Subversion, Destabilisierung, Desinformation

Unter anderem fragten wir nach den Verbindungen von Compact zum Institut für Demokratie und Zusammenarbeit und inwiefern das Magazin finanzielle oder sachliche Zuwendungen vom Institut oder sonstigen Einrichtungen der Russischen Föderation erhalte. Eine Antwort hierzu blieb ebenso aus wie zu der Frage, womit er seinen vorgeblichen Bruch mit der Linken erklärt.

Anläßlich der Gründung des Instituts für Demokratie und Zusammenarbeit hatte der Putin-Mitarbeiter Sergej Jastrzhembskij gegenüber dem Online-Nachrichtenportal Newsru.com erklärt, daß Rußland bereit sei, für die Bedürfnisse des Instituts ungefähr 70 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen.

Als Ort für seine Veranstaltungen dient Elsässer häufig das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin, eine ausländische Vertretung des Zentrums für internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit beim russischen Außenministerium. Auch in Medien wie dem Staatssender Russia Today ist er häufig zu Gast.

Der russische Philosoph und Publizist Alexander Dugin wiederum ist bei Compact ein gerngesehener Gesprächspartner. Der 52jährige gilt als einer der Hauptprotagonisten für die Bildung einer Eurasischen Union, die letztlich von Wladiwostok bis Lissabon reichen solle.

Schon 1997 hatte Dugin zwecks einer Umgestaltung in Europa vorgeschlagen, Strategien der „Subversion, Desinformation und Destabilisierung“ zu entwickeln. „Darüber hinaus haben wir Erfahrungen mit der Expansion nach Europa, die zu Sowjetzeiten stattfand.

Als unsere kommunistische Partei, die Komintern und die Kominform sehr beeindruckende Ergebnisse in Sachen Eindringen in die europäischen Parlamente erzielt haben. Ja, das war unser außenpolitisches Instrument.“

(Junge Freiheit)

Kurras wurde von den westdeutschen Behörden “geschützt”, weil es ursprünglich keinen Grund zur Vermutung gab, er habe vorsätzlich gemordet.

Hätte man bereits damals gewusst, dass es sich bei Kurras um einen Stasi-Agenten handelte, der absichtlich “Spannung” provozieren wollte, wäre es natürlich etwas Anderes gewesen.

Die Strategie der Spannung„, die dem Westen in von Moskau gesteuerten Medienkampagnen vorgeworfen wurde, hatte man selbst sehr erfolgreich betrieben.

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2 Antworten to “Subversion, Destabilisierung, Desinformation”

  1. aron2201sperber Says:

    Bei der Desinformation war die Kominform jedoch nur deshalb so erfolgreich, weil man im Westen willige Helfer hatte, die bereit waren völlig unkritisch alles zu glauben, was man ihnen vorsetzte.

    bis heute wird die Verantwortung für den roten Terror in Deutschland irgendwelchen „schwarzen Petern“ zugeschoben:

    https://aron2201sperber.wordpress.com/2013/03/13/der-schwarze-peter-des-roten-terrors/

  2. aron2201sperber Says:

    das erste Mal tauchte der Ausdruck „Strategie der Spannung“ unmittelbar vor einem Anschlag auf eine Mailänder Bank im Dezember 69 im Observer auf:

    Leslie Finer. «Greek premier plots army coup in Italy». The Observer, 6-12-1969.

    http://en.wikipedia.org/wiki?title=Talk:Strategy_of_tension

    der Observer war übrigens auch die Zeitung, bei der Kim Philby beschäftigt war:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kim_Philby

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