Ein Möchtegern-Snowden?

Ein BND-Mitarbeiter wurde dabei erwischt, als er versuchte, Interna an die Russen weiterzugeben (genau wie Snowden).

Im Zuge seiner Einvernahme eröffnete er den Ermittlern von sich aus eine angebliche Spionage-Tätigkeit für die USA.

Warum belastete sich der Möchtegern-Snowden selbst, indem er neben der versuchten Spionage für die Russen eine bereits erfolgte Spionage für die USA zugab?

Wie bei Snowden ist wohl von einer starken Geltungssucht auszugehen.

Wenn schon die Zusammenarbeit mit den Russen nicht wie bei Snowden klappte, so konnte er doch wenigstens als Enthüller eines NSA-Skandals für Furore sorgen, auch wenn er sich dabei selbst belastete.

Selbst wenn sich in ein paar Wochen herausstellen sollte, dass es sich um einen typischen Histrioniker handelte, wird er seine Bühne gehabt haben.

Zu verdanken hat er dies einem Umfeld, das nur allzu bereitwillig jegliche Skepsis beiseite schiebt, wenn es darum geht die nächste NSA-Skandal-Sensation zu präsentieren.

Advertisements

Schlagwörter: , ,

4 Antworten to “Ein Möchtegern-Snowden?”

  1. 50Pf Says:

    Weiß man denn wirklich was bei den Geheimdiensten los ist? Immer wenn bei denen etwas in der Presse ist kommt hinterher nichts raus, aber irgendjemand muss seinen Hut nehmen. Pressemeldungen über Geheimdienste ist niemals zu trauen. Irgendjemand hat immer ein Interesse an irgendwas und genau deshalb wird es niemals die ganze Wahrheit sein.
    Wer weiß ob die USA kein Interesse an den Snowden-Veröffentlichung haben?
    Was Geheimdienste angeht sollte man sich am technisch Machbaren orientieren. Was technisch machbar ist wird auch gemacht. Es ist sicherlich niemand darauf angewiesen, dass ein seh- und gehbehinderter BND-Futzi irgend jemandem 3 Blätter kopiert. Von daher stinkt die Storry doch schon.

  2. aron2201sperber Says:

    Schäuble fasst es vollkommen richtig zusammen:

    http://orf.at/#/stories/2237425/

    nannte Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble das Agieren der Amerikaner gestern Abend eine „Dummheit“.

    Zwar hätte Deutschland ohne die Partnerschaft mit US-Geheimdiensten viele Terrorbedrohungen nicht abwehren können, sagte er nach Angaben des Senders Phoenix. Das heiße aber nicht, „dass die Amerikaner drittklassige Leute bei uns anwerben dürfen. Das ist so was von blöd, und über so viel Dummheit kann man auch nur weinen. Deswegen ist Kanzlerin Angela Merkel da auch ‚not amused‘“, so Schäuble weiter.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: