisten-Film – die Feinde sind jedoch Maschinen bzw. die finsteren imperialen Mächte, die sie erschaffen haben:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/02/19/wie-che-und-luke-gegen-das-imperium/

      die scheinbar unpolitischen Blockbuster beeinflussen die Meinung wesentlich stärker als die politischen Antikriegsfilme, deren Botschaften zu offensichtlich sind und wo man sich dann einfach die schönen Kriegsszenen herauspicken kann.

  5. 50Pf Says:

    So viele Drohnen, um damit die Umma auszurotten, kann man nicht bauen. Über kürz oder lang sollten wir nochmal über die Atombomben nachdenken. Der Iran tut das schließlich auch.

  6. Der einzige IS-Versteher | Aron Sperber Says:

    […] Drohnen sind sehr zielsichere Waffen, um Terroristen zu eliminieren und dabei möglichst wenig Zivilisten zu […]

  7. Waren Obamas Drohnen doch nicht so böse? | Aron Sperber Says:

    […] Jahrelang hatten die westlichen Anwälte von Al-Qaida, IS und Taliban über Obamas böse Drohnen gejammert. […]

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