Mare Monstrum

„Mare nostrum“ wurde das Programm getauft, „unser Meer“, wie schon die Römer der Antike die Gewässer rund um ihr Land nannten. Es sei die Pflicht Italiens, Menschenleben zu retten, sagte Regierungschef Matteo Renzi, „wir dürfen nicht erlauben, dass das Mittelmeer zu einem Friedhof wird“.

Doch jetzt ist bald Schluss damit. „Mare nostrum“ ist zu teuer und politisch vielerorts längst zur Belastung geworden.

Das ist ja keineswegs nur in Italien so, sondern in weiten Teilen Europas verbreitet. Gerade erst hat der britische Premierminister David Cameron verkündet, sein Land werde die „Aktivitäten zur Suche und Rettung“ von Schiffbrüchigen im Mittelmeer nicht unterstützen. Das ermutige nur immer mehr Migranten „zu der gefährlichen Reise“ und führe so „zu neuen tragischen und unnötigen Todesfällen“.

(Spiegel)

Auch wenn sich der Spiegel darüber empört, hat Cameron natürlich völlig recht:

„Gut gemeint“ ist leider oft das Gegenteil von gut.

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10 Antworten to “Mare Monstrum”

  1. American Viewer Says:

    Die küstenahen Gewässer Italien zu verlassen und ganz bewusst jeden Kahn zwischen Marokko und Ägypten aus dem Meer zu fischen, war wirklich eine selten dämliche Idee. Darauf muss man erst einmal kommen.

    • aron2201sperber Says:

      Renzi ließ sich für seine „guten Taten“ von Spiegel & Co. bejubeln.

      für die Versorgung der Geretteten (die wirklich teure Angelegenheit) sollten jedoch natürlich andere zuständig sein.

  2. ribi Says:

    american: scheisse, dass wr europäer nicht so clever sind wie ihr us-bürger, nicht wahr!?

  3. Mare Monstrum II | Aron Sperber Says:

    […] So wurde das gut gemeinte “Mare Nostrum” zum Menschen-verschlingenden Monster. […]

  4. Nicht immer ist die EU schuld | Aron Sperber Says:

    […] längst Tacheles geredet (hätte die deutsche Regierung ähnlich klare Worte gefunden wie David Cameron hätte es für Italiens Regierung wohl das notwendige Gewicht […]

  5. Festung Europa oder Mare Monstrum? | Aron Sperber Says:

    […] So wurde das gut gemeinte “Mare Nostrum” zum Menschen-verschlingenden Monster. […]

  6. Kein Weg führt an “No Way” vorbei | Aron Sperber Says:

    […] Cameron hatte damals übrigens trotz Englands weniger exponierten Lage sehr deutliche Worte […]

  7. Außengrenzen auf, Innengrenzen zu | Aron Sperber Says:

    […] Cameron hatte damals übrigens trotz Englands weniger exponierten Lage sehr deutliche Worte […]

  8. Merkels Winter | Aron Sperber Says:

    […] Cameron hatte damals übrigens trotz Englands weniger exponierten Lage sehr deutliche Worte […]

  9. Wer hat Schengen abgeschafft? | Aron Sperber Says:

    […] Cameron hatte damals übrigens trotz Englands weniger exponierten Lage sehr deutliche Worte […]

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