Islamische Doppelmoral

Der türkische Verein UETD Austria (Vereinigung europäischer demokratischer Türken), der vor Kurzem den türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan nach Wien eingeladen hat, sorgt wieder für Aufregung. Am Sonntag ist eine Großdemonstration für Palästina mit 10.000 Aktivisten geplant.

Deren Vertreter, Abdurrahman Karayazili, ist empört: „Antisemitische Aussagen haben bei uns keinen Platz, es geht um den Frieden auf der Welt.“ Die Demonstration sei „keine türkische, sondern es werden auch Österreicher, Bosnier oder Araber erwartet, jeder ist willkommen. Uns geht es um die Menschen, die bombardiert werden.“

(Kurier)

Die Erdogan-Fans empören sich über Israel.

Wie würde Erdogan wohl an Israels Stelle reagieren?

Die türkische Armee hat ihre Angriffe auf Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Südosten des Landes und im Nordirak fortgesetzt. Die türkische Armee greife mutmaßliche PKK-Stellungen auf beiden Seiten der Grenze an. Das berichtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben der Tageszeitung „Hürriyet“ wurden seit Donnerstag mehr als 50 Kurden-Rebellen getötet.

Mit dem Militäreinsatz reagiert die Türkei auf PKK-Angriffe, bei denen Anfang der Woche in der Provinzhauptstadt Hakkari nahe der Grenze zum Irak 24 türkische Soldaten getötet und 18 weitere verletzt worden waren.

Es waren die zweitschwersten Verluste der türkischen Armee, seitdem die PKK im Jahr 1984 den bewaffneten Kampf gegen Ankara aufgenommen hatte. Staatschef Abdullah Gül hatte daraufhin „schreckliche Rache“ angekündigt. Die türkische Armee flog zunächst Luftangriffe. Am Donnerstag begann sie einen Einsatz mit Bodentruppen.

(Die Welt, 22.10.2011)

Wo war die Solidarität mit den „bombardierten Menschen“, als Erdogan Kurdistan bombardieren ließ?

Der „Antizionismus“ ist so ziemlich das Einzige, worauf sich Islamisten einigen können.

Wenn sie nicht Israel als gemeinsames Feindbild hätten, müssten sie sich eingestehen, dass Muslime heute in erster Linie von Muslimen im Namen des Islam tyrannisiert werden.

Im Dialüg mit dem Westen wird der eigene Antisemitismus natürlich abgestritten, obwohl er ein grundlegender Bestandteil der eigenen Ideologie ist.

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6 Antworten to “Islamische Doppelmoral”

  1. qwertzman Says:

    Argumentation von Abdurrahman Karayazili erinnert an die der Montagswahnmacher. Ich deklariere ich sei kein Antisemit und deshalb ist das so. Ob wieder „Kindermörder Israel“ skandiert wird?

  2. Gutartiges Geschwulst Says:

    Danke, Aron Sperber, besonders für diesen Satz:
    „Wenn sie nicht Israel als gemeinsames Feindbild hätten, müssten sie sich eingestehen, dass Muslime heute in erster Linie von Muslimen im Namen des Islam tyrannisiert werden.“
    Dem lässt sich nur zustimmen! Das Gefährlichste, was einem Moslem zustoßen kann, ist die Begegnung mit einem anderen Moslem.

    • aron2201sperber Says:

      Das Gefährlichste, was einem Moslem zustoßen kann, ist die Begegnung mit einem anderen Moslem.

      gilt leider nicht nur für Moslems – auch für alle anderen Menschen zwischen Nigeria und Indonesien stellen Islamisten eine reale Bedrohung dar.

      • Gutartiges Geschwulst Says:

        Zweifellos, was indessen nicht darüber hinweg täuscht, das Moslems die falsche Gefahr bejammern.
        Zum Glück gibt es nur Moslems, was schon ausreicht, um den Horror ausreichend zu erklären. Wie wollte die Welt erst aussehen, wenn es Islamisten gäbe?
        War nur Spaß.

      • Tourix Says:

        Nicht nur Islamisten sondern generell alle Extremisten jeder Art stellen eine große Gefahr für friedliche Gesellschaften und Menschen dar.

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