Die Kraft, die stets das Gute will

Wien (OTS) – Volksanwalt Günther Kräuter leitet von Amts wegen ein Prüfverfahren zur Situation um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Österreich ein. Kräuter: „Nicht nur die Vorgänge im Bundesland Salzburg, wo in einer geplanten Novelle des Kinder- und Jugendhilfegesetzes ausgerechnet die hilfsbedürftigsten Kinder und Jugendlichen ausgeschlossen werden sollen, auch die Rahmenbedingungen im gesamten Bundesgebiet werden von der Volksanwaltschaft geprüft.“

Kräuter zeigt keinerlei Verständnis dafür, dass zwar viele Lippenbekenntnisse zu 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention zu vernehmen waren, in der politischen Praxis dagegen Kinderrechte mit Füßen getreten würden. Kräuter: „Die meist traumatisierten Kinder und Jugendlichen, die unbegleitet aus Kriegsgebieten nach Österreich gelangen, brauchen Betreuung, Tagesstruktur, Sprachkurse, Schulbesuch sowie Freizeitangebote.“

(APA)

Erst durch die rechtliche Sonderbehandlung, die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zugute kommt, verführt man Eltern dazu, ihre Kinder alleine durch die Welt zu schicken.

“Nun gut, wer bist du denn?” / Mephistopheles. “Ein Teil von jener Kraft, / Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.”

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23 Antworten to “Die Kraft, die stets das Gute will”

  1. Paul Says:

    Lieber Aron
    und die „Hilfsaktionen im Mittelmeer“ haben den gleichen Effekt ausgelöst.
    Inzwischen haben wohl die Italiener etwas gelernt.

    Wovon lebt eigentlich der „Volksanwalt“?
    Das Geld für ihn und auch die unbegleiteten Kinder kann man
    in den Heimatländern sinnvoller ausgeben.

    Herzlich, Paul

  2. bruriah Says:

    Das riesengroße Problem ist, meiner Meinung nach, nicht einmal die „gewollte Islamisierung“ durch die Flüchtlinge, sondern viel mehr der Kulturschock. Nach wie vor gilt in weiten Kreisen Europas das Syrien Assads als „säkular“, was es mitnichten war (und ist).Und auch die Vorstellungen des baathistischen Iraks sind hierzulande von der hist. Realität weit entfernt. Sowohl unter den Assads als auch unter S. Hussein galten die muslimischen Ehrbegriffe, um wieviel mehr heute? Schon gar, wenn sie sich unversehens in einer Gesellschaft wiederfinden, in der diese Werte nichts gelten.
    Auch die Flüchtlinge aus dem Osten nach dem WW II haben noch mindestens zwei Generationen lang ihre alten Traditionen gepflegt und alles versucht, diese aufrecht zu erhalten – im Guten wie im Schlechten. Von der Traditionspflege in Amerika mal ganz abgesehen. Fakt ist doch, dass jeder, der in irgendeiner Weise entwurzelt wurde, sich verzweifelt an etwas fest hält, von dem er meint, dass es die Erinnerung an seine Herkunft bewahrt. Und da liegt die Krux.

    • aron2201sperber Says:

      dass Integration in einen anderen Kulturkreis auf jeden Fall nicht einfach ist, stimmt sicher.

      deswegen muss die Zahl von nichteuropäischen Flüchtlingen begrenzt werden und für die Aufnahme von arabischen Flüchtlingen vor allem die reichen arabischen Länder in die Pflicht genommen werden.

    • Olaf Says:

      @bura
      Dir ist schon klar, das die Flüchtlinge aus dem Osten innerhalb eines Landes geflohen sind und Deutsche waren? Welche schlechten Traditionen meinst du, was hat man dir in der Schule für 68er Lügen erzählt?

