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Pegida und Algebra

Dezember 15, 2014

“Nur ungefähr 0,1 Prozent der in Sachsen lebenden Menschen sind Muslime – insgesamt also etwa 4000 Menschen. Die bislang letzte Pegida-Demo in Dresden hatte 10.000 Teilnehmer. Auf jeden Muslim in Sachsen kommen also 2,5 Demonstranten, die sich von ihm bedroht fühlen.”

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/pegida-die-thesen-im-faktencheck-a-1008098.html

Nach http://www.landtag.sachsen.de/dokumente/sab/Herkunftslaender-2013.pdf lag die Zahl der Ausländer in Sachsen, die aus den Ländern Türkei, Irak, Syrien, Pakistan, Tunesien, Afghanistan und Iran stammen, im Jahr 2013 bei über 12.000 Menschen.

Noch deutlicher zeigt ein Blick auf die Website der Stadt Leipzig, wie sehr Spiegel Online falsch liegt: “Zur Zeit leben in Leipzig schätzungsweise 9.000 bis 10.000 Einwohnerinnen und Einwohner, bei denen von einem muslimischen Hintergrund ausgegangen werden kann.”

http://www.leipzig.de/jugend-familie-und-soziales/auslaender-und-migranten/migration-und-integration/?eID=dam_frontend_push&docID=30426

Von den 4000 Muslimen in Sachsen leben also mindestens 9000 in Leipzig. Pegidas Agenda muss man sicher nicht teilen, Pegidas Misstrauen gegenüber den Medien aber vielleicht schon.

(„Im Namen der Algebra!“)

Die linken Fakten-Verdreher vom Spiegel spielen paranoiden Verschwörungstheoretikern wie Pegida mit ihren leicht zu entlarvenden Falschinformationen erst recht in die Hände.

Pegida ist wie die linken Islam-Verharmloser nicht die Lösung, sondern Teil des Problems. In einer Demokratie braucht man keine Aufmärsche (sonst ja eine Domäne der Linksradikalen, die bei Wahlen nichts reißen), sondern eine vernünftige Politik, wie sie wohl von der breiten Mehrheit der Bevölkerung gewünscht wäre (schließlich erreichen die Grünen mit ihren gutmenschlichen Phantastereien bei Wahlen nicht mehr als 10 %).

Dass die meisten Politiker jedoch keinen Mut zu solch einer Politik haben, liegt an ihrer Furcht, von der linksgrünen, politisch korrekten Journalistenkaste, welche in fast allen Qualitätsmedien (insbesondere den öffentlich-rechtlichen) völlig überproportional vertreten ist, als rechte Unmenschen angeprangert zu werden.

Ihre Vorherrschaft hat allerdings nichts mit einer Verschwörung zu tun, sondern liegt schlicht und einfach am typischen Werdegang des typischen akademischen Journalisten.

In den geisteswissenschaftlichen Fakultäten sind 90 % der Professoren und 95 % der Studenten links, entsprechend gefärbt schaut dann später die Berichterstattung aus und gibt ein völlig verzerrtes Bild von der Realität wieder.

Leider überschätzen die meisten Politiker diese akademisch-elitäre Kaste völlig, auch wenn es positive Ausnahmen gibt:

Zurück nach Deutschland: Dort wurde der CDU-Mann Bosbach – der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag – interviewt. Ihm wurde dabei von der fragenden Journalistin in typischer Political-Correctness-Art „Stimmungsmache“ vorgehalten, weil die CDU bei ihrem jüngsten Parteitag ein Burka-Verbot gefordert hat, also ein Verbot der Gesichtsverschleierung. Ein solches gibt es ja auch schon in Frankreich und Belgien, neuerdings auch in China (in Österreich natürlich nicht). Bosbachs sichtlich emotional erregte Antwort war einfach großartig: „Wenn man sich damit nicht mehr beschäftigen darf, weil Journalisten sagen, das sei Stimmungsmache, dann sind wir weit gekommen. Dann werden die Demonstranten noch mehr Zulauf bekommen.“ Die junge Dame plapperte sofort von einem anderen Thema, um von ihrer Blamage abzulenken.

(Andreas Unterberger)