Böse Schlepper, böse Zäune

Rom – „Es ist eine beispiellose humanitäre Krise“, twitterte Carlotta Sami von der Uno-Flüchtlingsbehörde UNHCR, kurz nachdem vor der Küste Maltas geschätzte 500 Menschen ertrunken waren.

 „Das sind keine Unfälle, das sind Morde“, sagte ein Sprecher von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström. Da hatte die Internationale Migrantenorganisation IOM gerade berichtet, dass Schlepper das Boot mit den Migranten absichtlich versenkt hatten.

(Spiegel)

Die Schlepper werden zwar gerne als Buhmänner präsentiert, sie befriedigen jedoch lediglich eine Nachfrage, die aufgrund einer feigen Politik entstanden ist.

Wenn man darauf vertrauen darf, von der italienischen Marine gerettet zu werden, steigt natürlich auch die Risikobereitschaft, in die morschen Kähne der Menschenhändler zu steigen.

Wenn man dann auch noch damit rechnen kann, nicht zurückgeschickt zu werden, sondern in einem nördlichen Schlaraffenland ein Asylverfahren mit allen Sozialleistungen zu erhalten, hat sich die Überfahrt binnen weniger Monate finanziell ausgezahlt.

Europa werde der IOM bei ihren Nachforschungen helfen, „aber angesichts so skrupel- und erbarmungsloser Schlepper gibt es wenig, was wir tun können“, so Michele Cercone.

Indem man behauptet, die Flüchtlinge würden „so oder so“ kommen, stellt man die ungeregelte Zuwanderung als unabwendbares Naturereignis dar.

Die linke italienische Regierung rettet zwar politisch korrekt die Flüchtlinge aus dem Meer. Für die Versorgung der Flüchtlinge soll dann die EU (sprich die wohlhabenderen nördlichen Nationalstaaten) zuständig sein.

Die betroffenen Staaten spielen allerdings mit, da niemand der herzlose Böse sein will, der den Italienern erklärt, wie ein effizienter Grenzschutz aussehen müsste:

Spanien-Marokko, Griechenland-Türkei, Ungarn-Serbien: Orte entlang dieser drei Grenzen zeigen, mit welch rabiaten Methoden sich Europa gegen Arme und Schutzsuchende abschottet. SPIEGEL-Reporter Maximilian Popp und Fotograf Carlos Spottorno reisten zu Schutzzäunen und in Auffanglager, sie begleiteten Patrouillen auf See und trafen Flüchtlinge, die alles riskieren für eine Zukunft in Europa.

Der Spiegel prangert einerseits die Schlepper an, andererseits kritisiert er auch die „rabiaten Methoden“, welche die Schlepperei wirksam einschränken.

Würde Italien die „Geretteten“ konsequent nach Tunesien und Libyen zurückschicken, würde sich eine Überfahrt nicht mehr rechnen, und niemand würde mehr in die Boote der Menschenhändler steigen.

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11 Antworten to “Böse Schlepper, böse Zäune”

  1. 50Pf Says:

    Ich weiß.Die Diskusion hatten wir schon mal.

    Die Frage wäre aber: Würden die „Flüchtlinge“ in Libyen wieder an Land gelassen?
    Eher unwahrscheinlich. Die Libyer würden behaupten die kommen aus Tunesien und umgekehrt. Zwangsweise an Land bringen geht wohl kaum. Und selbst wenn sie wieder in Afrika angelandet würden, was würde dann mit ihnen passieren? Die bleiben doch lieber in Lybien oder sonstwo in Nordafrika, als die weite Reise durch die Sahara zurück ins Ungewisse anzutreten. Dann haben die Araber in Nordafrika einen Haufen Neger – ‚tschuldigung Schwarze – im Sand hocken. Wollen die natürlich nicht und wenn das Christen sind sowieso nicht. Stell Dir mal vor Lybien würde Abschiebungen nach – z.B: Süd-Sudan vornehmen.
    Die nordafrikanischen Staaten haben genau das gleiche Problem wie die Italiener.
    Wir könnten aber die Flüchtlinge von uns aus nach Norwegen weiter schicken und von da dann…
    … dann finden die armen Eisbären wieder was zu fressen und müssen wegen der Klimaerwärmung nicht verhungern.

