Deutsche Werbung für den Islamischen Staat

Dem IS war bekannt, dass ich mich mehrfach sehr kritisch zum „Islamischen Staat“ geäußert hatte. Hier auf Facebook und in der deutschen Presse. Ich habe die Gefahren dieser Reise daher nie unterschätzt.

(Jürgen Todenhöfer)

Dem IS war wohl auch bekannt, dass Todenhöfer wie bei all seinen Reisen Werbung für seine Gastgeber (und sich selbst) machen würde.

In Afghanistan besuchte er die „gemäßigten Taliban“ und den Islamisten-Terror im Irak, der sich zu 90 % gegen die eigene Bevölkerung richtete, verherrlichte er als „erfolgreichen säkularen Widerstand gegen die USA„.

Die Katastrophen, in die die USA in Afghanistan, im Irak, in Libyen und in anderen Ländern hineingeraten sind, sind auch deshalb entstanden, weil die USA nicht mit ihren Gegnern sprechen wollten und sie oft überhaupt nicht kannten. Unwissenheit darf jedoch nicht das traurige Markenzeichen der westlichen Mittel-Ost-Politik bleiben. Wer seine Feinde besiegen will, sollte sie kennen. Der IS ist mächtiger und gefährlicher als viele westliche Politiker ahnen.

Todenhöfer heuchelt zwar Betroffenheit über die „Katastrophen des unwissenden Westens, der nicht mit seinen Gegnern spreche“ vor.

Als 2008 im Irak das Morden durch die Amerikaner beendet wurde, war Todenhöfer jedoch schwer deprimiert.

Einem, der ständig das Bedürfnis hat, Werbung für die schlimmsten Feinde unserer Zivilisation zu machen, nimmt man es nicht ab, dass er diese als „Gegner“ ansieht.

Dass Todenhöfer eine Koransure, bei der es um „Kreuzigen, Hände und Füße abhacken“ geht, als seine „Lieblingssure“ bezeichnet, zeugt entweder von seiner eigenen Unkenntnis oder von seiner offenen Komplizenschaft mit den IS-Barbaren.

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11 Antworten to “Deutsche Werbung für den Islamischen Staat”

  1. American Viewer Says:

    Eines muss man ihm lassen: Ein reiner Schwätzer ist er nicht. Im Gegensatz zu Leuten wie Käßmann fährt er wirklich dort hin und kommt dann auch noch lebend wieder zurück. Das spricht sehr dafür, dass er „gute“ Beziehungen zu ISIS und Co unterhält.

  2. American Viewer Says:

    Die Deutschen sind bekannt dafür, dass sie immer Lösegeld bezahlen. Ein B-Promi wie Todenhöfer ist mindestens 10 Millionen Euro wert. Man hat ihn aber trotzdem nicht als Geisel genommen. Den ISIS-Leuten ist die Propaganda von Todenhöfer offenbar ein Vielfaches wert, so dass sie erst gar nicht daran denken, ihn zu entführen.

  3. besucher Says:

    Aha, den Jürgen würgen, das kenn ich allerdings in einem anderen Kontext 🙂

  4. aron2201sperber Says:

    Hamed Abdel Samad hat Todenhöfers Dienste für den IS sehr schön zusammengefasst:

    Während viele junge Muslime in Europa merken, dass das Kalifat langsam schrumpft und nicht mehr aus Welteroberern besteht, kommt der Islamisten-Flüsterer zurück und spricht von der ungebrochenen Euphorie und Siegeszuversicht der IS-Kämpfer.

    Er spricht von der Schuld der Amerikaner und der Begeisterung der irakischen Sunniten für den IS, weil der sie angeblich von der schiitischen Tyrannei befreit hatte.

    Er plappert nach, was sie ihm diktiert haben, z.B., dass der IS bald den gesamten Nahen Osten erobern und die größte religiöse Säuberungsaktion der Geschichte vornehmen würde.

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_islamisten_fluesterer_als_nuetzlicher_idiot

  5. Wer das Spiel des IS spielt | Aron Sperber Says:

    […] war er auf Besuch und schwärmt von der Unbesiegbarkeit seiner Gastgeber, deren Existenz er zuvor geleugnet […]

  6. Todenhöfers Triumph | Aron Sperber Says:

    […] war er auf Besuch und schwärmt von der Unbesiegbarkeit seiner Gastgeber, deren Existenz er zuvor geleugnet […]

  7. Deutsche Justiz verfolgt arabischen Islamkritiker | Aron Sperber Says:

    […] der Verbreitung seiner IS-Propaganda wurde Todenhöfer von der deutschen Justiz niemals […]

  8. visnoctis Says:

    Hat dies auf Souleater1013's Blog rebloggt.

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