      • bruriah Says:

        @ Olaf: Entschuldigung, ich hatte mich wohl zu vage ausgedrückt. Mit den „Flüchtlingen aus dem Osten“ meinte ich nicht nur die deutschen Flüchtlinge – obwohl es wohl auch dort einige seltsame Traditionen gegeben hat, die noch lange fortgeführt wurden (wenn ich meiner Nachbarin, deren Großeltern aus Ostpreußen stammten, glauben darf). Aus eigener Anschuung kenne ich diverse Aberglauben aus dem irakischen und syrischen Raum, die ganz sicher auch heute noch – unter den derzeitigen Flüchtlingen – gang und gäbe sein dürften.
        Lügen aus der 68er Zeit in Deutschland hat man mir in der Schule nicht erzählt, da ich meine Schulzeit im angolamerikanischen Raum verbracht habe und erst seit 1993 in Deutschland ansässig bin.

      • Olaf Says:

        Welche seltsamen Traditionen gab es denn in Ostpreußen, dem Lande Immanuel Kants? Udo Lattek, Jörg Wontorra, der Sänger von Steppenwolf kommen aus Ostpreußen, welchen Voodoo sollen die praktizieren?

      • bruriah Says:

        @ Olaf: Wie schon gesagt, ich kann mich nur auf meine Nachbarin berufen. So erzählte sie mir, dass sie nach der Geburt des „Stammhalters“ einen haushohen Krach mit ihren Altvorderen bekam, weil sie ihn nicht vor der Taufe (3 Monate nach Geburt) kahl geschoren hatte und die Haare nicht auf dem Grab des (kurz vorher verstorbenen) Großvaters vergraben wollte.
        Harmlos sicherlich, aber witzigerweise hat ihre Tochter den Brauch wieder „eingeführt“. Das Kind fand´s nicht so gut.
        Kant ist sicher kein Maßstab, was diverse „Volksvoodos“ angeht, da er ja Städter war.
        Dagegen finden sich in den Büchern S. Lenz´ mehrere alte Bräuche – lies mal „So zärtlich war Suleyken“.
        Zu Lattek und Wontorra kann ich nichts sagen – ersteren kenne ich nur dem Namen nach, der andere sagt mir gar nichts.

      • Olaf Says:

        Jörg Wontorra ist Sportmoderator, seine Tochter auch. Jetzt wird mir klar, wieso sie immer mit Glatze moderiert, Wonti schert ihr regelmäßig den Kopf und vergräbt die Haare im Garten, nach ostpreussischer Tradition.

      • bruriah Says:

        Aha – fragt sich nur: Wann wurde sie getauft? Bzw. wie oft? LOL

  3. bruriah Says:

    Richtig. Nur – wie machen? Wenn die arabischen Staaten (oder besser muslimischen Staaten) den Flüchtlingen von 1948 und 1967 (gemeinhin Palästinenser genannt) bis heute jedes Recht verweigern und sie in diversen Flüchtlingslagern halten?
    Die einzige Möglichkeit die ich sehe – und ich gebe zu, sie ist, gelinde gesagt, „traumtänzerisch“ – wäre: Auflösung der UNRWA, die Gelder gehen ans UNHCR und die Lager werden von – ja wem? – eingerichtet und verwaltet.
    Eine Integration der syrischen oder irakischen Flüchtlinge in Jordanien, der Türkei wäre vielleicht noch halbwegs möglich, Doch in Saudi Arabien, den VAE oder Kuwait?
    Und was ist mit den christlichen und anderen nicht muslimischen Flüchtlingen? Sie stellen für Europa und die USA ein ganz eigenes Problem dar.
    Ich fürchte, wir werden das Problem „alleine“ lösen müssen, irgendwie. Auf die „muslimische Ummah“ kann man wohl kaum zählen.

  4. bruriah Says:

    Fordern kann der „Westen“ und Amerika viel – ob´s hilft?
    Die Druckmittel der UN sind eher begrenzt, vor allem, wenn man bedenkt, wer in den diversen Gremien die Mehrheit stellt.
    Dazu kommt noch erschwerend die derzeitig wenig entschlussfreudige Regierung Amerikas (um es nett auszudrücken).
    Der einzige Weg, die Burschen zu irgendeiner Hilfe zu animieren ist, so fürchte ich, glatte Erpressung. Nur – womit? Und dazu müssten die nichtmuslimischen Länder 100% zusammenhalten. Und bevor das passiert, friert wohl eher die Hölle zu.
    Machen wir uns also nichts vor – die Chose bleibt an uns hängen. Machen wir uns also Gedanken darüber, wie wir helfen können, ohne uns noch mehr Probleme als ohnehin ins Haus zu holen. hat jemand Ideen?