    • aron2201sperber Says:

      Eher unwahrscheinlich. Die Libyer würden behaupten die kommen aus Tunesien und umgekehrt

      wenn man die Boote rechtzeitig abfängt, würde es kein Problem darzustellen, nachzuweisen woher sie kommen.

      um das festzustellen, könnte man auch Drohnen einsetzen.

    • 50Pf Says:

      Dann können wir die Boote auch gleich mit Drohnen abschießen!

    • aron2201sperber Says:

      Dann haben die Araber in Nordafrika einen Haufen Neger – ‘tschuldigung Schwarze – im Sand hocken. Wollen die natürlich nicht und wenn das Christen sind sowieso nicht. Stell Dir mal vor Lybien würde Abschiebungen nach – z.B: Süd-Sudan vornehmen.

      ohne Sozialleistungen werden die Afrikaner ganz von selbst zurückgehen, bzw. in Länder gehen, wo sie eine Arbeit finden.

      in den Golfstaaten gäbe beispielsweise es genug Arbeit.

      die Sprache und Religion wäre für Flüchtlinge aus Somalia kein Hindernis, sich dort schnell zu integrieren

    • 50Pf Says:

      Du kommst ohne Schlepper nicht durch die Wüste.
      http://50pf.files.wordpress.com/2014/09/afmodel2.jpg?w=468&h=484
      Das Bild veranschaulicht ganz gut die Bevölkerungsdichte in Afrika. Glaubst Du etwa die laufen zurück? Da sind 2000km nur Sand. Wer von einem Schiff wieder in Nordafrika an Land gebracht wird hat in der Regel keine Mittel dafür.
      Die Libyer setzen die Leute auf Lastwagen und laden sie 10km hnter der Grenze des Tschads, mitten in der Wüste, ab.

  2. aron2201sperber Says:

    weil niemand den Mut hat, die Italiener zu unschönen, aber notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Außengrenzen aufzufordern, werden wir bald wieder innerhalb der EU an den Grenzen stehen müssen:

    http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/3871613/Asyl_Weiterer-Landeshauptmann-fur-Grenzkontrollen?_vl_backlink=/home/index.do

  3. 50Pf Says:

    Aha! Na ist doch gut. Vielleicht kommen die Italiener dann selber darauf, dass man die „Flüchtlinge“ auch nach Süden abschieben kann? Aber die österreichischen Grenzkontrollen kennen wir ja. Das macht mir am meisten Sorgen.
    – Und wie füttern wir dann die armen Eisbären?

    • aron2201sperber Says:

      die Italiener gehen halt den Weg des geringsten Widerstand – und der besteht darin, die Leute einfach nach Norden weiterreisen zu lassen – irgendwann wird das natürlich damit enden, dass die Nordstaaten ihre Grenzen zusperren.

      statt es so weit kommen zu lassen, müssten die Nordstaaten sich zu einem effizienten Schutz vor ungeregelter Einwanderung bekennen – dann wäre es für die Italiener auch nicht mehr so einfach, mit ihrer aktuellen Politik weiterzumachen.

    • 50Pf Says:

      Ich stell mich gleich an die österreichische Grenze und schieß auf alles was sich bewegt und schwarz ist – inkl. ÖVP!

  4. Schlepper und Geschleppte | Aron Sperber Says:

    […] purer Bosheit hätten die Schlepper-Monster das Boot der Geschleppten (natürlich alles schwangere Frauen aus Syrien oder Kinder aus Gaza) […]

  5. Kaptain Nemo Says:

    Wenn man bedenkt das Afrika um 3 Millionen Afro-Menschen die WOCHE wächst ist keine Lösung in Sicht.
    1Million Asylerer die Woche ist für uns ein Problem und denen ist trotzdem nicht geholfen.
    Das Problem in Afrika ist nicht das es kein Wasser gibt wo Menschen Wohnen, sondern das Menschen hausen wo es kein Wasser gibt.
    Es hilft auch keine Verhütungskampagne wenn jedes dritte Kind einer Vergewaltigung entspringt.
    Nach Arabien gehen sie sicher nicht, da ist es eine1400Jahre alte Tradition ALLE Neger zu kastrieren.(darum gibt es da keine „Rassenunruhen“)
    Demnächst hier in IHREN Theater:
    https://www.amnesty.de/journal/2013/februar/der-gefaehrlichste-ort-der-welt

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