Augsteins Intoleranz

Märsche der Anti-Islamisten: Null Toleranz für Pegida

In Dresden waren es schon 15.000!

In ganz Deutschland wächst der Protest. Medien und Politik reagieren: Sie wollen „verstehen“ und „erklären“. Das ist ein Fehler. Erstens ist Rassismus kein Problem der Erkenntnis, sondern eines der Moral.

Thierse und Gabriel sind aufrechte Demokraten. Aber sie irren. Die Politik sollte den Teufel tun und die Debatte mit Idioten und Rassisten suchen. Denn ein Idiot oder ein Rassist ist jeder, der an einer Demonstration gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ teilnimmt.

(Augstein)

Von den 15.000 Demonstranten haben wahrscheinlich um die 20 % extremistisches Gedankengut, von denen wiederum vielleicht 2 % akut gewaltbereit sein könnten.

Der Prozentsatz bei Pegida dürfte also in etwa jenem der gewaltbereiten Extremisten unter der muslimischen Bevölkerung Deutschlands entsprechen.

Würde jemand Null Toleranz gegen alle Muslime einfordern, weil ein kleiner Teil extremistisch und ein noch kleinerer Teil gewaltbereit ist, würde man ihn wohl zu Recht als Rassisten brandmarken.

In einem klassischen Zirkelschluss verweist Augstein auf einen (bereits auf der Achse des Guten zerlegten) „Fakten-Check“ des Spiegels zum angeblich nicht stattfindenden Anstieg der muslimischen Bevölkerung in Deutschland:

Der Sachverhalt lässt sich ja schnell klären. Wie hoch ist der Anteil von Muslimen in Deutschland heute? Fünf Prozent. Wie hoch wird er nach seriösen Schätzungen im Jahr 2050 liegen? Bei sieben Prozent. Die „Islamisierung“ fällt also aus. Hat sich Pegida damit erledigt? Nein. Denn darum geht es in Wahrheit gar nicht.

Wo es gar keine Muslime gibt, braucht man sich natürlich auch nicht vor Islamismus zu sorgen.

Als es jedoch darum ging, die „Krise des weißen Mannes“ zu feiern, hatte Augstein noch andere Ansichten zur demografischen Zukunft Deutschlands.

Den Muslimen die Schuld am Anti-Islamismus in die Schuhe zu schieben, ist ebenso perfide, wie die Juden für den Antisemitismus verantwortlich zu machen. Die verfehlte Siedlungspolitik Israels hat mit dem Antisemitismus ebenso wenig zu tun wie die Verbrechen des „Islamischen Staates“ mit dem Anti-Islamismus.

Juden für den Antisemitismus in Deutschland verantwortlich zu machen, ist tatsächlich genau Augsteins Spezialität.

Anti-Islamismus lässt sich jedoch nicht mit Antisemitismus vergleichen, zumal Semitismus keine Ideologie und Islamismus keine Rasse ist.

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7 Antworten to “Augsteins Intoleranz”

  1. American Viewer Says:

    Der hysterische Ton von Augstein ist göttlich.
    Gemischt mit seinen offensichtlichen Lügen macht das richtig Spaß.

    Der amerikanische und jüdische „Finanzkapitalismus“ hat mal wieder Schuld, wer auch sonst? Eine andere Erklärung hatte Hitler auch nicht.

    Jedes Problem dieser Welt können Salonlinke wie Augstein mit dem amerikanischen Kapitalismus erklären. Ein hochkomplexes Weltbild.

    In Wirklichkeit ist für Kapitalisten Geld nur Mittel zum Zweck, für Kommunisten hingegen war das rein Materielle schon immer das Wesentliche. Kommunisten sind besessen von ihrem Materialismus. Eine Erklärung über das rein Materielle hinaus, leuchtet Augstein deshalb nicht ein.

    Hinzu kommt: Augstein ist im Luxus aufgewachsen, mit einem goldenen Löffel im Arsch, deshalb lassen sich aus Sicht von Augstein auch alle Probleme dieser Welt mit Geld lösen.

