Archive for Dezember 2014

Wer das Spiel des IS spielt

Dezember 29, 2014

Erst behauptete Todenhöfer, dass der Irak gar nicht vom IS überrannt worden sei, sondern von einer „säkularen Koalition“ namens „FNPI“:

Herr Todenhöfer, Bagdad bereitet sich auf den Angriff der Dschihadisten vor, heißt es. Wer steckt hinter diesem völlig überraschenden Vormarsch?

Eine Fehleinschätzung von Politikern und Medien, die den Irak nicht kennen. Die Terrororganisation Isis spielt nur scheinbar die alles überragende Rolle. Der Aufstand wird in Wirklichkeit überwiegend vom FNPI getragen, dem „Nationalen, Panarabischen und Islamischen Widerstand“ des Irak. Das ist eine säkulare Koalition mehrerer Gruppen, die schon mit großem Erfolg gegen die US-Armee gekämpft haben. Dieser irakische Widerstand, bei dem ich 2007 im umkämpften Ramadi eine Woche verbrachte, ist von den USA jahrelang systematisch totgeschwiegen worden, obwohl er ihr Hauptfeind war. Er hat sie letztlich aus dem Irak vertrieben.

(Frankfurter Rundschau)

Nun war er auf Besuch und schwärmt von der Unbesiegbarkeit seiner Gastgeber, deren Existenz er zuvor geleugnet hatte.

Den IS zu bombardieren, verbittet sich Todenhöfer, da der IS nur von seinen imaginären edlen „Zaids“ bekämpft werden dürfe.

Gegen Islamisten in Deutschland zu protestieren, sei ebenfalls haram, denn damit „spiele man das Spiel des IS“.

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Wie aus 20 Verunglückten 500 Ermordete wurden

Dezember 27, 2014

Am 13. September 2014 berichteten italienische Medien von einer Rettungsaktion durch den Frachter „Pegasus“, der zwei Schiffbrüchige geborgen hatte, die mit etwa 30 weiteren Personen in maltesischen Gewässern verunglückt waren .

Bei einer danach gestarteten Suchaktion wurden 9 weitere Menschen gerettet.

Bereits am 13. September wurde auch schon darauf hingewiesen, dass sich die Gerüchte von 400 Toten als unhaltbar herausgestellt hätten.

Tatsächlich dürfte es etwa 20 Verunglückte gegeben haben und von einem vorsätzlichen Mord war überhaupt keine Rede.

Zwischen dem 13. September und dem 15. September dürfte jedoch einer der Geretteten an die „Internationale Organisation für Migration“ geraten sein, welche die Horrorgeschichte der 400 Toten wieder aufgriff und daraus 500 vorsätzlich Ermordete machte.

Den Opfern des Unglücks ist kein Vorwurf zu machen: sie hatten lediglich das erzählt, was die IOM gerne hören wollte.

Allein der Spiegel berichtete danach in mindestens 5 Beiträgen von den 500 Ermordeten.

Ohne jeglichen kritischen Widerspruch konnte die IOM 20 Verunglückte zu einem 500-fachen Massenmord, für den natürlich die „Festung Europa“ verantwortlich wäre, hochmanipulieren.

Voraussetzungen für ein effizientes Asylsystem

Dezember 27, 2014

Sich über einzelne Asylbetrüger zu beklagen, ist wenig hilfreich.

Unser Asylsystem lädt zu Missbrauch ein, dieses Angebot wird naturgemäß angenommen.

Das Asylsystem muss daher grundlegend reformiert werden.

Und zwar dahingehend, dass es keine Antragstellung nach illegaler Einreise mehr geben darf.

Wer illegal in die EU einreist, muss ohne Verfahren in die Transitländer (mit denen die EU Rücknahmeabkommen abschließen muss) zurückgeschickt werden.

Und zwar ohne Ausnahmen (wie Kinder, Familien, Traumatisierte).

