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Deutsche Werbung für den Islamischen Staat

Dezember 17, 2014

Dem IS war bekannt, dass ich mich mehrfach sehr kritisch zum „Islamischen Staat“ geäußert hatte. Hier auf Facebook und in der deutschen Presse. Ich habe die Gefahren dieser Reise daher nie unterschätzt.

(Jürgen Todenhöfer)

Dem IS war wohl auch bekannt, dass Todenhöfer wie bei all seinen Reisen Werbung für seine Gastgeber (und sich selbst) machen würde.

In Afghanistan besuchte er die „gemäßigten Taliban“ und den Islamisten-Terror im Irak, der sich zu 90 % gegen die eigene Bevölkerung richtete, verherrlichte er als „erfolgreichen säkularen Widerstand gegen die USA„.

Die Katastrophen, in die die USA in Afghanistan, im Irak, in Libyen und in anderen Ländern hineingeraten sind, sind auch deshalb entstanden, weil die USA nicht mit ihren Gegnern sprechen wollten und sie oft überhaupt nicht kannten. Unwissenheit darf jedoch nicht das traurige Markenzeichen der westlichen Mittel-Ost-Politik bleiben. Wer seine Feinde besiegen will, sollte sie kennen. Der IS ist mächtiger und gefährlicher als viele westliche Politiker ahnen.

Todenhöfer heuchelt zwar Betroffenheit über die „Katastrophen des unwissenden Westens, der nicht mit seinen Gegnern spreche“ vor.

Als 2008 im Irak das Morden durch die Amerikaner beendet wurde, war Todenhöfer jedoch schwer deprimiert.

Einem, der ständig das Bedürfnis hat, Werbung für die schlimmsten Feinde unserer Zivilisation zu machen, nimmt man es nicht ab, dass er diese als „Gegner“ ansieht.

Dass Todenhöfer eine Koransure, bei der es um „Kreuzigen, Hände und Füße abhacken“ geht, als seine „Lieblingssure“ bezeichnet, zeugt entweder von seiner eigenen Unkenntnis oder von seiner offenen Komplizenschaft mit den IS-Barbaren.