Augsteins Araber-Problem

Erst prangert Augstein den “Rassismus” der „Islamophoben“ an:

Es darf kein neuer Rassismus im Schatten der Sorgen erblühen, die sich der Westen über das Scheitern der arabischen Welt macht. Denn wir erleben ja das schmerzhafte Zerbrechen der postkolonialen Staaten.

(Augstein)

Zwei Sätze weiter will er aus dem “Islam-Problem” ein “Araber-Problem” machen:

Die meisten Muslime aber leben in Indonesien, Pakistan, Indien und Bangladesch. Die Probleme des arabischen Islam sind nicht unbedingt ihre.

Wer ist also der Rassist?

Aus einem Ideologie-Problem ein Rassen-Problem zu machen, ist in Deutschland nichts Neues.

Deutschland hatte nach dem Ersten Weltkrieg ein reales Kommunismus-Problem.

Hitler hat daraus ein Judenproblem gemacht.

Am Ende waren Millionen Juden ausgerottet und halb Europa kommunistisch.

Tatsächlich: Die Verbrechen des Islamismus haben mit dem Islam weniger zu tun als die Dummheit unserer Rechten mit uns selbst.

Es gibt kein “uns” mit Rechts- und Linksradikalen (wie Augstein).

Jene lehnen unser System von Demokratie und Freiheit ja ab und wollen wie die Islamisten ihr eigenes System etablieren.

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12 Antworten to “Augsteins Araber-Problem”

  1. American Viewer Says:

    Es gibt noch einen weiteren rassistischen Aspekt bei dieser Sache:

    Wäre der Islam eine westliche Religion hätten westliche Linke den Islam schon längst in seine Einzelteile zerlegt. Selbst Möchtegern-Linke wie Augstein wären dann Islamkritiker.

    Auch das ist Ausländerhass: Missstände bewusst nicht kritisieren und unter den Teppich kehren, weil sie „ausländisch“ sind.

    Die Folgen dieser Politik sind fatal: Islamkritik wird Leuten überlassen, die dazu oft gar nicht in der Lage sind, weil es eigentlich eine ureigene linke Aufgabe wäre. Menschen, die vom Islam loskommen bzw. ihn reformieren wollen, werden im Stich gelassen und zwar ausschließlich deshalb, weil sie „Ausländer“ sind und man sich „in ausländische Kulturen nicht einmischt“.

    Damit führt die Politik der Linken und Möchtegern-Linken direkt zu einer immer weiter fortschreitenden Eskalation des Problems. Die Moderaten im Islam bekommen keine Unterstützung, das verleiht den Radikalen immer mehr Aufwind. Gleichzeitig werden sich auch die „Islamkritiker“ immer weiter radikalisieren, weil sich keine mäßigenden Linken in ihren Reihen befinden.

    • aron2201sperber Says:

      dass der Islam antiwestlich ist, reicht Augstein als Grund ihn zu verteidigen, völlig egal wie antilinks der Islam ist.

      zum eigenen Springer-lesenden, prowestlichen Prolateriat haben Linke nie einen Zugang gehabt.

      bei den Muslimen gibt es die Chance sich als deren Sprecher aufzuspielen.

      progressive linke Muslime, die den den Islam kritische sehen, werden von westlichen Linken als Störfaktor wahrgenommen und daher im Regen stehen gelassen.

      wie du richtig sagst steckt darin auch eine gehörige Portion Rassismus und Arroganz.

      Augstein glaubt, die unwissenden edlen Wilden für seine Zwecke einspannen zu können, da er sich ihnen und ihrer archaischen Ideologie intellektuell haushoch überlegen fühlt.

      in Wahrheit ist jedoch er der nützliche Idiot.

      im Iran musste die Intelligenzija diese schmerzvolle Erfahrung schon durchmachen:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/02/09/ulrike-meinhofs-iranischer-genosse/

      wobei die iranische Intelligenzija dann natürlich nicht in ein sozialistisches Bruderland floh, sondern in den bösen imperialistischen Westen.

    • aron2201sperber Says:

      Linke wie Augstein schmeißen ihre Mündel vor den Bus, wenn sie ideologisch nicht genützt werden können, wie man am Beispiel der Kurden sieht:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/08/29/die-linke-und-die-kurdische-sache/

      auch die palästinensische Sache wäre uninteressant, sobald die Palästinenser nicht mehr der antiimperialistischen Seite zurechenbar wären.