Wäre das Problem der ungeregelten Zuwanderung gelöst, wäre es politisch leichter durchsetzbar, Flüchtlinge direkt aus Krisenregionen aufzunehmen, von denen man mit Sicherheit wüsste, dass es sich um echte Vertriebene handelt.

Natürlich müsste dies nach einem gerechten Schlüssel geschehen.

Was jedoch nicht nur für die einzelnen EU-Länder gelten müsste, sondern insbesondere im Verhältnis zu den reichen Golfstaaten.

Es ist nicht einzusehen, warum sich Länder, die arabisch und muslimisch sind und sogar Arbeitskräfte importieren müssen, bei der Bewältigung der IS-Flüchtlingskrise heraushalten dürfen.

Fällt die Islamisierung wirklich aus?

Dezember 25, 2014

Der Sachverhalt lässt sich ja schnell klären. Wie hoch ist der Anteil von Muslimen in Deutschland heute? Fünf Prozent. Wie hoch wird er nach seriösen Schätzungen im Jahr 2050 liegen? Bei sieben Prozent. Die „Islamisierung“ fällt also aus. Hat sich Pegida damit erledigt? Nein. Denn darum geht es in Wahrheit gar nicht.

(Augstein)

Noch stellen die Muslime in Deutschland zwar eine klare Minderheit dar.

Allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass die Alten fast ausschließlich Nicht-Muslime sind.

Nimmt man nur die Jungen, die sich noch reproduzieren und durch Heirat weitere Muslime ins Land holen können, schaut es schon anders aus.

Dass die Zuwanderung über die Asylschiene auch weiterhin zu über 90 % von Muslimen in Anspruch genommen werden wird, wurde bei Augsteins Prognose wohl ebenfalls nicht berücksichtigt.

Die islamischen Zuwanderer kommen zwar aus verschiedenen Ländern, was normalerweise eine Assimilierung begünstigen sollte.

Der Islamismus ist jedoch ein starker gemeinsamem Nenner, um den sich Muslime in der neuen Heimat oft scharen, selbst wenn sie sich in der alten Heimat noch gegenseitig bekämpft hatten.

Es ist leider kaum anzunehmen, dass die Muslime, wenn sie in Deutschland die Mehrheit hätten, sich anders benehmen würden als in allen anderen Ländern, in denen sie bereits die Mehrheit haben.

Vor 30 Jahren hätte sich auch niemand vorstellen können, dass die Türkei eine Re-Islamisierung erleben würde…

…und es ist trotzdem geschehen.

Merci, Udo Jürgens

Dezember 21, 2014

Udo Jürgens war zwar bloß „Schlager“, aber wohl der einzige mit Phil Spector-Sound:

Elsässers Spagat zwischen dem Islam und Pegida

Dezember 21, 2014

Jürgen Elsässer versichert seinen muslimischen Fans, dass sich „Patriotische Bürger gegen die Islamisierung des Abendlandes“ in Wahrheit gar nicht gegen den Islam richte, sondern gegen Israel und die USA:

Liebe muslimischen Leser von COMPACT,

Ihr schätzt unser Magazin, weil wir immer unbestechlich und wahrheitsgemäß über die US-Agressionen gegen Irak, Libyen und Syrien berichtet und uns auch klar gegen die zionistische Politik ausgesprochen haben – siehe etwa unsere Ausgabe vom September 2014 über den “Volkermord in Gaza”

Deshalb könnt Ihr sicher sein, dass wir niemals eine Politik unterstützen würden, die sich gegen den Islam als solches richtet – sondern immer nur gegen die Islamofaschisten a la ISIS, die im Solde Washingtons und Tel Avivs agieren.

Den Bürgerkrieg, der Tschetschenien, Libyen, Libanon, Syrien und Irak zerstört, wollen die US-geführten deutschen Politiker auch nach Deutschland bringen, indem sie immer mehr Flüchtlinge aus diesen Gebieten, darunter auch Terroristen, nach Deutschland holen.