    Die Politik sollte den Teufel tun und die Debatte mit Idioten und Rassisten suchen. Denn ein Idiot oder ein Rassist ist jeder, der an einer Demonstration gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ teilnimmt.

    Problem erledigt ist doch toll.

    Gibt es eine „Verharmlosung“? Wiederum nein.

    Augstein selbst hat schon dutzende islamkritische Artikel geschrieben. Verharmlost hat Augstein den Islam nie. Wir sind alle Zeugen. 😉

    Juden für den Antisemitismus in Deutschland verantwortlich zu machen, ist tatsächlich genau Augsteins Spezialität. Anti-Islamismus lässt sich jedoch nicht mit Antisemitismus vergleichen, zumal Semitismus keine Ideologie und Islamismus keine Rasse ist.

    Der Punkt ist sehr wichtig. Antisemitismus ist wie immer gar nicht das Thema von Augstein, sondern nur Mittel zum Zweck.

    Antisemiten wie Augstein führen den Antisemitismus immer nur dann an, wenn es für sie einen Nutzen hat, der nichts mit Juden zu tun hat. In der Regel geht es darum, kompliziert zu erklären, warum die Muslime, die Juden von heute sein sollen. So auch in diesem Fall.

    • aron2201sperber Says:

      Augstein will weder etwas von Pegida noch vom Islamismus etwas wissen oder verstehen.

      die einzige angebliche Ideologie, die es für ihn zu bekämpfen gilt, ist der Kapitalismus, der an allem schuld sei.

      der Kapitalismus ist Teil von Demokratie und Freiheit.

      je mehr Gegner diese von Augstein verhasste Ideologie bekämpfen, desto besser.

      deswegen stellt er sich stets schützend vor die Islamisten und ist auch nicht daran interessiert, dass der Pegida von der Politik das Wasser abgegraben wird, in dem sie selbst handelt

  2. Olaf Says:

    Kapitalismuskritik?
    Augstein hasst die Deutschen, liebt den Islamismus und benutzt die toten Juden, typisch Standard-Links. Antideutsche Linke machen das genauso, nur dass sie den Islamismus außerhalb Deutschlands ablehnen.

  3. Salamshalom Says:

    Augstein und Schuster sind hier aber sehr nahe beieinander:
    „Auch der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, warnte davor, die Demonstranten zu unterschätzen: „Die Bewegung ist brandgefährlich. Hier mischen sich Neonazis, Parteien vom ganz rechten Rand und Bürger, die meinen, ihren Rassismus und Ausländerhass endlich frei ausleben zu dürfen“, sagte er der Zeitung „Die Welt“.“

    • aron2201sperber Says:

      mir ist Pedida auch suspekt – trotzdem würde ich nicht alle Demonstranten im Bausch und Bogen als Rassisten bezeichnen.

      unter Muslimen ist der Anteil an gefährlichen Radikalen mindestens genauso hoch, und trotzdem wäre es falsch deswegen alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen.

      dass Juden oft auch unvernünftige Positionen vertreten, macht Augsteins Double-Standard gegenüber den gefährlichen Muslimen und den gefährlichen Pegida-Teilnehmern nicht besser.

  4. aron2201sperber Says:

    die Muslime stellen zwar noch eine klare Minderheit dar.

    allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass die Alten fast ausschließlich Nicht-Muslime sind.

    nimmt man nur die Jungen, die sich noch reproduzieren und durch Heirat weitere Muslime ins Land holen können, schaut es schon anders aus.

    die islamischen Zuwanderer kommen zwar aus verschiedenen Staaten und Kulturen, was normalerweise eine Assimlierung begünstigen sollte

    der Islam ist jedoch ein starker gemeinsamem Nenner, um den sich Musime in der neuen Heimat oft scharen.

    vor 30 Jahren hätte sich auch niemand vorstellen können , dass die Türkei eine Re-Islamisierung erleben würde.

    und es ist trotzdem geschehen.

  5. Raskolnikow und Augstein | Aron Sperber Says:

    […] will weder den Gegnern der Islamisierung ihr Recht auf Versammlungsfreiheit zugestehen, noch will er den Kapitalisten Schutz vor Gewalt zuteil werden […]

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