Friedens-Populismus im Dienste von Halsabschneidern

Dschihadisten-Sohn posiert mit abgeschnittenem Kopf

Und was ist mit Srebrenica, mit Ruanda oder eben jetzt mit den leidenden Jesiden? Dazu hat die frühere Bischöfin Margot Käßmann im SPIEGEL alles gesagt: „Es ist interessant, dass Sie immer vom Ende her denken, wenn es keine gewaltfreie Lösung mehr zu geben scheint. Heute existieren viele Friedensforschungsinstitute, die Strategien entwickelt haben, um Konflikte zu vermeiden oder zu schlichten.“

(Augstein)

Diese „Friedensforschungsinstitute“ wurden im Kalten Krieg vom KGB gegründet, um die Wehrhaftigkeit der westlichen Demokratien zu untergraben.

Bei demokratischen Gesellschaften wie der BRD konnte man mit dem Friedens-Populismus gewisse Erfolge erzielen.

Islamistische Extremisten scheren sich jedoch einen Dreck um das Gewäsch von altlinken Friedensschwätzern.

Der islamistische Extremismus lässt sich wie der Nationalsozialismus nicht durch Appeasement befrieden, sondern nur durch seine konsequente politische und militärische Bekämpfung.

Ja, man muss den Jesiden jetzt helfen. Aber ihr Verfolger, die neue Lichtgestalt des islamistischen Terrors Abu Bakr al-Baghdadi, ist – ebenso wie sein Vorgänger Osama Bin Laden – ein Geschöpf der verheerenden amerikanischen Nahost-Politik. Wo beginnt die „Verantwortung“, von der jetzt immer die Rede ist?

Auch die Siegermächte des Ersten Weltkriegs trugen wohl eine gewisse „Verantwortung“ an Hitlers Aufstieg – das änderte jedoch nichts an der Tatsache, dass es dringend notwendig war, Hitler mit aller Gewalt Einhalt zu gebieten.

Dass die Menschen aus der Geschichte nichts lernen, ist bekannt. Aber es ist erschütternd, wie kurz ihr Gedächtnis ist.

Das trifft auf niemanden mehr zu als auf Augstein selbst.

Der CDU-Außenpolitiker Karl-Georg Wellmann war einer der ersten, die sich für eine Bewaffnung der Kurden gegen die IS-Dschihadisten ausgesprochen haben. Er nannte die Kurden eine „westlich orientierte Ordnungsmacht“. So ähnlich dachten die Amerikaner von den afghanischen Mudschaheddin, als sie ihnen Stinger-Raketen für den Kampf gegen die Russen lieferten.

Bei diesem Punkt hat Augstein sogar recht (wenn auch unfreiwillig).

Seine Feinde bekämpft man am besten persönlich.

Unter Carter hatte man den Kampf gegen die Sowjetunion den Mudschaheddin überlassen, unter Clinton ließ man die Taliban den afghanischen Bürgerkrieg befrieden, unter Obama hat man den Kampf gegen Assad den Dschihadisten überlassen.

Wenn ein mächtiger Terror-Staat entsteht, wird jedoch nicht nur der Westen darunter leiden.

Gerade Russland hat von allen europäischen Staaten die größte muslimische Minderheit, die noch dazu ein zusammenhängendes Gebiet bewohnt.

Man hat gesehen, was die RAF, die Roten Brigaden, die IRA, die ETA mit der logistischen Unterstützung der UdSSR in Europa anrichten konnten.

Russland sollte angesichts dieser Gefahr im eigenen Interesse seine Sowjet-Nostalgie aufgeben und mit der demokratischen Welt an einem Strang ziehen.

Aber auch Stalin war erst dazu bereit, Hitler als das dringendere Problem anzusehen, als er direkt von ihm angegriffen wurde.

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9 Antworten to “Friedens-Populismus im Dienste von Halsabschneidern”

  1. 50Pf Says:

    Kopfabschneider!

  2. American Viewer Says:

    Es ist interessant, dass Sie immer vom Ende her denken, wenn es keine gewaltfreie Lösung mehr zu geben scheint. Heute existieren viele Friedensforschungsinstitute, die Strategien entwickelt haben, um Konflikte zu vermeiden oder zu schlichten.

    Ich denke jede Woche Augstein könnte sich nun wirklich nicht mehr selbst übertreffen, weder bezüglich seiner ignoranten Dümmlichkeit noch bezüglich seines unfassbaren Zynismus, aber dann schafft er es trotzdem fast jede Woche aufs Neue. Der Mann ist ein echtes Phänomen.

    • aron2201sperber Says:

      Augstein könnte im Alleingang dafür sorgen, dass uns Bloggern nie die Inspiration ausgeht 😉

      • American Viewer Says:

        Auf diese Art der Inspiration würde ich gerne verzichten.

        Der selbst ernannte Schlichter widerlegt seine Theorie des ewigen Schlichtens sowieso selbst, denn bei wahrscheinlich mindestens der Hälfte seiner Leser erzeugt er alles andere als friedliche Gedanken – und bei 99,9% der aktuell betroffenen Jesiden und Kurden erst recht nicht.

        Augstein kann froh sein, dass die allermeisten der Menschen, über die er so hämisch herzieht, wohl kaum seine Kolumne lesen, sonst würde seine Friedenstheorie eines Tages doch mal Bekanntschaft mit der Realität machen.

  3. Islamischer Staat nix Islam? | Aron Sperber Says:

    […] nach dem Endfrieden leben alle glücklich in einer muslimisch-feministischen […]

  4. Der faire Nobelpreis | Aron Sperber Says:

    […] “Frieden” ist hingegen immer gut. […]

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