(Jürgen Elsässer)

Wenn man Elsässers Logik eines US-gewünschten Bürgerkriegs in Deutschland folgt, müssten die amerikanisch-zionistischen Mächte des Bösen freilich auch hinter Pegida (als logische zweite Bürgerkriegspartei) stecken, wie es ja auch von manchen Verschwörungstheoretiker-Kollegen von Elsässer behauptet wird.

Allerdings unterscheidet sich Elsässer von den meisten Verschwörungstheoretikern auch in einem anderen sehr wesentlichen Punkt.

Elsässer ist kein wirklicher Truther: Als Henryk M. Broder ihn bei einer 9/11-Veranstaltung zu seinen Theorien konkret befragte, war er sofort bereit, 90 % seiner angeblichen Erkenntnisse zu verleugnen und sich als harmloser „kritischer Fragensteller“ darzustellen.

In einem Interview zur Chemtrail-Paranoia hat Kachelmann sehr treffend festgestellt, dass die wirklich gefährlichen Chemtrail-Anhänger jene sind, die eigentlich gar nicht wirklich daran glauben.

Verschwörungstheorien sind auch für Jürgen Elsässer lediglich Mittel zum Zweck, um eine Anhängerschaft hinter sich zu scharen.

Wenn sich die Chance bietet, bei einer Bewegung wie Pegida anzudocken, ist ein Elsässer sehr flexibel bei der Anpassung seiner Theorien.

Dass Elsässer zunächst die Arabische Revolution selbst bejubelt hatte, hindert ihn nicht daran, jetzt bei Pegida mitzumarschieren.

Für seine muslimischen Fans wird es allerdings nicht leicht sein, ihm bei seinem aktuellen Spagat zu folgen.

Augsteins Intoleranz

Dezember 19, 2014

Märsche der Anti-Islamisten: Null Toleranz für Pegida

In Dresden waren es schon 15.000!

In ganz Deutschland wächst der Protest. Medien und Politik reagieren: Sie wollen „verstehen“ und „erklären“. Das ist ein Fehler. Erstens ist Rassismus kein Problem der Erkenntnis, sondern eines der Moral.

Thierse und Gabriel sind aufrechte Demokraten. Aber sie irren. Die Politik sollte den Teufel tun und die Debatte mit Idioten und Rassisten suchen. Denn ein Idiot oder ein Rassist ist jeder, der an einer Demonstration gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ teilnimmt.

(Augstein)

Von den 15.000 Demonstranten haben wahrscheinlich um die 20 % extremistisches Gedankengut, von denen wiederum vielleicht 2 % akut gewaltbereit sein könnten.

Der Prozentsatz bei Pegida dürfte also in etwa jenem der gewaltbereiten Extremisten unter der muslimischen Bevölkerung Deutschlands entsprechen.

Würde jemand Null Toleranz gegen alle Muslime einfordern, weil ein kleiner Teil extremistisch und ein noch kleinerer Teil gewaltbereit ist, würde man ihn wohl zu Recht als Rassisten brandmarken.

In einem klassischen Zirkelschluss verweist Augstein auf einen (bereits auf der Achse des Guten zerlegten) „Fakten-Check“ des Spiegels zum angeblich nicht stattfindenden Anstieg der muslimischen Bevölkerung in Deutschland:

Der Sachverhalt lässt sich ja schnell klären. Wie hoch ist der Anteil von Muslimen in Deutschland heute? Fünf Prozent. Wie hoch wird er nach seriösen Schätzungen im Jahr 2050 liegen? Bei sieben Prozent. Die „Islamisierung“ fällt also aus. Hat sich Pegida damit erledigt? Nein. Denn darum geht es in Wahrheit gar nicht.

Wo es gar keine Muslime gibt, braucht man sich natürlich auch nicht vor Islamismus zu sorgen.

Als es jedoch darum ging, die „Krise des weißen Mannes“ zu feiern, hatte Augstein noch andere Ansichten zur demografischen Zukunft Deutschlands.

