Ohne Putins Dementi

Vielleicht ist das auch kein Wunder, den – ohne jedes Dementi – verdichten sich die Hinweise auf die gleichzeitig mit MH 17 in der Luft befindliche Maschine mit dem russischen Präsidenten Putin an Bord. Sie flog demnach dreißig Minuten hinter der malaysischen Unglücksmaschine und war verspätet.

(Willy Wimmer – Compact)

Dass Putin zu jener Zeit in jener Gegend mit dem Flugzeug unterwegs gewesen wäre, wird nicht einmal von Putin selbst behauptet.

Es stört ihn allerdings auch nicht, wenn seine Propagandisten die Geschichte trotzdem weiterverbreiten.

Auch Gaddafi hatte nach dem Absturz von Ustica nie behauptet, das eigentliche Ziel eines Nato-Angriffes gewesen zu sein.

Trotzdem gilt jene abstruse Geschichte, die von seinen italienischen Öl-Kunden in die Welt gesetzt wurde, heute als gerichtlich abgesegnete Wahrheit.

Wenn es um die Verbreitung eines Ustica-Szenarios geht, darf natürlich auch Rammstein mit seinen „Parabeln“ nicht fehlen:

Wer jemals mit Flugunfalluntersuchungen – auch wie im Fall der schrecklichen Katastrophe auf dem US-Stützpunkt Ramstein – befasst gewesen ist, der kann doch nur auf die dabei grundlegenden mathematischen Berechnungen im Sinne von dargestellten Parabeln verweisen. Danach gibt es nicht nur mathematische Gesetzmäßigkeiten für Flugzeuge in zehn Kilometer Höhe, die durch einen Vorfall in ein Unglück gestürzt werden. Wenn man diese Gesetzmäßigkeiten, die vom Charakter her allgemeingültig sind, hier zugrundelegt, dann liegt die Entfernung zwischen dem Absturzort und dem Punkt in zehn Kilometer Höhe, wo sich das Unglück für die Maschine MH17 eingestellt hatte, vom Absturzort fast 100 km westwärts. Alleine schon dieser für eine westliche Regierung zu normalen Zeiten zwingende Darstellung hätte das Gebäude der Schuldzuweisung, auch an den russischen Präsidenten Putin, erst gar nicht entstehen lassen. Solange es niemanden gibt, der diese für jeden Unfall in großer Höhe anzunehmende mathematische Gesetzmäßigkeit in dem vorliegenden Fall begründet außer Kraft setzt, muss nach der Plausibilität vorgegangen werden.

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2 Antworten to “Ohne Putins Dementi”

  1. aron2201sperber Says:

    ein (ziemlich leises) Dementi gab es sogar doch:

    At the same time, there have been reports contradicting Intefax’s report that was the first and the only media source to publish the news, saying that Presidential plane was not flying over Ukraine at the same time.

    As a source told Gazeta.ru online news portal, Putin’s plane does take off from Vnukovo-3 [the terminal that accepts business jets], but the president does not fly over the conflict-gripped neighboring country.

    “Putin has only one jet – Board One, he does not fly other planes. This plane always takes off from Vnukovo-3, but the presidential plane have not been flying over Ukraine for a while,” the source at Vnukovo-3 terminal said.

    http://rt.com/news/173672-malaysia-plane-crash-putin/

    aber davon wird sich unser Willy wohl nicht groß beeindrucken lassen

  2. aron2201sperber Says:

    dieser Willy ist nicht irgendein kleiner Idiot, sondern war ein hohes Tier in der CDU-Außenpolitik:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Willy_Wimmer

    Todenhöfer, Gauweiler und Wimmer – eine richtige Union von antiamerikanischen Spinnern, wie man sie nicht einmal bei „Die Linke“ antrifft

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