  2. American Viewer Says:

    Die meisten Muslime aber leben in Indonesien, Pakistan, Indien und Bangladesch. Die Probleme des arabischen Islam sind nicht unbedingt ihre.

    Augstein setzt an dieser Stelle (wie zuletzt beim Hunger in Indien) darauf, dass seine Leser annähernd so penetrant ungebildet und ignorant sind wie er selbst. Aber sind sie das?

    Bezogen auf den Westen sind die aufgezählten 4 asiatischen Länder sehr weit weg und haben deutlich weniger Kontakt zum Westen. Dadurch sind diese Länder in den westlichen Medien nicht sehr präsent. In der Realität sind die Probleme mit Islamisten in diesen 4 Ländern ähnlich groß wie im Nahen Osten.

    So schreibt die linkslastige Seite der deutschen Protestanten evangelisch.de:

    Die Bestrebungen islamischer Gruppen, aus Indonesien einen islamischen Staat zu machen, haben weit zurückreichende Wurzeln. Nur mit Mühe war es bei der Unabhängigkeit Indonesiems 1945 Jahren Indonesiens erstem Präsidenten Suharto gelungen, den säkularen Status des Landes in der Verfassung zu verankern

    Und die FR schreibt:

    Der Vormarsch der IS-Terrormiliz in Syrien und im Irak lässt in Südostasien die Alarmglocken schrillen. Die Regierungen befürchten Terroranschläge. Wieso haben die IS-Kämpfer so große Anziehungskraft?

    «Der militante Islam hat tiefe Wurzeln in Südostasien», schreibt Atle Mesøy für das dänische Risiko-Analyseinstitut RiskIntelligence. «Dort gibt es jede Menge kleine Gruppen, die sehnsüchtig auf Training warten.»

    Die „Rebellen“ auf den Philippinen räumen derweil den 1. Platz für den ulkigsten Namen einer Terrororganisation ab:

    «Wir sympathisieren mit dem edlen Ziel der IS», sagt Ghazali Jaafar von der größten muslimischen Rebellenorganisation der Philippinen, MILF.

    • aron2201sperber Says:

      dass das Islamisten-Problem nicht nur in den arabischen Ländern besteht, sondern von Nigeria bis zu Philippinen überall, wo es Muslime gibt, weiß wohl jeder Spiegel-Leser.

      deswegen hat er wohl auch keine Kommentare geduldet, worauf du passenderweise hingewiesen hast.

  3. zrwd Says:

    aus meiner Sicht ist der Antisemit ‚Augstein‘ kein Linker, sondern ein Linken-Darsteller, und zwar ein schlechter. Zu dumm, ganz einfach, und das ‚Der Spiegel‘ danieder liegt geht zu mehr als 50% auf das Konto des Erb-Millionärs und Linken-Darstellers ‚Augstein‘.

  4. Olaf Says:

    Hitler hat auch versucht die Kommunisten auszurotten, aber die wurden von den USA und Briten mit Waffen versorgt, deshalb ist dieser Plan des Führers gescheitert.

    • aron2201sperber Says:

      hätten die Deutschen nicht Hitler zu ihrem Führer gemacht, hätte es nicht so weit kommen müssen.

      ohne Hitler wäre Stalin wohl isoliert geblieben – und es wäre wahrscheinlich kein einziges Land unter die Sowjet-Herrschaft gefallen.

      Zumindest in Europa haben es die Demokratien nach dem Zweiten Weltkrieg problemlos geschafft, sich vor der kommunistischen Expansion zu verteidigen.

  5. Augsteins Islam-Missverständnis | Aron Sperber Says:

    […] hatte versucht, den Islamismus zu einem rein “arabischen Problem” zu deklarieren, nun erklärt er es gerade zum “französischen […]

  6. Islam ist keine Rasse, Islamkritik kein Rassismus | Aron Sperber Says:

    […] man dem Islam die Schuld an islamischen Problemen gibt, macht man daraus lieber  ein “arabisches Problem” und weist Nordafrikanern die Schuld für die gewalttätigen Auswüchse der Schleier-Kultur […]

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