Den Muslimen die Schuld am Anti-Islamismus in die Schuhe zu schieben, ist ebenso perfide, wie die Juden für den Antisemitismus verantwortlich zu machen. Die verfehlte Siedlungspolitik Israels hat mit dem Antisemitismus ebenso wenig zu tun wie die Verbrechen des „Islamischen Staates“ mit dem Anti-Islamismus.

Juden für den Antisemitismus in Deutschland verantwortlich zu machen, ist tatsächlich genau Augsteins Spezialität.

Anti-Islamismus lässt sich jedoch nicht mit Antisemitismus vergleichen, zumal Semitismus keine Ideologie und Islamismus keine Rasse ist.

Deutsche Werbung für den Islamischen Staat

Dezember 17, 2014

Dem IS war bekannt, dass ich mich mehrfach sehr kritisch zum „Islamischen Staat“ geäußert hatte. Hier auf Facebook und in der deutschen Presse. Ich habe die Gefahren dieser Reise daher nie unterschätzt.

(Jürgen Todenhöfer)

Dem IS war wohl auch bekannt, dass Todenhöfer wie bei all seinen Reisen Werbung für seine Gastgeber (und sich selbst) machen würde.

In Afghanistan besuchte er die „gemäßigten Taliban“ und den Islamisten-Terror im Irak, der sich zu 90 % gegen die eigene Bevölkerung richtete, verherrlichte er als „erfolgreichen säkularen Widerstand gegen die USA„.

Die Katastrophen, in die die USA in Afghanistan, im Irak, in Libyen und in anderen Ländern hineingeraten sind, sind auch deshalb entstanden, weil die USA nicht mit ihren Gegnern sprechen wollten und sie oft überhaupt nicht kannten. Unwissenheit darf jedoch nicht das traurige Markenzeichen der westlichen Mittel-Ost-Politik bleiben. Wer seine Feinde besiegen will, sollte sie kennen. Der IS ist mächtiger und gefährlicher als viele westliche Politiker ahnen.

Todenhöfer heuchelt zwar Betroffenheit über die „Katastrophen des unwissenden Westens, der nicht mit seinen Gegnern spreche“ vor.

Als 2008 im Irak das Morden durch die Amerikaner beendet wurde, war Todenhöfer jedoch schwer deprimiert.

Einem, der ständig das Bedürfnis hat, Werbung für die schlimmsten Feinde unserer Zivilisation zu machen, nimmt man es nicht ab, dass er diese als „Gegner“ ansieht.

Dass Todenhöfer eine Koransure, bei der es um „Kreuzigen, Hände und Füße abhacken“ geht, als seine „Lieblingssure“ bezeichnet, zeugt entweder von seiner eigenen Unkenntnis oder von seiner offenen Komplizenschaft mit den IS-Barbaren.

Wäre Hitler heute Antisemit?

Dezember 16, 2014

Wer heute in Deutschland einen Antisemiten als Antisemiten bezeichnet, muss damit rechnen, vom ihm erfolgreich verklagt zu werden.

Doch wer ist in Deutschland heutzutage noch ein „glühender Antisemit“ oder „Nazi“?

Selbst Hitler würde heute kein Bärtchen mehr tragen und sich an die gängigen Konventionen für Judenhass halten.

Seinen Hass gegen Amerika könnte Hitler nach wie vor offen ausleben, bei der jüdischen Weltverschwörung müsste er leichte Abstriche machen, dafür könnte er Israel um so leidenschaftlicher kritisieren.

Jürgen Elässer sinnierte mit Ken Jebsen darüber, ob die NPD eine Nazi-Partei wäre. Er kam dabei zu dem Schluss, dass die NPD keine Nazi-Partei sei, da sie im Gegensatz zu Netanjahu kein Groß-Israel errichten wolle:

(ab 0:54:00)

Nazi“ ist für den Joseph Goebbels von heute ein Schimpfwort, das er verwendet, um seine politischen Feinde zu diffamieren (und am liebsten setzt er es gegen Juden ein).

