Voraussetzungen für ein effizientes Asylsystem

Sich über einzelne Asylbetrüger zu beklagen, ist wenig hilfreich.

Unser Asylsystem lädt zu Missbrauch ein, dieses Angebot wird naturgemäß angenommen.

Das Asylsystem muss daher grundlegend reformiert werden.

Und zwar dahingehend, dass es keine Antragstellung nach illegaler Einreise mehr geben darf.

Wer illegal in die EU einreist, muss ohne Verfahren in die Transitländer (mit denen die EU Rücknahmeabkommen abschließen muss) zurückgeschickt werden.

Und zwar ohne Ausnahmen (wie Kinder, Familien, Traumatisierte).

Wäre das Problem der ungeregelten Zuwanderung gelöst, wäre es politisch leichter durchsetzbar, Flüchtlinge direkt aus Krisenregionen aufzunehmen, von denen man mit Sicherheit wüsste, dass es sich um echte Vertriebene handelt.

Natürlich müsste dies nach einem gerechten Schlüssel geschehen.

Was jedoch nicht nur für die einzelnen EU-Länder gelten müsste, sondern insbesondere im Verhältnis zu den reichen Golfstaaten.

Es ist nicht einzusehen, warum sich Länder, die arabisch und muslimisch sind und sogar Arbeitskräfte importieren müssen, bei der Bewältigung der IS-Flüchtlingskrise heraushalten dürfen.

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6 Antworten to “Voraussetzungen für ein effizientes Asylsystem”

  1. American Viewer Says:

    Flüchtlinge direkt aus Krisenregionen aufzunehmen, von denen man mit Sicherheit wüsste, dass es sich um echte Vertriebene handelt.

    Wie soll man denn mit Sicherheit feststellen können, dass es sich um echte Vertriebene handelt.

    Ich habe auch noch nie verstanden, warum es gerecht sein sollte, wenn man nur echte Vertriebene (was immer das sein soll) hineinlässt und Menschen, die aus anderen Gründen ihre Länder verlassen, viel schlechtere Chancen einräumt.

    Ich behaupte das gesamte Asyl-System ist überholt. Westliche Länder brauchen keine Asylgesetze mehr, sie brauchen Einwanderungsgesetze.

    Und da man nicht die ganze Welt bei sich aufnehmen kann, wäre aus Sicht der westlichen Einwanderungsländer intelligent, wenn sie ihre Einwanderung so regeln, dass sie ihnen selbst nützt. Diese würde allerdings voraussetzen, dass die westlichen Regierungen rational, kühl und utilitaristisch agieren. Was sie bekanntlich nicht tun, was im Umkehrschluss bedeutet, dass das
    Einwanderungschaos noch lange so weitergehen wird und dass diese Politik folgen haben wird, die man heute noch kaum absehen kann.

    • aron2201sperber Says:

      es gibt in Jordanien und im Libanon Flüchtlingslager mit Hunderttausenden Menschen.

      niemand ist freiwillig in solchen Lagern – das sind klassische Vertriebe, die vor einem Krieg geflogen sind.

      Europa sollte einen Teil dieser Menschen aufnehmen, allerdings ordentlich registriert und mit der Möglichkeit sie dorthin zurückzuschicken, wenn sie Probleme machen.

      • American Viewer Says:

        es gibt in Jordanien und im Libanon Flüchtlingslager mit Hunderttausenden Menschen.

        Das bezweifele ich ja nicht. Ich sehe nur nicht, warum diese Leute von dort unten abholen und nach Europa verbringen sollte. Wollen die Leute das überhaupt? Sind die paar Einzelfälle, die das wollen, nicht schon längst nach Europa geflohen?

        Warum sollte diese Zwangsumsiedlung besser sein, als wenn man diese Flüchtlinge direkt in den Grenzländern von Syrien versorgt?

        Und wie gesagt: Unabhängig von „Asyl“ sollte man die Einwanderung regeln: Wer wirklich aus ehrbaren Motiven nach Europa kommen will, sollte kommen dürfen, so unbürokratisch wie möglich, vorausgesetzt es ist auch ein Nutzen für den Westen erkennbar.

        Ein Beispiel hierfür (wenn auch extrem) bildet Japan: Japan gibt viel mehr Entwicklungshilfe als die gesamte EU, dafür allerdings verpflanzt man Flüchtlinge nicht zu Zehntausenden nach Japan, sondern versorgt sie so nah am Krisenherd wie möglich.

        Die Einwanderung ist in Japan allerdings ebenfalls miserabel geregelt, denn es ist nahezu unmöglich nach Japan einzuwandern.

      • aron2201sperber Says:

        Und wie gesagt: Unabhängig von “Asyl” sollte man die Einwanderung regeln: Wer wirklich aus ehrbaren Motiven nach Europa kommen will, sollte kommen dürfen, so unbürokratisch wie möglich, vorausgesetzt es ist auch ein Nutzen für den Westen erkennbar.

        diese Möglichkeiten gäbe es auch jetzt schon, es fehlen jedoch die entsprechenden Arbeitsplätze.

        diese Arbeitsplätze können nur durch ein Unternehmer- und Investitions-freundlicheres Umfeld geschaffen werden.

        in Europa sind die Steuern auf Arbeit und Energie hoch, entsprechend unattraktiv sind die Voraussetzung für Unternehmer und eine legale Migration, von der Europa profitieren würde…

        …aber wem erzähle ich das, von Wirtschaft hast du ohnehin mehr Ahnung als ich 😉

      • aron2201sperber Says:

        Ich sehe nur nicht, warum diese Leute von dort unten abholen und nach Europa verbringen sollte. Wollen die Leute das überhaupt? Sind die paar Einzelfälle, die das wollen, nicht schon längst nach Europa geflohen?

        Warum sollte diese Zwangsumsiedlung besser sein, als wenn man diese Flüchtlinge direkt in den Grenzländern von Syrien versorgt?

        die meisten Leute können es sich schlicht und einfach nicht leisten, die Lager im Libanon oder Jordanien zu verlassen.

        für Länder wie Libanon oder Jordanien stellen die Lager eine enorme Belastung dar – es ist auch in unserem Interesse, diese Länder nicht zu destabilisieren.

        ich gebe dir jedoch völlig recht, dass es auch genug sehr wohlhabende Länder in der Nachbarschaft gäbe, die man bei der Bewältigung der Krise viel stärker mit einbinden müsste:

        https://aron2201sperber.wordpress.com/2014/09/05/katars-chuzpe/

    • aron2201sperber Says:

      ich gebe dir allerdings recht, dass unser Begriff von Asyl anachronistisch, und sehr auf die Verfolgung von Minderheiten und politische Gegner durch das Nazi-Regime zugeschnitten ist.

      trotzdem wäre es falsch, das Asylwesen ohne den Willen der Menschen auf völlig neue Sachverhalte zuzuschneidern:

      https://aron2201sperber.wordpress.com/2009/04/11/asyl-als-entschadigung-fur-die-kolonialzeit/

      vielmehr müsste man sich überlegen, wie es wieder zu einem Profit durch Migration kommen könnte.

      gerade die heute so verabscheute Kolonialzeit könnte Wege dazu aufzeigen.

      vieles war sicher tatsächlich ungerecht und ausbeuterisch, die positiven Aspekte wie der Bau von Schulen und der Transfer von Wissen wird heute zu wenig berücksichtigt.

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