    • qwerty248 Says:

      Erpressung à la Nordkorea? Ne, ernsthaft, Erpressung mit Energieautonomie (womit auch Putin geschwächt würde).
      China, Indien, Russland und der Westen müssen sich zudem langfristig einigen um sich nicht gegenseitig die Rübe einzuhauen und weil sie potenziell alle unter irren Islamisten leiden. Die können oder sind sogar schon n Zacken schärfer als die Putinisten.

  5. aron2201sperber Says:

    Machen wir uns also nichts vor – die Chose bleibt an uns hängen. Machen wir uns also Gedanken darüber, wie wir helfen können, ohne uns noch mehr Probleme als ohnehin ins Haus zu holen. hat jemand Ideen?

    wir sollten zu allererst damit anfangen, stolz auf unsere Zivilisation und ihre Errungenschaften zu sein, statt uns selbst zu geißeln:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2012/09/24/ohne-westen-lebt-sichs-leichter/

    Flüchtlinge bekommen nirgendwo vergleichbare Rechte, und sie müssen dafür nicht einmal ihren Glauben wechseln oder ihre Kultur verleugnen.

    sie dürfen jedoch ihre Kultur nicht über unsere Zivilisation stellen, wer sich nicht daran hält, muss die Konsequenzen tragen.

    mit Ländern, die nicht unseren Zivilisationsstand anstreben, werden wir zwar weiterhin zu tun haben – zur Zeit muss auch ein Assad als das geringeres Übel wohl oder übel akzeptiert werden, wir brauchen dies jedoch nicht auf gleicher Augenhöhe zu tun.

    wer unsere Zivilisation ablehnt, mit dem brauchen wir nicht in einem UNO-Menschenrechtsrat sitzen.

    • bruriah Says:

      Ja, so sollte es sein. Wer sich daneben benimmt, hat mit Konsequenzen zu rechnen. Nur leider steht dem wohl das deutsche Asylrecht entgegen. Welche Konsequenzen hat denn der tschetschenische Asylbewerber zu fürchten, der in der Unterkunft christliche Flüchtlinge bedrängt und bedroht (schon mehrfach vorgekommen)? Gar keine. Warum werfen so viele Flüchtlinge ihr Pässe weg, bevor sie hier her kommen?
      Wie können sich hier Clans niederlassen und ganze Stadtviertel terrorisieren?
      Ich weiß nicht, ob wir hier neue Gesetze bräuchten oder die vorhandenen nicht genügend ausgeschöpft werden. Ich weiß nur eins: Sobald sich ein Politiker (egal welcher Couleur) dieses Themas annimmt, wird er in der Luft zerrissen.
      Was also könnten die normalen Bürger tun? (Diese Frage ist nicht rhetorisch gemeint!)

    • aron2201sperber Says:

      Ich weiß nicht, ob wir hier neue Gesetze bräuchten oder die vorhandenen nicht genügend ausgeschöpft werden.

      das Problem liegt wohl zu einem großen Teil an der Auslegung:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/07/26/genugtuung-fur-menschenrechtsbrecher/

      kriminelle Asylanten könnte man grundsätzlich abschieben, allerdings ist man bei der Frage, was ihnen dann in ihrer Heimat drohe, völlig überzogen skrupelhaft.

      und es sind ausgerechnet jene, die sonst Verständnis für Despoten wie Putin einfordern, die bei kriminellen Asylanten auf einmal furchtbar besorgt sind:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/04/21/die-menschenrechte-als-einbahnstrase/

      • bruriah Says:

        Im Klartext: Es muss erst krachen, bevor man die Gesetze anwendet, die man hat?
        Obwohl – auch dessen kann man sich nicht sicher sein – siehe England.
        Schöne Aussichten….

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