Pegida und Algebra

Dezember 15, 2014

“Nur ungefähr 0,1 Prozent der in Sachsen lebenden Menschen sind Muslime – insgesamt also etwa 4000 Menschen. Die bislang letzte Pegida-Demo in Dresden hatte 10.000 Teilnehmer. Auf jeden Muslim in Sachsen kommen also 2,5 Demonstranten, die sich von ihm bedroht fühlen.”

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-die-thesen-im-faktencheck-a-1008098.html

Nach http://www.landtag.sachsen.de/dokumente/sab/Herkunftslaender-2013.pdf lag die Zahl der Ausländer in Sachsen, die aus den Ländern Türkei, Irak, Syrien, Pakistan, Tunesien, Afghanistan und Iran stammen, im Jahr 2013 bei über 12.000 Menschen.

Noch deutlicher zeigt ein Blick auf die Website der Stadt Leipzig, wie sehr Spiegel Online falsch liegt: “Zur Zeit leben in Leipzig schätzungsweise 9.000 bis 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner, bei denen von einem muslimischen Hintergrund ausgegangen werden kann.”

http://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/auslaender-und-migranten/migration-und-integration/?eID=dam_frontend_push&docID=30426

Von den 4000 Muslimen in Sachsen leben also mindestens 9000 in Leipzig. Pegidas Agenda muss man sicher nicht teilen, Pegidas Misstrauen gegenüber den Medien aber vielleicht schon.

(„Im Namen der Algebra!“)

Die linken Fakten-Verdreher vom Spiegel spielen paranoiden Verschwörungstheoretikern wie Pegida mit ihren leicht zu entlarvenden Falschinformationen erst recht in die Hände.

Pegida ist wie die linken Islam-Verharmloser nicht die Lösung, sondern Teil des Problems. In einer Demokratie braucht man keine Aufmärsche (sonst ja eine Domäne der Linksradikalen, die bei Wahlen nichts reißen), sondern eine vernünftige Politik, wie sie wohl von der breiten Mehrheit der Bevölkerung gewünscht wäre (schließlich erreichen die Grünen mit ihren gutmenschlichen Phantastereien bei Wahlen nicht mehr als 10 %).

Dass die meisten Politiker jedoch keinen Mut zu solch einer Politik haben, liegt an ihrer Furcht, von der linksgrünen, politisch korrekten Journalistenkaste, welche in fast allen Qualitätsmedien (insbesondere den öffentlich-rechtlichen) völlig überproportional vertreten ist, als rechte Unmenschen angeprangert zu werden.

Ihre Vorherrschaft hat allerdings nichts mit einer Verschwörung zu tun, sondern liegt schlicht und einfach am typischen Werdegang des typischen akademischen Journalisten.

In den geisteswissenschaftlichen Fakultäten sind 90 % der Professoren und 95 % der Studenten links, entsprechend gefärbt schaut dann später die Berichterstattung aus und gibt ein völlig verzerrtes Bild von der Realität wieder.

Leider überschätzen die meisten Politiker diese akademisch-elitäre Kaste völlig, auch wenn es positive Ausnahmen gibt:

Zurück nach Deutschland: Dort wurde der CDU-Mann Bosbach – der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag – interviewt. Ihm wurde dabei von der fragenden Journalistin in typischer Political-Correctness-Art „Stimmungsmache“ vorgehalten, weil die CDU bei ihrem jüngsten Parteitag ein Burka-Verbot gefordert hat, also ein Verbot der Gesichtsverschleierung. Ein solches gibt es ja auch schon in Frankreich und Belgien, neuerdings auch in China (in Österreich natürlich nicht). Bosbachs sichtlich emotional erregte Antwort war einfach großartig: „Wenn man sich damit nicht mehr beschäftigen darf, weil Journalisten sagen, das sei Stimmungsmache, dann sind wir weit gekommen. Dann werden die Demonstranten noch mehr Zulauf bekommen.“ Die junge Dame plapperte sofort von einem anderen Thema, um von ihrer Blamage abzulenken.

(Andreas Unterberger)